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Michael Jordan




Michael Jordan
Spielerinformationen
Voller Name Michael Jeffrey Jordan
Spitzname Air Jordan, His Airness, MJ
Geburtstag 17. Februar 1963 (57 Jahre)
Geburtsort Brooklyn, New York, Vereinigte Staaten
Größe 198 cm
Gewicht 98 kg
Position Shooting Guard
College North Carolina
NBA Draft 1984, 3. Pick, Chicago Bulls
Trikotnummer 23, 45
Vereine als Aktiver
1984–1993 Vereinigte Staaten Chicago Bulls
1995–1998 Vereinigte Staaten Chicago Bulls
2001–2003 Vereinigte Staaten Washington Wizards
Nationalmannschaft
1981–1984, 1992 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten

Michael Jeffrey Jordan (* 17. Februar 1963 in New York City, New York) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Basketballspieler, Unternehmer und Mehrheitseigentümer der Charlotte Hornets. Zwischen 1984 und 2003 spielte er – mit zwei Unterbrechungen – in der US-Profiliga NBA, davon 13 Jahre bei den Chicago Bulls, später bei den Washington Wizards. Er gilt nach übereinstimmenden Meinungen als einer der besten Basketballspieler der NBA-Geschichte.[1][2][3][4] Die NBA selbst bezeichnet ihn als den besten Basketballspieler aller Zeiten.[5]

Der 1,98 Meter große Jordan spielte hauptsächlich auf der Position des Shooting Guards, in seinen zwei Saisons bei den Wizards auch als Small Forward.[6] Er wurde fünfmal als Wertvollster Spieler der NBA ausgezeichnet, gewann sechs NBA-Meisterschaften mit den Chicago Bulls, davon sechs mal als Finals-MVP, sowie zwei Goldmedaillen mit den USA bei den Olympischen Spielen. Darüber hinaus ist er 14-maliger NBA-All Star und gewann im Jahr 1988 den Defensive Player of the Year Award, als einer der wenigen Guards überhaupt.[7] Bei den Olympischen Spielen 1992 war Jordan Teil des US Dream Teams und galt seitdem als einer der populärsten Sportler weltweit. Als Werbeträger von Nike und anderen Unternehmen generierte er bis 1998 einen Umsatz von schätzungsweise 10 Milliarden US-Dollar.[8]

ESPN wählte Jordan 1999 zum „Sportler des Jahrhunderts“ vor Babe Ruth und Muhammad Ali.[9] Magic Johnson sagte über ihn: „Es gibt Michael Jordan und dann gibt es noch den Rest von uns“ (englisch There’s Michael Jordan and then there is the rest of us.).[10] Jordan wurde gemeinsam mit David Robinson, John Stockton und Jerry Sloan am 6. April 2009 in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame gewählt[11] und am 11. September 2009 in einer feierlichen Zeremonie aufgenommen.[12]

Inhaltsverzeichnis

Biografie


Highschool und College

Michael Jordan wurde in Brooklyn, New York geboren, wuchs aber im ländlichen Wilmington, North Carolina auf. Dort besuchte er ab 1977 die Laney Highschool. Obwohl er noch in der 10. Klasse an der Aufnahme ins Basketballteam scheiterte, brachte ihm eine enorme Leistungssteigerung in den zwei Folgejahren das Interesse von Talentscouts sowie mehrere Angebote für Sportstipendien. So entschied er sich 1981 für die University of North Carolina in Chapel Hill (UNC). Bereits in seinem Freshman-Jahr im Team der UNC Tar Heels gewann Jordan die NCAA Division I Basketball Championship. Im Finale 1982 gegen die Georgetown Hoyas traf er den entscheidenden Korb zur Führung kurz vor Ende des Spiels.

Obwohl anfangs nur Mitläufer, entwickelte sich Jordan unter dem legendären Coach Dean Smith zum Leistungsträger. Nach dem Abgang von James Worthy, dem entscheidenden Spieler beim Gewinn der Meisterschaft, wurde Jordan zum wichtigsten Spieler im Team. Doch trotz sensationeller Einzelleistung als Topscorer der ACC, blieb der Teamerfolg aus. Auch 1984 misslang den hochfavorisierten Tar Heels der Einzug ins Finale der NCAA-Meisterschaft. Trotzdem gewann Jordan die Auszeichnung zum Spieler des Jahres.

