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Neue Deutsche Biographie




Die Neue Deutsche Biographie (NDB) wird seit 1953 von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften herausgegeben und ist mit dem Vorgängerprojekt, der Allgemeinen Deutschen Biographie (ADB), die maßgebliche deutsche Nationalbiografie. Die Beiträge werden jeweils von einzelnen Fachautoren verfasst und enthalten in der Regel auch Namensvarianten, Angaben zur Genealogie, Lebensläufe mit historischer Einordnung, Auszeichnungen, Quellen-, Werk- und Literaturverzeichnisse sowie Porträt­nachweise.

Bisher liegen in 27 Bänden ca. 23.000 Einzel- und Familienartikel vor (Stand: Februar 2020). Die darin enthaltenen Personennamen können zusammen mit denen aus der Allgemeinen Deutschen Biographie in der Deutschen Biographie online recherchiert werden. Die gedruckte NDB soll mit Band 28 im Jahr 2023 abgeschlossen sein.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Der erste Band der NDB erschien 1953. Das Werk ist auf 28 Bände angelegt, die bis 2023 vorliegen sollen. Herausgeber waren Otto zu Stolberg-Wernigerode (bis 1967), Walter Bußmann (1968), Fritz Wagner (bis 1987), Karl Otmar Freiherr von Aretin (bis 1998) und Hans Günter Hockerts (bis 2012). Für Band 25 wurde die NDB 2013 zunächst von Maximilian Lanzinner geleitet, seit Anfang 2014 von Hans-Christof Kraus.[1] Malte Rehbein trägt seit Juli 2014 als Projektleiter die Verantwortung für die in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB) betriebene digitale Deutsche Biographie[1] und Peter Hoeres seit 2019 für die Online-Fortsetzung der NDB.[2]

Online-Recherche


Seit August 2001 ist das von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Bayerischen Staatsbibliothek herausgegebene Gesamtregister im Internet frei zugänglich. Seit April 2008 sind zudem die Artikel der ersten 22 Bände der NDB online verfügbar und mit dem Register verknüpft, ebenso wie seit 2002 die Digitalisate der Elektronischen Allgemeinen Deutschen Biographie (E-ADB); im Juli 2010 folgte Band 23 (Schinzel – Schwarz), im Oktober 2013 Band 24 (Schwarz – Stader), 2016 Band 25 (Stadion - Tecklenborg). Das Gesamtregister wurde von 2003 bis 2010 in vier Ausgaben in turnusgemäß aktualisierter und erweiterter Form auch auf CD-ROM publiziert.

Die Namenregister mit aktualisierten Zusatzinformationen und den bio-bibliographischen Angaben sind seit Juli 2009 auch in das Biographie-Portal integriert. Nach Bewilligung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) werden seit Februar 2010 die ersten 23 Bände der NDB und 55 Bände der ADB als TEI-strukturierter xml-Volltext im Internet bereitgestellt. Zudem wurden etwa 93.000 im Gesamtregister enthaltene Namen aus ADB und NDB mit der Personennamendatei (PND) abgeglichen und dabei rund 37.000 Datensätze neu angelegt.

Auf der Basis der digitalisierten Hauptkartei der NDB-Redaktion wurden im Juli 2011 weitere 34.000 mit der PND abgeglichene Personendatensätze in den Index integriert. Im Februar 2012 hat die DFG einen Antrag zur Erweiterung der Deutschen Biographie zu einem zentralen historisch-biographischen Informationssystem für den deutschsprachigen Raum bewilligt. Hierbei bildet die Gemeinsame Normdatei (GND) die Grundlage für die systematische Vernetzung mit weiteren personenbezogenen Ressourcen wie dem Kalliope-Verbund, filmportal.de und der Zentralen Datenbank Nachlässe des Bundesarchivs. Für die Artikel der NDB wird auch eine GND-Beacon-Datei bereitgestellt.

Bandübersicht


Die Neue Deutsche Biographie erscheint seit 1953 im Verlag Duncker & Humblot in Berlin.

  1. Aachen – Behaim . 1953, Nachdruck 1971
  2. Behaim – Bürkel . 1955, Nachdruck 1971
  3. Bürklein – Ditmar . 1957, Nachdruck 1971
  4. Dittel – Falck . 1959, Nachdruck 1971
  5. Falck – Fyner (voran: Faistenberger) . 1961, Nachdruck 1971
  6. Gaál – Grasmann . 1964, Nachdruck 1971
  7. Grassauer – Hartmann . 1966
  8. Hartmann – Heske . 1969
  9. Heß – Hüttig . 1972
  10. Hufeland – Kaffsack . 1974
  11. Kafka – Kleinfercher . 1977
  12. Kleinhans – Kreling . 1980
  13. Krell – Laven . 1982
  14. Laverrenz – Locher-Freuler . 1985
  15. Locherer – Maltza(h)n . 1987, ISBN 3-428-00196-6
  16. Maly – Melanchthon . 1990, ISBN 3-428-00197-4
  17. Melander – Moller . 1994, ISBN 3-428-00198-2
  18. Moller – Nausea . 1997, ISBN 3-428-00199-0
  19. Nauwach – Pagel . 1999, ISBN 3-428-00200-8
  20. Pagenstecher – Püterich . 2001, ISBN 3-428-00201-6
  21. Pütter – Rohlfs . Mit ADB & NDB-Gesamtregister auf CD-ROM. 2003, ISBN 3-428-11202-4
  22. Rohmer – Schinkel . Mit 2. Ausgabe des ADB & NDB-Gesamtregister auf CD-ROM, 2005, ISBN 3-428-11203-2
  23. Schinzel – Schwarz . Mit 3. Ausgabe des ADB & NDB-Gesamtregister auf CD-ROM, 2007, ISBN 978-3-428-11204-3
  24. Schwarz – Stader . Mit 4. Ausgabe des ADB & NDB-Gesamtregisters auf CD-ROM, 2010, ISBN 978-3-428-11205-0
  25. Stadion – Tecklenborg . 2013, ISBN 978-3-428-11206-7
  26. Tecklenburg – Vocke . 2016, ISBN 978-3-428-11207-4
  27. Vockerodt – Wettiner. 2020, ISBN 978-3-428-11208-1
  28. Wettstein – Z (in Vorbereitung für 2023)

Literatur


Weblinks


Wikisource: Neue Deutsche Biographie – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise


  1. a b Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften: Jahresbericht 2014 , S. 18
  2. Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften: Jahresbericht 2018 , S. 18



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Stand der Informationen: 05.05.2020 05:32:24 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
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