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Preußisch Litauen

(Weitergeleitet von Kleinlitauen)

Preußisch-Litauen (im 20. Jahrhundert vereinzelt Deutsch-Litauen, litauisch: Mažoji Lietuva oder Prūsų Lietuva) bezeichnet den seit dem letzten Viertel des 15. Jahrhunderts neben Deutschen, Prußen und Kuren mehrheitlich von einwandernden Litauern besiedelten Raum im Nordosten Preußens (heute in etwa Oblast Kaliningrad ohne Samland). Bis auf das Memelland zwischen 1923 und 1939 gehörte das Gebiet nie zum Staat Litauen. Dort wird es, oft auf das Memelgebiet eingeschränkt, auch Kleinlitauen genannt.

Inhaltsverzeichnis

Historische und kulturelle Bedeutung


Von der protestantischen Kirche und dem preußischen Staat gefördert, entwickelte sich das preußische Litauertum unabhängig vom katholischen und stark polonisierten Großfürstentum Litauen.

„Aufgrund einer jahrhundertelangen Geschichte waren sie mit Preußen fest verbunden und hatten mit den Litauern, die jenseits der Grenze im Zarenreich lebten, nicht viel mehr gemein als die Verwandtschaft der Sprache, einige Bräuche, Lieder und bäuerliche Gewohnheiten. Sie waren fromm evangelisch, nicht wie jene drüben katholisch, hatten als Bauern am wirtschaftlichen Fortschritt Preußens teil, …“

Auf ostpreußischem Boden entstanden die litauische Schriftsprache, das erste litauische Buch, die erste litauische Bibel, die erste litauische Grammatik, das erste Wörterbuch der späteren litauischen Standardsprache, das erste litauische Universitätsseminar, die erste litauische Zeitung, die erste wissenschaftliche Gesellschaft zum Studium des Litauischen und mit DonelaitisMetai (Jahreszeiten) die erste litauische Kunstdichtung.

Die meist zweisprachigen preußischen Litauer bezeichneten sich selbst als Lietuwininkai (Litauer), während sich die Litauer in Groß-Litauen Lietuviai nannten bzw. nennen. Sie siedelten vor allem in den ehemaligen Wildnisgebieten Ostpreußens und stellten dort bis zur Pestepidemie von 1709/10 mehrheitlich die Landbevölkerung, während die Deutschen vorwiegend in den Städten lebten.

Das nördliche Ostpreußen wurde im deutschen Sprachgebrauch bis Ende des 19. Jahrhunderts – als im benachbarten, damals russischen Litauen eine nationale Wiederbesinnung begann – auch als Litthauen / Littauen / Lithauen / Litauen bezeichnet (wie z. B. in Wilhelm von Humboldts Litauischem Schulplan von 1809). Seine Bewohner nannte man Litauer, auch wenn sie Deutsche waren. Noch 1898 erschien in Stuttgart eine Studie über das nördliche Ostpreußen mit dem Titel Litauen. Eine Landes- und Volkskunde.[2]

„Geneigter Leser, wir fahren nach – LITTAUEN. Bei dem bloßen Namen sehe ich dich frösteln, denn Du denkst sofort an 20 Grad unter Null und drei Fuß hohen Schnee; und zur Zeit, wo ich dies schreibe, sieht es dort faktisch so und nicht anders aus. Du denkst sofort an Rußland und Polen, und damit hast Du vielleicht nicht fehlgeschlossen, denn Littauen grenzt wirklich an jene berüchtigten Länder. Nur mußt Du nicht meinen, daß es noch selber in Rußland und Polen liege; nein! es liegt noch in Preußen und neuerdings sogar in Deutschland. Darfst dich aber deiner Unwissenheit nicht schämen, denn manche Gelehrte nicht nur in Frankreich, sondern selbst im deutschen Vaterlande wissen es nicht besser, indem sie den preußischen Regierungsbezirk Gumbinnen getrost nach Rußland verweisen.“

Otto Glagau in Littauen und die Littauer 1869

Aus Preußisch-Litauen stammen die vermutlich kurischen väterlichen Vorfahren des Philosophen Immanuel Kant und der Dichterpfarrer Christian Donalitius (litauisch Kristijonas Donelaitis), der im heutigen Litauen als Nationaldichter gilt. In dem seit 1990 von der Sowjet-Union unabhängig gewordenen Staat versucht man an das preußisch-litauische Erbe anzuknüpfen.

Seit 2006 ist dort der 16. Oktober staatlicher Tag des Gedenkens an den Genozid an der Bevölkerung Kleinlitauens, in Erinnerung an die Opfer der letzten Kriegsphase, an die Vertreibung nach Westen und an die Deportationen nach Osten bis 1949.[3]

Politische Geschichte


Seit dem 13. Jahrhundert stand das Gebiet unter der Herrschaft des Deutschen Ordens. Im Frieden vom Melnosee musste er 1422 östlich angrenzende Teile Sudauens an Polen-Litauen abtreten und weiteren Expansionsversuchen entsagen. Diese Grenze sollte bis 1919 (Abtrennung des Memellandes im Vertrag von Versailles) bzw. 1945 Bestand haben. 1525 wurde der Ordensstaat durch Säkularisation zum Herzogtum Preußen, 1701 zum Königreich Preußen, der späteren Provinz Ostpreußen innerhalb des Staates Preußen. Sein Territorium ging 1871 im Deutschen Reich auf. Während für die Region die alten Landschaftsnamen der prußischen Gaue „Nadrauen“ und „Schalauen“ weitergeführt wurden, bürgerte sich auf Grund des starken litauischen Bevölkerungsanteils für die Verwaltungsbezirke auch die Bezeichnung „Litthauische Ämter“ ein.[4] Diese wurden zusammen mit Masuren von 1736 bis 1807 in der „Litthauischen Kriegs- und Domänenkammer“ (auch „Provinz Litauen“ genannt, ab 1808 Regierungsbezirk Gumbinnen) unter einer „Königlichen Litthauischen Regierung“ zusammengefasst. Bei der neuen Kreisbildung im Jahr 1818 umfasste das Gebiet mit litauischsprachiger Bevölkerung die 10 Kreise Memel, Heydekrug, Niederung, Tilsit, Ragnit, Pillkallen, Insterburg, Gumbinnen, Stallupönen und Darkehmen.