Nach seiner Junior-Saison beendete Jordan seine College-Laufbahn und meldete sich zum NBA Draft an. Die bis dahin eher erfolglosen Chicago Bulls wählten ihn an dritter Stelle hinter Hakeem Olajuwon (Houston Rockets) und Sam Bowie (Portland Trail Blazers). Noch vor seiner NBA-Karriere spielte Jordan für die US-Olympiaauswahl bei den Spielen in Los Angeles und gewann Gold.

Chicago Bulls 1984–1993

In seiner Rookie-Saison bei den Bulls übertraf Michael Jordan die in ihn gesteckten Erwartungen deutlich. Er wurde beinahe Topscorer der NBA und führte die Bulls in die Playoffs, wo man allerdings bereits in der ersten Runde unterlag. Am Ende der Saison wählte man ihn zum besten Neuling des Jahres („Rookie of the Year“). Er steuerte in seiner Rookie-Season im Schnitt 28,2 Punkte pro Spiel bei.

Eine ernste Verletzung zwang Jordan, beinahe seine komplette zweite Saison auszusetzen. Kurz vor Ende der regulären Saison kam er jedoch zurück und erkämpfte für sein Team den Einzug in die Playoffs. Dort unterlag man zwar erneut in der ersten Runde, doch stellte Jordan im zweiten Spiel jener Serie gegen die Boston Celtics den bis heute gültigen Playoff-Punkterekord von 63 Punkten auf. Larry Bird sagte nach dem Spiel über ihn, dass „Gott verkleidet als Michael Jordan“ (englisch God Disguised as Michael Jordan) gespielt hat.[13][14]

In seiner dritten Saison (1986–1987) gelang Jordan ein Kunststück, das vor ihm nur Wilt Chamberlain gelungen war: eine Saison mit über 3000 Punkten. Am Ende führte Jordan mit 3041 Punkten und einem Schnitt von 37,1 Punkten pro Spiel die Topscorer-Liste der NBA an; das ist die höchste Punktzahl, die je ein Guard in der NBA erreicht hat. In den Playoffs blieben die Chicago Bulls zum wiederholten Male erfolglos. 1988 wurde Jordan überraschend (da die Bulls nur 50 Spiele gewonnen hatten) aufgrund seiner herausragenden Einzelleistungen zum „wertvollsten Spieler“ der NBA, dem MVP, gekürt. In den Playoffs verloren die Bulls – wie auch in den beiden Jahren darauf (1989 und 1990) – gegen die Detroit Pistons.

Allerdings gewann Jordan 1988 den MVP-Titel des NBA All-Star-Games sowie zum zweiten Mal in Folge den Slam Dunk Contest. Seine spektakulären Flüge zum Korb brachten Jordan, der inzwischen den Status eines Superstars erreicht hatte, die Spitznamen „Air Jordan“ und „His Airness“ ein. Sein Ausrüster Nike stieg durch den massenhaften Verkauf von „Air Jordan“-Schuhen zum Weltkonzern auf.

Am 28. März 1990, im regulären Saisonspiel gegen die Cleveland Cavaliers, stellte Michael Jordan seinen persönlichen Punkterekord auf. Mit 69 Punkten führte er die Chicago Bulls zu einem 117:113 Auswärtssieg in der Nachspielzeit. Damit steht er zurzeit auf Platz 11 auf der Liste der Spieler mit den meisten Punkten pro Spiel. Zudem erzielt er in diesem Spiel seinen persönlichen Reboundrekord für die Saison '89/'90 mit 18 Rebounds (7 ORB, 11 DRB).[15]

Nach sieben Jahren in der NBA konnte Michael Jordan 1991 seine erste Meisterschaft feiern. Nachdem sich sein wichtigster Teamkollege Scottie Pippen entscheidend verbessert und Bulls-Coach Phil Jackson ein neues Angriffsschema eingeführt hatten, wurden im Conference Finale die Detroit Pistons deutlich geschlagen. Im Finale 1991 trafen die Bulls auf die Los Angeles Lakers mit ihrem Star Magic Johnson, der in jenem Jahr seine letzte Saison spielte. Die Bulls gewannen auch hier – unter anderem aufgrund der Verletzung eines wichtigen Lakers-Spielers, James Worthy – deutlich.

