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Ludwig Erhard




Ludwig Wilhelm Erhard (* 4. Februar 1897 in Fürth; † 5. Mai 1977 in Bonn) war ein deutscher Politiker (CDU) und Wirtschaftswissenschaftler. Er war 1945 bis 1946 Wirtschaftsminister in Bayern, 1948 bis 1949 Direktor für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets und von 1949 bis 1963 Bundesminister für Wirtschaft. Er gilt als Vater des „deutschen Wirtschaftswunders“ und des als Soziale Marktwirtschaft bezeichneten Wirtschaftssystems der Bundesrepublik Deutschland. Von 1957 bis 1963 war er Vizekanzler und von 1963 bis 1966 der zweite Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. 1966 bis 1967 war er Adenauers Nachfolger als CDU-Bundesvorsitzender.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf bis 1945


Jugend, Ausbildung und Militärdienst

Ludwig Erhard wurde am 4. Februar 1897 im elterlichen Wohn- und Geschäftshaus Sternstraße 5 in Fürth geboren. Sein Vater war der aus Rannungen stammende katholische Textilwarenhändler und Weißwarengeschäftsbesitzer Wilhelm Philipp Erhard, seine Mutter Augusta (geborene Hassold) war evangelisch. Ludwig war das zweite von vier Kindern, die alle evangelisch getauft wurden. Im Alter von zwei Jahren erkrankte er an spinaler Kinderlähmung; aus dieser Zeit behielt er einen deformierten Fuß.[1] Erhard besuchte in Fürth Volks- und Realschule; danach begann er eine Lehre als Weißwarenhändler. Im Frühjahr 1916 schloss er diese als Einzelhandelskaufmann ab.[1]

Danach nahm Erhard als Soldat der Bayerischen Armee am Ersten Weltkrieg teil. Er war 1916/17 mit dem 22. Feldartillerie-Regiment in Rumänien und 1918 an der Westfront eingesetzt, wo er Ende September 1918 bei Ypern durch eine Handgranate schwer verwundet wurde und erst nach sieben Operationen genesen konnte. Dies habe er körperlich, aber nicht seelisch verarbeitet. Langes Stehen hinter der Ladentheke im väterlichen Geschäft war dann jedoch nicht mehr möglich, sodass Erhard in die Wissenschaft ging.[1]

1919 schied er als Unteroffizier und Offiziersaspirant aus der Armee aus.

Wissenschaftliche Karriere

Von 1919 bis 1922 studierte Erhard ohne Abitur an der damals neu gegründeten Handelshochschule Nürnberg und erwarb einen Abschluss als Diplom-Kaufmann. Anschließend absolvierte er ein Studium der Betriebswirtschaftslehre und der Soziologie an der Universität Frankfurt. Hier promovierte er im Dezember 1925 über „Wesen und Inhalt der Werteinheit“ zum Dr. rer. pol. bei Franz Oppenheimer, den er als akademischen Lehrer neben Wilhelm Rieger besonders schätzte. Die Promotion war eine kritische Reflexion zur Arbeitswerttheorie des Doktorvaters, die Note war „gut“.

Von 1925 bis 1928 arbeitete Erhard als Geschäftsführer im elterlichen Betrieb.[2] Erhard wurde 1928 Assistent beim Institut für Wirtschaftsbeobachtung der deutschen Fertigware an der Handelshochschule in Nürnberg und stieg später zum stellvertretender Leiter (bis 1942) auf. Gründer des Instituts war drei Jahre zuvor der Nationalökonom Wilhelm Vershofen, der der Nationalversammlung angehört hatte. Vorbild war das amerikanische National Bureau of Economic Research, doch zu dessen deutschem Pendant entwickelte sich bald das Berliner Institut für Konjunkturforschung. Es geht unter anderem auf Erhard zurück, dass das Nürnberger Institut sich im Dritten Reich auf die Marktforschung für Industriekunden verlegte.[3] Im Oktober 1932 forderte er, die Verbrauchsgüterproduktion zu fördern, und trat im Gegensatz zum damals vorherrschenden Protektionismus für eine Wettbewerbswirtschaft und freie Marktpreisbildung ein.

Seit 1933 wirkte Erhard als Lehrbeauftragter an der Nürnberger Handelshochschule. In der Zeitung des Instituts äußerte sich Erhard positiv über die nationalsozialistische Zwangskartellierung, denn sie beuge den Schäden des „artfremden Preiskampfes“ vor.[4]

Die Handelshochschule hatte seit 1931 das Habilitationsrecht, und Erhard versuchte sich an dem Thema „Die Überwindung der Wirtschaftskrise durch wirtschaftspolitische Beeinflussung“.[5] Erhard sagte später, die Nationalsozialisten hätten ihn an der Habilitation gehindert.[6][7] Nach Hentschel hätten die Nationalsozialisten kein inhaltliches Problem gesehen, selbst wenn Erhard das Manuskript ohne Apparat eingereicht hätte.