Von Ostpreußen gingen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entscheidende Impulse für die nationale Wiedergeburt im russischen Litauen aus. Der politische Wille, mit Großlitauern in einem eigenen Staat zusammenzuleben, bildete sich jedoch nicht heraus, denn die „Kleinlitauer“ empfanden sich als Untertanen und Angehörige des preußischen Staates bzw. als Ostpreußen. Dies kam vor allem in den Wahlergebnissen des von Litauen 1923 annektierten Memellandes zum Ausdruck, bei denen pro-deutsche Parteien immer zwischen 80 und 90 Prozent der Stimmen erhielten.

Der durch bäuerliche Lebensweise geprägten Volksgruppe gelang es nicht, eine eigene Intelligenzschicht heranzubilden. Bildung und gesellschaftlicher Aufstieg wurden erst durch Assimilierung an das deutsche Umfeld möglich. Durch weitere Zuwanderung (u. a. aus Salzburg und der französischsprachigen Schweiz) entstand eine multi-ethnische Bevölkerung, die schließlich im Deutschtum aufging. Lediglich nördlich der Memel hielt sich die litauische Sprache länger.

1945 wurde das Gebiet südlich der Memel zur Oblast Kaliningrad und die gesamte Bevölkerung wurde, soweit nicht vorher geflohen, durch die Rote Armee vertrieben, verschleppt oder ermordet. Das Gebiet nördlich der Memel wurde der Litauischen Sowjetrepublik angegliedert. Hier fand keine allgemeine Vertreibung der preußischen Litauer statt. In der Heimat gebliebene und zurückkehrende „Memelländer“ – Kossert schätzt ihre Zahl auf 15.000 bis 20.000 Personen – konnten 1947 durch Annahme der sowjetischen Staatsbürgerschaft im Heimatland verbleiben. Nach dem Abschluss des deutsch-sowjetischen Vertrags vom 8. Juni 1958 siedelten bis 1960 ca. 6000 Memelländer in die Bundesrepublik über. Etwa ebenso viele preußische Litauer sind letztlich in Litauen geblieben.

Für ihr Leben steht das Schicksal des Landwirts Jan Birschkus, der eine der größten litauischen Büchersammlungen aufgebaut hatte.

„Die Sammlung des Landwirtes Birschkus (1870–1959) mit insgesamt ca. 1300 Bänden ist bei der Eroberung des Memellandes durch die Rote Armee 1945 verbrannt. Bezeichnend für das sowjetische Litauen ist das Schicksal dieses bedeutenden preußisch-litauischen Aktivisten. Birschkus hat noch bis 1959 im Memelland gelebt, jedoch kann man heute nicht mehr ermitteln, wo und wie. Niemand hat sich nach 1945 für ihn interessiert. Sein Grab wurde vor kurzem zerstört. Das ist ein Zeichen mehr, wie die Preußisch-Litauer zwischen alle Stühle gerieten: Die Nazis haben sie wegen ihrer litauischen Sprache und Gesinnung verfolgt, die Sowjets sahen in ihnen Deutsche, die Großlitauer verstanden ihre Andersartigkeit nicht und kümmerten sich nicht um sie. So ist ihre einzigartige Kultur nach dem Ersten Weltkrieg nach und nach untergegangen und muss heute mühsam rekonstruiert werden.“

Vor allem am 1992 gegründeten „Forschungszentrum für die Geschichte Westlitauens und Preußens“ bzw. seinem Nachfolger, dem seit 2003 an der Universität Klaipėda (Memel) bestehenden „Institut für Geschichte und Archäologie der Ostseeregion“, beschäftigt man sich heute mit der preußisch-litauischen Geschichte. In Deutschland wird dieses Kulturerbe nicht gepflegt.

Siedlungsgeschichte


Um 1400 war das durch Kreuzzüge (Preußenfahrten und Litauerkriege des Deutschen Ordens) verheerte Gebiet des späteren preußischen Litauen Wildnis und bis auf Siedlungsreste der autochthonen Bevölkerung, prußischen Schalauern und Nadrauern in der Nähe der Ordensburgen sowie Alt-Kuren (am Kurischen Haff und bei Memel), unbewohnt. Nach der Niederlage des Deutschen Ordens in der Schlacht bei Tannenberg (1410) und der Festlegung einer Grenze zu Polen-Litauen (1422) begann die Neubesiedlung des Wildnisgebiets. Zunächst ließen sich dort vereinzelt Prußen (auch Pruzzen oder Altpreußen genannt) und Deutsche nieder, an der Ostseeküste siedelten aus Lettland zugewanderte Fischer, die späteren „Nehrungs-Kuren“. Bezzenberger nennt sie „preußische Letten“, weil ihr Nehrungskurisch auf einem lettischen Dialekt beruht. Im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts, nach dem 2. Thorner Frieden (1466), begann die Einwanderung von Litauern, vor allem aus Schamaiten, bzw. die anzunehmende Rückwanderung nach Litauen geflohener Prußen. In den erhaltenen Archiven des Ordens sind bis zum Jahr 1540 1050 neue Landverleihungen belegt, davon nur eine an einen Deutschen. Die Haupteinwanderung der Litauer nach Preußen gilt um 1550 als abgeschlossen. Der Siedlungsgeograph Mortensen sieht in ihr eine allerletzte Phase der Völkerwanderung. Nicht Glaubensgründe waren für ihre Ansiedlung im protestantischen Preußen ausschlaggebend, sondern neben besseren wirtschaftlichen Bedingungen die zunehmende Verbreitung der Leibeigenschaft in ihrer alten Heimat. Teilweise betrieb der Orden auch eine gezielte Anwerbung von Neusiedlern und verhinderte die Rückführung nach Preußen geflohener Bauern zu ihren adligen Herren. Die litauischen Siedler werden in der Mitte des 16. Jahrhunderts auf etwa 20.000 bis 30.000 Menschen geschätzt. Ihre Namen sind in den Türkensteuerlisten fast vollständig erhalten. Die weitere Erschließung der Großen Wildnis geschah nun hauptsächlich durch Binnenwanderung und erstreckte sich bis ins erste Viertel des 17. Jahrhunderts.