Sowohl 1991 als auch 1992 gewann Jordan die MVP-Auszeichnung. Nach einer herausragenden NBA-Saison mit einer Saisonbilanz von 67-15 Siegen schafften die Bulls 1992 den erneuten Final-Einzug. Dort schlug man die Portland Trail Blazers um Clyde Drexler, den damaligen Rivalen Jordans, wenn auch nicht ganz so deutlich wie die Lakers im Jahr zuvor. In Spiel 1 jener Finalserie erreichte Jordan in der ersten Hälfte des Spiels bereits 35 Punkte (inklusiv sechs Dreipunktewürfe), was bis heute ein NBA-Rekord ist.

Nachdem das Verbot für Profisportler bei Olympia aufgehoben worden war, durfte Jordan erneut an den Olympischen Spielen teilnehmen. Er war Mitglied des legendären US-Dream Teams in Barcelona, das überragend Gold gewann. Erst der Auftritt jener Mannschaft machte Basketball in der ganzen Welt und vor allem in Europa populär.

1993 gelang es den Bulls erneut, den Meistertitel zu verteidigen, als man im Finale durchaus knapp die Phoenix Suns um Charles Barkley schlug. Drei Titel in Serie hatten zuletzt die Boston Celtics in den 1960ern gewonnen. In allen drei Finalserien wurde Jordan zum MVP gewählt, was ein Novum in der Geschichte dieser Auszeichnung war. Mittlerweile gehört auch Shaquille O’Neal zu den Spielern, die die Auszeichnung dreimal in Folge gewinnen konnten (2000–2002 bei den Los Angeles Lakers). Dazu kommt noch Tim Duncan (San Antonio Spurs), der die Auszeichnung zwar nicht in Folge gewinnen konnte, aber trotzdem bei den drei Finalteilnahmen der Spurs MVP wurde (1999, 2003, 2005).

Kontroverse um Glücksspiele

Während der Playoffs im Jahr 1993 entbrannte eine Kontroverse, als Jordan am Abend vor dem Spiel gegen die New York Knicks beim Glücksspiel in Atlantic City gesehen wurde.[16] Im selben Jahr gab er zu, 57.000 USD Spielschulden zu haben. Der Autor Richard Esquinas schrieb in einem Buch, er habe von Michael Jordan 1,25 Mio. USD beim Golfspielen gewonnen.

2005 sprach Ed Bradley ihn in der CBS-Abendshow 60 Minutes auf seine Glücksspiele an und Jordan gab zu, ein paar „unbedachte Entscheidungen“ getroffen zu haben. Er verneinte aber, dass das Glücksspiel seine Existenz gefährdet hätte.[17]

Intermezzo als Baseballspieler

Am 6. Oktober 1993 erklärte Michael Jordan auf dem Zenit seines Schaffens überraschend sein Karriereende. Kurz zuvor war sein Vater, James Jordan, ermordet worden. Jordan beschloss, den Wunsch seines Vaters und seines Sohnes (Flavien) zu erfüllen und Profi-Baseballer zu werden. In den kommenden Jahren spielte er mit mäßigem Erfolg bei den Birmingham Barons, einem Minor League Baseball-Team der Chicago White Sox.

Chicago Bulls 1995–1998

Am 10. März 1995 begann in der MLB ein Spielerstreik und der Spielbetrieb kam zum Erliegen. Jordan begann daraufhin wieder mit den Bulls zu trainieren, was nach und nach publik wurde. Am 18. März verkündete er kurz „I’m back“ (deutsch Ich bin zurück) und spielte den Rest der Saison 94/95 in der NBA. Zu Beginn seiner Rückkehr spielte er mit seiner alten Nummer 45, die er als Baseballprofi trug. Da seine Leistungen allerdings nicht die alten waren und die Fans sehr abergläubisch sind, zog er wieder seine NBA-Nummer 23 an und nahm eine Konventionalstrafe in Millionenhöhe dafür in Kauf. In den Conference Halbfinals wurden die Bulls überraschend von den jungen Orlando Magic um Shaquille O’Neal geschlagen, sodass Zweifel an Jordans Leistungsfähigkeit aufkamen.

Doch bereits in der Saison darauf stellten die Bulls, verstärkt durch Verteidigungs-Spezialist Dennis Rodman, mit einer Bilanz von 72-10 gewonnenen Spielen einen neuen NBA-Rekord an Siegen in einer Saison auf. In den Playoffs der Saison 95/96 wurden die Orlando Magic deutlich geschlagen und im Finale nach ein paar Schwierigkeiten auch die Seattle SuperSonics. Jordan wurde MVP der Saison, des Allstar-Games und der Finalserie, was zuvor einzig Willis Reed in einer Saison erreicht hatte.

