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Mengen

Wappen Deutschlandkarte

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Sigmaringen
Höhe: 561 m ü. NHN
Fläche: 49,8 km2
Einwohner: 9896 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 199 Einwohner je km2
Postleitzahl: 88512
Vorwahlen: 07572, 07576
Kfz-Kennzeichen: SIG
Gemeindeschlüssel: 08 4 37 076
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 90
88512 Mengen
Website: www.mengen.de
Bürgermeister: Stefan Bubeck (CDU)
Lage der Stadt Mengen im Landkreis Sigmaringen

Mengen ist eine Stadt im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg. Die Stadt wird auch die Fuhrmannsstadt genannt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Mengen liegt in der Region Oberschwaben an der Donau, deren Nebenflüsse Ablach und Ostrach münden bei Mengen hinein. Die Gemarkungsfläche umfasst rund 4980 Hektar[A 1] (Stand 23. Dez. 2010)[2]. Benachbarte Städte sind Sigmaringen im Westen und Bad Saulgau im Osten.

Nachbargemeinden

Beginnend im Osten, grenzt Mengen im Uhrzeigersinn an folgende Gemeinden: Herbertingen, Hohentengen, Ostrach, Krauchenwies, Sigmaringendorf, Scheer (alle Landkreis Sigmaringen) und Altheim (Landkreis Biberach)

Stadtgliederung

Die Stadt besteht aus der namengebenden Kernstadt Mengen (mit den Höfen Blank und Granheim und den Häusern Armbruster, Dillmannsches Sägewerk, Dinsersches Sägewerk, Kiesgrube Baumann, Rohnersche Fabrik, Schmölzsche Kunstmühle, Spitalmühle und Walke) und den Stadtteilen Beuren, Blochingen (mit dem Haus Elektrizitätswerk Mengen), Ennetach, Rosna und Rulfingen (mit dem Weiler Zielfingen und den Höfen Mühle und Ziegelhütte).[3]

Wappen Ortsteil Einwohner
(Stand: 20. Dez. 2010)[2]
Fläche
(Stand: 23. Dez. 2010)[2]
Mengen (Kernstadt) 5722 1643 ha 16.428.096 m²
Beuren 267 351 ha 3.510.031 m²
Blochingen 902 755 ha 7.548.672 m²
Ennetach 1652 832 ha 8.323.239 m²
Rosna 274 349 ha 3.486.242 m²
Rulfingen 1131 1050 ha 10.501.233 m²

Geschichte


Vorgeschichte und Antike

Das Gebiet um Mengen war schon in vor- und frühgeschichtlicher Zeit bewohnt. So fanden sich bei Mengen zwei spätbronzezeitliche Wagengräber mit vielen Metallartefakten. Römer bauten kurz nach Christi Geburt das Kastell Ennetach auf dem Ennetacher Berg, um einen Handelsweg zu schützen, der vom Mittelmeer zur Donau führte. 70 n. Chr. verlegten die Römer ihre jetzt überflüssige ältere Donaulinie des Raetischen Limes Richtung Alb und Neckar, siedelten aber bis etwa 260 weiter in Ennetach. Danach wurden sie durch die einfallenden Alemannen vertrieben. Diese siedelten sich in der Gegend an und gründeten viele Orte mit den Endungen „-ingen“, dabei auch Me-ingen.

Im Jahr 1876 wurde auf dem Gelände einer ehemaligen römischen Villa Rustica das bisher einzige in Oberschwaben erhaltene Farbmosaik der Römerzeit gefunden. Es zeigt in einem Medaillon das Haupt der Sagengestalt Medusa sowie Reste eines Flechtbandes, an dem sich ursprünglich weitere Medaillons anschlossen. Die übrigen Teile des Mosaikbodens sind nicht erhalten geblieben. Die Villa Rustica ist heute vollständig überbaut und nur wenig erforscht. Als „Medusa von Mengen“ bekannt, galt das Mosaikfragment seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen. Nach der Auffindung im Jahr 2002 im Landesmuseum Württemberg wurde es restauriert und war eine Zeit lang im Römermuseum Mengen-Ennetach zu sehen, ist aber nun wieder als Teil der Schausammlung Legendäre Meisterwerke im Landesmuseum in Stuttgart ausgestellt.

