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Frankenfels


(Weitergeleitet von Laubenbachmühle)


Marktgemeinde
Frankenfels
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Sankt Pölten-Land
Kfz-Kennzeichen: PL
Fläche: 56,16 km²
Koordinaten: 47° 59′ N, 15° 20′ O
Höhe: 464 m ü. A.
Einwohner: 1.956 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 35 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3213
Vorwahl: 02725
Gemeindekennziffer: 3 19 06
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 10
3213 Frankenfels
Website: www.frankenfels.at
Politik
Bürgermeister: Heinrich Putzenlechner (ÖVP)
Gemeinderat: (2020)
(21 Mitglieder)
15
5
1
15 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Frankenfels im Bezirk Sankt Pölten-Land
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Frankenfels ist eine Marktgemeinde mit 1956 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Sankt Pölten-Land in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Die Marktgemeinde liegt im Mostviertel in Niederösterreich, im Pielachtal. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 56,11 Quadratkilometer, an der Pielach selbst, am Nattersbach und am Weißenbach, zwei ihrer linken Nebenbäche.

57,34 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 19 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Falkensteinrotte (81) samt Redtenbach
  • Fischbachmühlrotte (52)
  • Frankenfels (442)
  • Grasserrotte (71)
  • Gstettengegend (18)
  • Hofstadtgegend (183)
  • Karrotte (21)
  • Laubenbachgegend (87)
  • Lehengegend (95)
  • Markenschlagrotte (171)
  • Ödrotte (55)
  • Pernarotte (54)
  • Pielachleitengegend (21)
  • Rosenbühelrotte (234)
  • Taschlgrabenrotte (0)
  • Tiefgrabenrotte (115) samt Weißenburg
  • Übergangrotte (153)
  • Weißenburggegend (55) samt Weißenburg
  • Wiesrotte (48)

Die Gemeinde besteht nur aus der Katastralgemeinde Frankenfels.

Zählsprengel sind Frankenfels-Zentralgebiet (Frankenfels, Teile von Hofstadtgegend, Lehengegend und Rosenbühelrotte) und Frankenfels-Umgebung (Rest der Gemeinde).

Nachbargemeinden

St. Georgen an der Leys (Bez. Scheibbs) Texingtal (Bez. Melk) Kirchberg an der Pielach
St. Anton an der Jeßnitz (Bez. Scheibbs) Loich
Puchenstuben (Bez. Scheibbs) Schwarzenbach an der Pielach

Geschichte


Im 11. Jahrhundert machten bairische Siedler das Land unter der Enns urbar. In diese Zeit fällt auch die Besiedelung des Gebietes rund um Frankenfels und die Urbanisierung des Oberen Pielachtales. Die bairischen Kolonialherren trafen damals schon vereinzelt auf slawische Siedler, einheimische Namen wie Gillus, Zigga, Perna und andere bekräftigen diese These.

Um 1300 verkaufte Konrad Sommerauer von Wallsee Landbesitz an Erzherzog Albrecht als das Land rund um Franchenvels, das heutige Frankenfels. In diesem Dokument sind schon viele Flurnamen, die heute noch im Katasterplan vermerkt sind, festgehalten. Ein Großteil der heute noch bewirtschafteten Bauernhöfe fanden im Urbar von Wallsee aus dem Jahr 1449 ihre erste urkundliche Erwähnung. Die Einteilung der Region in Rotten besteht seit 1629.[2]

1596/97 scharte der Puchenstubener Wirt Christian Haller auch viele Bauern aus Frankenfels zum Kampf gegen das Kaiserhaus um sich. Der Aufstand, ausgelöst durch die unerträglich gewordenen Steuerbelastungen, wurde nach schweren Kämpfen niedergeschlagen. Viele mussten dabei ihr Leben lassen.