In den zwei Folgejahren 1997 und 1998 gewannen die Bulls wieder den Meistertitel, diesmal jeweils gegen die Utah Jazz um Karl Malone und John Stockton, die in zwei durchaus ausgeglichenen Serien besiegt wurden. Jordan gewann mit seinen Bulls dadurch bereits zum zweiten Mal den sogenannten Three-Peat, also drei aufeinanderfolgende NBA-Meistertitel, was in den Medien allgemein als großer Repeat Three-Peat bezeichnet wurde. Dies ist bisher einzigartig in der NBA-Geschichte.

Im Alter von 35 Jahren dachte Jordan erneut über ein Karriereende nach. Während des Lockouts 1998/99 verkündete Jordan am 13. Januar 1999 schließlich seinen Entschluss, zum zweiten Mal zurückzutreten. Neben anderen geschäftlichen Tätigkeiten übernahm er bei den Washington Wizards den Posten des Team-Managers.

Washington Wizards 2001–2003

Zur Saison 2001/02 kehrte der inzwischen 38-jährige Jordan ein weiteres Mal in die NBA zurück. Diesmal unterzeichnete er für zwei Spielzeiten bei den Washington Wizards, einem bestenfalls mittelmäßigen Team. Sein – für NBA-Verhältnisse geringes – Jahresgehalt der Saison 2001/02 von einer Million US-Dollar spendete er den Hinterbliebenen der Terroranschläge am 11. September 2001.[18]

Die Wizards schafften trotz Jordan weder in der Saison 2001/02 noch 2002/03 den Einzug in die Playoffs, jedoch gelangen Jordan einige weitere NBA-Rekorde. Beim NBA-Allstar Game 2003 überbot er Kareem Abdul-Jabbar als All-Time-Leading Scorer der All-Star Games. Am 21. Februar 2003 gelang es Jordan als erstem 40-jährigen NBA-Spieler, mehr als 40 Punkte in einem Spiel zu machen.[19]

Zum Ende der Saison 2003 erklärte Jordan im Alter von 40 Jahren seinen dritten, endgültigen Rücktritt vom Leistungssport. Am 16. April bestritt er sein letztes Spiel für die Wizards, welches in einer 87:107 Niederlage gegen die Philadelphia 76ers endete. In diesem Spiel erzielte er 15 Punkte, 4 Assists und 4 Rebounds.[20]

Managerkarriere


Im Jahr 2000 wurde Jordan Team-Manager bei den Washington Wizards. Zahlreiche seiner Personalentscheidungen werden heute als fragwürdig angesehen, etwa die Verpflichtung von Doug Collins als Wizards-Coach oder der Spielertausch von Richard Hamilton gegen Jerry Stackhouse von den Pistons. Im NBA Draft 2001 entschied sich Jordan für das junge Highschool-Talent Kwame Brown, der nie die Erwartungen erfüllen konnte und später das Team verließ. Unmittelbar nach Jordans aktivem Karriereende bei den Wizards im Mai 2003 wurde er von Teambesitzer Abe Pollin als Manager entlassen.[21]

Seit 15. Juni 2006 ist Jordan Miteigentümer der Charlotte Hornets. Anfangs besaß er nach Robert L. Johnson den größten Teil der Franchise. Seit 27. Februar 2010 ist Michael Jordan, in Form der MJ Basketball Holdings, Haupteigentümer des Teams aus North Carolina.[22][23]

Einfluss auf die Wirtschaft


Aufgrund seiner charismatischen Persönlichkeit und seiner telegenen Spielweise wurde Michael Jordan zum meistvermarkteten Sportler seiner Generation. Die Zeitschrift Esquire verglich ihn in einer Cover-Story im November 1990 mit Joe DiMaggio. Laut Fortune generierte Jordan während seiner Karriere bis 1998 einen Erlös von 10 Milliarden US-Dollar für die Unternehmen, die er bewarb.[8]