Mittelalter

Das erste Mal urkundlich erwähnt wurde das Gebiet, als Kaiser Ludwig der Fromme im Jahr 819 Gebiete an der Ablach dem Kloster Buchau vermachte. 1170 hielt sich Friedrich I. Barbarossa für einen Hoftag in der Stadt auf und hielt einen ab. 1257 ist zum ersten Mal ein freies Mengen („Vrie Mengen“) dokumentiert. Das neue Mengen (das heutige), erbaut rund 1150–1250, entstand neben dem alten Mengen (heute Ennetach). Das alte und das neue Mengen sind durch den Fluss Ablach getrennt. Daher wurde, um die beiden Orte zu unterscheiden, das alte Mengen „jenseits des Flusses“ (Ennet ach) genannt.

Am 4. März 1276 erlangt Mengen das Stadtrecht, ausgestellt in Augsburg durch König Rudolf von Habsburg. Seit 1434 hatte Mengen auch das Recht der Blutgerichtsbarkeit.

Mengen war 1276 bis 1805 als eine der sogenannten fünf Donaustädte (zusammen mit Waldsee, Munderkingen, Riedlingen und Saulgau) vorderösterreichisch. Der Beiname „Fuhrmannsstadt“ erinnert daran, dass Mengen im Mittelalter wichtiger Handels- und Verkehrsknotenpunkt war.

Frühe Neuzeit

Um den 18. Mai 1632 war Mengen während des Dreißigjährigen Kriegs von schwedischen Truppen hart bedrängt, aber nicht eingenommen worden. Die Einwohner hatten intensiv die Gottesmutter angerufen, ihnen zur Seite zu stehen und schrieben dieser daher auch die Errettung der Stadt vor den angreifenden Soldaten zu, weswegen noch heute jährlich das Maifest in Mengen gefeiert wird.[4]

Im Jahr 1774 gab es in Mengen insgesamt 23 Gastwirtschaften, davon brauten 21 ihr Bier selbst.[5]

Württembergische Zeit

1806 fiel Mengen im Frieden von Pressburg an das Königreich Württemberg. Es wurde dem Oberamt Saulgau zugeordnet.

Am 7. Oktober 1819 brach in Mengen ein Feuer in der Altstadt aus. Dem „Großen Brand von Mengen“, der mit vergleichbar einfachen Mitteln bekämpft wurde, fielen damals viele Gebäude zum Opfer.

In den Jahren von 1870 bis 1872 wurde Mengen an das Netz der Württembergischen Staatsbahn angeschlossen. 1895/1896 gab es dank einer eigenen Anlage in der Stadt die erste Elektrizität, 1900 erhielt Mengen fließendes Wasser.

Bei der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte Mengen 1938 zum Landkreis Bad Saulgau.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt nicht zerstört, weil ein amerikanischer Bomberverband mangels Jägerschutz seinen Angriff nicht fliegen konnte. Auf dem Flugplatz Mengen-Hohentengen wurde die Dornier Do 335, einer der schnellsten Jäger des Zweiten Weltkriegs, erprobt.

Nachkriegszeit

1945 wurde Mengen Teil der Französischen Besatzungszone und erfuhr somit 1947 die Zuordnung zum neu gegründeten Land Württemberg-Hohenzollern, welches 1952 im Land Baden-Württemberg aufging.

Mengen hat sich in den ersten Nachkriegsjahrzehnten deutlich gewandelt. Zwar ist der mittelalterliche Stadtkern erhalten geblieben, aber es traten viele neue Wohngebiete hinzu. Das Wachstum begann zuerst im östlichen Stadtrand bis zum Friedhof und setzte sich später weit darüber hinaus fort. Im Süden entstand eine Siedlung mit Hochhäusern. Auf beiden Seiten der Bahnlinie kamen Industrie- und Gewerbeflächen hinzu, ebenso am südwestlichen Rand von Mengen.