Im 16. und 17. Jahrhundert gewann Frankenfels, vor allem durch das Wirken der Weißenburger Adelsfamilie Tattenbach, an wirtschaftlicher und sozialer Bedeutung. Die Verleihung des Marktrechtes an Frankenfels im Jahr 1655 krönte dieses Bestreben. Um 1630 folgte die Einteilung in die heute noch in Verwendung stehende Gliederung der Rotten und Gegenden. Die Hausnummerierungen und die ersten Pläne zur Katastermappe (Josefinischer Kataster – nach Josef II. benannt) wurden zwischen 1770 und 1787 erstellt.

Mit der Eröffnung des zweiten Abschnittes der Mariazellerbahn erhielt Frankenfels einen Anschluss an das Eisenbahnnetz.

2015 war Frankenfels einer der Hauptaustragungsorte der Niederösterreichischen Landesausstellung unter dem Titel ÖTSCHER:REICH – Die Alpen und wir.

Einwohnerentwicklung

Nach einem starken Bevölkerungszuwachs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geht die Einwohnerzahl seit dem Jahr 2000 wieder leicht zurück.[3]

Politik


Gemeindevertretung

Im Gemeinderat gibt es bei insgesamt 21 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 26. Jänner 2020

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Heinrich Putzenlechner (ÖVP).

Bürgermeister

Städtepartnerschaften

Frankenfels ist Partnergemeinde von Hollstadt in Unterfranken.

Hauptort der Gemeinde


Frankenfels (Hauptort einer Marktgemeinde)
Ortschaft
Gegend/Rotte
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Sankt Pölten-Land, Niederösterreich
Pol. Gemeinde Frankenfels  (KG Frankenfels)
Koordinaten 47° 58′ 55″ N, 15° 19′ 31″ O
Höhe 464 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 442 (1. Jän. 2019)
Gebäudestand 120 (2001)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05435
Zählsprengel/ -bezirk Frankenfels-Zentralgebiet (31906 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Nebenbox
f0
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442

Gemeindehauptort wie auch Ortschaft ist der Marktort Frankenfels. Er befindet sich etwa 32 Kilometer Luftlinie südwestlich von St. Pölten. Er liegt inmitten des Gemeindegebiets, auf etwa 460 m ü. A. Höhe im Tal des Nattersbachs, dem linksseitigen (westlichen) Nebengewässer der Pielach bei Pielachgegend, und erstreckt sich über etwas mehr als einen Kilometer bachab- und aufwärts der Kirche.

Die Ortschaft umfasst um die 120 Gebäude mit etwa 460 Einwohnern, das ist gut 15 der Gemeindebevölkerung.

Zum Zählsprengel Frankenfels-Zentralgebiet gehören auch noch fast die ganze Hofstadtgegend talauswärts, einige ortsnahe Häuser der Lehengegend, und der Gutteil der Rosenbühelrotte taleinwärts. Das umfasst um die 230 Gebäude mit etwa 900 Einwohnern (25 der Gemeindebevölkerung) und entspricht dem Talsiedlungsgebiet am unteren Nattersbach.

Durch das Ortsgebiet verlaufen hier das Tal entlang Pielachtal Straße (B39) und Mariazellerbahn, der Ort ist durch die Haltestelle Frankenfels angebunden.

Nachbarorte und -ortschaften
Lehengegend (O) Hofstadtgegend (O)
Rosenbühelrotte (O) Falkensteinrotte (O)
Markenschlagrotte (O)
Stein

Grasserrotte (O)

Stein, von der Statistik Austria als zerstreute Häuser klassiert, bezeichnet die vor Ort als Stein-Häuser geläufigen Objekte Unter-Stein, Mitter-Stein und Ober-Stein. Die Höfe wurden 1300 lateinisch als Super Lapide bezeichnet und teilten sich erst einige Jahrhunderte später auf.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur


Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 71, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 162. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1.019. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,87 Prozent.

Verkehr

Eisenbahn

Frankenfels liegt an der Mariazellerbahn. Diese Bahnstrecke hält im Gemeindegebiet in den Haltestellen Schwarzenbach an der Pielach in Hofstadtgegend, Frankenfels, am Betriebsbahnhof Laubenbachmühle sowie in der Haltestelle Boding bei Pernarotte. Die Haltestellen Weißenburg und Unterbuchberg wurden aufgelassen, erstere schon Mitte der 1920er Jahre, letztere 2010. Die Strecke wird auf Frankenfelser Gemeindegebiet durch mehrere Tunnels und Brücken geführt.