Während des zweiten schwedisch-polnischen Krieges 1656/57 fielen tatarische Hilfstruppen des polnischen Königs in das Land ein. Dabei wurden 11.000 Menschen hingemordet und 34 000 in die Sklaverei verschleppt. 13 Städte und 249 Dörfer wurden zerstört. Die folgende Hungersnot und Seuchen kosteten weitere 80.000 Menschen das Leben.

Während der Pestepidemie von 1709/10 starben ca. 160.000 – vorwiegend Litauer – der ungefähr 300.000 Bewohner der so genannten „Litauischen Provinz“, das Memelgebiet war von der Epidemie weniger betroffen. Im Laufe des von König Friedrich Wilhelm I. durchgeführten „Retablissement“ übernahmen etwa 23.000 angeworbene Neusiedler (Salzburger Exulanten,[5] deutsch- und französischsprachige Schweizer, Nassauer und Pfälzer) die wüst gewordenen Höfe, vorwiegend im Hauptamt Insterburg. Das Zusammenleben dieser unterschiedlichen ethnischen Gruppen verlief spannungsfrei.

„In dem südlichen Teil der Provinz, dem sogenannten Masuren, wohnte ein seit Jahrhunderten eingewohnter Stamm, der zwar verdorbenes Polnisch sprach, aber durch Religion und Sitte der erklärte Gegner der Polen selbst war. In der Mitte des Regierungsbezirks lebten dagegen Litauer, Deutsche, eingewanderte Salzburger, Schweizer, Franzosen, und im nördlichen Teil ein kurischer Stamm. Alle diese hatten damals im Jahr 1796 noch jede ihre eigene Sprache und Sitten, verheirateten sich selten unter einander und lebten doch zufrieden unter einem Gesetz. Ich führe dies letztere hauptsächlich darum an, weil gegenwärtig in dem Augenblick, da ich dieses schreibe, eine Partei, freilich aus leicht zu durchschauenden Privatabsichten, es für eine Unmöglichkeit ausgeben will, daß verschiedene Volksstämme unter einem weise abgefaßten allgemeinen Landesgesetz glücklich leben und eine Provinz ohne Adel bestehen könne. Gehe hin und siehe!“

Begünstigt durch die bis 1800 vollzogene landesweite Alphabetisierung begann eine Assimilierung an das Deutschtum.

Bevölkerungs- und Schulstatistik im Regierungsbezirk Gumbinnen 1817 bis 1825:

Muttersprache 1817 1825 absolute Veränderung prozentuale Veränderung
dt. 177.798 229.531 51.733 29 %
lit. 091.301 102.134 10.833 12 %
poln. 108.401 133.034 24.633 ,022,5 %
Gesamtbevölkerung 377.500 464.699 87.199 23 %
Unterrichtssprache schulpflichtiger Kinder vom 6. bis 14. Lebensjahr 1817 1825 absolute Veränderung prozentuale Veränderung
dt. 027.284 036.057 08.773 32 %
lit. 011.540 011.394 0.−146 ,0−1,3 %
poln. 016.547 021.271 04.724 ,028,5 %
Gesamtschülerzahl 055.371 068.722 13.351 24 %

Zum auffallend starken Rückgang der Schülerzahl im litauischsprachigen Unterricht im Vergleich zum Polnischunterricht findet sich eine zeitgenössische Anmerkung, dass der Deutschunterricht von litauischen Kindern gerne angenommen wurde.

Nach Vileisis belief sich die Gesamtzahl der Litauischsprechenden im Jahr 1837 auf 149.927 und im Jahr 1852 auf 151.248. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wanderten viele Ostpreußen – vor allem aus dem Raum Gumbinnen – in andere Landesteile Preußens (Berlin, Ruhrgebiet) aus. Die preußische Volkszählung von 1890 ergab noch 121.345 Personen mit litauischer Muttersprache.

Sprach- und Siedlungsgrenze


Wie weit südlich die ostpreußischen Litauer in ihrer Geschichte siedelten, lässt sich mit Hilfe der Aufzeichnungen über den auf Litauisch erteilten Gottesdienst bestimmen. Diese ethnographische Grenze (nach Algirdas Matulevičius, beschrieben durch eine Linie zwischen den Orten HeiligenbeilZintenPreußisch EylauBartensteinLaggarbenBartenAngerburgKutten – Gurden) entspricht in etwa der heutigen politischen Grenze zwischen dem Kaliningrader Gebiet und Polen. Die Stadt Angerburg war in dieser Zeit dreisprachig: deutsch, polnisch und litauisch.