Im Jahr 1935 organisierte Erhard als Assistent von Wilhelm Vershofen das erste Marketing-Seminar Deutschlands, damals als „Absatzwirtschaftlicher Kurs“ bezeichnet, am Institut für Wirtschaftsbeobachtung (IfW) der Nürnberger Handelshochschule, woraus später die Nürnberger Akademie für Absatzwirtschaft (NAA) und die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK e.V.) entstanden.

In den Kriegsjahren war Erhard als wirtschaftspolitischer Berater zur Integration der annektierten Gebiete Österreich, Polen und Lothringen tätig. Von 1942 bis 1945 leitete er das von ihm gegründete Institut für Industrieforschung, das von der Reichsgruppe Industrie finanziert wurde. Ab Ende 1942 beschäftigte sich Erhard hier mit der ökonomischen Nachkriegsplanung. 1944 verfasste er im Auftrag der Reichsgruppe Industrie für das Institut seine Denkschrift „Kriegsfinanzierung und Schuldenkonsolidierung“, in der er Überlegungen zum Neuaufbau der Wirtschaft nach dem Krieg anstellte und u. a. einen Währungsschnitt empfahl. Die Endfassung der Denkschrift übergab er an SS-Gruppenführer Otto Ohlendorf, der im Wirtschaftsministerium unter dem Schutz Himmlers seit Ende 1943 die Planungen für die Wirtschaft nach dem Krieg leitete.[8] Ob ein Exemplar der Schrift, das er im Juli 1944 an Carl Friedrich Goerdeler gesandt hatte, in dessen Hände gelangte, ist umstritten.[9][10][11]

Privatleben

Ludwig Erhard war seit Dezember 1923 mit der Volkswirtin Luise Schuster (1893–1975), geborene Lotter, aus Langenzenn verheiratet, die verwitwet war und aus erster Ehe eine Tochter hatte. Aus ihrer Ehe mit Ludwig Erhard ging die Tochter Elisabeth Friederike Marie (1925–1996) hervor, die 1952 den Sportfunktionär Hans-Jörg Klotz heiratete.[12] Familie Erhard lebte von 1953 bis zu seinem Tod in Gmund am Tegernsee (Bayern).[13] Das Zigarrenrauchen war ab 1930 Erhards Markenzeichen. Aussagen aus seinem Umfeld zufolge konsumierte er in manchen Phasen seiner politischen Arbeit täglich etwa fünfzehn bis zwanzig Zigarren.

Politische Tätigkeit ab 1945


Erste wirtschaftspolitische Ämter (1945–1949)

Der parteilose Wirtschaftsfachmann gelangte nach dem Krieg rasch in hohe politische Ämter. Ludwig Erhard war einige Monate lang Wirtschaftsreferent in seiner Heimatstadt Fürth, bevor er im Oktober 1945 von der amerikanischen Militärregierung in die von Ministerpräsident Wilhelm Hoegner (SPD) geführte Bayerische Staatsregierung zum Staatsminister für Handel und Gewerbe berufen wurde. Nach den Wahlen im Dezember 1946 musste er dieses Amt niederlegen.

1947 leitete er die Expertenkommission Sonderstelle Geld und Kredit bei der Verwaltung der Finanzen der britisch-amerikanischen Bizone und war in dieser Funktion mit der Vorbereitung der Währungsreform betraut. 1947 wurde er Honorarprofessor an der Universität München und 1950 zusätzlich an der Universität Bonn.[14]

Am 2. März 1948 wurde Erhard auf Vorschlag der FDP zum Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes gewählt und war damit für die Wirtschaftspolitik in den westlichen Besatzungszonen verantwortlich. Erhard wurde erst fünf Tage vor dem geplanten Termin von den West-Alliierten über den Zeitpunkt der bevorstehenden Währungsreform am 20. Juni 1948 informiert. Einen Tag vor der Reform ließ er über den Rundfunk verkünden, Zwangsbewirtschaftung und Preisbindungen seien für einen ersten Bereich industrieller Fertigprodukte aufgehoben. Die sukzessive Aufhebung von Preisbindungen durch Erhard konzipierte sein Mitarbeiter Leonhard Miksch.[15]

Nachdem sich Teile der CDU Anfang 1947 im Ahlener Programm auf eine wirtschafts- und sozialpolitische Richtung festgelegt hatten, die als „Christlicher Sozialismus“ umschrieben wurde, lud Adenauer Erhard zum Parteitag der CDU in der britischen Zone am 28. August 1948 in Recklinghausen ein, um dort seine Partei erstmals mit dessen Positionen von der Sozialen Marktwirtschaft bekannt zu machen.[16] Die Düsseldorfer Leitsätzen als Programm zur Bundestagswahl 1949 enthielten Elemente aus beiden Konzeptionen.[17] Ludwig Erhard zog zwei Jahrzehnte später im Rückblick das Resümee: „In jenem ersten Wahlkampf waren Soziale Marktwirtschaft und CDU zu einer Identität geworden.“[18]

Erhards Wirtschaftspolitik war zunächst heftig umstritten und nicht direkt von Erfolg gekrönt, da die Lebenshaltungskosten in den ersten vier Monaten nach der Preisfreigabe um 14 Prozent anstiegen.[19] Am 12. November 1948 riefen die Gewerkschaften einen Generalstreik aus.[20] Im Jahr 1949 gingen die zunächst überhöht angestiegenen Preise jedoch wieder zurück.[21]

