Mühldorf (Kärnten) - de.LinkFang.org

Mühldorf (Kärnten)

Mühldorf
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Spittal an der Drau
Kfz-Kennzeichen: SP
Fläche: 24,42 km²
Koordinaten: 46° 51′ N, 13° 21′ O
Höhe: 613 m ü. A.
Einwohner: 1.010 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 41 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9814
Vorwahl: 0 47 69
Gemeindekennziffer: 2 06 24
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nr. 10, 9814 Mühldorf
Website: www.muehldorf-ktn.at
Politik
Bürgermeister: Erwin Angerer (FPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(11 Mitglieder)

4 FPÖ, 4 SPÖ, 3 LWM

Lage von Mühldorf im Bezirk Spittal an der Drau
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Mühldorf ist eine Gemeinde mit 1010 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Süden von Österreich im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten.

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Das Gemeindegebiet liegt im untersten Mölltal und wird nördlich von der Reißeckgruppe und südlich von der Kreuzeckgruppe begrenzt.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Mühldorf gliedert sich in drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

Einzige Katastralgemeinde ist Mühldorf.

Nachbargemeinden

Trebesing / Lendorf
Reißeck Lurnfeld
Sachsenburg

Geschichte


In der älteren Forschung ging man davon aus, dass Muldorf erstmals in einer Urkunde von Papst Alexander III., unterzeichnet am 6. April 1177 in Venedig, genannt sei. In diesem Dokument ist der weitgestreute Besitz des Stift Millstatt detailliert beschrieben. Der Standort dreier erwähnter Sudpfannen zur Salzgewinnung, die Stadt Halla, ist mit Bad Reichenhall und nicht mit Mühldorf gleichzusetzen.[2] Mühldorf erhielt seinen Namen von den zahlreichen Mühlen, die entlang des Mühldorfer Baches errichtet wurden. Von den ursprünglich elf Mühlen arbeiten heute noch zwei, die Trattner Mühle und die Glanzer Mühle zählen zu den bekanntesten Kunstmühlen Oberkärntens.

1844 wurde in Mühldorf von Johann Hopfgartner die gleichnamige Lodenfabrik errichtet, welche bis heute besteht und weit über die Grenzen hinaus bekannt ist.

Neben der vorherrschenden Landwirtschaft war auch der Bergbau lange Zeit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.[3] Bis 1918 bestand ein Hammerwerk in dem Mühldorfer Raffinier- und Tiegelstahl hergestellt wurde. 1920 errichteten die Treibacher Chemiewerke ein Elektrizitätswerk am Seebach. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es von den österreichischen Draukraftwerken abgelöst. Früher war auch die Flößerei, der Abbau von Kalk und das Brennen von Ziegel sowie Bergbau (Asbest und Talk) von Bedeutung. Die Landwirtschaft war aber nach wie vor ein wichtiges Standbein für die einheimische Bevölkerung. Der Grundbesitz verteilte sich bis 1848 auf die Grundherrschaften von Millstatt, Oberfalkenstein, Sommeregg und Sachsenburg.

1850 konstituierte sich die Ortsgemeinde Mühldorf, diese wurde 1865 der Marktgemeinde Obervellach angeschlossen und kam elf Jahre später zur Ortsgemeinde Kolbnitz. Ab 1913 war Mühldorf zunächst bis 1973 selbstständig und wurde dann im Zuge der Gemeindereform in die Gemeinde Reißeck eingemeindet. Im Jahre 1992 erlangte die Gemeinde nach einer Volksabstimmung wieder ihre Eigenständigkeit.

Bevölkerung


Laut Volkszählung 2001 hat Mühldorf 963 Einwohner, davon sind 92,5 % österreichische und 3,4 % kroatische Staatsbürger. 80,8 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen und 6,1 % zur evangelischen Kirche, 1,8 % zum Islam. 6,7 % der Einwohner sind ohne religiöses Bekenntnis.[4]

Die Gemeinde wuchs von 410 Einwohnern im Jahr 1869 auf über 1.000 Einwohner in der Mitte des 20. Jahrhunderts um danach wieder leicht zu sinken. Eine positive Wanderungsbilanz sorgt seit der Jahrtausendwende wieder für eine leichte Zunahme der Bevölkerung.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Mühldorf

Bauwerke

Naturdenkmäler

Politik


Gemeinderat und Bürgermeister

Der Gemeinderat von Mühldorf hat 11 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Erwin Angerer (FPÖ).

Wappen

Das Wappen wurde Mühldorf nach der neuerlich erlangten Selbständigkeit am 21. Juni 1994 verliehen. Die Blasonierung lautet: Von Grün und Gold durch einen schrägrechten, in verwechselten Farben geteilten Wellenbalken geteilt, oben begleitet von einem goldenen Mühlrad, unten von einem grünen M.

Das grüne M im unteren Teil, dessen Aufnahme von der Gemeinde ausdrücklich erbeten wurde, steht sowohl für den Orts- und Gemeindenamen als auch für die Möll, die zusätzlich im Wellenbalken symbolisiert wird. Im oberen Teil des Wappens befindet sich ein goldenes Mühlrad. Die Fahne von Mühldorf ist Grün-Gelb mit eingearbeitetem Wappen.

Persönlichkeiten


Literatur


Weblinks


Commons: Mühldorf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019) , (CSV )
  2. Axel Huber: Die Teilhabe des Klosters Millstatt an einem Salzbrunnen im (Bad) Reichenhall im Jahre 1177. In: Geschichtsverein für Kärnten (Hrsg.): Carinthia I. 208. Jahrgang. Klagenfurt 2018, S. 135–139.
  3. Gemeinde Mühldorf | Geschichte
  4. Statistik Austria, Volkszählung, Demografische Daten. 15. Mai 2001, abgerufen am 3. März 2019.
  5. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Mühldorf, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 3. März 2019.



Kategorien: Gemeinde in Kärnten | Ort im Bezirk Spittal an der Drau | Mühldorf (Kärnten) | Reißeckgruppe | Ersterwähnung 1177

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Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Mühldorf (Kärnten) (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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