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Montaione



Palagio ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum italienischen Bildhauer siehe Carlo di Cesare del Palagio.
Montaione
Staat Italien
Region Toskana
Metropolitanstadt Florenz (FI)
Koordinaten 43° 33′ N, 10° 55′ O
Höhe 342 m s.l.m.
Fläche 105 km²
Einwohner 3.601 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte 34 Einw./km²
Postleitzahl 50050
Vorwahl 0571
ISTAT-Nummer 048027
Volksbezeichnung Montaionesi
Schutzpatron Santissimo Crocifisso (3. Mai)
Website Montaione

Panorama von Montaione

Montaione ist eine italienische Gemeinde mit 3601 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2018) in der Metropolitanstadt Florenz in der Toskana.

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Montaione liegt im fiorentinischen Teil des Elsatals (Valdelsa Fiorentina)[2]. Es liegt rund 40 km südwestlich der Regional- und Provinzhauptstadt Florenz in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2 289 GG[3]. Montaione gehört zum Bistum Volterra.

Die wichtigsten Gewässer im Gemeindegebiet sind der Rio Orlo (12 von insgesamt 14 km im Gemeindegebiet) und der Rio Pietroso (6 von insgesamt 10 km im Gemeindegebiet) sowie die Torrenti Egola (15 von insgesamt 33 km) und Garfolo (8 von insgesamt 18 km).[4]

Die Ortsteile sind Alberi (100 m, ca. 80 Einwohner), Castelfalfi, Iano (311 m, ca. 80 Einwohner), Mura (201 m, ca. 100 Einwohner), Palagio (335 m, ca. 25 Einwohner), San Vivaldo (404 m, ca. 50 Einwohner) und Sughera (217 m, ca. 75 Einwohner)[5]. Das ehemalige Dorf Tonda wird als Ferienhaussiedlung genutzt (206 m).

Die Nachbargemeinden sind Castelfiorentino, Gambassi Terme, Palaia (PI), Peccioli (PI), San Miniato (PI) und Volterra (PI).

Geschichte


Einige archäologische Funde beweisen, dass es zahlreiche etruskisch-römische Ansiedlungen gegeben hat.[6] Der Name stammt der Legende nach von dem Langobarden Allone di Lucca, aus dem später die Ortsbezeichnung Mons Allonis und dann Montaione wurde.[7] Am Anfang des 13. Jahrhunderts gehörte der als Castello befestigte Ort zu San Miniato.[8] 1257 wurde der Ort freie Kommune. Im Jahr 1369 unterwarf sich Montaione Florenz. Bis 1917 war Gambassi Ortsteil von Montaione, dann wurde die eigenständige Gemeinde Gambassi Terme gegründet. Die mittelalterlichen Stadtmauern wurden 1944 von deutschen Minen stark beschädigt. Beide Stadttore und fast alle Wehrtürme fielen ihnen zum Opfer.[6]

Sehenswürdigkeiten


Wirtschaft


Wie der Nachbarort Gambassi ist Montaione seit dem Mittelalter bis zu den heutigen Tagen für die Glasproduktion bekannt.[6]

Tourismus


Der Ortsteil Castelfalfi, ein mittelalterliches Dorf aus dem 8. Jahrhundert, wurde 2007 von der TUI AG aufgekauft. Unter dem Namen Tenuta di Castelfalfi entstand 2017 eine luxuriöse Hotelanlage unter Erhaltung der kompletten historischen Bausubstanz.[15] Über die Umwandlung des Dorfes in ein Touristenresort wurde in Montaione danach kontrovers debattiert.[16][17] Im Jahr 2010 diente das Dorf als Kulisse für die erste Staffel der italienischen Fassung der Reality-Show Die Farm.

Non-Profit-Organisationen


Mehrere Non-Profit-Organisationen sind im Gemeindegebiet von Montaione angesiedelt, die meisten davon mit regionalem Wirkungskreis. Die einzige Organisation mit nationaler und internationaler Bedeutung ist Italian Horse Protection Association (IHP), eine Organisation zur Rettung und Rehabilitation misshandelter Pferde.

Literatur


Weblinks


Commons: Montaione  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise


  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2018.
  2. a b Una via dell’arte in Toscana.
  3. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 26. November 2013 (italienisch) (PDF; 330 kB)
  4. Offizielle Webseite des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Flüssen in Montaione , abgerufen am 26. November 2013 (italienisch)
  5. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Florenz, abgerufen am 26. November 2013 (italienisch)
  6. a b c d e Touring Club Italiano: Toscana.
  7. a b c d e f g Giuliano Valdes: Le Terre di Leonardo e Boccaccio.
  8. Emanuele Repetti: MONTAJONE (Mons Ajonis) in Val d’Evola
  9. a b I luoghi della Fede. Empoli, il Valdarno inferiore e la Valdelsa fiorentina. Onlineversion: Regione Toscana: I luoghi della Fede. (Firenze-Valdarno inferiore e Valdelsa fiorentina.) , abgerufen am 26. November 2013 (italienisch)
  10. Montaione e il suo Museo Civico , abgerufen am 13. Mai 2019 (italienisch)
  11. Webseite San Vivaldo in Toscana zum Kapellenkomplex , abgerufen am 26. November 2013 (italienisch)
  12. Emanuele Repetti: BARBIALLA in Val d’Evola. In Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, italienisch)
  13. Emanuele Repetti: COLLE GALLl, o COLLEGALLI in Val d’Evola. In Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, italienisch)
  14. Emanuele Repetti: VIGNALE DI MONTAJONE nella Val d’Era. In Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, italienisch)
  15. TUI baut Feriendorf für Reiche , Der Spiegel am 7. Juni 2011, abgerufen am 7. Juni 2011
  16. Öffentliche Debatte über die Frage (Memento des Originals vom 12. Januar 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 13. Mai 2019 (italienisch)
  17. Appell der Legambiente Toscana für den Schutz von Castelfalfi , abgerufen am 13. Mai 2019 (italienisch)



Kategorien: Gemeinde in der Toskana | Montaione | Ort in der Toskana



Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Montaione (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0


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