Als Direktor der Verwaltung für Wirtschaft versuchte Erhard 1949 durch Intervention bei den US-Militärbehörden die Rückgabe der Porzellanfirma Rosenthal Porzellan AG, die von den Nazis „arisiert“ worden war, an die Familie des Unternehmensgründers Philipp Rosenthal zu verhindern.[22] Erhard hatte neben seinem öffentlichen Amt seit 1947 einen mit jährlich 12.000 DM dotierten Beratervertrag mit der Rosenthal AG.[22][23] Der US-Geheimdienst stufte ihn ab diesem Zeitpunkt als bestechlich ein.[24] Die Ludwig-Erhard-Stiftung bestätigt die Beratungstätigkeit Erhards für Rosenthal schon ab 1940/41.[25]

Erhard war Mitglied der neoliberalen Mont Pèlerin Society.

Abgeordneter

Von 1949 bis zu seinem Tode 1977 war Erhard Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 1949 bis 1969 zog er als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Ulm für die CDU ins Parlament ein, 1972 und 1976 über die CDU-Landesliste Baden-Württemberg. Sowohl 1972 als auch 1976 oblag ihm als Alterspräsident die Eröffnung des Deutschen Bundestages.

Wirtschaftsminister

Nach der Bundestagswahl 1949 wurde Erhard am 20. September 1949 als Bundesminister für Wirtschaft in die von Bundeskanzler Adenauer geführte Bundesregierung berufen.

Ludwig Erhard gilt als Vertreter des Ordoliberalismus, der im Wesentlichen von Walter Eucken in dessen Werk Grundlagen der Nationalökonomie aus dem Jahr 1939 geprägt wurde. Im Ordoliberalismus kommt dem Staat die Aufgabe zu, einen Ordnungsrahmen für freien Wettbewerb zu erzeugen, in der die Freiheit aller Wirtschaftssubjekte (auch voreinander) geschützt wird. Aus dieser Schule hatten besonders Wilhelm Röpke und Leonhard Miksch unmittelbaren Einfluss auf die Wirtschaftspolitik im ersten Jahrzehnt der Bundesrepublik, jedoch wird der Einfluss von Eucken und Miksch auf Erhard von mancher Seite als eher gering eingeschätzt.[26] Als zweites wirtschaftspolitisches Konzept hatte die von Alfred Müller-Armack entworfene Soziale Marktwirtschaft grundsätzlichen Einfluss auf die Politik der jungen Bundesregierung, wobei sich allerdings Erhards Auffassung dieses Konzepts von der Müller-Armackschen Auffassung erheblich unterschied.[27]

Die großen Wahlsiege der CDU bei den Bundestagswahlen von 1953 und 1957 waren zum erheblichen Teil der erfolgreichen Strategie zu verdanken, den (tatsächlich internationalen) Wirtschaftsaufschwung mit dem Unionsleitbild der Sozialen Marktwirtschaft im Bürgerbewusstsein zu verknüpfen. In seinem populären Buch Wohlstand für Alle (1957) legte er seine Vorstellungen allgemeinverständlich dar. Erhard trat für die Liberalisierung des Außenhandels ein, was ihm auch in den eigenen Reihen den Ruf eines Dogmatikers einbrachte.

Weitreichende Entscheidungen aus seiner Zeit als Wirtschaftsminister waren zum Beispiel die Neuordnung des Kartellrechts mit dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen von 1957 oder das Bundesbankgesetz aus dem gleichen Jahr, mit dem eine von politischen Weisungen unabhängige deutsche Notenbank errichtet wurde. Weiterhin begann Erhard mit der Privatisierung von Unternehmen, die sich bis dahin noch im Staatsbesitz befanden (Preussag AG 1959, Volkswagen AG 1960, VEBA 1965), wobei die Anteile jedes Mal als Volksaktien erworben werden konnten. Diese Aktionen sollten die Vermögensbildung der Privatleute voranbringen.

Vom Beginn seiner Tätigkeit als Minister an sah sich Erhard harter Kritik seitens des Kanzlers ausgesetzt. Adenauers Hauptvorwürfe waren häufige Abwesenheit, mangelnde Kontrolle des Ministeriums und unbedachte Reden. Seine Anhänger wurden scherzhaft „Brigade Erhard“ genannt – nach einer Marineeinheit aus dem Kapp-Putsch von 1920. Einer der Höhepunkte der Differenzen zeigte sich 1957 bei der Rentenreform, die Adenauer mit seiner Richtlinienkompetenz als Kanzler durchsetzte. Das seitdem bestehende Umlageverfahren (sogenannter Generationenvertrag) lehnte Erhard als nicht zukunftsfähig ab. Adenauer setzte sich jedoch mit dem bekannten Ausspruch „Kinder kriegen die Leute sowieso“ über diese Bedenken hinweg.

