Matrei am Brenner - de.LinkFang.org

Matrei am Brenner

Marktgemeinde
Matrei am Brenner
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 0,36 km²
Koordinaten: 47° 8′ N, 11° 27′ O Koordinaten: 47° 7′ 51″ N, 11° 27′ 11″ O
Höhe: 992 m ü. A.
Einwohner: 953 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 2647 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6143
Vorwahl: 05273
Gemeindekennziffer: 7 03 27
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Brennerstraße 59
6143 Matrei am Brenner
Website: www.matrei-brenner.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Paul Hauser
Gemeinderat: (2016)
(11 Mitglieder)

5 Liste für Arbeiter Angestellte und Wirtschaftstreibende, 3 Aktiv für Matrei, 3 Matreier Liste

Lage von Matrei am Brenner im Bezirk Innsbruck-Land
Brennerpassstraße in Matrei
Brennerpassstraße in Matrei
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Matrei am Brenner, ehemals Deutsch-Matrei[1] (in Abgrenzung zu Windisch-Matrei, häufig abgekürzt Matrei a. Br.), ist eine Marktgemeinde mit 953 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Innsbruck Land in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Innsbruck.

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Lage

Matrei liegt im nördlichen Teil des Wipptals, etwa 17 km südlich von Innsbruck. Matrei mit seinem geschlossenen Ortskern mit teils reich verzierten Bürger- und Gasthäusern ist flächenmäßig die zweitkleinste Gemeinde Österreichs (nach Rattenberg).

Kulturell, wirtschaftlich und siedlungsmäßig ist die Gemeinde stark mit Pfons und Mühlbachl verbunden.

Nachbargemeinden

Geschichte


Funde der späten Bronzezeit und der Hallstattkultur beweisen eine frühe Besiedelung an einer verkehrsgeografisch wichtigen Stelle. Der Name leitet sich von der römischen Straßenstation Matreium ab, die in der Tabula Peutingeriana verzeichnet ist, und hat wahrscheinlich einen illyrischen Ursprung. Zahlreiche Urnengräber deuten auf eine größere illyrische Siedlung hin. 955 wurde der Ort als „locus Matereia“ erstmals urkundlich erwähnt.

In der Zeit der Karolinger wurde in Matrei eine Pfarre errichtet. Diese erstreckte sich einst über das gesamte mittlere und untere Wipptal. 1251 wurde Matrei zum Markt erhoben. 1497 traten die Bischöfe von Brixen den Markt an Tirol ab, das Marktgericht blieb jedoch bis 1810 bestehen und wurde dann dem Landgericht Steinach einverleibt.[2] Matrei gehörte lange Zeit zum Besitz der Grafen und Fürsten von Trautson. Der rege Personen- und Warenverkehr über den Brennerpaß machte Matrei zu einer wichtigen Station im Fuhrverkehr. Er hörte mit der Eröffnung der Brennerbahn 1867 fast gänzlich auf.

Am 22. März 1945 wurde der Ort stark bombardiert, was 48 Todesopfer forderte. Die zerstörten Häuserreihen wurden nach dem Krieg in der ortsüblichen Bauweise wiedererrichtet.

Eine Gemeindezusammenlegung mit Mühlbachl und Pfons wurde in einer Volksabstimmung 1974 abgelehnt.

Oberhalb von Matrei in der Gemeinde Mühlbachl steht die 1622 errichtete Wallfahrtskirche und das Kloster von Maria Waldrast.

Bevölkerungsentwicklung


Politik


Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 14. März 2010 statt.[3]

Paul Hauser wurde zum Bürgermeister und Lisa Jenewein zur Vizebürgermeisterin gewählt.

