Odense BK



OB
Basisdaten
Name Odense Boldklub
Sitz Odense, Dänemark
Gründung 12. Juli 1887
Farben weiß-blau
Präsident Niels Thorborg
Website ob.dk
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Jakob Michelsen
Spielstätte Nature Energy Park
Plätze 15.761
Liga Superliga
2018/19 5. Platz
Heim
Auswärts

Der Odense Boldklub (kurz: Odense BK oder OB) ist ein dänischer Fußballverein in Odense, Region Syddanmark. Der OB spielt in der Superliga, der höchsten Spielklasse in Dänemark. Die Heimspiele werden im Nature Energy Park ausgetragen. Der Sitz des Klubs liegt in Ådalen, in der Nähe zur Odense Å.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Die ersten Jahre

Der Verein wurde am 12. Juli 1887 als Odense Criketklub gegründet, wobei Cricket die einzige Sportart war. 1889 wurden Fußball und Tennis als weitere Sportarten aufgenommen, des Weiteren wurde der Vereinsname in Odense Boldklub geändert.

Im Fußballbereich konnte 1916 mit dem Gewinn der lokalen Meisterschaft der erste Erfolg gefeiert werden. Dadurch qualifizierte sich die Mannschaft für das Halbfinale der nationalen Meisterschaft, wo man 9:3 gegen den späteren Meister B.93 Kopenhagen verlor.

1945 bis 1975: Bewegte Zeiten

Nach der Neuorganisation der dänischen Fußballligen nach der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg, fand sich Odense in der dritten Liga wieder. Durch gute Leistungen und den beiden herausragenden Spielern Jørgen Leschly Sørensen und Svend Jørgen Hansen, erreichte die Mannschaft schnell die höchste Liga Dänemarks. Hansen war auch der erste Nationalspieler Dänemarks. Sørensen wurde 1949 an den italienischen Verein Atalanta Bergamo verkauft.

1951 erlangte OB die Silbermedaille in der nationalen Meisterschaft. Man scheiterte im Finale an den Akademisk Boldklub. Nach diesem Erfolg ging es schnell abwärts. 1959 fand sich die Mannschaft wieder in der zweiten Liga wieder. Zwischendurch gelang 1957 und 1966 der Aufstieg in die 1. Division, Odense hielt sich aber bis 1975 nie lange in der ersten Liga. 1974 erreichte die Mannschaft ihr erstes Pokalfinale welches mit 5:2 gegen Vanløse IF verloren ging.

1975 bis 1990: Die besten Jahre

1975 stieg Odense BK erneut in die erste Liga auf. Unter Trainer Richard Møller Nielsen und einer sehr guten Mannschaft erlangte OB 1977 die erste Meisterschaft. Mittelfeldspieler Allan Hansen wurde zum besten Torschützen und Spieler der Liga gewählt. Diese Erfolge konnte Hansen 1981 wiederholen. Durch den Gewinn der Meisterschaft nahm Odense 1978 zum ersten Mal am Europapokal der Landesmeister teil. Dort traf die Mannschaft in der ersten Runde auf Lokomotive Sofia. Das Hinspiel endete 2:2. Im anschließenden Rückspiel unterlagen die Dänen mit 2:1.

Die Erfolgsserie ging für Odense weiter. 1980 wurde OB dritter und 1982 gewann man die zweite Meisterschaft. Zusammen mit dem Pokalgewinn 1983 erlangte die Mannschaft sogar das Double. Nachdem im selben Jahr der Boldklubben 1909 in die zweite Liga absteigen musste, war Odense die beste Mannschaft auf der Insel Fünen.

In dieser Zeit konnte OB mit vielen dänischen Talenten glänzen. Keld Bordinggaard wurde 1982 zum Nachwuchsspieler des Jahres ernannt. Der beste Spieler der Mannschaft in dieser Zeit war Lars Høgh, der von 1977 bis 1999 für den Verein insgesamt 817 Spiele absolvierte.

1989 wurde Odense zum dritten Mal Meister, diesmal unter dem neuen Trainer Roald Poulsen. Zu den Leistungsträgern gehörten, neben Høgh, Ulrik Moseby, Johnny Anker Hansen und Per Pedersen. Dieser wurde 1997 für die Rekordablösesumme von 2,3 Millionen Pfund an Blackburn Rovers verkauft.