Nach der Bundestagswahl 1957 ernannte Adenauer Ludwig Erhard zum Vizekanzler. Am 24. Februar 1959 schlug Adenauer die Kandidatur Erhards für das Amt des Bundespräsidenten vor, was aber von Erhard am 3. März endgültig abgelehnt wurde. Nach der Bundestagswahl 1961 wurde Erhard erneut Vizekanzler und Wirtschaftsminister. Als er 1962 während der Spiegel-Affäre die Kanzlerschaft hätte erringen können, enttäuschte er seine Anhänger durch seine Zögerlichkeit.

Bundeskanzler

Nachdem Adenauer vergeblich versucht hatte, Erhard als seinen Nachfolger zu verhindern, wurde er einen Tag nach Adenauers Rücktritt am 16. Oktober 1963 zum Bundeskanzler gewählt.[28] Er wurde mehrheitlich als eine Art Zwischenlösung angesehen mit der Hauptaufgabe, einen Wahlsieg bei der nächsten Bundestagswahl zu erringen.

Mit seinem Außenminister Gerhard Schröder zählte er zu den Atlantikern, die den Beziehungen zu den USA gegenüber denen zu Frankreich Vorrang gaben. Aus den Reihen der CDU warf man ihm unter anderem vor, er sei für eine Abkühlung der deutsch-französischen Beziehungen verantwortlich.

Erhard veranlasste – ohne formelle Kabinettsentscheidung – die Aufnahme von Verhandlungen zur Herstellung diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel, die im Mai 1965 abgeschlossen wurden; es war die einzige Richtlinienentscheidung seiner Amtszeit. Nach dem Botschafteraustausch brachen zahlreiche Nahost-Staaten die Beziehungen zur Bundesrepublik ab.[29]

Erhard fuhr bei der Bundestagswahl am 19. September 1965 den bis dahin zweitgrößten Wahlsieg in der Geschichte der Union ein, doch schon bei der Regierungsbildung konnte er seine Ansichten in der CDU/CSU nicht mehr durchsetzen. Um sich zu behaupten und seinen Konkurrenten, den CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Rainer Barzel zu bremsen, ließ Erhard sich am 23. März 1966 als Nachfolger Adenauers auch zum Vorsitzenden der CDU wählen.[30]

Erhards Ansehen als Wirtschaftspolitiker wurde erschüttert, als sich im Jahr 1966 die zweite wirtschaftliche Rezession einstellte (nach einer ersten, die unmittelbar auf die Währungsreform von 1948 gefolgt war), die mit drastisch steigenden Arbeitslosenzahlen einherging. Deren Bezeichnung als „gewollte Rezession“ durch den damaligen Bundeswirtschaftsministers Kurt Schmücker,[31] Erhards Nachfolger in diesem Amt, entwickelte sich in der Folge zu einem Kampfbegriff, der gegen die Union verwendet wurde.[32]

Überdies fand im Juli 1966 in Nordrhein-Westfalen eine Landtagswahl statt. In dem bevölkerungsreichsten Bundesland hatte der Steinkohlenbergbau seit Jahren mit einer existenziellen Krise zu kämpfen, dem sich eine Krise der Stahlindustrie zugesellte. Während des Wahlkampfs waren Erhards öffentliche Auftritte im Ruhrgebiet teilweise von ungewohnten, starken Protesten begleitet, auf die er wenig souverän reagierte.[33][34] Bei der Wahl erlitt die CDU große Verluste, konnte aber noch zusammen mit der FDP mit knappster Mehrheit erneut die Landesregierung bilden. Kurz nach seinem Rücktritt als Kanzler musste die CDU Anfang Dezember 1966 schließlich auch die Regierungsbeteiligung in Nordrhein-Westfalen aufgeben. Bei der Wahl zum Hessischen Landtag im November 1966 verlor die dort oppositionelle CDU ebenfalls Stimmanteile.

Eine schwere Belastungsprobe für das deutsch-amerikanische Verhältnis bedeuteten die Verhandlungen über das Devisenausgleichsabkommen (Offset-Abkommen), mit dem die Kosten für die Stationierung der US-Truppen auf deutschem Boden ausgeglichen werden sollten. Während in den ersten beiden, von der Regierung Adenauer abgeschlossenen Abkommen die Erfüllung der Forderungen unter deutschem Haushaltsvorbehalt standen, verpflichtete sich Erhard im Mai 1964 im Nachfolgeabkommen zur vorbehaltlosen Zahlung, nach Wesel ein „leichtsinniges Versprechen“.[35] Als Deutschland 1966 die eingegangenen Verpflichtungen nicht termingerecht abwickeln konnte, versuchte Erhard im September 1966 in Washington bei US-Präsident Lyndon B. Johnson vergeblich Zugeständnisse zu erreichen; die Reise wurde ein „völliger Fehlschlag“.[36] Diese finanzielle Belastung gefährdete, zusammen mit anderen, die Aufstellung des Haushalts für das Folgejahr und trug wesentlich zum Bruch der Regierungskoalition bei. Die nachfolgende Große Koalition konnte das Offset-Problem schließlich im April 1967 mit einer „erstaunlich glatten Regelung“ lösen.[37]

