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Manfred Görtemaker

Manfred Görtemaker (* 28. April 1951 in Großoldendorf) ist ein deutscher Historiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben


Görtemaker studierte von 1969 bis 1975 Geschichte, Politikwissenschaft und Publizistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und an der Freien Universität Berlin. Seine Promotion erfolgte 1977, die Habilitation 1990. Seit 1992 ist Görtemaker ordentlicher Professor für Neuere Geschichte mit dem Schwerpunkt 19./20. Jahrhundert an der Universität Potsdam, an welcher er im Juli 2018 im Rahmen seiner dortigen Lehrtätigkeit seine letzte Vorlesung abhielt.

Er war von 1975 bis 1980 wissenschaftlicher Assistent und von 1983 bis 1989 Hochschulassistent an der Freien Universität Berlin. 1980/81 arbeitete er als John F. Kennedy Memorial Fellow an der Harvard University und anschließend 1982/83 als Visiting Assistant Professor of Overseas Studies an der Stanford University. 1989/90 war er Krupp Foundation Senior Associate am Institute for East-West Security Studies in New York. An der Universität Potsdam fungierte er – neben seiner Lehrtätigkeit als Professor für Neuere Geschichte – 1994/95 als Prorektor für Lehre und Studium sowie von 2001 bis 2004 als Vorsitzender des Senats. Seit 2014 ist er erneut Mitglied des Senats. Zu seinen Schülern gehören Jürgen Angelow, Stefan Creuzberger, Helmut R. Hammerich, Clemens Heitmann, Dierk Hoffmann, Matthias Oppermann, Ernst Piper und Katarzyna Stokłosa.

Gastprofessuren führten ihn 1995 an die Duke University in Durham (North Carolina, USA) und 1999 an das Dartmouth College in Hanover (New Hampshire, USA). 2002/03 war er Visiting Fellow am St. Antony’s College der University of Oxford. Von 2005 bis 2017 war er Gastprofessor am Dipartimento di Politica, Istituzioni, Storia der Università di Bologna und am Dipartimento di Scienze Politiche e Sociali der Università di Bologna.

Von 1992 bis 1994 gehörte Görtemaker dem Wissenschaftlichen Beirat zur Neugestaltung der Historischen Stätte im Schloss Cecilienhof an. Von 1996 bis 2004 war er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam und von 2005 bis 2011 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Menschenrechtszentrums der Universität Potsdam sowie von 2009 bis 2015 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Point Alpha Stiftung. Von 2006 bis 2010 wirkte er als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats Memorium Nürnberger Prozesse an der Einrichtung eines Museums im Justizpalast in Nürnberg mit, das an die Nürnberger Prozesse nach 1945 erinnert und zugleich die Geschichte der Völkerstrafrechtspolitik von den Haager Konferenzen bis zum 2002 eingerichteten Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (IStGH) dokumentiert.

Seit 1998 ist Görtemaker Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) und des Beirates für Museumsfragen der Bundeswehr. Er ist Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Ernst-Reuter-Archiv im Landesarchiv Berlin.

2012 wurde er zusammen mit dem Strafrechtler Christoph Safferling vom Bundesjustizministerium mit der Untersuchung der „Kontinuität des nationalsozialistischen Deutschlands in das Regierungshandeln des Bundesministeriums der Justiz in der Nachkriegszeit der 1950er und 1960er Jahre“ beauftragt.[1] Der Abschlussbericht wurde 2016 veröffentlicht.[2]

2016 erhielt Görtemaker das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold.

Er ist mit der Historikerin Heike B. Görtemaker verheiratet.

Werke


Weblinks


 Commons: Manfred Görtemaker  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Reinhard Müller: Die kalte Verjährung FAZ, 10. Januar 2012.
  2. Görtemaker, Manfred/Safferling, Christoph: Die Akte Rosenburg. Das Bundesministerium der Justiz und die NS-Zeit. 2016. 588 S.: mit 19 Abbildungen. ISBN 978-3-406-69768-5



Kategorien: Neuzeithistoriker | Hochschullehrer (Universität Potsdam) | Mitglied der Brandenburgischen Historischen Kommission | Träger des Ehrenkreuzes der Bundeswehr in Gold | Deutscher | Geboren 1951 | Mann | Prorektor einer Universität in Deutschland



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