1991 bis heute: Die Superliga

1991 konnte der Verein den dänischen Pokal gegen Aalborg BK gewinnen. Dieser Erfolg ließ sich nicht auf die dänische Superliga übertragen. In der Herbstsaison landete OB auf dem letzten Platz und musste an der Qualifikationsliga teilnehmen. Über einen zweiten Platz konnte sich die Mannschaft wieder für die Superliga qualifizieren.

In der Saison 1992/1993 erreichte OB den zweiten Platz hinter dem FC Kopenhagen und erlangte seinen dritten Pokalerfolg. In der 1996 wurde die Mannschaft erneut dritter der Liga.

Am Ende der Saison 1997/1998 musste Odense BK in die zweite Liga absteigen. Der Wiederaufstieg gelang eine Saison später. 2002 und 2007 gewann die Mannschaft den dänischen Pokal und in der Saison 2008/2009 belegte man den zweiten Platz, das beste Ergebnis von OB seit dem Aufstieg 1999. 2009/2010 wurde man erneut Zweiter.

Europapokalbilanz


Die größten internationalen Erfolge erreichte OB in der Saison 1994/95. Nur über die Qualifikation in den UEFA-Pokal gestartet, warf OB in der zweiten Runde den 1. FC Kaiserslautern aufgrund eines mehr erzielten Auswärtstreffers aus dem Wettbewerb. Zuhause spielte man 0:0, in Kaiserslautern 1:1. Im Achtelfinale traf OB auf Real Madrid und siegte sensationell im Estadio Santiago Bernabéu mit 2:0, so dass trotz eines 2:3 im Rückspiel vor heimischer Kulisse das Viertelfinale erreicht wurde. Hier scheiterte OB ganz knapp am späteren UEFA-Pokalsieger AC Parma mit 0:1 und 0:0. In der UEFA-Cup Saison 2006/2007 warf der Club in der 1. Runde den deutschen Bundesligisten Hertha BSC durch ein 2:2 im Olympiastadion Berlin und ein 1:0 vor heimischer Kulisse aus dem Wettbewerb. 2011/12 verpasste man knapp den Einzug in die Gruppenphase der UEFA Champions League. Gegen den FC Villarreal gewann man das Hinspiel vor eigenem Publikum mit 1:0. Im Rückspiel unterlag man jedoch mit 0:3. Dadurch startet das Team zum zweiten Mal hintereinander in der Gruppenphase der UEFA Europa League.