Straße

An das höherrangige Straßennetz ist Frankenfels durch die B39 (Pielachtal Straße) angebunden. Außerdem führen noch überregional bedeutende Landesstraßen über Weißenburg und Plankenstein nach Texing, sowie über Schwarzenbach an der Pielach und das Pielachtaler Gscheid nach Türnitz. Es gibt auch Verbindungen zum Schlagerboden und nach St. Gotthard. Es gibt auch 101 km Güterwege, die Großteils von Güterweggemeinschaften betreut werden (Stand: März 2018).

Sicherheit und Soziales

Gesundheit

Frankenfels verfügt über einen praktischen Arzt mit eigener Hausapotheke sowie eine Fachärztin für Zahn- und Kieferheilkunde.

Seit 1961 existiert auch eine Ortsstelle des Arbeiter-Samariter-Bundes, welcher größtenteils von Mitgliedern der SPÖ Frankenfels gegründet wurde. Es sind für die Bevölkerung von Frankenfels und der unmittelbaren Umgebung drei Rettungsfahrzeuge im Einsatz (Stand 2018), wobei der Fuhrpark zuletzt 2017 mit einem neuen Rettungstransportwagen ergänzt wurde. Für die Frankenfelser Rettungsstelle sind etwa 50 Sanis aktiv und man verfügt über knapp 300 unterstützende Mitglieder.[6] Außerdem sind stets zwei bis fünf Zivildienstleistende im Rettungs- und Krankentransport engagiert.

Daneben gibt es auch die Volkshilfe und Essen auf Rädern in Frankenfels.

Feuerwehr

In Frankenfels existiert seit 1883 die Freiwillige Feuerwehr Frankenfels[7]. Gründer und erster Feuerwehrhauptmann war Bürgermeister Josef Pögner. Auf Grund der großen Gemeindefläche und der dadurch exponierten Lage der vor allem landwirtschaftlichen Objekte entstand am 1. Jänner 1938 die Filiale Weißenburg in der Weißenburggegend, die anfangs die Stärke einer Gruppe hatte und später ab 1. Jänner 1970 ein abgesetzter Zug war. Aus dieser später in der Tiefgrabenrotte stationierten und ab 1986 mit Feuerwache Weißenburg bezeichneten Einheit entstand am 7. Mai 2017 die neu gegründete Freiwillige Feuerwehr Weißenburg.

In der Hofstadtgegend gibt es auch ein Katastrophenschutzlager.

Am 21. November 1992 wurde in Frankenfels die Feuerwehrjugend gegründet und bei der Jahreshauptversammlung im Jahre 1993 vorgestellt.

2008 wurde auf Initiative von Erich Gonaus, Leiter des Verwaltungsdienstes der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels, ein Museum errichtet, das 2009 feierlich eröffnet wurde. Folgende Exponate sind derzeit ausgestellt:

Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels ist Thomas Wutzl, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Weißenburg ist Günter Tuder.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Bauwerke

Sehenswerte Bauwerke sind die Burg Weißenburg, das Schwabeck-Kreuz (eigentlich schon auf Texinger Gebiet), die Grassermühle, das Annakreuz, sowie andere Kapellen und die Pfarrkirche Frankenfels. Neu errichtet wurde der Bahnhof und Betriebsstützpunkt der Mariazellerbahn, der Bahnhof Laubenbachmühle.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Frankenfels

Naturattraktionen

In Frankenfels gibt es an Naturattraktionen die Nixhöhle, als Schauhöhle ausgebaut, die dominante Falkensteinmauer sowie die Taubenbachklamm.

