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Operationstechnischer Assistent

Operationstechnischer Assistent / -in (OTA) ist ein medizinischer Assistenzberuf in Deutschland. Operations-Technische Assistenten übernehmen die Aufgaben von Operationspflegekräften innerhalb eines Krankenhauses. Zugangsvoraussetzung ist ein mittlerer Bildungsabschluss. Die Ausbildung auf der Grundlage einer Empfehlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) dauert drei Jahre, eine staatliche Anerkennung wird angestrebt.[1]

Inhaltsverzeichnis

Voraussetzungen zur Zulassung zur Ausbildung


Voraussetzung ist die gesundheitliche Eignung sowie ein Realschulabschluss oder eine gleichwertige oder eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung. Alternativ kann auch ein Hauptschulabschluss bzw. eine gleichwertige Schulbildung genügen, sofern eine Berufsausbildung mit einer vorgesehenen Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen wurde oder die Erlaubnis als Krankenpflegehelfer vorliegt. Jugendliche müssen eine ärztliche Bescheinigung nach § 23 des Jugendarbeitsschutzgesetzes vorlegen.[2]

Dauer und Gliederung der Ausbildung


Die Ausbildung dauert drei Jahre. Sie umfasst eine Mindeststundenzahl von 1600 Stunden theoretischen Unterrichts und eine praktische Ausbildung von mindestens 3000 Stunden. Die Ausbildung folgt den Empfehlungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

Inhalte der Ausbildung


Unter anderem werden folgende Fächer nach Empfehlung der DKG unterrichtet:

Grundlagenfächer:

Berufsfächer:

Zusatzfächer:

Die praktische Ausbildung erfolgt in mehreren Abteilungen und chirurgischen Fachdisziplinen und schließt ein allgemeines Instrumentenpraktikum ein.[3]

Prüfungen


Die Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil. Bei der Endnote für die theoretischen Fähigkeiten werden ausbildungsbegleitende Leistungsnachweise berücksichtigt. Über die bestandene Abschlussprüfung wird eine Urkunde sowie ein Zeugnis ausgestellt.

Tätigkeiten


Zu den Aufgaben eines OTA gehören unter anderem die Vorbereitung der Instrumente und Geräte vor der Operation, die Instrumentation sowie Springertätigkeiten während der Operation sowie die Entsorgung und Sterilisation der Instrumente nach der Operation.

Bei der Arbeit im Operationssaal tragen alle Mitarbeiter sogenannte Bereichskleidung (Kasack, Hose, sowie eine Kopfhaube und einen Mund-Nasen-Schutz). Die an der Operation direkt Beteiligten (Operateur, Assistenten und Instrumentierender) tragen zusätzlich sterile Handschuhe und einen sterilen Kittel.[4]

In der Regel sind während einer Operation ein Arzt als Operateur und, je nach Größe des Eingriffs, ein bis drei Assistenten (Ärzte, Studenten oder Chirurgisch-Technische-Assistenten) anwesend sowie eine „instrumentierende Kraft“ (Vorbereitung und Anreichen von Instrumenten, Nahtmaterial etc.), ein Springer, ein Anästhesist und eine Anästhesiepflegekraft. Der Springer verrichtet die Arbeiten, für die keine sterile Bekleidung notwendig ist, z. B. Anreichen von Material an die instrumentierende Kraft aus der Umverpackung.[5]

Operationstechnische Assistenten können auch außerhalb des Operationssaals in anderen Funktionsbereichen arbeiten, z. B. in der Endoskopie, Ambulanz bzw. Notaufnahme und in der Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA).

Siehe auch


Literatur


Lehrbücher


Weblinks


Einzelnachweise


  1. DKG-Empfehlung zur Ausbildung und Prüfung von Operationstechnischen Assistentinnen/Assistenten (PDF; 1,6 MB)
  2. Operationstechnischer Assistent im Berufenet der Bundesagentur für Arbeit
  3. Auflistung der theoretischen und praktischen Inhalte
  4. Anforderungen der Hygiene bei Operationen und anderen invasiven Eingriffen (Memento des Originals vom 4. Dezember 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 96 kB)
  5. Marija Kucharek, Wolf-Ulrich Heitland, Helmut Waldner: Lehrbuch für Operationspflegekräfte Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 3. Auflage 2008, ISBN 3-437-25032-9



Kategorien: Beruf (Medizintechnik) | Dienstleistungsberuf | Chirurgie



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