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1978/79 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Bulgarien 1971 Lokomotive Sofia 3:4 2:2 (H) 1:2 (A)
1983/84 Europapokal der Landesmeister 1. Runde  FC Liverpool 0:6 0:1 (H) 0:5 (A)
1984/85 UEFA-Pokal 1. Runde Sowjetunion Spartak Moskau 2:7 1:5 (H) 1:2 (A)
1990/91 Europapokal der Landesmeister 1. Runde  Real Madrid 01:10 1:4 (H) 0:6 (A)
1991/92 Europapokal der Pokalsieger Vorrunde  Galway United 7:0 3:0 (A) 4:0 (H)
1. Runde Tschechoslowakei FC Banik Ostrava 1:4 0:2 (H) 1:2 (A)
1993/94 Europapokal der Pokalsieger Vorrunde  NK Celje 1:0 1:0 (A) 0:0 (H)
1. Runde  FC Arsenal 2:3 1:2 (H) 1:1 (A)
1994/95 UEFA-Pokal Vorrunde  FC Flora Tallinn 6:0 3:0 (H) 3:0 (A)
1. Runde  Linfield FC 6:1 1:1 (A) 5:0 (H)
2. Runde Deutschland 1. FC Kaiserslautern (a)1:1(a) 1:1 (A) 0:0 (H)
3. Runde  Real Madrid 4:3 2:3 (H) 2:0 (A)
Viertelfinale  AC Parma 0:1 0:1 (A) 0:0 (H)
1995 UEFA Intertoto Cup Gruppenphase  Bohemians Dublin 2:0 2:0 (A)
 HJK Helsinki 2:1 2:1 (H)
 Girondins Bordeaux 0:4 0:4 (A)
 IFK Norrköping 3:2 3:2 (H)
Achtelfinale Deutschland Bayer 04 Leverkusen 2:5 2:5 (A)
1996/97 UEFA-Pokal Qualifikation  Sliema Wanderers 9:1 2:0 (A) 7:1 (A)
1. Runde  Boavista Porto (a)4:4(a) 2:3 (H) 2:1 (A)
1997 UEFA Intertoto Cup Gruppenphase  Samsunspor 0:2 0:2 (A)
Island Leiftur 3:4 3:4 (H)
Deutschland Hamburger SV 1:2 1:2 (A)
 FBK Kaunas 2:2 2:2 (H)
2001 UEFA Intertoto Cup 2. Runde  AIK Solna 2:4 2:2 (H) 0:2 (A)
2002/03 UEFA-Pokal Qualifikation  Myllykosken Pallo -47 2:1 0:1 (A) 2:0 (H)
1. Runde  Celta Vigo 1:2 0:2 (A) 1:0 (H)
2003/04 UEFA-Pokal Qualifikation  FC TVMK Tallinn 4:1 1:1 (H) 3:0 (A)
1. Runde Serbien und Montenegro Roter Stern Belgrad 5:6 2:2 (H) 3:4 (A)
2004 UEFA Intertoto Cup 1. Runde  Ballymena United 7:0 0:0 (H) 7:0 (A)
2. Runde  FC Villarreal 0:5 0:3 (H) 0:2 (A)
2006 UEFA Intertoto Cup 2. Runde  Shelbourne FC 3:1 3:0 (H) 0:1 (A)
3. Runde  Hibernian Edinburgh (a)2:2(a) 1:0 (H) 1:2 (A)
2006/07 UEFA-Pokal 2. Qualifikationsrunde  AFC Llanelli 6:1 1:0 (H) 5:1 (A)
1. Runde Deutschland Hertha BSC 3:2 2:2 (A) 1:0 (H)
Gruppenphase  FC Parma 1:2 1:2 (H)
 SC Heerenveen 2:0 2:0 (A)
 RC Lens 1:1 1:1 (H)
 Celta Vigo 1:3 1:3 (A)
2007/08 UEFA-Pokal 2. Qualifikationsrunde  FK Dinamo Minsk 5:1 1:1 (A) 4:0 (H)
1. Runde  Sparta Prag 0:0
(3:4 i. E.)
0:0 (A) 0:0 n. V. (H)
2008 UEFA Intertoto Cup 2. Runde  Turku PS 4:1 2:1 (A) 2:0 (H)
3. Runde  Aston Villa 2:3 2:2 (H) 0:1 (A)
2009/10 UEFA Europa League 3. Qualifikationsrunde  Rabotnički Skopje 7:3 4:3 (A) 3:0 (H)
Play-offs  CFC Genua 2:4 1:3 (A) 1:1 (H)
2010/11 UEFA Europa League 3. Qualifikationsrunde  HŠK Zrinjski Mostar 5:3 5:3 (H) 0:0 (A)
Play-offs  FC Motherwell 3:1 2:1 (H) 1:0 (A)
Gruppenphase  FC Getafe 2:3 1:2 (A) 1:1 (H)
Deutschland VfB Stuttgart 2:7 1:2 (H) 1:5 (A)
Schweiz BSC Young Boys 4:4 2:4 (A) 2:0 (H)
2011/12 UEFA Champions League 3. Qualifikationsrunde  Panathinaikos Athen 5:4 1:1 (H) 4:3 (A)
Play-offs  FC Villarreal 1:3 1:0 (H) 0:3 (A)
2011/12 UEFA Europa League Gruppenphase  Wisła Krakau 4:3 3:1 (A) 1:2 (H)
 FC Fulham 2:4 0:2 (H) 2:2 (A)
 FC Twente Enschede 3:7 1:4 (H) 2:3 (A)
Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 97 Spiele, 36 Siege, 23 Unentschieden, 38 Niederlagen, 154:148 Tore (Tordifferenz +6)