Eingemeindungen und neue Kreiszugehörigkeit

Die Gebietsreform in Baden-Württemberg brachte auch für Mengen einige Veränderungen. Am 1. Juli 1972 wurde Ennetach nach Mengen eingemeindet. Die Eingemeindung von Beuren, Blochingen, Rosna und Rulfingen erfolgte am 1. Januar 1975.[6] Bereits seit dem 1. Januar 1973 gehörte Mengen im Zuge der Kreisreform in Baden-Württemberg zum Landkreis Sigmaringen.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahl der Gesamtstadt Mengen hatte ihren historischen Höchststand am 31. Dezember 2005 mit 10.205 Einwohnern. Seitdem ist sie wieder rückläufig und seit 2009 unter die 10.000er-Marke gefallen[2]:

Jahr Einwohner
1991 9.486
1995 9.901
2000 10.111
2005 10.205
2010 9.886
2015 9.869

Prognosen sagen, dass die Einwohnerzahl bis 2030 auf 9660 fallen wird.[7]

Religionen


Die Bevölkerung Mengens gehört überwiegend der römisch-katholischen Kirche an. Der evangelische Teil gehört über den Kirchenbezirk Biberach zur Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Die Stadtmission Mengen ist dem Süddeutschen Gemeinschaftsverband angeschlossen, einem freien Werk innerhalb der Evangelischen Landeskirche.

Politik


Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 56,1 % (+ 8,9) zu folgendem Ergebnis:[8]

Partei / Liste Stimmenanteil +/− %p Sitze +/−
CDU 48,9 % − 7,7 12 − 2
Grüne 09,6 % + 9,6 2 + 2
SPD 05,6 % − 4,0 1 − 1
Freie Bürger 35,9 % + 2,2 8 ± 0

Bürgermeister

Am 6. Juli 2008 wurde Stefan Bubeck, damals Bürgermeister von Hettingen und Kreisrat, mit absoluter Mehrheit von 82,1 Prozent im ersten Wahlgang zum Bürgermeister gewählt. Amtsinhaber Christian Lange erhielt 3,1 Prozent (149 Stimmen).[9] Bubeck wurde am 20. Oktober 2008 vereidigt.[10] 2016 wurde Bubeck wiedergewählt, seine aktuelle Amtszeit endet 2024.

Wappen

Das Wappen von Mengen zeigt einen gespaltenen Schild, vorne in Rot auf grünem Dreiberg ein linksgewendeter goldener Löwe, hinten in Silber vor einem zunehmenden roten Mond mit Gesicht ein sechsstrahliger roter Stern.

Städtepartnerschaften

Am 5. Juni 2006 jährte sich zum 40. Mal der Tag, an dem die Partnerschaft zwischen der Stadt Mengen und der französischen Stadt Boulay-Moselle besiegelt wurde. Diese Städte-Partnerschaft kam aufgrund der Vermittlung der Internationalen Bürgermeister-Union für deutsch-französische Verständigung und europäische Zusammenarbeit in den Jahren 1965 und 1966 zustande und wurde feierlich am 4./5. Juni 1966 in Mengen beurkundet.

Eine weitere Partnerstadt Mengens ist seit 2013 das kroatische Novska im Westen Slawoniens. Die Stadt Novska hatte sich 2007 aufgrund einer Privatinitiative kroatischer Mitbürger erstmals an den „Spielen über Grenzen“ im Rahmen von Mengen-International beteiligt. Seit 2007 haben bereits mehrere gegenseitige Besuche stattgefunden. Aus den freundschaftlichen Beziehungen entstand eine Städtepartnerschaft. Am 1. Juli 2013, dem Tag des kroatischen EU-Beitritts unterzeichneten die Bürgermeister Stefan Bubeck aus Mengen und Vlado Klasan aus Novska die Partnerschaftsurkunde.[11]

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Die Stadt liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße und ist Teil der Tourismusregion „Oberschwäbische Donau“.[12]

Museen

Theater und Kleinkunst

Bauwerke

Die verkehrsberuhigte Altstadt von Mengen ist geprägt durch Fachwerkhäuser und mehrere Sakralbauten. Diese kommt besonders durch die völlig neu gestaltete Hauptstraße im Rahmen der Kernstadtaufwertung besonders zur Geltung. Die Arbeiten dauerten von Anfang 2012 bis Anfang 2015.