Friedrich Kurschat beschreibt im Jahr 1876 den Sprachraum wie folgt:

„Die Grenze des littauischen Sprachgebiets geht, von dessen nördlichstem an der Ostsee gelegenen Punkt ab, etwa von dem russischen Grenzorte Polangen in südlicher Richtung bis Memel längs der Ostsee, von da ab längs dem Kurischen Haff und dem Deimefluss bis gegen Tapiau. Von da ab zieht sie sich den Pregel entlang bis hinter Wehlau nach Insterburg zu, zwischen welchen beiden Städten sie diesen Fluss überspringt, dann in südöstlicher Richtung hinstreicht und in der Gegend von Goldap sich in östlicher Richtung hinziehend die polnische Grenze überschreitet.“

Friedrich Kurschat

Um 1900 hatte sich die Grenze zum rein deutschsprachigen Raum schon sehr weit nach Norden verschoben.[6] Nach Franz Tetzner sprachen 1897 noch 120.693 Ostpreußen Litauisch als Muttersprache.[7] Ihre Zahl fiel bis 1910 auf rund 114.000 der insgesamt 1,4 Millionen Einwohner der Regierungsbezirke Königsberg und Gumbinnen. Um 1900 lebte etwas über die Hälfte der preußischen Litauer nördlich der Memel.

Flucht und Vertreibung vor allem der südlich der Memel lebenden preußischen Litauer und ihre verstreute Ansiedlung in Deutschland nach 1945 zerstörten ihre Sprachgemeinschaft.

Ortsnamen


Die litauische Siedlung spiegelt sich in vielen ostpreußischen Orts- und Flussnamen wider.[8] Dorfnamen enden häufig auf „-kehmen“ (wie in Walterkehmen, ab 1938 Großwaltersdorf), von kiemas (preußisch-litauisch „Hof“, „Dorf“), Flüsse auf „-uppe“, von litauisch upė („Fluss, Strom“) wie in „Szeszuppe“.

Neue Ortsnamen ergeben sich auch durch die vielfältige Nutzung und Veränderung der Waldlandschaft durch den Menschen.

„Sie bekunden, wie abgelegen (Tolminkemen) und wie mitten im Forst (Widgirren) oder Haselgebüsch (Lasdinehlen) gelichtet (Skaisgirren), Birkenteer gewonnen (Dagutehlen, Dagutschen), Teer gebrannt wird (Smaledunen, Teerbude, Smaleninken), wie Holzmeiler kohlen (Trakehnen, Traken, Trakininken) und durch Ausbrennen (Ischdagen) oder Umschlagen (Ischlauzen) der Wald verkleinert (Girelischken) und die Heide bewohnbar (Schilenen, Schilgalen) gemacht worden ist.“

Franz Tetzner 1895

Die im historischen Siedlungsgebiet der prußischen Nadrauer, Schalauer und Sudauer erscheinenden neuen litauischen Ortsnamen führten zu einer bis heute andauernden Kontroverse unter Historikern, ob die Litauer Ostpreußens Autochthone waren. Ausgangspunkt des Streits war der Artikel „Die litauisch-preussische Grenze“ von Adalbert Bezzenberger aus dem Jahr 1882, in dem dieser das jüngere Alter dieser litauischen Ortsnamen nicht berücksichtigte.[9] Die von ihm etablierte Lehre von der „Deimegrenze“ als alter litauischer Siedlungsgrenze längs des Pregels, der Alle, der Angerapp und des Goldapflusses bis in die Gegend von Dubeningken, wurde durch Paul Karge (Die Litauerfrage in Altpreußen, 1925) und schließlich durch Gertrud Heinrich (Beiträge zu den Nationalitäten- und Siedlungsverhältnissen von Pr. Litauen, 1927) widerlegt.

Ab 1938 ersetzten die Nationalsozialisten viele dieser alten baltischen Namen durch ahistorische deutsche. Im Dritten Reich unterlagen Untersuchungen zur Siedlungsgeschichte Ostpreußens der Zensur. So durfte der dritte Band von Hans und Gertrud Mortensen zur Besiedlung der Großen Wildnis nicht erscheinen; denn sie führten darin den Nachweis einer fast ausschließlich litauischen Besiedlung bis ins 17. Jahrhundert.

Von den unter Stalin nach 1945 mit Hinweis auf einen propagierten „urslawischen Boden“ neu festgesetzten heutigen russischen Ortsnamen haben nur wenige einen Bezug zu den alten Namen prußischer, deutscher oder litauischer Herkunft.[10]

Beispiele für veränderte Ortsnamen:

litauisch germanisiert dt. umbenannt russ. umbenannt
Budviečiai Budwehten Altenkirch Malomoschaiskoje
Gavaičiai Gawaiten Herzogsrode Gawrilowo
Kraupiškas Kraupischken Breitenstein Uljanowo
Lazdenai Lasdehnen Haselberg Krasnosnamensk
Pilkalnis Pillkallen Schloßberg Dobrowolsk
Stalupėna Stallupönen Ebenrode Nesterow

Die Ortschaft Pillkallen ist jedoch keine litauische Ortsgründung, der Name ist vielmehr eine litauische Übersetzung des schon in Ordenszeiten existierenden Ortsnamens „Schloßberg“.

Sprachgeschichte


Zur Durchsetzung der protestantischen Lehre ließ der letzte Ordenshochmeister als weltlicher Herzog Albrecht I. von Preußen kirchliche Schriften ins Litauische und Prußische übersetzen.[11][12] Hiermit begann eine lange Tradition der Förderung der litauischen Sprache durch Kirche und Staat. Diese Politik entsprach Luthers Forderung nach der Predigt des Evangeliums in der Muttersprache und verhalf der litauischen Sprache in Ostpreußen – im Gegensatz zum Großfürstentum bzw. russischen Litauen – vom 16. bis Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer kontinuierlichen Entwicklung, die auch eine Vereinheitlichung der Sprache einschloss. Die dabei entstehende preußisch-litauische Schriftsprache, August Schleicher nennt den ihr zugrunde liegenden Dialekt „südwestliches Aukschtaitisch“ (Aukschtaitisch = Hochlitauisch), wurde später zur Grundlage des modernen Litauisch.[13] Bei dieser Entwicklung spielten die ostpreußischen Pfarrer – häufig Deutsche – eine herausragende Rolle.