Partei Prozent Stimmen Sitze im Gemeinderat Koppelung
Liste für Arbeiter, Angestellte und Wirtschaftstreibende 43,43 % 248 5 A
Aktiv für Matrei 19,96 % 114 2 B
Matreier Liste 16,11 % 92 2 A
Unser Matrei-Unsere Zukunft 20,49 % 117 2 B

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Matrei am Brenner

Tourismus


Die Gemeinde Matrei gehört touristisch gesehen zum Tourismusverband Wipptal und seine Seitentäler. Besonders prägend für die Gegend ist das Naturschutzgebiet „Serles – Blaser – Zuckerhütl“ und das Kloster Maria Waldrast, das sich bereits auf Gemeindegebiet von Mühlbachl befindet. Die Serles, gerne als „Hochaltar Tirols“ bezeichnet, gehört wohl aufgrund seiner Form zu den bekanntesten und markantesten Berggipfeln rund um Innsbruck. Am Fuße der Serles liegt das höchstgelegene Kloster Mitteleuropas: Maria Waldrast.

Sommer

Das Erlebnisreich rund um das Kloster umfasst ein umfangreiches Wegenetz für Wanderer mit den Themenwegen Quellenweg und Schöpfungsweg. Als Einkehrmöglichkeit gibt es die Ochsenalm sowie den Klostergasthof Maria Waldrast mit großer Sonnenterrasse.

Winter

Anfang Dezember findet seit 2001 jährlich der "Tiroler Operettenadvent" in Matrei statt. Neben einem traditionellen Weihnachtsmarkt mit Musik-Gruppen, Hirtenspiel und regionalen Produzenten im Ortskern von Matrei (auch direkt in den Handwerksbetrieben/Gasthöfen) gibt es noch eine musikalische Aufführung im Gemeindesaal von Pfons. Ansonsten gibt es schöne Winterwanderwege und eine 5 km lange beleuchtete Naturrodelbahn bei Maria Waldrast.

Wirtschaft und Infrastruktur


Von wirtschaftlicher Bedeutung sind Tourismus und Gewerbebetriebe. Die Wasserkraft der Sill wird durch das 1898 errichtete Laufkraftwerk Brennerwerk mit einer Leistung von 7,7 MW genutzt.

Verkehrsmäßig ist der Ort durch die Brenner-Bundesstraße, die Brennerautobahn und mit einem Bahnhof der Brennerbahn erschlossen. Von Matrei gibt es eine durch die S-Bahn Tirol (Linie S3 und Linie S4) eine Anbindung an Innsbruck und den Brenner. Vom Bahnhof in Matrei kommt man anschließend mit dem Bus ins Navistal.

Söhne und Töchter der Gemeinde


Weblinks


 Commons: Matrei am Brenner  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Der Große Brockhaus, Leipzig, 15. Aufl. 1932, Bd. 12, S. 254
  2. Mag. Michael Fritz: Matrei am Brenner. Abgerufen am 16. November 2018 (österreichisches Deutsch).
  3. [1] tirol Unser Land



Kategorien: Gemeinde in Tirol | Marktgemeinde in Tirol | Ort im Bezirk Innsbruck-Land | Matrei am Brenner | Ersterwähnung 955



Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Matrei am Brenner (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Veränderungen: Alle Bilder und die meisten Designelemente, die mit ihnen in Verbindung stehen, wurden entfernt. Icons wurden teilweise durch FontAwesome-Icons ersetzt. Einige Vorlagen wurden entfernt (wie „Lesenswerter Artikel“, „Exzellenter Artikel“) oder umgeschrieben. CSS-Klassen wurden zum Großteil entfernt oder vereinheitlicht.
Wikipedia spezifische Links, die nicht zu Artikeln oder Kategorien führen (wie „Redlink“, „Bearbeiten-Links“, „Portal-Links“) wurden entfernt. Alle externen Links haben ein zusätzliches FontAwesome Icon erhalten. Neben weiteren kleinen Designanpassungen wurden Media-Container, Karten, Navigationsboxen, gesprochene Versionen & Geo-Mikroformate entfernt.


Stand der Informationen: 21.10.2019 10:02:04 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
Beachten Sie auch : Impressum & Datenschutzerklärung.