Kirchen und Kapellen

Kloster Mengen

Von 1282 bis 1725 bestand in Mengen ein Wilhelmitenkloster.[14] Nach dem Rückzug der Wilhelmiten wurde die „Marienpforte“ zu Mengen 1725 dem Kloster St. Blasien, einem Benediktinerkloster in St. Blasien im Südschwarzwald inkorporiert,[16] sprich das Klostergebäude an St. Blasien verkauft.[14] Drei bis fünf „St. Blasianer“ bewohnten unter einem Superior, welcher zugleich Stadtpfarrer bei St. Martin war, das damalige Benediktiner-Hospiz und versahen den Gottesdienst von Rulfingen.[16] 1735 verkauften diese das Kloster an die Abtei Petershausen, um es schließlich 1773 wieder zurückzukaufen. Inzwischen war von 1741 bis 1744 das Kloster und die zugehörige Klosterkirche durch Peter Thumb im barocken Stil neu erbaut worden.[14] Von 1740 bis 1773 finden sich die „Petershauser“ als Bewohner des Ordenshauses in Mengen und Verwalter der Kirchenpflege an der Kapelle zu Rulfingen.[16] Nachdem das Kloster Mengen 1806 durch die württembergische Obrigkeit aufgehoben worden war und 1810 die Klosterkirche nach einem Brand abgerissen werden musste, überließ man das Klostergebäude schließlich 1820 der Stadt Mengen, die darin eine Volksschule einrichtete. 1978 nach dem Neubau des Ostflügels an dem Platz, an dem früher die Klosterkirche gestanden hatte, bezog das Gymnasium Mengen die Räumlichkeiten des ehemaligen Klosters.[14]

Sonstige

Natur

Bei Blochingen haben sich, nicht zuletzt durch Renaturierungsmaßnahmen in den Donauauen in den letzten Jahren, wieder Biber angesiedelt.[18] Auf der Gemarkungsfläche der Stadt Mengen gibt es inzwischen rund 30 Biber (Stand: Mai 2015).[19]

Bürgerwache

Die Bürgerwache Mengen ist ein Traditionsverein. Ihren Ursprung hat die Bürgerwache mit der Stadterhebung im Jahre 1276, als jeder Bürger verpflichtet wurde, bei den Wehranlagen mitzubauen und für Schutz und Verteidigung gegen Belagerungen und Plünderungen zu sorgen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg hatten die Bürgerwehren nur noch repräsentative Aufgaben, die symbolisch an die Zeit des aktiven Schutzes erinnerten. Nach 1806 wurden sie sogar verboten, durften sich aber bald wieder formieren. Sie ist von dem Gedanken des Schutzes geprägt, offensiv militant ist sie nie geworden. Gemäß der Losung „Gott–Heimat–Vaterland“ tritt die Bürgerwache heute nur noch an Festen auf.[20] Jährlicher Höhepunkt ist das Ausrücken am Maifest. Hier führt die Bürgerwache am Vorabend eine Serenade mit dem „Großen Zapfenstreich“ auf, am Sonntag folgt eine feierliche Prozession durch die Stadt. Die Wehr mit ihren 150 Soldaten rückt zudem am dritten Samstag im Januar zu ihrem Jahrtag, an Fronleichnam und am Volkstrauertag aus und rückt auch auswärts im öffentlichen Interesse aus.

Regelmäßige Veranstaltungen

Neben dem traditionellen Maifest ist Mengen vor allem für die Heimattage bekannt. Diese finden alle vier Jahre statt und die gesamte Stadt beschäftigt sich vier Tage lang mit ihrer Geschichte. Neben dem großen Zapfenstreich durch die Bürgerwache beinhalten die Heimattage einen Handwerkermarkt, einen historischen Festumzug und das montägliche Kinderfest, bei dem die Kinder der Schulen und Kindergärten aus Stadt und Teilorten bunt geschmückt durch die Stadt ziehen.[21]

