Kurt Koszyk - de.LinkFang.org

Kurt Koszyk

Kurt Koszyk (* 31. Mai 1929 in Dortmund; † 1. Januar 2015 in München) war ein deutscher Publizistikwissenschaftler. Er gilt neben Otto Groth und Emil Dovifat als „einer der drei großen deutschen Zeitungswissenschaftler“ (Reiner Burger).[1]

Inhaltsverzeichnis

Leben


Kurt Koszyk wurde 1929 als Sohn des Journalisten Erich Koszyk (1902–1974) in Dortmund geboren und besuchte das Dortmunder Stadtgymnasium. Er studierte zunächst in Münster, dann an der Universität München. 1953 wurde er mit einer von Karl d’Ester betreuten Dissertation über Anfänge und frühe Entwicklung der sozialdemokratischen Presse im Ruhrgebiet (1875–1906) zum Dr. phil. promoviert.

Bis 1957 war Koszyk als Journalist und Redakteur bei der Westfälischen Rundschau tätig. Von 1957 bis 1977 leitete er das Institut für Zeitungsforschung in Dortmund. Dort führte er die Archivierung durch Mikrofilme ein. 1965 war er maßgeblich an der Gründung des Mikrofilmarchivs der deutschsprachigen Presse beteiligt und bis 1977 sein Geschäftsführer.

Koszyk habilitierte sich 1968 an der FU Berlin bei Fritz Eberhard und wirkte von 1969 bis 1974 als Professor für Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. 1977 berief ihn der damalige nordrhein-westfälische Wissenschaftsminister Johannes Rau zum Gründungsprofessor des Modellstudiengangs Journalistik an der Universität Dortmund.[2] Seine Bücher über Deutsche Pressepolitik im Ersten Weltkrieg, Deutsche Presse 1914–1945 und Pressepolitik für Deutsche 1945–1949 sind Standardwerke.[1] Seine Verdienste um das Fach wurden zu seinem 60.[3] und zu seinem 70. Geburtstag[4] hervorgehoben.

Im Jahr 1968 wurde Koszyk zum ordentlichen Mitglied der Historischen Kommission für Westfalen gewählt, ab 1996 gehörte er ihr als korrespondierendes Mitglied an.

Nach seiner Emeritierung 1992 lebte Kurt Koszyk in München, wo er am 1. Januar 2015 starb.[5][6] Dem Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte vermachte er sieben Gemälde aus dem 17. Jahrhundert.[7]

Symposien


Am 6. November 2009 ehrten das Institut für Journalistik der Technischen Universität Dortmund und das Institut für Zeitungsforschung der Stadt Dortmund Kurt Koszyk anlässlich seines 80. Geburtstags mit dem Symposium Journalismus, der Geschichte schrieb.

Am 12. November 2015 ehrte das Institut für Journalistik der Technischen Universität Dortmund Kurt Kosyk mit einem Symposium zu seinem Gedenken.

Veröffentlichungen (Auswahl)


Hinweis: Eine Gesamtbibliographie ist dem vom Institut für Journalistik der Technischen Universität Dortmund online veröffentlichten Nachruf von Hans Bohrmann beigegeben.[8]

Literatur


Weblinks


Anmerkungen


  1. a b Reiner Burger: Gründungsvater, Standardsetzer, Pionier. Zum Tod des großen deutschen Zeitungswissenschaftlers Kurt Koszyk. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. Januar 2015, S. 13.
  2. Ulrich Pätzold: Wie man ein Journalistik-Institut gründet. In: Horst Pöttker, Gabriele Toepser-Ziegert (Hg.): Journalismus, der Geschichte schrieb. 60 Jahre Pressefreiheit in der Bundesrepublik Deutschland. Symposium für Kurt Koszyk. De Gruyter Saur, Berlin 2010. ISBN 978-3-11-023507-4. S. 151–159.
  3. Walter Hömberg: Vom Nutzen und Nachteil der Historie für den Journalismus. Fragmente eines Gespräches. Vortrag beim Symposium zu Ehren des 60. Geburtstags von Kurt Koszyk am 31. Mai 1989 in Dortmund. In: Publizistik, 34. Jg. 1989, Heft 3, S. 354–359
  4. Walter Hömberg: Die Zukunft der Vergangenheit - Kurt Koszyk zum 70. Geburtstag. In: Journalistik Journal, 2. Jg. 1999, Nr. 2, S. 39–41
  5. Walter Hömberg: Brückenbauer zwischen Theorie und Praxis. Zum Tod des Dortmunder Kommunikationswissenschaftlers Kurt Koszyk. In: Medienkorrespondenz, 63. Jg. 2015, Nr. 2 vom 23. Januar 2015, S. 12–14.
  6. Hans Bohrmann: Nachruf auf Kurt Koszyk. In: Publizistik, 60. Jg. 2015, Heft 2, S. 225–226.
  7. Susanne Riese: Journalistik-Professor vererbt Museum Kunstwerke. In: Ruhr Nachrichten, 5. Juni 2015, abgerufen am 5. Juni 2017.
  8. Hans Bohrmann: Das Institut für Journalistik trauert um seinen Gründervater. Online-Publikation des Instituts für Journalistik der Technischen Universität Dortmund aus Februar 2015, abgerufen am 5. Juni 2017.



Kategorien: Hochschullehrer (Ruhr-Universität Bochum) | Hochschullehrer (Technische Universität Dortmund) | Mitglied der Historischen Kommission für Westfalen | Publizist | Journalismuslehrer | Deutscher | Geboren 1929 | Gestorben 2015 | Mann


Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt Koszyk (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Veränderungen: Alle Bilder und die meisten Designelemente, die mit ihnen in Verbindung stehen, wurden entfernt. Icons wurden teilweise durch FontAwesome-Icons ersetzt. Einige Vorlagen wurden entfernt (wie „Lesenswerter Artikel“, „Exzellenter Artikel“) oder umgeschrieben. CSS-Klassen wurden zum Großteil entfernt oder vereinheitlicht.
Wikipedia spezifische Links, die nicht zu Artikeln oder Kategorien führen (wie „Redlink“, „Bearbeiten-Links“, „Portal-Links“) wurden entfernt. Alle externen Links haben ein zusätzliches FontAwesome Icon erhalten. Neben weiteren kleinen Designanpassungen wurden Media-Container, Karten, Navigationsboxen, gesprochene Versionen & Geo-Mikroformate entfernt.


Stand der Informationen: 11.11.2019 05:10:44 CET - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
Beachten Sie auch : Impressum & Datenschutzerklärung.