Die Übersetzung des lutherischen Katechismus durch Martin Mosvid (Königsberg 1547)[14], einen gebürtigen Schamaiten, war das erste Buch in litauischer Sprache – im benachbarten Großfürstentum Litauen verwendete man als Schriftsprachen Polnisch und Ruthenisch, das erste litauische Buch erschien dort erst ca. 50 Jahre später.

Aus dem Jahr 1573 stammt die Wolfenbütteler Postille, die erste litauische Predigtsammlung und zugleich der erste zusammenhängende handschriftliche litauische Text. Sie umfasst 72 Predigten für das ganze Kirchenjahr. Seit 1648/1649 ist sie in der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel verwahrt.

„Das wichtigste Dokument der altlitauischen Sprach-, Kirchen- und Kulturgeschichte“ (Range) ist die als Handschrift erhaltene Bibelübersetzung (1579–1590) des deutschstämmigen Pfarrers Johannes Bretke. Die am Text auch von anderen Pfarrern immer wieder vorgenommenen Korrekturen erlauben wichtige Einblicke in die Sprachgeschichte des Litauischen und seiner Mundarten. Bretke beherrschte in einer einzigartigen Kombination die drei in Ostpreußen gesprochenen baltischen Sprachen, neben dem Litauischen die Sprache seiner Mutter, einer Prußin, und das Kurische, einen an der ostpreußischen Küste gesprochenen lettischen Dialekt. Seine hinterlassenen litauischen Schriften alleine stellen etwa die Hälfte des gesamten aus dem 16. Jahrhundert erhaltenen altlitauischen Sprachkorpus dar. Bretkes Bibelübersetzung wurde nie gedruckt, die Handschrift ist heute im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz verwahrt. 2013 wurde die Faksimile-Ausgabe dieses einzigartigen kulturhistorischen Denkmals abgeschlossen.

Der Beginn einer Normierung des Litauischen auf preußischem Boden erfolgte durch die vom Großen Kurfürsten in Auftrag gegebene litauische Grammatik des Tilsiter Pastors Daniel Klein (lateinische Fassung 1653, deutsche Fassung 1654).[15]

Im Jahr 1706 kam es zu einem publizistisch ausgetragenen Disput dreier ostpreußischer Pfarrer hinsichtlich einer Reform der litauischen Kirchensprache durch eine Annäherung an die Volkssprache. Dazu machte der Gumbinner Pfarrer Michael Mörlin in seinem Traktat Principium primarium in lingva Lithvanica Vorschläge, die sein Kollege Johann Schultz aus Kattenau in einer Übersetzung mehrerer Fabeln Äsops umsetzte: Er wurde dadurch Verfasser des ersten weltlichen litauischen Buches.[16] Der Pfarrer von Walterkehmen Jacob Perkuhn veröffentlichte darauf eine kritische Replik unter dem Titel Wohlgegründetes Bedenken über die ins Litauische übersetzten zehn Fabeln Aesopi und derselben passionierte Zuschrift. Das Problem einer von der Umgangssprache abweichenden Kirchensprache blieb jedoch ungelöst. Bis ins 20. Jahrhundert finden sich Berichte über kopfschüttelnde litauische Kirchgänger, die die Predigten ihrer Pfarrer nur zur Hälfte verstanden hatten.

Den klassisch gebildeten Pfarrern fielen die vielen Ähnlichkeiten zwischen dem Litauischen einerseits und dem Lateinischen und Altgriechischen andererseits auf. In seiner Betrachtung der Littauischen Sprache, in ihrem Ursprunge, Wesen und Eigenschaften (Königsberg 1745)[17] machte einer von ihnen, Philipp Ruhig aus Walterkehmen, einen ersten Versuch einer sprachwissenschaftlichen und historisch vergleichenden Beschreibung des Litauischen.[18]

1796 erschien Daniel Jenischs Philosophisch-kritische Vergleichung und Würdigung von 14 ältern und neuern Sprachen Europens, namentlich: der Griechischen, Lateinischen; Italienischen, Spanischen, Portugiesischen, Französischen; Englischen, Deutschen, Holländischen, Dänischen, Schwedischen; Polnischen, Russischen, Litthauischen, in der er – wie aus heutiger Sicht – nicht nur alle genannten Sprachen als miteinander verwandt betrachtete, sondern auch deren Hauptstämme auf eine Ursprache zurückführte. Altpreußisch, Lettisch und Litauisch sieht er als einen eigenen Sprachstamm, wenn auch eng mit den slawischen Sprachen verwandt.[19] 1845 gab der Königsberger Professor Nesselmann dieser Sprachgruppe den Sammelnamen „baltisch“.

Aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammt das mehr als tausend Seiten umfassende, als Handschrift erhaltene Lexicon Germanico-Lithuanicum[20] von Jacob Brodowski, das wertvolle enzyklopädieartige Sachinformationen enthält.

Das erste schöngeistige Werk in litauischer Sprache, Metai,[21] (Jahreszeiten) entstand in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in dem Dorf Tollmingkehmen.[22] Verfasser des in Hexametern geschriebenen satirisch-didaktischen Gedichts ist der Pfarrer Christian Donelaitis, Absolvent des Litauischen Seminars in Königsberg. Das von Ludwig Rhesa auf Anregung des preußischen Kultusministers Wilhelm von Humboldt 1818 posthum veröffentlichte Werk ist Gelegenheitsdichtung und schildert – mitunter sehr drastisch – in vier den Jahreszeiten gewidmeten Gesängen Leben und Umwelt ostpreußisch-litauischer Scharwerksbauern. Die UNESCO nahm Metai 1977 in die Bibliothek der europäischen Literaturmeisterwerke auf.