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Mengen liegt an der Bahnstrecke Ulm–Sigmaringen. Der Bahnhof Mengen liegt am nördlichen Rand der Kernstadt. Hier halten alle Regional-Express- und Interregio-Express-Züge. Mengen verfügt über stündliche Verbindungen nach Ulm und Aulendorf. In das nahe Sigmaringen fahren sogar zwei Züge pro Stunde. Nach Tübingen und Donaueschingen gibt es einen Zwei-Stunden-Takt. In Mengen beginnt die Hegau-Ablachtal-Bahn nach Stockach und Radolfzell. Auf dieser Strecke gibt es jedoch derzeit (2013) zwischen Mengen und Stockach keinen Personenverkehr, lediglich einzelne Güterzüge zur Anbindung von Krauchenwies an das Netz der Deutschen Bahn. Mengen gehört zum Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO).

Durch die Stadt führen die Bundesstraßen 311 von Geisingen nach Ulm und die 32 von Hechingen nach Ravensburg. Der Donauradweg verläuft ebenfalls durch Mengen.

Etwa drei Kilometer östlich der Stadt liegt ein Verkehrslandeplatz, der Flugplatz Mengen-Hohentengen. Dieser hat den ICAO-Code EDTM.

Öffentliche Einrichtungen

In der Oberschwaben-Kaserne Mengen/Hohentengen befanden sich bis zur Schließung 2012 Teile des Luftwaffenausbildungsregiments. Mengen verfügt über sieben Kindergärten, eine Grundschule (Ablachschule), eine Förderschule (Astrid-Lindgren-Schule), eine Werkrealschule (Sonnenlugerschule), eine Realschule und ein Gymnasium.[22] Die Stadt unterhält eine Stadtbücherei, eine Jugendmusikschule, sowie mehrere Turn- und Festhallen.[23] Das städtische Hallenbad wurde 2009 nach einem Brand neu aufgebaut, verfügt über ein Becken der Größe 25 × 12,5 Meter und einen Saunabereich. Daneben gibt es noch ein Freibad.[24]

Postwesen

Ausgangspunkt für das heutige Postwesen in Mengen waren die Kurierdienste der Städte, Klöster, Höfe und Universitäten. Bereits vor 1622 wurde in Mengen eine Poststelle in Mengen erwähnt. Seit dieser Zeit sind Posthalter in der Stadt bekannt, zuerst im Gasthof Greifen, später im Gasthaus Goldener Greif, der Thurn- und Taxis’sche Posthalterei, dem heutigen Stadtmuseum. Um 1650 führte eine Postlinie von Schaffhausen am Rhein in der Schweiz über Mengen in die Freie Reichsstadt Ulm an der Donau. Zehn Jahre später fuhren erstmals Postwagen auf der Linie Wien–Mengen–Paris. 1680 verkehrt der Reichspostkurs viermal wöchentlich von Ulm über Ehingen, Riedlingen und Mengen nach Stockach.

Von 1806 bis 1819 und von 1851 bis 1918 bestand ein Königlich Württembergisches Postamt, in den Jahren 1819 bis 1851 führte das Haus Thurn und Taxis im Auftrag Württembergs den Postdienst. 1911 erfolgte der Umzug in das neue Postamt am Schillergarten. Nach Deutscher Reichspost (1920), Deutscher Post (1947) und Deutscher Bundespost (1950) lautet der heutige Name seit 1995 Deutsche Post AG; die Filiale befindet sich in der Karlstraße 8–10.[25]

Ansässige Unternehmen


Der Mengener Teilort Ennetach ist Sitz des großen Teigwarenherstellers Buck (Marken: Gaggli, Dorfmühle, Pasta Solino u. a.)

Sport


Die erste Männer-Mannschaft der Triathlon-Abteilung des TV Mengen 1863 e.V. tritt nach zwei Aufstiegen in Folge 2012 und 2013 in der 1. Triathlon-Bundesliga an. Auch 2015 trat die Mannschaft unter dem Namen Schunk Team TV Mengen in der 1. Bundesliga an.