Nach den Karriereenden von Magic Johnson und Larry Bird wurde Jordan zum wichtigsten Zugpferd der NBA. Die Popularität und die Einnahmen der NBA erhöhten sich während der 1990er enorm. Der Verkauf von Jordan- und Chicago-Bulls-Marketing-Artikeln brachte der NBA während Jordans Karriere etwa 3,1 Milliarden Dollar Umsatz.[8] Der Wert der Chicago Bulls hat sich während Jordans Karriere mehr als verzehnfacht, von knapp 16,4 Millionen US-Dollar im Jahr 1986 auf über 200 Millionen US-Dollar im Jahr 1998.[8]

Zu Beginn seiner NBA-Karriere unterschrieb Jordan einen Ausrüstervertrag bei der damals noch unbedeutenden Firma Nike, die für ihn die Schuh- und Kleidungslinie namens „Jumpman“ kreierten. Etwa um Michael Jordans Geburtstag erscheint immer das nächste Schuh-Modell, so dass es seit Beginn seiner NBA-Karriere bereits 33 Modelle (Air Jordan I – XX3, 2009, 2010, 2011, 2012, XX8-XXX3) und noch unzählige Sondermodelle und Zwischen-Modelle gibt. 2009 hatte man sich entschlossen, die fortlaufende Durchnummerierung der einzelnen Air Jordan-Modelle mit der legendären Nummer 23 enden zu lassen und weitere Schuhe nach dem Erscheinungsjahr zu benennen, doch diese Idee wurde 2013 verworfen, um wieder zur ursprünglichen Nummerierung zurückzukehren. Zwischen 1986 und 1998 erzielte Nike mit Michael-Jordan-Produkten einen Erlös von 2,3 Milliarden US-Dollar.[8] 2009 gelang es Nike erstmals, mit der eigenen Marke „Jordan Brand“ die 1 Milliarde-Umsatzhürde zu knacken. Nikes Hauptsitz befindet sich heute im „Michael Jordan Building“ in Beaverton, Oregon.

Weitere Firmen, die Jordan bewarb, waren Upper Deck, McDonald’s, Coca-Cola, WorldCom, Oakley und General Mills. Das von Jordan beworbene Gatorade steigerte bis 1998 seinen Marktanteil bei isotonischen Sportgetränken auf 80 % mit einem Jahresumsatz von 1,5 Milliarden US-Dollar.[8]

Jordan ist unter anderem auch auf den Spiele-Covern von NBA 2K11 und NBA 2K12 zu sehen.

Michael Jordan in der Kunst


1996 spielte Jordan in dem Film Space Jam sich selbst und musste dort Bugs Bunny und seinen Freunden dabei helfen, ein Basketballspiel gegen Aliens zu gewinnen. Darüber hinaus existieren diverse Basketball-Videos über die persönlichen Erfolge von Michael Jordan wie „Air Time“ (1992). Der experimentelle Gitarrist Buckethead widmete ihm 1999 auf dem Album Monsters & Robots den Song Jump Man, in dem folgendes Originalzitat eingearbeitet ist: „I can never stop working hard. Each day I feel I have to improve. Hard work, determination. I've got to keep pushing myself.“

Michael Jordan spielte 1992 im Videoclip zum Michael Jackson Song Jam mit. 1996 veröffentlichte Prince auf seinem Album Emancipation einen Song mit Namen We Gets Up, wobei er beim Liedtext von Jordan inspiriert wurde.

Michael Jordan spielte in einer Folge der Serie What’s Up, Dad? (My Wife and Kids) mit, als Michael Kyle (gespielt von Damon Wayans) mit seiner Familie nach Las Vegas fährt, um am Michael Jordan Camp teilzunehmen.

Die 10-teilige Dokumentationsserie The Last Dance des US-Fernsehsenders ESPN aus dem Jahr 2020 verarbeitet 10.000 Stunden Videomaterial, das vorher durch Jordan selbst unter Verschluss gehalten wurde.[24]

Vermögen


Auf der Forbes-Liste 2015 wurde Michael Jordan erstmals als Milliardär geführt und belegte Platz 1.756. Bis zum Jahr 2020 verdoppelte sich sein Vermögen auf 2,1 Mrd. US-Dollar. Das entspricht Platz 1.001 der Reichen-Liste.[25]

Titelgewinne und Auszeichnungen


Michael Jordan gewann in seiner Karriere zahlreiche Team- sowie individuelle Auszeichnungen und brach zudem zahlreiche NBA-Rekorde. Am 11. September 2009 wurde Jordan in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame aufgenommen.

