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Oerel

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oerel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oerel hervorgehoben

Koordinaten: 53° 29′ N, 9° 4′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)
Samtgemeinde: Geestequelle
Höhe: 16 m ü. NHN
Fläche: 33,7 km2
Einwohner: 1832 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27432
Vorwahlen: 04761, 04765, 04766
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 035
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bohlenstraße 10
27432 Oerel
Website: gemeinde-oerel.de
Bürgermeister: Marco Noetzelmann (Wählergruppe Oerel-Barchel-Glinde)
Lage der Gemeinde Oerel im Landkreis Rotenburg (Wümme)

Oerel ist eine niedersächsische Gemeinde in der Samtgemeinde Geestequelle im Landkreis Rotenburg (Wümme). Neben dem Hauptort Oerel gehören die Orte Barchel und Glinde zur Gemeinde.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Oerel, bis in das 19. Jahrhundert auch Oehrel geschrieben[2], wurde erstmals 937 als Urhala beziehungsweise Vrlaha urkundlich erwähnt.[3] Hierbei handelt es sich um eine Schenkungsurkunde von König Otto I. (dem späteren Kaiser Otto dem Großen) an die Abtei Magdeburg.

Eingemeindungen


Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Barchel und Glinde eingegliedert.[4]

Politik


Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde Oerel besteht aus elf Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 1001 und 2000 Einwohnern.[5] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[6]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
Wählergruppe Oerel-Barchel-Glinde 64,33 % 7
Wählergemeinschaft Freier Bürger 35,66 % 4

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 68,47 %[6] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[7]

Bürgermeister

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Marco Noetzelmann (WG OBG) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.[8]

Wappen

Das Gemeindewappen zeigt ein in blau, mit von schwarz und gold gestückeltes Bord, in deren Mitte der heilige Gangolf in Silber und silberner Gewandung, mit goldenem Nimbus, Lanze und Schwert abgebildet ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Der angelsächsische Missionar Willehadus gründete nicht nur den Dom in Bremen, sondern vermutlich auch eine Betkirche in Oerel. An deren Stelle in der Dorfmitte steht die Gangolf-Kirche der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Oerel, eine romanische Feldsteinkirche, die aus dem 12. Jahrhundert stammt. Der Kirchturm war ursprünglich nicht mit der Kirche verbunden, sondern stand einige Meter von ihr entfernt. Nachdem dieser Turm bei einem Unwetter von 1703 einstürzte, wurde er 1732 durch einen neuen ersetzt, der unmittelbar an die Westseite der Kirche angebaut wurde. Die Kirche beherbergt eine Orgel des Stader Orgelbauers Georg Wilhelm von 1830/31.[9]

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Oerel liegt an der K 116 nahe der B 74, die am Ort vorbeiführt und ihn mit Bremervörde verbindet. Der Ort hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Bremerhaven–Buxtehude. Die Züge werden von den Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (EVB) betrieben.

Bildung

In Oerel gibt es eine Grund- und Oberschule mit insgesamt rund 450 Schülern.[10]

Söhne und Töchter der Gemeinde


Sonstiges


Seit 2009 hat Oerel ein eigenes Glasfasernetz. Alle Haushalte sind daran angeschlossen. Die Leitungen ermöglichen eine Übertragungsrate von 1000 MBit/s im Up-/Down-Stream.[11]

Literatur


Weblinks


 Commons: Oerel  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018  (Hilfe dazu).
  2. Encyklopädie der Erd-, Völker- und Staatenkunde. Arnold Verlag. Ausgabe 2, 1866. Band 2, Seiten 1761 und 1763.
  3. Wilhelm von Hodenberg: Die Diöcese Bremen und deren Gaue in Sachsen und Friesland. S. 12.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 242.
  5. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten , abgerufen am 5. März 2017.
  6. a b Gemeinde Oerel – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2016 , abgerufen am 5. März 2017.
  7. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. 12. September 2016, abgerufen am 5. März 2017.
  8. Gemeinde Oerel – Bürgermeister und Gemeinderat , abgerufen am 5. März 2017.
  9. Nomine e. V.
  10. Schule Oerel
  11. ip-insider.de



Kategorien: Oerel | Gemeinde in Niedersachsen | Ort im Landkreis Rotenburg (Wümme) | Ort in der Stader Geest | Ersterwähnung 937


Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Oerel (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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