Im Laufe des zweiten Halbjahres 1966 wurde ein dramatischer Autoritätsverlust des Kanzlers deutlich, der auch von den Verbündeten wahrgenommen wurde,[38] führende Unionspolitiker entzogen ihm ihre Unterstützung.[39] Nachdem die Minister der FDP aus dem Bundeskabinett zurückgetreten waren, weil sie den Ausgleich des bestehenden Haushaltsdefizits durch Steuererhöhungen, wie von Erhard beabsichtigt, ablehnten, bildete Erhard am 27. Oktober 1966 eine Minderheitsregierung aus CDU und CSU, erklärte aber schon am 2. November seine Bereitschaft zum Rücktritt.[40][41] Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wählte daraufhin Kurt Georg Kiesinger, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, zum Kanzlerkandidaten, der eine Große Koalition mit der SPD zustande brachte. Erhard trat schließlich am 30. November 1966 zurück und Kiesinger wurde am folgenden Tag zu seinem Nachfolger gewählt. In seiner Regierungserklärung stellte Kiesinger am 13. Dezember 1966 über die vergangene Zeit fest: „Der Bildung dieser Bundesregierung […] ist eine lange, schwelende Krise vorausgegangen, deren Ursachen sich auf Jahre zurückverfolgen lassen.“[42]

Ludwig Erhard ließ 1964 im Park des Palais Schaumburg den Kanzlerbungalow als Wohn- und Empfangsgebäude des Bundeskanzlers erbauen.

Parteimitgliedschaft


Zu Beginn seiner politischen Laufbahn tendierte Erhard zur FDP, aber deren Vorsitzender Heuss riet ihm zum Beitritt in eine größere Partei.[39] In einem Interview befragte der Journalist Günter Gaus Erhard nach den Gründen, warum er sich für die CDU entschieden habe:

„Gaus: ‚Sie haben sich erst Mitte 1949 vor der Wahl zum ersten Bundestag zur CDU bekannt. Das war Ihr erster Parteieintritt überhaupt. Warum haben Sie sich für die CDU entschieden?‘
Erhard: ‚Weil es galt, eine liberale, freiheitliche Politik, wie sie mir vorschwebte, in der Praxis zu verwirklichen. Dazu gehörte nicht, dass ich noch einmal eine liberale Partei stärke, sondern es gehörte dazu, dass ich die große Volkspartei, die CDU, für mich, für meinen Gedanken gewinne und dann auch darauf festlege.‘“

Zur Person vom 10. April 1963[43]

Von März 1966 bis Mai 1967 war er Bundesvorsitzender, ab 1967 Ehrenvorsitzender der CDU. Für einen langjährigen Spitzenpolitiker unüblich ist der Umstand, dass in seiner politischen Laufbahn keine weiteren Parteiämter nachweisbar sind.

Trotz seiner ausschließlich für die CDU erbrachten politischen Tätigkeit seit 1949 ist die Frage der formalen Parteimitgliedschaft Erhards nicht abschließend geklärt. Im Jahr 2002 erklärte der stellvertretende Leiter des Archivs für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung, Hans-Otto Kleinmann, dass sich die Frage einer Parteimitgliedschaft für Erhard tatsächlich erst bei seiner Wahl zum CDU-Vorsitzenden gestellt habe, da dieses Amt nur von einem Parteimitglied ausgeübt werden kann. Erhard sei daher 1966 der CDU beigetreten, das Beitrittsdatum sei aber in den Büchern der CDU drei Jahre zurückdatiert und somit formell auf 1963 festgelegt worden. Faktisch wäre Erhard damit aber bei seinem Amtsantritt als Bundeskanzler 1963 parteilos gewesen.[44] Im Gegensatz dazu erklärte 2007 Horst Friedrich Wünsche, Geschäftsführer der Bonner Ludwig-Erhard-Stiftung, dass Erhard niemals Parteimitglied der CDU gewesen sei, was Kleinmanns Kollege Günther Buchstab bestätigte. Zwar sei beim CDU-Kreisverband Ulm eine auf 1949 rückdatierte Mitgliedskarte aus dem Jahr 1968 nachweisbar, die Erhard aber nicht unterschrieben habe; eine Beitrittserklärung liege nicht vor und geleistete Mitgliedsbeiträge ließen sich nicht nachweisen.[45] Im Archiv der Ludwig-Erhard-Stiftung gibt es zwei Anfragen vom 27. November 1956 und vom 14. Februar 1966 des amtierenden CDU-Vorsitzenden Adenauer an Erhard bezüglich der Parteimitgliedschaft. Auf die zweite Anfrage räumte Erhard unter Verweis auf seine großen Leistungen für die CDU einen „vermeintlichen Schönheitsfehler“ ein, er habe „dem Besitz des Parteibuches keine Beachtung geschenkt…“[46][47]

Am 13. Februar 1966 berichtete Konrad Adenauer laut Tagebuch seines Sohnes Paul im Familienkreis, dass Fritz Burgbacher ihm erzählt habe, wie schwierig es gewesen sei, Erhard vor etwa ein bis zwei Jahren als Mitglied der CDU in einem kleinen Ort bei Heidelberg unterzubringen, was ihn eine „schöne Stange Geld gekostet“ habe.[48]