Titelgewinne

Individuelle Auszeichnungen

Rekorde und Statistiken


Rekorde

Statistiken

Legende
  GP Absolvierte Spiele (Games played)   GS Spiele von Beginn an (Games started)  MPG Absolvierte Minuten pro Spiel (Minutes per game)
 FG% Wurfquote aus dem Feld (Field-goal percentage)  3P% Wurfquote Drei-Punkte-Würfe (3-point field-goal percentage)  FT% Freiwurfquote (Free-throw percentage)
 RPG Rebounds pro Spiel (Rebounds per game)  APG Assists pro Spiel (Assists per game)  SPG Steals pro Spiel (Steals per game)
 BPG Blocks pro Spiel (Blocks per game)  PPG Punkte pro Spiel (Points per game)
NBA-Meisterschaft Saison-Bestmarke pro Spieler  FETT Karriere-Bestmarke

Regular Season

Saison Team GP GS MPG FG% 3P% FT% RPG APG SPG BPG PPG
1984–85 Chicago Bulls 82 82 38.3 .515 .173 .845 6.5 5.9 2.4 .8 28.2
1985–86 Chicago Bulls 18 7 25.1 .457 .167 .840 3.6 2.9 2.1 1.2 22.7
1986–87 Chicago Bulls 82 82 40.0 .482 .182 .857 5.2 4.6 2.9 1.5 37.1
1987–88 Chicago Bulls 82 82 40.4 .535 .132 .841 5.5 5.9 3.2 1.6 35.0
1988–89 Chicago Bulls 81 81 40.2 .538 .276 .850 8.0 8.0 2.9 .8 32.5
1989–90 Chicago Bulls 82 82 39.0 .526 .376 .848 6.9 6.3 2.8 .7 33.6
1990–91 Chicago Bulls 82 82 37.0 .539 .312 .851 6.0 5.5 2.7 1.0 31.5
1991–92 Chicago Bulls 80 80 38.8 .519 .270 .832 6.4 6.1 2.3 .9 30.1
1992–93 Chicago Bulls 78 78 39.3 .495 .352 .837 6.7 5.5 2.8 .8 32.6
1994–95 Chicago Bulls 17 17 39.3 .411 .500 .801 6.9 5.3 1.8 .8 26.9
1995–96 Chicago Bulls 82 82 37.7 .495 .427 .834 6.6 4.3 2.2 .5 30.4
1996–97 Chicago Bulls 82 82 37.9 .486 .374 .833 5.9 4.3 1.7 .5 29.6
1997–98 Chicago Bulls 82 82 38.8 .465 .238 .784 5.8 3.5 1.7 .5 28.7
2001–02 Washington Wizards 60 53 34.9 .416 .189 .790 5.7 5.2 1.4 .4 22.9
2002–03 Washington Wizards 82 67 37.0 .445 .291 .821 6.1 3.8 1.5 .5 20.0
Gesamt 1,072 1,039 38.3 .497 .327 .835 6.2 5.3 2.3 .8 30.1
All-Star Game 13 13 29.4 .472 .273 .750 4.7 4.2 2.8 .5 20.2

Play-offs

Saison Team GP GS MPG FG% 3P% FT% RPG APG SPG BPG PPG
1984–85 Chicago Bulls 4 4 42.8 .436 .125 .828 5.8 8.5 2.8 1.0 29.3
1985–86 Chicago Bulls 3 3 45.0 .505 1.000 .872 6.3 5.7 2.3 1.3 43.7
1986–87 Chicago Bulls 3 3 42.7 .417 .400 .897 7.0 4.7 2.4 1.1 36.3
1987–88 Chicago Bulls 10 10 42.7 .531 .333 .869 7.1 7.6 2.5 .8 34.8
1988–89 Chicago Bulls 17 17 41.8 .510 .236 .799 7.0 7.6 1.7 1.8 29.1
1989–90 Chicago Bulls 16 16 42.1 .514 .320 .836 7.2 6.8 2.8 .9 36.7
1990–91 Chicago Bulls 17 17 40.5 .524 .385 .845 6.4 8.4 2.4 1.4 31.1
1991–92 Chicago Bulls 22 22 41.8 .499 .386 .857 6.2 5.8 2.0 .7 34.5
1992–93 Chicago Bulls 19 19 41.2 .475 .389 .805 6.7 6.0 2.1 .9 35.1
1994–95 Chicago Bulls 10 10 42.0 .484 .367 .810 6.5 4.5 2.3 1.4 31.5
1995–96 Chicago Bulls 18 18 40.7 .459 .403 .818 4.9 4.1 1.8 .3 30.7
1996–97 Chicago Bulls 19 19 42.3 .456 .194 .831 7.9 4.8 1.6 .9 31.1
1997–98 Chicago Bulls 21 21 41.5 .462 .302 .812 5.1 3.5 1.5 .6 32.4
Career 179 179 41.8 .487 .332 .828 6.4 5.7 2.1 .8 33.4