Tourismus und Freizeiteinrichtungen

Neben markierten Spazier- und Wanderwegen werden in Frankenfels noch folgende Freiluftaktivitäten angeboten: Die Klettergärten bei der bis zu 80 m hohen Falkensteinmauer, beim Schrambach, beim Gillus und beim Anglbach; Naturlehrpfade; Mountainbikestrecken; Naturrodelbahnen; Freibad Frankenfels; Beachvolleyballplatz; Wildgehege. Es gibt auch einige Betriebe, die Urlaub am Bauernhof anbieten.

Kulturleben

Wie in vielen anderen Gemeinden der Region wird das Kulturleben stark von der Aktivität lokaler Vereine und Organisationen geprägt.

Regelmäßige Veranstaltungen

Es finden alljährlich Bälle, Mittwochsveranstaltungen mit regionalen kulinarischen Spezialitäten und Zeltfeste der Vereine und Ortsorganisationen statt (z. B. die Feuerwehrfeste). Regelmäßig finden auch Fußwallfahrten nach Mariazell (über Schwarzenbach an der Pielach) und nach St. Gotthard über das Schwabeck-Kreuz bei der Tiefgrabenrotte in Weißenbach statt.

Im 5-Jahres-Takt wird Frankenfels zudem Schauplatz des 'Pielachtalter Dirndlkirtags', eine regionale Großveranstaltung, die jährlich abwechselnd in einer anderen Ortschaft des Pielachtals stattfindet.[9] Zuletzt ging der Frankenfelser Dirndlkirtag 2017 über die Bühne, wo die offizielle Besucherzahl laut Veranstalter und Gemeinde bei 15.800 lag.[10]

Sport

Der Fußballclub Union Raika Frankenfels, 1980 gegründet, ist mit der Kampfmannschaft in der 2. Klasse Alpenvorland spielberechtigt. Zudem nennt der FCU derzeit fünf Nachwuchsteams von U9 bis U16.

Der Schützenverein Frankenfels, 1965 gegründet, spielt in der Landesliga. Darüber hinaus sind mehrere andere sportliche Aktivitäten, wie z. B. der Wintersport, in Vereinen und Clubs organisiert.

In der Hofstadtgegend gibt es einen Skilift. Seit Dezember 2011 gibt es in Frankenfels einen Fanclub für ÖSV-Profi Marc Digruber, der im Frankenfelser Fischbachgraben wohnt.

Persönlichkeiten


sortiert nach Geburtsdatum:

Literatur


Weblinks


Commons: Frankenfels  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019) , (CSV )
  2. Klein: Historisches Ortslexikon. Hrsg.: VID. Niederösterreich Teil 3, Karrotte, S. 82 (Onlinedokument – o.D. [aktual.]).
  3. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Frankenfels, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 7. Februar 2019.
  4. Bernhard Gamsjäger, Ernst Langthaler (Hrsg.): Das Frankenfelser Buch. Frankenfels 1997, S. 378 etc.
  5. Bernhard Gamsjäger: Frankenfelser Häuserbuch, Frankenfels 1987, Seite 85
  6. ASBÖ Frankenfels: Gruppe: Fuhrpark, Aktive und Mitglieder. 2018, abgerufen am 14. März 2018.
  7. Freiwillige Feuerwehr Frankenfels: Jahresbericht 2010
  8. Website des Trachtenmusikvereins Frankenfels (Memento vom 9. November 2011 im Internet Archive), abgerufen am 30. Juni 2010.
  9. Dirndlkirtag im Dirndlwiki. Abgerufen am 15. März 2018.
  10. Stefanie Fahrngruber: Frankenfels – Jahresrückblick und Dirndlkirtag-Rückschau. In: www.frankenfels.at. Marktgemeinde Frankenfels, 20. Dezember 2017, abgerufen am 15. März 2018.
  11. Bernhard Gamsjäger und Ernst Langthaler (Hrsg.): Das Frankenfelser Buch. Frankenfels 1997, Seite 264.
Vorherige Station Mariazellerbahn
 R8
Nächste Station
Schwarzenbach a. d. Pielach Hst. Frankenfels Hst. Boding Hst.



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Stand der Informationen: 06.05.2020 02:36:28 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
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