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Oberstaufen




Wappen Deutschlandkarte

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Oberallgäu
Höhe: 791 m ü. NHN
Fläche: 125,94 km2
Einwohner: 7770 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87534
Vorwahlen: 08386, 08325Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: OA
Gemeindeschlüssel: 09 7 80 132
Marktgliederung: 44 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Schloßstr. 8
87534 Oberstaufen
Website: www.oberstaufen.info
Bürgermeister: Martin Beckel (FWO)
Lage des Marktes Oberstaufen im Landkreis Oberallgäu
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Oberstaufen ist ein Markt im schwäbisch-bayerischen Landkreis Oberallgäu.

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Oberstaufen liegt auf der Europäischen Wasserscheide, zwischen den Einzugsgebieten von Rhein und Donau.

Gemeindeteile

Oberstaufen hat 44 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

  • Laufenegg (Weiler)
  • Malas (Feriendorf)
  • Nägeleshalde (Einöde)
  • Oberstaufen (Hauptort)
  • Osterdorf (Dorf)
  • Pfalzen (Weiler)
  • Salmas (Dorf)
  • Saneberg (Weiler)
  • Schindelberg (Kirchdorf)
  • Sinswang (Weiler)
  • Steibis (Pfarrdorf)
  • Steinebach (Weiler)
  • Stiesberg (Dorf)
  • Thalkirchdorf (Pfarrdorf)
  • Tronsberg (Weiler)
  • Vorderreute (Dorf)
  • Weißach (Dorf)
  • Weißenbachmühle
  • Wengen (Weiler)
  • Wiedemannsdorf (Dorf)
  • Willis (Weiler)
  • Zell (Weiler)

Nachbargemeinden

Stiefenhofen Missen-Wilhams Immenstadt im Allgäu
Oberreute, Sulzberg Blaichach
Riefensberg Hittisau Balderschwang

Geschichte


Bis zur Gemeindegründung

In einer Beurkundung des Klosters St. Gallen vom 20. Dezember 868 wird der Ort Stoufun erstmals erwähnt. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehört der Ort zu Bayern. Er war ehemals ein Teil der Grafschaft Königsegg-Rothenfels, die von den Besitzern 1804 gegen Güter in Ungarn vertauscht worden war. Am 12. Februar 1921 wurde die Gemeinde Staufen amtlich in Oberstaufen umbenannt.[3] Die Gemeinden Aach, Oberstaufen und Thalkirchdorf bildeten früher zusammen mit Stiefenhofen eine Einheit und waren 1808 aufgeteilt worden. Im Jahr 1818 entstand die Gemeinde.

20. Jahrhundert

1949 führte der Kurarzt Hermann Brosig die Schrothsche Heilkur ein. Mit der Verleihung des Prädikats „Schrothkurort“ am 30. November 1959 wurde Oberstaufen offiziell als einziger Schrothkurort der Bundesrepublik anerkannt. Am 10. Dezember 1969 erfolgte die Anerkennung Oberstaufens als Heilklimatischer Kurort. Seit 1991 hat Oberstaufen die höchste deutsche Stufe der Kurortklassifikation erreicht, ohne den Ortszusatz „Bad“ für sich in Anspruch zu nehmen: Schroth-Heilbad.
Oberstaufen ist ferner Mitglied des deutsch-österreichischen Gemeinschaftsprojekts Naturpark Nagelfluhkette.

Einwohnerentwicklung

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 6.404 auf 7.770 um 1.366 Einwohner bzw. um 21,3 %.

Eingemeindungen

1970 wurden Gebietsteile, welche zuvor zur Gemeinde Stiefenhofen gehörten, nach Oberstaufen eingegliedert und 1972 erfolgte die Zusammenlegung mit Aach im Allgäu und Thalkirchdorf zur neuen Gemeinde Oberstaufen.[3]

Politik


Gemeinderat und Bürgermeister

In den Gemeinderat der Amtszeiten 2014–2020 und 2020–2026 wurden folgende Parteien und Gruppierungen gewählt:[4]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze 2014–2020 Stimmenanteil Sitze 2020–2026
Christlich-Soziale Union (CSU) 28,2 % 6 32,0 % 6
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 5,9 % 1 7,7 % 2
Freie Wähler 30,1 % 6 26,0 % 5
Unabhängige Thaler Liste 16,6 % 3 18,8 % 4
Parteilose Liste und Weißachtal (Steibis-Aach) 13,6 % 3 11,8 % 2
Aktives Oberstaufen 5,6 % 1 3,6 % 1

Die Wahlbeteiligung lag bei der Kommunalwahl am 16. März 2014 bei 60,9 % und bei der Wahl am 15. März 2020 bei 54,73 %.

Bürgermeister ist Martin Beckel. Er wurde bei der Kommunalwahl 2014 mit 68,1 % der gültigen Stimmen bei drei Gegenkandidaten gewählt. Am 15. März 2020 wurde er bei einem Gegenkandidaten mit 79,59 % der Stimmen im Amt bestätigt.

Wappen

Beschreibung: Geteilt und oben von Blau und Silber (Weiß) gespalten. Auf der Spaltlinie, die verschlungenen goldenen Großbuchstaben S und T, unten in Silber (Weiß) auf grünem Hügel eine rote Burg mit blauen Dächern.
Die Buchstaben S und T sollen an das Bild im Gerichtssiegel der Herrschaft Staufen aus dem frühen 18. Jahrhundert erinnern. Oben wurden die bayerischen Landesfarben eingesetzt, unten eine stilisierte Wiedergabe der Burg Staufen.