Literatur


Siehe auch


Weblinks


Commons: Michael Jordan  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Top 10 Greatest NBA Players of All Time. Sporteology, abgerufen am 12. November 2014 (englisch).
  2. Josh Cohen: Cohen: Ranking Top 20 Players in NBA History. NBA.com, 24. Juni 2013, abgerufen am 12. November 2014 (englisch).
  3. Emmanuel Altenor: 10 Greatest NBA Players of All Time. Bleacherreport, 2. Oktober 2013, abgerufen am 12. November 2014 (englisch).
  4. SLAM 500 Greatest NBA Players of All Time. basketball-reference.com, abgerufen am 12. November 2014 (englisch).
  5. Michael Jordan. NBA.com, abgerufen am 19. November 2014 (englisch).
  6. Michael Jordan Stats. Abgerufen am 21. April 2020 (englisch).
  7. NBA Defensive Player of the Year Award Winners. Abgerufen am 21. April 2020 (englisch).
  8. a b c d e f Lixandra Urresta, Elizabeth Smith: The Jordan Effect The world’s greatest basketball player is also one of its great brands. What is his impact on the economy? Fortune, 22. Juni 1998, abgerufen am 20. November 2014 (englisch).
  9. ESPN SportsCentury: Michael Jordan transcends hoops
  10. NBA-Rückkehr: Michael Jordan hat ein Herz für Verlierer. In: Spiegel Online. 16. Juni 2006, abgerufen am 12. November 2014.
  11. N.N.: Jordan, Robinson, Stockton, Sloan elected to Hall of Fame. (NBA—Website, 6. April 2009) (Memento vom 4. Januar 2013 im Webarchiv archive.today)
  12. OfficialHoophall: Michael Jordan's Basketball Hall of Fame Enshrinement Speech. 21. Februar 2012, abgerufen am 9. Juli 2018.
  13. God Disguised as Michael Jordan. (Nicht mehr online verfügbar.) NBA, archiviert vom Original am 29. Januar 2013; abgerufen am 12. November 2014 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  14. Grenzen sind oftmals nur eine Illusion. SPOX, abgerufen am 12. November 2014 (englisch).
  15. Chicago Bulls at Cleveland Cavaliers Box Score, March 28, 1990. Abgerufen am 20. November 2014 (englisch).
  16. Sports of The Times; Jordan’s Atlantic City Caper. In: The New York Times. 27. Mai 1933, abgerufen am 20. November 2014 (englisch).
  17. Michael Jordan Still Flying High. CBSNews, 23. Oktober 2005, abgerufen am 20. November 2014 (englisch).
  18. Wizards.com: Pollin Establishes Education Fund
  19. NBA.com: Jordan Pours in History-Making 43 (Memento vom 19. Januar 2012 im Internet Archive)
  20. NBA.com: Sixers Prevail in Jordan’s Final Game (Memento vom 19. Januar 2012 im Internet Archive)
  21. ESPN.com: Pollin’s decision to cut ties leaves Jordan livid
  22. Jordan reaches deal to buy controlling interest of Bobcats. (Nicht mehr online verfügbar.) NBA, 27. Februar 2010, archiviert vom Original am 28. Februar 2010; abgerufen am 20. November 2014 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  23. Michael Jordan reaches deal to buy NBA's Bobcats. CNN, 27. Februar 2010, abgerufen am 20. November 2014 (englisch).
  24. Philon Griesel: Doku über Basketball-Star Michael Jordan: Ein letztes Tänzchen. In: Die Tageszeitung: taz. 21. April 2020, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 22. April 2020]).
  25. The Complete List 2020. Profil of MICHAEL JORDAN. Forbes, 18. März 2020, abgerufen am 6. Juni 2020 (englisch).
  26. The White House: President Obama Names Recipients of the Presidential Medal of Freedom. 16. November 2016, abgerufen am 22. November 2016 (englisch).



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