Rezeption


Anfangs stieß Erhards Wirtschaftspolitik auf Skepsis und teilweise heftige Kritik. So kommentierte Marion Gräfin Dönhoff im Sommer 1948: „Wenn Deutschland nicht schon eh ruiniert wäre, dieser Mann mit seinem vollkommen absurden Plan, alle Bewirtschaftungen in Deutschland aufzuheben, würde das ganz gewiss fertigbringen. Gott schütze uns davor, dass der einmal Wirtschaftsminister wird. Das wäre nach Hitler und der Zerstückelung Deutschlands die dritte Katastrophe.“[20] Später wurde Erhard einer der beliebtesten Politiker. Er galt für viele als Schöpfer des „deutschen Wirtschaftswunders“, dessen Markenzeichen der stets Zigarre rauchende Wirtschaftsminister wurde.

Erhards Zeit als Bundeskanzler gilt hingegen als „glücklos“. Das von ihm aufgestellte Leitbild einer „formierten Gesellschaft“, das er im März 1965 auf dem 13. Parteitag der CDU der Partei „völlig überrascht“ präsentierte, fand kaum Zustimmung.[49] Sein politisches Scheitern als Kanzler wurde nicht zuletzt darauf zurückgeführt, dass ihm als „Quereinsteiger“ in die Politik Durchsetzungsfähigkeit fehlte und dass sein kollegialer Stil als Führungsschwäche ausgelegt wurde. Hinzu kam seine im Vergleich zum zwei Jahrzehnte älteren Adenauer bereits recht angeschlagene Gesundheit. Das Unbehagen mit seiner Amtsführung wird in einer Reportage aus seinem ersten Amtsjahr im Nachrichtenmagazin Der Spiegel ausgedrückt:

„Der Bundeskanzler gehört zu jenen nur scheinbar dickhäutigen und dickfelligen Pykniker-Typen, die Anerkennung brauchen […] Schon die kühle Brise, die Erhard ab und zu ins Gesicht bläst, seit er die Kommandobrücke im Palais Schaumburg betreten hat, reicht aus, um sein seelisches Gleichgewicht zu stören.“[50]

Auch Erhards Berater Johannes Gross wies auf dessen Schüchternheit und Zögerlichkeit im kleinen Kreis hin; sie stand in einem Kontrast zu dem öffentlich zur Schau gestellten Optimismus in seinen mitreißenden Reden.[51]

Wie Adenauer glaubten auch viele Andere, er sei als Kanzler ungeeignet. In der neueren historischen Forschung wird insbesondere darauf hingewiesen, dass Adenauer seinen Wirtschaftsminister menschlich ablehnte:

„Adenauers Abneigung gegen Erhard war abgrundtief und absolut. Der betagte Kanzler war sich nicht zu schade, Erhard öffentlich oder hinter dessen Rücken in Parteikreisen anzugreifen. […] Er hasste Erhards lange Monologe zu Wirtschaftsthemen. Er mochte Erhards lässige Kleidung nicht und missbilligte den Zigarrenrauch, mit dem sich Erhard gern einnebelte, ebenso wie die Zigarrenasche, die sich auf seinem Revers ansammelte. Erhards Alkoholkonsum betrachtete er als moralischen Affront. Und schließlich war ihm Erhards Hang zum Selbstmitleid unerträglich.“[52]

Späte Jahre


Erhard blieb nach seiner Zeit als Bundeskanzler noch elf Jahre Bundestagsabgeordneter. 1967 gründete er die Ludwig-Erhard-Stiftung, die seine wirtschaftswissenschaftlichen und Wirtschaftsordnungs-Vorstellungen wissenschaftlich und publizistisch weiter pflegen sollte. Außerdem war er erster Vorsitzender des Kuratoriums der Hermann Kunst-Stiftung zur Förderung der neutestamentlichen Textforschung (1964–1977), das die Arbeit des Instituts für Neutestamentliche Textforschung in Münster fördert.

Rückblickend äußerte er sich kurz vor seinem Tod zu seinem wirtschaftspolitischen Schaffen, insbesondere zur Unterbindung der Aufblähung des öffentlichen Sektors und der rapide anwachsenden Staatsverschuldung: „Ich habe als Bundesminister 80 Prozent meiner Kraft dazu verwenden müssen, gegen ökonomischen Unfug anzukämpfen, leider nicht durchweg mit Erfolg.“[20]

Erhard war Mitglied der evangelischen Kirche. Er starb am 5. Mai 1977 an Herzversagen in Bonn. Am 11. Mai 1977 fand aus Anlass seines Todes ein Staatsakt im Plenarsaal des Deutschen Bundestages statt. Er wurde auf dem Bergfriedhof in Gmund am Tegernsee bestattet. Dort erinnert in der Ortsmitte eine Büste des Bildhauers Otto Wesendonck an den berühmten Bürger.