Persönlichkeiten


Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Literatur


Weblinks


Commons: Mengen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen


  1. Gemarkungsfläche 49.797.513 m²

Einzelnachweise


  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. a b c d Angaben nach Sabine Reger, Hauptamtsleiterin der Stadt Mengen, vom 13. Januar 2011.
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 795–882
  4. Karl Dehner: Chronik von Sigmaringendorf. Heft 1, S. 50.
  5. Reinhard Rapp (rrm): Über früheres Wirtschaften in der Fuhrmannsstadt . In: Südkurier vom 6. September 2014
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 532 und 549.
  7. Vera Romeu (vr): Verwaltung ist drittgrößter Arbeitgeber in Mengen. Bürgermeister Bubeck stellt aktuelle Zahlen vor – Der Stadtrat bringt in vielen Sitzungen die Großprojekte voran. In: Schwäbische Zeitung vom 24. Dezember 2011
  8. Vorläufiges Ergebnis Gemeinderat Mengen 2019 , abgerufen am 25. August 2019
  9. Karlheinz Fahlbusch: Sieg für Stefan Bubeck. Bürgermeisterwahl in Mengen. In: Südkurier vom 7. Juli 2008
  10. Aufbruchstimmung in der Ablachstadt. In: Südkurier vom 21. Oktober 2008
  11. Beschreibung der Städtepartnerschaft zu Novska auf den Seiten der Stadt Mengen. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 2. Juni 2016; abgerufen am 25. März 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  12. Vera Romeu (vr): Geburt: Neue Region heißt Oberschwäbische Donau. Sigmaringendorf, Krauchenwies, Mengen, Scheer, Hohentengen und Herbertingen sollen sich zusammenschließen. In: Schwäbische Zeitung vom 19. Februar 2011
  13. Vera Romeu (vr): Restaurierung der Martinskirche in Mengen geht schnell voran. Zwei Restauratoren arbeiten an der Chorraumdecke – Malereien erstrahlen bald wieder in ihrer ganzen Schönheit. In: Schwäbische Zeitung vom 18. März 2011
  14. a b c d e Stadtführer Mengen
  15. Beuren feiert seinen großen Tag. In: Schwäbische Zeitung vom 21. Oktober 2008
  16. a b c Josef Kugler: Die „Alte Kirche“ in Rulfingen feiert rundes Jubiläum. Vor 250 Jahren wurde die Kirche geweiht – Eine Kapelle war an diesem Ort bereits um 1700 vorhanden. In: Schwäbische Zeitung vom 29. Dezember 2010
  17. Mengen - Der „Alte Fuchs“ schließt in Mengen zum 1. April, Volkshochschule, Stadtbücherei und Altentagesstätte müssen neue Räumlichkeiten suchen. In: Südkurier vom 28. März 2014
  18. Der Panoramaweg um Scheer. S. 49f. In: Wanderbar …die schönsten Routen. Erlebnis Kreis Sigmaringen. Landratsamt Sigmaringen, Druckerei Schönebeck, Meßkirch 2004.
  19. Siegfried Volk, Reinhard Rapp: Hochwasseralarm im Kreis. In: Südkurier vom 7. Mai 2015
  20. Vera Romeu/vr: Wehrhafte Bürger. In: Ders.: Imposant: Bürgerwache bewahrt Tradition. Befreundete Wehren der Region sind zu Gast beim Jahrtag in Mengen. In: Schwäbische Zeitung vom 17. November 2011
  21. Stadt Mengen: Heimattage 2009 (Memento vom 26. Februar 2009 im Internet Archive)
  22. Schule und Bildung auf den Internetseiten der Stadt Mengen. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 5. November 2014; abgerufen am 5. November 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  23. Kultur, Freizeit und Sport auf den Internetseiten der Stadt Mengen. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 5. November 2014; abgerufen am 5. November 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  24. Jennifer Kuhlmann: „Mit dem Hallenbad leistet sich die Stadt einen Luxus“ In: Schwäbische Zeitung, 4. November 2014
  25. Stadtmuseum Mengen: 400 JAHRE POST - Postgeschichte unserer Heimat; Flyer zur Ausstellung im Herbst 2015.
  26. a b c d Reinhard Rapp: Otto Bacher ist neuer Ehrenbürger Mengens. In: Schwäbische Zeitung vom 31. März 2010
  27. Langjähriger Stadtrat und Kreisrat ist jetzt Ehrenbürger. In: Südkurier vom 7. April 2010



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