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Mikrognathie



Klassifikation nach ICD-10
K07.0 Stärkere Anomalien der Kiefergröße
ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Die Mikrognathie (von griechisch μικρός mikrós ‚klein‘, ‚eng‘ und γνάϑος gnathos ‚Kiefer‘) gehört zu den Dysgnathien und bezeichnet einen zu kleinen Ober- oder Unterkiefer.[1]

Mitunter wird der Begriff "Mikrognathie" nur für die Hypoplasie des Oberkiefers im Gegensatz zu Mikrogenie Hypoplasie des Unterkiefers verwendet.[2] Ist lediglich die Lage, nicht aber die Größe des Kiefers verändert, spricht man bei einer Rückverlagerung von einer Mandibulären oder Maxillären Retrognathie.

Synonyme sind: Brachygnatie; Hypognathie; englisch Micrognathism

Inhaltsverzeichnis

Formen


Eine Mikrognathie kann grundsätzlich als Folge einer Operation am Kiefer erworben werden, meist ist sie jedoch angeboren.[1]

Im Rahmen von Syndromen


Eine Mikrognathie kann bei einer Reihe von Syndromen auftreten:[3]

Klinische Erscheinungen


Klinische Kriterien sind:[3]

In ausgeprägten Fällen kann eine Intubation oder die Ernährung erschwert sein.

Diagnose


Die Diagnose ergibt sich bereits klinisch und kann durch Röntgenaufnahmen dokumentiert werden.

Bereits intrauterin ist durch Feinultraschall oder fetales MRT die Erfassung möglich.[9][10]

Therapie


Die Behandlung ist abhängig vom Ausmaß der Mikrognathie, operative Korrekturen sollten in spezialisierten Zentren erfolgen.

Literatur


Einzelnachweise


  1. a b Eintrag zu Mikrognathie im Flexikon, einem Wiki der Firma DocCheck.
  2. Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch, 266., aktualisierte Auflage, de Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-033997-0 Stichworte Mikrognathie und Mikrogenie
  3. a b Bernfried Leiber (Begründer): Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage. Band 2: Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990, ISBN 3-541-01727-9.
  4. Kontrakturen-Pterygium colli-Mikrognathie-hypoplastische Mamillen-Syndrom. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten).
  5. Corpus-callosum-Agenesie-Intelligenzminderung-Kolobom-Mikrognathie-Syndrom. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten).
  6. Splenogonadale Fusion - Extremitätenfehlbildung - Mikrognathie. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten).
  7. K. E. Price, Y. Haddad, W. D. Fakhouri: Analysis of the Relationship Between Micrognathia and Cleft Palate: A Systematic Review. In: The Cleft palate-craniofacial journal : official publication of the American Cleft Palate-Craniofacial Association. Bd. 53, Nr. 2, März 2016, S. e34–e44, doi:10.1597/14-238, PMID 25658963.
  8. A. J. Kimple, C. M. Baldassari, A. P. Cohen, A. Landry, S. L. Ishman: Polysomnographic results of prone versus supine positioning in micrognathia. In: International journal of pediatric otorhinolaryngology. Bd. 78, Nr. 12, Dezember 2014, S. 2056–2059, doi:10.1016/j.ijporl.2014.08.042, PMID 25282304.
  9. J. Neuschulz, L. Wilhelm, H. Christ, B. Braumann: Prenatal indices for mandibular retrognathia/micrognathia. In: Journal of orofacial orthopedics = Fortschritte der Kieferorthopädie : Organ/official journal Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie. Bd. 76, Nr. 1, Januar 2015, S. 30–40, doi:10.1007/s00056-014-0257-1, PMID 25613383.
  10. U. Nemec, S. F. Nemec, P. C. Brugger, M. Weber, B. Bartsch, D. Bettelheim, M. Gruber, D. Prayer: Normal mandibular growth and diagnosis of micrognathia at prenatal MRI. In: Prenatal Diagnosis. Bd. 35, Nr. 2, Februar 2015, S. 108–116, doi:10.1002/pd.4496, PMID 25224124.

Weblinks


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