Auszeichnungen


Erinnerungskultur


Der Ludwig-Erhard-Preis wird jährlich auf der Basis des EFQM-Modells an Unternehmen verliehen, die besondere Leistungen im Qualitätsmanagement erkennen lassen.

Mit dem Fürther Ludwig-Erhard-Preis zeichnet der Ludwig-Erhard-Initiativkreis Fürth wirtschaftswissenschaftliche Dissertationen aus, „in denen verstärkt die Faktoren Innovation, Praxisnähe, Realisierbarkeit, wirtschaftlicher Nutzen und die Auswirkungen auf die Menschen in unserer Gesellschaft berücksichtigt sind“.[53]

Die Ludwig-Erhard-Stiftung verleiht die Ludwig-Erhard-Medaille für Verdienste um die Soziale Marktwirtschaft und den Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik.

Erhards Geburtshaus in Fürth ist Teil des Ludwig-Erhard-Zentrums zur Erinnerung an sein Leben und Wirken.

Anlässlich seines 110. Geburtstages im Jahr 2007 wurde eine vom Aachener Bildhauer Wolf Ritz angefertigte Büste im Eingangsbereich des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin aufgestellt.[54]

In vielen deutschen Städten sind Straßen,[55] Wege[56] und Plätze[57] nach Ludwig Erhard benannt.

