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Nixenkräuter

Nixenkräuter
Illustration von Najas-Arten: A–C Großes Nixenkraut (Najas marina) D–F Kleines Nixenkraut (Najas minor) H Biegsames Nixenkraut (Najas flexilis, Blüte)

Illustration von Najas-Arten: A–C Großes Nixenkraut (Najas marina)
D–F Kleines Nixenkraut (Najas minor)
H Biegsames Nixenkraut (Najas flexilis, Blüte)

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Froschlöffelartige (Alismatales)
Familie: Froschbissgewächse (Hydrocharitaceae)
Unterfamilie: Hydrilloideae
Gattung: Nixenkräuter
Wissenschaftlicher Name
Najas
L.

Die Gattung der Nixenkräuter (Najas) ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Froschbissgewächse (Hydrocharitaceae). Alle Arten dieser Gattung leben ausschließlich im Wasser. Die bis zu 40 Arten sind fast weltweit verbreitet.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung


Alle Nixenkraut-Arten wachsen als Wasserpflanzen in Süß- oder Brackwasser. Sie sind meist einjährige, selten auch ausdauernde krautige Pflanzen. Die Sprossachsen sind schlank und stark verzweigt, in den unteren Knoten entstehen Wurzeln, die unteren Internodien sind verlängert, die oberen reduziert. Die Laubblätter stehen beinahe gegenständig oder sind durch die verkürzten Internodien fast quirlartig angeordnet. Sie sind aufsitzend und in Blattspreite und Aurikel (Blattöhrchen) unterteilt. Die Blattspreiten sind linealisch und abgeflacht, einnervig, die Blattränder sind meist gesägt, an jeder Seite fünf bis hundert Zähnen. Die Aurikel sind unterschiedlich geformt, jedes schließt ein Paar dünne, durchscheinende Blattschuppen ein, der Rand der Aurikel ist für gewöhnlich spitz-gezähnt, an jeder Seite ein bis 15 Zähnen.

Es gibt sowohl monözische (einhäusig getrenntgeschlechtige) als auch diözische (zweihäusig getrenntgeschlechtige) Arten. Die eingeschlechtigen Blüten stehen einzeln oder in Gruppen aufsitzend in den Achseln, jede einzelne ist meist von einem membranartigen Hüllblatt umgeben. Eine Blütenhülle wird nicht gebildet. Die kurzgestielten, männlichen Blüten bestehen aus einem einzelnen Staubblatt, dessen Staubbeutel aus einem oder vier Theka besteht, die vertikal aufspringen. Die Staubfäden sind zunächst sehr kurz, verlängern sich zur Anthese jedoch etwas. Die ungestielten, weiblichen Blüten bestehen aus einem einzelnen Fruchtblatt mit nur einer Samenanlage, die Plazentation ist basal. Der einzelne Griffel ist in zwei bis vier stark zugespitzte Narbenlappen geteilt.

Die einsamige Frucht ähnelt einer Achäne, das Perikarp liegt eng am Samen an. Die Samen besitzen kein Endosperm.[1]

Systematik und Verbreitung


Die Erstveröffentlichung des Gattungsnamens Najas erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 2, S. 1015.[2] Der botanische Gattungsname Najas leitet sich von den griechischen Wassernymphen, Najaden, ab. Synonyme für Najas L. sind: Caulinia Willd., Fluvialis Mich. ex Adans., Fluvialis Ség., Ittnera C.C.Gmel.[3]

Die Gattung Najas gehört zur Unterfamilie Hydrilloideae innerhalb der Familie Hydrocharitaceae und wurde früher in eine eigene Familie Najadaceae Juss. (Nixkrautgewächse) gestellt.[4]

Es gibt bis zu 40 Arten in der Gattung Najas, die insgesamt weltweit vorkommen:[3]

Nutzung


Einige Nixenkraut-Arten haben in die Aquaristik[8] Eingang gefunden.

Quellen


Einzelnachweise

  1. W. Alan Wentz, Robert R. Haynes: Najadaceae . In: Robert E. Woodson, Jr., Robert W. Schery: Flora of Panama, Teil II, Familie 3b, In: Annals of the Missouri Botanical Garden, Volume 60, Nummer 1, 1973, S. 1–5.
  2. Najas bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 22. August 2014.
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq Rafaël Govaerts (Hrsg.): Datenblatt bei World Checklist of Selected Plant Families des Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 25. August 2014
  4. Najas im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 22. August 2014.
  5. a b c d Wang Qingfeng, Robert R. Haynes & C. Barre Hellquist: Hydrocharitaceae.: Najas, S, 92 - textgleich online wie gedrucktes Werk , In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven & Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Acoraceae-Cyperaceae. Volume 23, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2. September 2010, ISBN 978-1-930723-99-3.
  6. a b c d e f Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  7. a b c James Edgar Dandy: Najas L. In: Thomas Gaskell Tutin u. a.: Flora Europaea. Band 5, Seite 13–14. Cambridge University Press 1980. ISBN 0-521-20108-X
  8. Christel Kasselmann: Aquarienpflanzen. Ulmer Verlag, Stuttgart 1995; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage 1999, ISBN 3-8001-7454-5, S. 366–369.

Weblinks


 Commons: Nixenkräuter (Najas)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



Kategorien: Froschbissgewächse



Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Nixenkräuter (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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