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Marianne Strauß

Marianne Strauß (* 21. April 1930 in Rott am Inn; † 22. Juni 1984 bei Kreuth) war eine deutsche Volkswirtin und Investorin. Sie war verheiratet mit dem Politiker Franz Josef Strauß.

Inhaltsverzeichnis

Leben


Geboren als Tochter des Unternehmers und Politikers Max Zwicknagl, eines Gründungsmitglieds der CSU, und seiner Frau Ilse (geb. Klöckner), besuchte Marianne Strauß das Maximiliansgymnasium in München.

Am 4. Juni 1957 heiratete die diplomierte Volkswirtin mit englischem und französischem Dolmetscherexamen den 41-jährigen Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß.

1959 wurde der erste Sohn Maximilian Josef geboren, 1961 der zweite Sohn Franz Georg und 1962 die Tochter Monika.

Als Ehefrau des bayerischen Ministerpräsidenten engagierte sich Strauß vor allem im sozialen Bereich. Zum Andenken an dieses Engagement wurde nach ihrem Tod von ihren Kindern die Marianne Strauß Stiftung ins Leben gerufen, die sich vor allem für Menschen mit Multipler Sklerose, Menschen mit Behinderung und für Senioren einsetzt. Durch dieses Engagement entstand die Marianne-Strauß-Klinik am Starnberger See.

Marianne Strauß verwaltete auch das Familienvermögen. Sie investierte in Immobilien in Südfrankreich, Rottach-Egern und München. Sie hielt in den 1970er Jahren neben Anteilen an einer Kaufhauskette eine sechzehnprozentige Beteiligung an der von Fritz Ries gegründeten Pegulan-Tochter Dyna-Plastik-Werke. Mit einem Freund ihres Mannes, Karlheinz Schreiber, investierte sie auch Geld in Spekulationsgeschäfte in Immobilien in Edmonton, Kanada.[1]

Neben ihrer familiären Vermögensverwaltung betreute sie auch Spendengelder der CSU. Unterstützung fand sie bei einem Freund aus Studienzeiten, dem Rechtsanwalt und späteren CSU-Bundestagsabgeordneten Reinhold Kreile, sowie dem Finanzberater Wolfgang Pohle. Mit Hilfe der beiden akquirierte sie Spenden von Unternehmen, an denen der Freistaat Bayern Anteile hatte oder die der CSU nahestanden.[2]

Marianne Strauß starb am Abend des 22. Juni 1984 nach einem Autounfall zwischen Rottach-Egern und Kreuth,[3] nahe dem Weiler Scharling. Warum sie in dieser Nacht mit ihrem Fahrzeug von der Straße abkam, konnte nie aufgeklärt werden.[4]

Auszeichnungen


Filme


Literatur


Weblinks


Einzelnachweise


  1. Millionen im Ausland. In: Der Spiegel. Nr. 15, 1976, S. 99–104 (online 5. April 1976). Vgl. z. B. Bernt Engelmann: Großes Bundesverdienstkreuz. AutorenEdition, Darmstadt 1974, ISBN 3-570-02259-5. Werner Biermann: Strauß. Aufstieg und Fall einer Familie. Rowohlt Verlag 2006, S. 219ff.
  2. Werner Biermann: Strauß. Aufstieg und Fall einer Familie. Rowohlt Verlag 2006, S. 230ff.
  3. Marianne Strauß. In: Der Spiegel. Nr. 27, 1984, S. 172 (online ). Der Tod der Landesmutter. In: Münchner Merkur, 22. Juni 2009.
  4. https://www.merkur.de/lokales/region-tegernsee/kreuth-ort65894/franz-josef-strauss-tegernsee-letzter-besuch-5492946.html



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