Werke


Literatur


Weblinks


Commons: Ludwig Erhard  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise


  1. a b c Hentschel: Ludwig Erhard. S. 12.
  2. Dorlis Blume, Irmgard Zündorf: Ludwig Erhard. Tabellarischer Lebenslauf im LeMO (DHM und HdG)
  3. Hentschel: Ludwig Erhard. S. 17–18.
  4. Hentschel: Ludwig Erhard. S. 24.
  5. Das Manuskript ist durch seinen Nachlass bewahrt geblieben.
  6. Günter Gaus im Gespräch mit Ludwig Erhard (1963). Abgerufen am 18. Dezember 2019 (deutsch).
  7. Biograf Hentschel, selbst Wirtschaftshistoriker, meint, Erhard taugte dem Habilitationsversuch zufolge nicht als wissenschaftlicher Nationalökonom, da ihm die formale Strenge und die Fähigkeit fehlten, klare und schlüssige Gedanken zu fassen und unter Hinweis auf die verwendeten Quellen argumentativ miteinander zu verbinden. Die Ursachen der Weltwirtschaftskrise habe Erhard logisch unschlüssig gedeutet, die Lösung der akuten Probleme sei verfehlt gewesen. So forderte er, der Staat solle in die Produktion eingreifen und die Wirtschaft besser lenken, da dies Einzelinteressen nicht zuzutrauen sei. Wie der Staat dies tun sollte, erkläre Erhard aber nicht. „Das Ganze wäre bei straffer Gedankenführung in knapper Diktion auf fünf Seiten abzutun gewesen.“ Dies sei aber nicht Erhards Sache gewesen, der 141 Seiten schrieb und dabei seinen Gedanken freien Lauf gelassen habe. (Hentschel: Ludwig Erhard. S. 22).
  8. Vgl. Michael Brackmann im Handelsblatt: Der Tag X . 25. Juni 2006
  9. Michael Brackmann: Erhards doppelter Coup. General-Anzeiger Bonn, S. 10 f, 18. Juni 2018.
  10. Ralf Ptak: Vom Ordoliberalismus zur Sozialen Marktwirtschaft. VS-Verlag 2003, ISBN 3-8100-4111-4, S. 145–149.
  11. Die Flucht nach vorn. In: Der Spiegel 37/1953.
  12. Elisabeth Klotz – FürthWiki. Abgerufen am 9. Dezember 2019.
  13. Interview: Ludwig Erhards Hausdame über sein Leben in Gmund. Merkur.de, 2. Mai 2017.
  14. Haus der Geschichte: Ludwig Erhard.
  15. Hans Tietmeyer: Soziale Marktwirtschaft in Deutschland – Entwicklungen und Erfahrungen –. (PDF; 322 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) Freiburger Diskussionspapiere zur Ordnungsökonomik 10/4. Walter Eucken Institut / Institut für Allgemeine Wirtschaftsforschung, Abteilung für Wirtschaftspolitik der Albert-Ludwigs Universität Freiburg i. Br., 13. September 2010, archiviert vom Original am 9. März 2012; abgerufen am 1. Dezember 2016.
  16. Volkhard Laitenberger: Ludwig Erhard. 1986, S. 77.
  17. Karl Hohmann: Ludwig Erhard (1896–1977) – Eine Biographie. S. 11.
  18. Markus Lingen: Geschichte der CDU: Die Düsseldorfer Leitsätze , Konrad-Adenauer-Stiftung.
  19. Völker Hentschel: Ludwig Erhard. Ein Politikerleben. Ullstein, Berlin 1998, S. 87.
  20. a b c Daniel Koerfer: Von Erhard lernen. In: Die Zeit, 21. Mai 2005.
  21. Die Flucht nach vorn. In: Der Spiegel 37/1953.
  22. a b Jürgen Lillteicher: Die Rückerstattung jüdischen Eigentums in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Eine Studie über Verfolgungserfahrung, Rechtsstaatlichkeit und Vergangenheitspolitik 1945–1971. Dissertation Universität Freiburg 2002, S. 114 ff., besonders S. 125, 130; Text online (PDF; 3,3 MB)
  23. Constantin Goschler, Jürgen Lillteicher (Hrsg.) (2002): „Arisierung“ und Restitution. Die Rückerstattung jüdischen Eigentums in Deutschland und Österreich nach 1945 und 1989. S. 141–142.
  24. Geschichte im Ersten: Unser Wirtschaftswunder. Die wahre Geschichte. Dokumentarfilm von Christoph Weber, ausgestrahlt in der ARD am 15. Juli 2013.
  25. Andreas Schirmer: Die wahre Geschichte des Wirtschaftswunders? Ludwig Erhard Stiftung, 24. April 2015, abgerufen am 24. August 2016.
  26. Horst Friedrich Wünsche: Die geistigen Grundlagen von Ludwig Erhards Sozialer Marktwirtschaft: Behauptungen und Befunde. Ludwig-Erhard-Stiftung 2015.
  27. Andreas Schirmer: Die Erfindung der Sozialen Marktwirtschaft. Ludwig-Erhard-Stiftung 2017.
  28. Bundesarchiv: Zeittafel 1963
  29. Karl Hohmann: Ludwig Erhard (1897–1977). Eine Biographie. Düsseldorf 1997, S. 24.
  30. Volkhard Laitenberger: Ludwig Erhard. 1986, S. 204.
  31. Gisela Stelly: Ein bißchen Konsum, kein bißchen Besitz. In: Die Zeit. 12. September 1969.
  32. Zeitspiegel. In: Die Zeit. 8. Oktober 1971.
  33. Ludwig Erhards Schlappe an der Ruhr. In: Die Zeit. 29/1966, 15. Juli 1966.
  34. Zeche Graf Bismarck in Gelsenkirchen-Erle.
  35. Uwe Wesel: Rechtsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Von der Besatzungszeit bis zur Gegenwart. München 2019, S. 43.
  36. Harald Rosenbach: Der Preis der Freiheit – Die deutsch-amerikanischen Verhandlungen über den Devisenausgleich (1961–1967). Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 46 (1998) S. 709–746, hier S. 738 (PDF ).
  37. Harald Rosenbach: Der Preis der Freiheit – Die deutsch-amerikanischen Verhandlungen über den Devisenausgleich (1961–1967). Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 46 (1998) S. 709–746, hier S. 710 (PDF ).
  38. Prospects for change in West German foreign policy. (PDF; 481 kB) Central Intelligence Agency, 6. September 1966, abgerufen am 5. Januar 2020.
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  40. Volkhard Laitenberger: Ludwig Erhard. 1986, S. 215–216.
  41. Bundesarchiv: Zeittafel 1966
  42. Kurt Georg Kiesinger, Regierungserklärung der Großen Koalition, 13. Dezember 1966
  43. Zur Person: Günter Gaus im Gespräch. rbb-online, abgerufen am 19. April 2017.
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  45. Hans Ulrich Jörges, Walter Wüllenweber: CDU-Altkanzler: Ludwig Erhard war nie CDU-Mitglied. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Stern. 25. April 2007, archiviert vom Original am 26. Oktober 2013; abgerufen am 7. Oktober 2013.
  46. Andreas Schirmer: Ludwig Erhard und die CDU Ludwig Erhard Stiftung, 27. Juli 2016.
  47. Günter Buchstab: „Soll ich Anmeldeformulare ausfüllen?“ In: Die politische Meinung Nr. 462, Mai 2008, S. 71–75 (mit weiteren Versionen zu dieser Sache).
  48. Konrad Adenauer – der Vater, die Macht und das Erbe. Das Tagebuch des Monsignore Paul Adenauer 1961–1966, herausgegeben und bearbeitet von Hanns Jürgen Küsters. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2017, S. 450 f.
  49. Volkhard Laitenberger: Ludwig Erhard. 1986, S. 193–195.
  50. Der Hauch des Eises ist gewichen. In: Der Spiegel. 18/1964
  51. Ludwig Erhard – Der Optimist. Fernseh-Dokumentation
  52. Alfred C. Mierzejewski: Ludwig Erhard. Der Wegbereiter der Sozialen Marktwirtschaft. Biografie. Pantheon Verlag, München 2006, ISBN 3-570-55007-9, S. 268f.
  53. Der Fürther Ludwig-Erhard-Preis abgerufen auf ludwig-erhard-initiative.de am 6. Juni 2014.
  54. Einweihung Ludwig-Erhard-Büste, S. 82 (Memento vom 4. März 2012 im Internet Archive)
  55. „Ludwig-Erhard-Straßen“ in Deutschland
  56. „Ludwig-Erhard-Wege“ in Deutschland
  57. „Ludwig-Erhard-Plätze“ in Deutschland
  58. Der Hauch des Eises ist gewichen. In: Der Spiegel. Nr. 18, 1964 (online 29. April 1964).








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