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Kraftwerk Union

Kraftwerk Union AG

Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1969
Sitz Mülheim an der Ruhr, Deutschland
Branche Kraftwerksbau

Die Kraftwerk Union AG (KWU) war ein gemeinsames Tochterunternehmen von Siemens und AEG. Es betrieb den Bau von Kraftwerken, insbesondere Kernkraftwerken. Standorte waren Mülheim an der Ruhr, Erlangen, Berlin, Karlstein am Main und Offenbach am Main. Die KWU stand später synonym für das Kraftwerksgeschäft von Siemens.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Kernkraftwerke (kommerzielle Leistungsreaktoren)


Die folgenden Kernkraftwerke bzw. Reaktorblöcke wurden von der Kraftwerk Union errichtet.[4]

Siedewasserreaktoren (SWR)

Reaktorblock Bezeich-
nung
Land Status Betreiber
KKW Würgassen KWW Deutschland rückgebaut[5] PreussenElektra
KKW Brunsbüttel KKB Deutschland Außer Betrieb Vattenfall
KKW Zwentendorf/Tullnerfeld GKT Österreich nicht in Betrieb genommen Gemeinschaftskernkraftwerk Tullnerfeld GmbH
KKW Philippsburg 1 KKP-1 Deutschland Außer Betrieb EnBW
KKW Isar 1 KKI-1 Deutschland Außer Betrieb PreussenElektra
KKW Krümmel KKK Deutschland Außer Betrieb Vattenfall
KKW Gundremmingen B KRB-B Deutschland Außer Betrieb RWE
KKW Gundremmingen C KRB-C Deutschland Betriebsführung RWE

Druckwasserreaktoren (DWR)

Reaktorblock Bezeich-
nung
Land Status Betreiber
KKW Obrigheim KWO Deutschland Im Rückbau (bis 2020) EnBW
KKW Stade KKS Deutschland Im Rückbau (bis 2023) PreussenElektra
KKW Borssele KCB Niederlande Betriebsführung EPZ
KKW Biblis A KWB-A Deutschland Außer Betrieb RWE
KKW Biblis B KWB-B Deutschland Außer Betrieb RWE
KKW Neckarwestheim 1 GKN-1 Deutschland Außer Betrieb EnBW
KKW Neckarwestheim 2 GKN-2 Deutschland Betriebsführung EnBW
KKW Unterweser KKU Deutschland Außer Betrieb PreussenElektra
KKW Trillo 1 CNT1 Spanien Betriebsführung ENDESA
KKW Trillo 2 CNT2 Spanien 1981/82 bestellt, nicht errichtet[6] ENDESA
KKW Regodola CT Spanien 1981/82 bestellt, nicht errichtet[6]
KKW Gösgen KKG Schweiz Betriebsführung Gösgen-Däniken AG
KKW Brokdorf KBR Deutschland Betriebsführung PreussenElektra
KKW Grohnde KWG Deutschland Betriebsführung PreussenElektra
KKW Philippsburg 2 KKP-2 Deutschland Betriebsführung EnBW
KKW Grafenrheinfeld KKG Deutschland Außer Betrieb[7] PreussenElektra
KKW Emsland KKE Deutschland Betriebsführung RWE
KKW Isar 2 KKI-2 Deutschland Betriebsführung PreussenElektra
KKW Angra 2 ANG Brasilien Betriebsführung Eletrobrás
KKW Angra 3 ANG Brasilien In Bau Eletrobrás
KKW Buschehr 1 BNPP Iran Betriebsführung, modifiziert zu WWER-1000/446 Nuclear Power Production & Developement Co. of Iran
KKW Buschehr 2 BNPP Iran Bau abgebrochen Nuclear Power Production & Developement Co. of Iran

Weitere ehemals für Deutschland geplante Anlagen vom Typ Konvoi waren das Kernkraftwerk Wyhl, das Kernkraftwerk Hamm, das Kernkraftwerk Pfaffenhofen und der Kernreaktor Biblis C.

Kernkraftwerk Buschehr 1 wurde durch Atomstroiexport fertiggestellt und entspricht im technischen Aufbau nun der russischen Baulinie WWER-1000/446, nicht den KWU-Druckwasserreaktoren.

Schwerwasserreaktoren

Reaktorblock Bezeich-
nung
Land Status Betreiber
KKW Niederaichbach KKN Deutschland rückgebaut → grüne Wiese Kernkraftwerk Niederaichbach GmbH
KKW Atucha 1 CNA1 Argentinien Betriebsführung Nucleoeléctrica Argentina S.A
KKW Atucha 2 CNA2 Argentinien Betriebsführung Nucleoeléctrica Argentina S.A

Forschungsreaktoren


Weiterhin betrieb die Kraftwerk Union in den 1960er und 1970er Jahren in Karlstein am Main zwei Forschungsreaktoren, den AEG-Prüfreaktor (PR-10) und den AEG-Nullenergiereaktor (TKA), die von der AEG übernommen wurden.

Weblinks


Einzelnachweise


  1. Handelsregistereintrag HRB 499, Amtsgericht Mülheim/Ruhr
  2. Siemens steigt aus französischem Atomkonzern aus. Welt Online; abgerufen am 31. Mai 2011.
  3. Signing of definitive binding agreements for the sale of AREVA NP’s activities. 22. Dezember 2017, abgerufen am 10. Januar 2019 (en-en).
  4. Übereinkommen über nukleare Sicherheit (Memento vom 22. März 2011 im Internet Archive) (PDF; 3,79 MB), Bericht der Regierung der Bundesrepublik Deutschland für die Vierte Überprüfungstagung im April 2008
  5. Kraftwerk Würgassen. In: preussenelektra.de, abgerufen am 6. Juli 2018.
  6. a b Roland Kollert: Die Politik der latenten Proliferation: militärische Nutzung „friedlicher“ Kerntechnik in Westeuropa. In: DUV, 1994, ISBN 3-8244-4156-X
  7. Christian Sebald: 33 Jahre Betrieb, 20 Jahre Abbruch. In: sueddeutsche.de. 20. Juni 2015, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 7. Juli 2017]).



Kategorien: Energietechnikhersteller | Ehemaliges Unternehmen (Nordrhein-Westfalen) | Ehemaliges Unternehmen (Bayern) | Ehemaliges Unternehmen (Berlin) | Ehemaliges Unternehmen (Offenbach am Main) | Siemens-Unternehmen | AEG | Gegründet 1969

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