Auf der Flucht vor Napoleon hielt sich das preußische Königspaar 1807/1808 in Memel auf. Die ihm von der litauischen Bevölkerung entgegengebrachte Verehrung und ihre Klagen veranlassten den König zur Gründung der Erziehungs- und Lehrerbildungsanstalt Karalene („Königin“, zu Ehren von Königin Luise) und einer Stipendienstiftung für begabte junge Litauer. Aufgrund der misslichen wirtschaftlichen Lage nach den Befreiungskriegen konnten die aufgestockte Stipendienstiftung und ein Dispositionsfonds zur Förderung der litauischen Sprache und einer Volksliteratur erst 1844 umgesetzt werden.

Wortlaut des königlichen Erlasses vom 12. Januar 1844:

„Aus Ihrem Berichte vom 15. v. M. habe Ich ersehen, dass Meines in Gott ruhenden Herrn Vaters Majestät, in landesväterlicher Fürsorge für die getreuen litthauischen Unterthanen durch die anbei zurückfolgende Ordre vom 22. März 1807 angeordnet hatte, dass beständig 6 Knaben von eingeborenen litthauischen Landleute auf öffentliche Kosten auf Schulen und Universitäten erzogen und unterrichtet, dann zum practischen Staatsdienst ausgebildet und nach Maßgabe ihrer Qualifikation vorzugsweise in Litthauen angestellt werden sollten. Die Ausführung dieser durch Verlesung von der Kanzel in litthauischen Kirchen bereits bekannt gemachten Anordnung aber bei der damaligen bedrängten Lage des Staats unterblieben ist. Ich will das edle Vorhaben, an dessen Verwirklichung Meines hochseligen Vaters Majestät durch die Ungunst der Zeit verhindert worden, nunmehr bei günstigen Zeitverhältnissen, und um die getreuen Litthauer für die lange Entbehrung der ihnen zugedachten Wohlfahrt zu entschädigen, mit Freude in erweiterten Umfange zur Ausführung bringen. Zu dem Ende bewillige ich hierdurch aus dem Staatsfonds eine jährliche Summe von 3000 Thalern, aus welcher zwölf junge Leute litthauischen Stammes zu ihrer Ausbildung auf Schulen und Universitäten Stipendien, durchschnittlich von 200 Thalern, welche jedoch nach dem Bedürfnis vertheilt werden können, angewiesen erhalten, die übrigen 600 Thaler aber zu einem Dispositions-Fonds bestimmt sein sollen, um die Kenntnis der litthauischen Sprache zu fördern. Die Hälfte der Stipendien bestimme ich für junge Leute, welche sich dem geistlichen Stande oder der Schulsache, die andere Hälfte aber für solche, welche sich dem Staatsdienste widmen wollen. Für diejenigen, welche sich dazu die erforderliche Qualification erwerben werden, will Ich die Zusicherung vorzugsweiser Anstellung in den litthauischen Districten hiermit erneuern. Die zum Genusse jener Stipendien ausersehenen jungen Litthauer sollen ihren Gymnasial-Unterricht auf dem Gymnasium zu Tilsit empfangen, mit eben diesem Gymnasium soll auch der gedachte Dispositions-Fonds verbunden, und solcher zu Remunerationen für Lehrer, die sich um die litthauische Sprache, es sei durch eigene Schriften, oder durch Übersetzungen gemeinnütziger Werke in diese Sprache verdient machen, und zur Verbreitung der letzteren unter das Volk verwendet werden. Es ist möglich dahin zu wirken, dass für das Gymnasium in Tilsit Lehrer gewonnen, oder auf dem oben bezeichneten Wege herangebildet werden, welche der litthauischen Sprache neben der deutschen völlig gewachsen sind, damit auf diese Weise ein lebendiger Mittelpunkt für die Erhaltung dieser Sprache und eine Volksliteratur in derselben geschafft werde. Ich beauftrage Sie, wegen der Ausführung dieses Planes das Weitere vorzubereiten, darüber mit dem Finanz-Minister in Communikation zu treten, und gemeinschaftlich mit letzteren und unter Konkurrenz der übrigen betheiligten Departements-Chefs, in Bezug auf die für den Justiz und Administrationsdienst auszubildenden jungen Leute die erforderlichen speziellen Vorschläge einzureichen.“

Zu den Stipendiaten zählten u. a. der Philologe und Heimatforscher Alexander Kurschat, Verfasser eines vierbändigen Thesaurus linguae lituanicae, die beiden auch philologisch tätigen Pfarrer Wilhelm Gaigalat (Doktorarbeit über die Wolfenbütteler Postille, Mitglied im preußischen Abgeordnetenhaus) und Jonas Pipirs (Lithauische Sprachlehre), sowie der aus Ostpreußen stammende spätere litauische Außenminister Dovas Zaunius.

Im 19. Jahrhundert wurden Sprachforscher aus ganz Europa auf die archaische Sprache im östlichsten Teil Deutschlands aufmerksam. Sie wurde ein wichtiger Bestandteil in der Beweisführung für die Verwandtschaft der indogermanischen Sprachen. Vor allem die festgestellten Ähnlichkeiten mit dem räumlich und zeitlich weit entfernten Sanskrit unterstrichen den konservativen Charakter des Litauischen.

Deutsch: Gott gab Zähne, Gott wird Brot geben.

Litauisch: Dievas davė dantis, Dievas duos duonos.

Sanskrit: Devas adat datas, Devas dasyati dhanas.