Rekordspieler


Stand: Januar 2011

  • Johnny Hansen 284
  • Andrew Tembo 284
  • Keld Bordinggaard 283
  • Torben Sangild 278
  • Leon Hansen 252
  • Jørgen Madsen 249
  • Mwape Miti 246

Trainer seit 1948


  • Denis Neville 1948–1950[1]
  • Géza Toldi 1950–1954
  • Jørgen Leschly Sørensen 1955–1958
  • Svend Hugger 1961
  • Dragisa Milic 1962–1963
  • Jørgen Leschly Sørensen 1963
  • Richard Møller Nielsen 1964–1968
  • Børge Jacobsen 1968
  • Jack Johnson 1968–1972
  • Kaj Hansen 1972–1974
  • Richard Møller Nielsen 1975–1985
  • Walther Richter 1986–1987
  • Roald Poulsen 1988–1991
  • Kim Brink 1992–1995
  • Viggo Jensen 1995–1997
  • Roald Poulsen 1997–1998
  • Jens Plambech 1998

Bekannte Spieler


Saisonstatistik


Statistiken seit der Saison 1994/1995

Saison Liga Platz Pokal Champions League Europa League
1994/95 Superliga 3. Platz
8. Platz
n/a nicht qualifiziert Viertelfinale
1995/96 Superliga 3. Platz n/a nicht qualifiziert nicht qualifiziert
1996/97 Superliga 7. Platz n/a nicht qualifiziert Erste Runde
1997/98 Superliga 12. Platz 5. Runde nicht qualifiziert nicht qualifiziert
1998/99 1. Division 1. Platz n/a nicht qualifiziert nicht qualifiziert
1999/00 Superliga 9. Platz n/a nicht qualifiziert nicht qualifiziert
2000/01 Superliga 7. Platz Achtelfinale nicht qualifiziert nicht qualifiziert
2001/02 Superliga 6. Platz Sieger nicht qualifiziert nicht qualifiziert
2002/03 Superliga 4. Platz Achtelfinale nicht qualifiziert Erste Runde
2003/04 Superliga 4. Platz Halbfinale nicht qualifiziert nicht qualifiziert
2004/05 Superliga 6. Platz 5. Runde nicht qualifiziert nicht qualifiziert
2005/06 Superliga 3. Platz Viertelfinale nicht qualifiziert nicht qualifiziert
2006/07 Superliga 4. Platz Sieger nicht qualifiziert Gruppenphase
2007/08 Superliga 4. Platz Achtelfinale nicht qualifiziert nicht qualifiziert
2008/09 Superliga 2. Platz 5. Runde nicht qualifiziert nicht qualifiziert
2009/10 Superliga 2. Platz Halbfinale nicht qualifiziert nicht qualifiziert
2010/11 Superliga 2. Platz Achtelfinale nicht qualifiziert Gruppenphase
2011/12 Superliga 10. Platz 3. Runde Play-Offs Gruppenphase
2012/13 Superliga 7. Platz Viertelfinale nicht qualifiziert nicht qualifiziert
2013/14 Superliga 8. Platz Achtelfinale nicht qualifiziert nicht qualifiziert
2014/15 Superliga 9. Platz 2. Runde nicht qualifiziert nicht qualifiziert
2015/16 Superliga 7. Platz 3. Runde nicht qualifiziert nicht qualifiziert
2016/17 Superliga 11. Platz 3. Runde nicht qualifiziert nicht qualifiziert
2017/18 Superliga 9. Platz Achtelfinale nicht qualifiziert nicht qualifiziert
2017/18 Superliga Halbfinale nicht qualifiziert nicht qualifiziert

Erfolge


Andere Sportarten


Badminton

Der Verein kann ebenfalls große Erfolge im Badminton für sich verbuchen. Mit Inger Kjærgaard und Agnete Friis standen zwei Weltklassespielerinnen in den Reihen des Vereins.

Weblinks


Einzelnachweise


  1. weltfussball.de: Odense BK » Trainerhistorie









Kategorien: Dänischer Fußballverein | Dänischer Badmintonverein | Sport (Odense Kommune) | Gegründet 1887 | Organisation (Odense)




Stand der Informationen: 29.07.2021 02:21:34 CEST

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