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Schön Klinik Hamburg Eilbek


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Schön Klinik Hamburg Eilbek
Trägerschaft Schön Klinik
Ort Hamburg-Barmbek-Süd
Bundesland Hamburg
Koordinaten 53° 34′ 38″ N, 10° 3′ 14″ O
Klinikgeschäftsführerin Julia Nolte
Betten 754
Mitarbeiter 1700
davon Ärzte 204
Fachgebiete 12
Gründung 1864
Website www.schoen-klinik.de/hamburg-eilbek

Die Schön Klinik Hamburg Eilbek (bis 2004 Allgemeines Krankenhaus Eilbek) ist ein Akutkrankenhaus in privater Trägerschaft im Hamburger Stadtteil Barmbek-Süd. Mit 754 Betten und fast 1.700 Mitarbeitern ist es das fünftgrößte Krankenhaus in Hamburg und zugleich akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Die Irren-, Heil- und Pflegeanstalt Friedrichsberg (später Staatskrankenanstalt Friedrichsberg) wurde am 20. Oktober 1864 unter dem Direktor Ludwig Meyer nach dreijähriger Bauzeit eröffnet und galt damals als moderne Einrichtung für psychische Krankheiten. Erstmals in Deutschland wurden die Patienten nicht mehr weggeschlossen, sondern nach dem Prinzip einer zwangsfreien Behandlung betreut. 1908 gab es hier bereits 1400 Patienten.[1]

Zwischen 1912 und 1914 wurden viele der heute vorhandenen Pavillons nach Plänen von Fritz Schumacher erbaut. 1919/1920 war Erich Stern als Volontärarzt der Psychiatrischen Klinik (Staatskrankenanstalt Hamburg-Friedrichsberg) und unter William Stern am dortigen Psychologischen Institut wissenschaftlich und publizierend[2] tätig.[3] 1920 beschrieb hier der Neuropathologe Alfons Maria Jakob zum ersten Mal die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit. Ein 1930 mit der Stadt Lübeck geschlossener Staatsvertrag führte in der Lübecker Heilanstalt Strecknitz zur Erweiterung der Bettenkapazität auf Kosten Hamburgs um 400 Betten, die mit Patienten aus Hamburg belegt wurden, die hier wegen Überfüllung der entsprechenden Einrichtungen nicht mehr aufgenommen werden konnten. Während der NS-Zeit übergab die Hamburger Gesundheitsverwaltung die Klinik der Deutschen Arbeitsfront (DAF). Die Patienten wurden auf andere Heil- und Pflegeanstalten verteilt und zum Teil im Rahmen der sogenannten Euthanasie-Aktion T4 ermordet.

1949 wurden die verbliebenen Patienten in das Krankenhaus Ochsenzoll am Nordrand von Hamburg (heute Asklepios Klinik Nord) verlegt und das Friedrichsberger Krankenhaus zu einem Allgemeinen Krankenhaus umgewandelt. Dabei wurde es nach dem benachbarten Flusslauf in Allgemeines Krankenhaus Eilbek umbenannt, weil der Name AK Barmbek bereits belegt war. Gleichzeitig wurde das Ensemble des benachbarten ehemaligen Ebenezer-Krankenhauses, bestehend aus dem Klinikgebäude mit dem Kapellenanbau und dem an die Friedrichsberger Straße vorgezogenen Ärzte-Wohnbau dem neuen AK Eilbek angegliedert.

Trotz gegenteiligem Volksentscheid, der verfassungsrechtlich nicht bindend war, wurde das Krankenhaus privatisiert und an die Asklepios Kliniken verkauft. Diese errichtete 2004 für das nun Klinikum Eilbek genannte Krankenhaus einen Neubau. Ein Teil des bisherigen Krankenhausgeländes wurde mit Wohnungen bebaut, der Rest in eine öffentliche Parkanlage (Friedrichsberger Park) umgewandelt.

2006 verkaufte Asklepios das Krankenhaus an die Klinikgruppe Schön Klinik, das seither als Schön Klinik Hamburg Eilbek firmiert.

Struktur


Die Schön Klinik Hamburg Eilbek umfasst 17 Fachbereiche und Kliniken. Im April 2011 wurde ein Neubau für die Psychiatrie und neurologische Frührehabilitation auf dem Krankenhausgelände eröffnet. 2013 ist ein neues 4 Stockwerke umfassendes Parkhaus in Betrieb gegangen.

Im Jahr 2010 wurden 17.620 Patienten stationär und 24.625 ambulant behandelt.[4]

Fachgebiete

Rosengarten


Der Rosengarten im Zentrum der Klinik ist dem Gedächtnis der Malerin und ehemaligen Patientin Elfriede Lohse-Wächtler gewidmet. Die Künstlerin wurde hier im Jahr 1929 einige Wochen wegen Schizophrenie behandelt. Im Dezember 1935 unterzog man sie im Rahmen der nationalsozialistischen Eugenik der Zwangssterilisation. 1940 wurde sie in der Tötungsanstalt Schloss Sonnenstein bei Pirna ermordet.

Literatur


Weblinks


Commons: Klinikum Eilbek  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Cornelia Werner: Medizingeschichte: Hamburgs modernstes „Irrenhaus“ . 17. Februar 2017.
  2. Reinhold Ahr: Das medizin-psychologische Werk Erich Sterns. Medizinische Dissertation Mainz 1989, S. 112–116.
  3. Gernot Huppmann, Reinhold Ahr: Erich Stern (1889–1959) und die Medizinische Psychologie: eine ergobiographische Skizze. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 34, 2015, S. 137–155, hier: S. 139 f.
  4. Qualitätsbericht 2010, S. 16



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