Lateinisch: Deus dedit dentes, deus dabit panem.

Die Königsberger Professoren Ludwig Rhesa, Friedrich Kurschat und Georg Nesselmann,[23] publizierten die ersten wissenschaftlichen Arbeiten zum Litauischen. Mit seiner Schrift „Beiträge zur Kunde der littauischen Sprache“ (1843) wurde Friedrich Kurschat, selbst preußisch-litauischer Abstammung, zum Begründer der litauischen Akzentologie. Der Indogermanist August Schleicher unternahm 1852 einen längeren Studienaufenthalt in Ostpreußen.[24] Meyers Konversationslexikon schrieb 1889 über Schleichers Verdienste:

„Schon in Bopps vergleichender Grammatik ist die litauische Sprache behandelt, aber der berühmte Sprachforscher Schleicher war der erste, der diesen Schatz systematisch zu heben suchte, indem er 1852 mit Unterstützung der österreichischen Regierung eine Art Entdeckungsreise nach Litauen [gemeint ist das preußische Litauen] unternahm und den Bauern durch Abfragen die uralten Formen ihrer Sprache sowie verschiedene ihrer volkstümlichen Lieder (Dainos), Fabeln und Märchen entlockte. Die Resultate seiner Reise legte er in einem vortrefflichen ‚Handbuch der litauischen Sprache‘ nieder, wovon der erste Teil die Grammatik (Prag 1855)[23], der zweite das Lesebuch mit Glossar (das. 1856)[23] enthält. Für die Zwecke der Sprachvergleichung verwertete Schleicher das Litauische selbst in seinem ‚Kompendium der vergleichenden Grammatik‘ (4. Aufl., Weimar 1876) …“[23]

Als Leiter des Litauischen Seminars der Universität Königsberg veröffentlichte Friedrich Kurschat schließlich neben einem umfangreichen deutsch-litauischen Wörterbuch (1870) auch eine Grammatik (1876).[25] Beide Werke sollten die Kenntnisse der litauischen Sprache, die zu diesem Zeitpunkt schon stark gefährdet erschien, unter Deutschen fördern. Von Kurschat (1806–1884) wurde auch die erste litauische Zeitung mit größerer Verbreitung, Keleiwis (Wanderer, 1849–1880), herausgegeben. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts war das preußische Litauisch „die einheitlichste, am besten durchgebildete litauische Schrift-, Literatur- und Amtssprache“ (Erich Hoffmann). Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts im russischen Litauen ein Nationalbewusstsein entstand, wurde das preußische Litauisch Grundlage der nun dort einsetzenden Bemühungen um eine Staatssprache. Die Sprache wurde zunächst an die Bedürfnisse im zaristischen Russland angepasst und im 20. Jahrhundert nach Gründung des modernen litauischen Staats weiter kodifiziert und modernisiert.

Der Rückgang der Zahl der Litauischsprecher in Ostpreußen ließ sich jedoch nicht aufhalten. Die in Preußen zu Beginn des 19. Jahrhunderts durchgeführten Agrarreformen machten die vorher überwiegend amts- und nur zu 8,5 % gutsuntertänigen litauischen Bauern freizügig und etliche zu Grundbesitzern (Großbauern). Das Verlassen des bäuerlichen Milieus, Militärdienst, Verstädterung, Mischehen, die deutsche Bildungswelt und sozialer Aufstieg mündeten in eine dem preußischen Litauer nicht aufgezwungene Germanisierung. Aus bildungspolitischen Gründen wurde nach 1815 von den ostpreußischen Verwaltungsbehörden allerdings angestrebt, dass alle Schulkinder auch Deutsch sprachen. Man glaubte, dass die litauische Bauernsprache nicht zu Abstraktionen fähig sei und eine Anhebung des Bildungsniveaus und damit eine Teilnahme am öffentlichen Leben verhindere. Die konservative Pfarrerschaft sah in der Zurückdrängung der Muttersprache jedoch pädagogisch-moralische Gefahren.

Spätestens seit Mitte des 19. Jahrhunderts kann man bei einer Mehrzahl der „Lietuvininkai“ Zweisprachigkeit annehmen, was bei enger Nachbarschaft mit Litauern auch für Deutsche zutraf. Dies lässt sich nicht zuletzt daran ablesen, dass in immer weniger Kirchen auch auf Litauisch gepredigt wurde. In Ischdaggen beispielsweise endete diese Tradition 1874.

Im Zuge der Reichsgründung von 1871 gab Preußen schließlich seine über Jahrhunderte geübte fürsorgliche Haltung gegenüber seinen nicht-deutschen Volksgruppen auf. Trotz ihres protestantischen Glaubens und ihrer Loyalität zum preußischen Königshaus wurden die preußischen Litauer Leidtragende des Bismarckschen Kulturkampfes. In Petitionen an den Kaiser wandten sie sich gegen den Abbau des muttersprachlichen Unterrichts.

Aus einer litauischen Petition an den Kaiser vom 11. Mai 1879:

„Wir armen bedrängten Littauer wollen ja, daß unsere Kinder im Deutschen unterrichtet werden sollen, nur die Religionslehre und das Lesen der heiligen Schrift möchten wir littauisch haben wollen. Wir wollen ja auch die Sprache unseres teuren Landsvaters, den wir so gern haben und so herzlich lieben, kennenlernen, deshalb wissen wir auch, daß das Lallen unserer Kinder in der Muttersprache ihnen nicht genommen wird. Wir wollen gern die Sprache kennen, die deutsche Helden erzieht, doch den Kern unserer Sprache, der uns durch die Natur ins Herz gepflanzt ist, wollen wir nicht verlieren. Wir wollen gern die Sprache kennen, die vielen Millionen auf dem Erdenrund bekannt ist, doch wollen wir nicht vergessen, was auch in den künftigen Zeiten ein Bruder zu dem anderen von Herzen spricht; denn wird einmal unsere Sprache, die uns die Natur ins Herz gelegt, vernichtet, so wird es der größten Kunst nicht mehr gelingen, dieselbe in ihrer ganzen Würde wieder aufzurichten.“