Am 31. März 1836 wurde das Wappen durch König Ludwig I. erstmals an den Markt Oberstaufen verliehen. Am 29. August 1986 stimmte die Regierung Schwabens zu, das Wappen des ehemaligen Marktes Oberstaufen weiterzuführen.[5]

Neben dem Wappen verwendet die Gemeinde ein Logo, das auf die Lage im Gebirge anspielt.

Patenschaft

Im Jahr 1986 wurde eine Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus dem Schrothkurort Dolní Lipová/Niederlindewiese bei Freiwaldau im Altvatergebirge übernommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Theater und Konzerte

Konzertdarbietungen gibt es regelmäßig im Kurhaus Oberstaufen, in der Festhalle Steibis und im Thaler Festsaal; Theateraufführungen werden im Kurhaus und im Thaler Festsaal (Bauerntheater) gegeben.

Regelmäßige Veranstaltungen

Ehemalige Veranstaltungen

Sehenswürdigkeiten

Naturdenkmäler

Am Nordhang des Seelekopfs oberhalb der Unteren Lauchalpe steht die Ureibe bei Steibis. Das Alter dieser weiblichen Eibe wird auf 600 bis 800 Jahre geschätzt. Sie ist damit einer der ältesten Bäume Deutschlands. Ihr Stamm ist hohl und hat einen Umfang von rund fünf Meter.

Sport

Sommersport

Wintersport

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehrsanbindung

Unmittelbar südlich des Ortskerns verläuft die Bundesstraße 308 von Lindau über Lindenberg an Oberstaufen vorbei und weiter nach Immenstadt am Alpsee.

Ebenso verläuft dort die Allgäubahn (München–Lindau). Südlich des Bahnhofs Oberstaufen liegt der Oberstaufener Tunnel, der einzige Eisenbahntunnel der gesamten Strecke.

Vom Bahnhof Oberstaufen fahren Busse direkt zu den Bergbahnen am Hochgrat, Imberg und Hündle sowie nach Immenstadt, Isny und Lingenau.

Soziales

Seit September 2008 gibt es einen offenen Jugendtreff: Das Jugendhaus Pangäa in Oberstaufen. Insbesondere für die anderen Altersgruppen (Kinder, Erwachsene/Senioren) ist das Familienzentrum Oberstaufen aktiv. Ferner finden sich der Förderverein Staufner Kinder e. V., der Frauenbund Oberstaufen und der Kindergartenförderverein Thalkirchdorf. Im regen Vereinsleben wird zudem ein weites soziales Umfeld geboten.

Weiteres


Oberstaufen wurde 2010 vom ADAC mit dem ADAC-Tourismuspreis für die Mehrwert-Gästekarte „Oberstaufen PLUS“ ausgezeichnet.[9] Für dieses Angebot erhielt der Kurort auch den „Deutschen Tourismuspreis 2009“.[10]

Oberstaufen war die erste Gemeinde in Deutschland, deren Bilder auf Google Street View abrufbar waren.[11] Am 2. November 2010 wurden die Fassadenbilder freigegeben. Vorausgegangen war eine Aktion der Oberstaufen Tourismus und Marketing GmbH im August, welche bei den Protesten nach der Ankündigung von Google, den Dienst auch in Deutschland zu starten, nach eigenen Angaben die Chance auf mehr Tourismus erkannte. Dazu wurde eine Torte für Google gebacken und ein Foto dieser Torte[12] bei Facebook veröffentlicht. Nach einigen Medienberichten wurde auch Google auf die Gemeinde aufmerksam.[13] In anderen Metropolen wurden lediglich Sehenswürdigkeiten freigeschaltet.

Für die strategische Umsetzung der Kampagne um Google Street View erhielt Oberstaufen im Mai 2011 den „PR Report Award“ in der Kategorie Corporate Media (intern/extern).[14]

Persönlichkeiten


Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Gemeinde

Weitere Persönlichkeiten

Literatur


Weblinks


Commons: Oberstaufen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Oberstaufen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 15. August 2019.
  3. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 571.
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik
  5. Website des Marktes Oberstaufen (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. Viehscheid im Allgäu ist Festzeit in den Gemeinden
  7. Bayerische Vermessungsverwaltung: BayernViewer 2.0 (Memento des Originals vom 22. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. Abgerufen am 10. März 2011.
  8. Urlaub in Oberstaufen. Abgerufen am 19. Juni 2017.
  9. «Stets an der Spitze neuer Entwicklungen» . Website Allgäuer Anzeigeblatt. Abgerufen am 2. November 2010.
  10. «Deutscher Tourismuspreis 2009: Die Sieger stehen fest» . Website Allgemeine Hotel- und Gastronomiezeitung. Abgerufen am 19. Juni 2011.
  11. Street-View-Start - So verpixelt Google die Republik . Website Spiegel Online. Abgerufen am 2. November 2010.
  12. Foto der Oberstaufener Street View Torte . Website Oberstaufen/Allgäus Fotos - Pinnwand-Fotos bei Facebook. Abgerufen am 2. November 2010.
  13. „Google Street View startet am Dienstag im Allgäu“ (Memento des Originals vom 21. November 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. Website Augsburger Allgemeine Online. Abgerufen am 2. November 2010.
  14. Corporate Media (intern/extern) Gewinner: Oberstaufen Tourismus Marketing (Memento des Originals vom 9. Mai 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. Website PR Report Awards. Abgerufen am 19. Juni 2011.
  15. Peter Ebenhoch bei kultur-oa.de



Kategorien: Oberstaufen | Gemeinde in Bayern | Ort im Landkreis Oberallgäu | Kurort in Bayern | Wintersportgebiet in Deutschland | Ort in Oberschwaben | Markt in Schwaben | Ersterwähnung 868 | Gemeindegründung 1818



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