1878 wurde eine von Georg Sauerwein begleitete litauische Delegation von Kaiser Wilhelm I. empfangen. Über den Besuch vermerkte der Kronprinz, der spätere Kaiser Friedrich III., in seinem Tagebuch:

„Es war schwer, die ungekünstelte Herzensinnigkeit einer solchen Liebe und Dankbarkeit anzusehen, und ihre Äußerung anzuhören, ohne daß einem die Tränen in die Augen traten, bei dem Gedanken an das in jüngster Zeit von verschiedenen Seiten in Ostpreußen angestrebte rasche Ausrotten der alten, ehrwürdigen Sprache mit ihren Volksliedern von ungekünstelter, unverdorbener Naturkraft und tiefster religiöser Glaubensinnigkeit.“

Im polnischsprachigen Gebiet wurde der muttersprachliche Unterricht 1887 völlig verboten. Im Regierungsbezirk Gumbinnen wurde die Bestimmung von 1873, die litauischsprachigen Religionsunterricht in der Unterstufe und litauischen Lese- und Schreibunterricht in der Mittelstufe vorsah, jedoch beibehalten. Inwieweit dieser litauische Unterricht vor Ort umgesetzt werden konnte, hing vom Elternwillen, der Klassenzusammensetzung und der Befähigung der Lehrer ab.

Weitergehende Zugeständnisse an die staatsloyalen Litauer wurden deshalb nicht gemacht, weil sich das deutsch-polnische Verhältnis um die Jahrhundertwende zuspitzte.

In den späten 1870er Jahren wurden für den Deutschen Sprachatlas an den Schulen standardisierte Sprachproben erhoben, die sogenannten Wenkerbogen. Sie erlauben uns heute einen Einblick in die damalige Verbreitung des ostpreußischen Litauisch und seiner beiden Hauptdialekte, des Aukschtaitischen und West-Schamaitischen.

Die bedrohte Sprache für die Wissenschaft zu retten, war Ziel der 1879 gegründeten Litauischen Litterarischen Gesellschaft (so die ursprüngliche Schreibweise, später: Litauische Literarische Gesellschaft).[26] Sie veröffentlichte vor allem in ihrer Zeitschrift, den Mittheilungen der Litauischen Litterarischen Gesellschaft, Sammlungen volkstümlicher Dichtung wie Volkslieder (Dainos), Fabeln, Märchen, Sprichwörter und Rätsel. Mitglieder waren u. a. Adalbert Bezzenberger, August Bielenstein, Franz von Miklosich, Friedrich Max Müller, Ferdinand Nesselmann, August Friedrich Pott und Ferdinand de Saussure.[27] Die Gesellschaft wurde 1925 aufgelöst.[28] Ihr letzter Vorsitzender, Alexander Kurschat (1857–1944), rettete das Manuskript zu einem vierbändigen litauisch-deutschen Großwörterbuch trotz Krieg und Vertreibung in den Westen. Der 1973 erscheinende vierte Band ist das letzte Zeugnis des Preußisch-Litauischen.

„Aufruf zur Bildung einer Litauischen literarischen Gesellschaft:

Die litauische Sprache, eine der für die Sprachwissenschaft wichtigsten, geht rasch ihrem Untergange entgegen, gleichzeitig bedrängt vom Deutschen, Polnischen, Russischen und Lettischen, wird sie ihr Dasein nur noch kurze Zeit fristen. Mit ihr schwindet die Eigenart eines Volkes, das zeitweise im europäischen Norden herrschend war, mit ihr dessen Sitten, Sagen und Mythen, mit ihr dessen Poesie, welche die Aufmerksamkeit eines Herder erregte, die Nachahmung eines Chamisso fand.

Die Wissenschaft, zu deren Aufgaben es gehört, das Bestehende zu pflegen, und, was nach den Gesetzen der Natur und der Entwicklung der Geschichte dem Untergange verfallen ist, wenigstens im Bilde festzuhalten, hat längst in dieser Frage Stellung genommen, schon seit geraumer Zeit haben Gelehrte, zum Theil ersten Ranges, ihre Kräfte Litauen gewidmet und sich bemüht jene Aufgaben an ihm zu lösen; noch ist aber das Bild, welches sie von Litauen gezeichnet haben, vielfach schattenhaft und verschwommen, die Ausbeute auf diesem Gebiet ist eben zu reich, als dass die Schätze durch die Arbeit einzelner gehoben und gestaltet werden könnten. Nur durch das planmäßige und einmüthige Vorgehen einer Gesammtheit ist dies möglich, einer Gesammtheit, welche die Kräfte aller Betheiligten vereinigt, einen lebendigen Zusammenhang derselben und ihrer Arbeiten herstellt und im weitesten Umfange die Aufmerksamkeit für Litauen zu erregen und zu beleben weiss.

Von diesen Erwägungen ausgehend fordern die Unterzeichneten zur Bildung einer Gesellschaft auf, die in der Weise der Lettischen literarischen Gesellschaft, des Vereis für niederdeutsche Sprachforschung u. ä. thätig sein würde. Sie wenden sich dabei zunächst an alle Diejenigen, welche nach Herkommen oder Beruf Sinn und Theilnahme für litauisches Wesen haben, weiter aber an Alle, welchen daran gelegen ist, dass sich vor unseren Augen nicht wiederhole, was so oft zum Nachtheil historischer Forschung geschehen konnte: dass ein ganzes Volk, welches unsere Achtung und Theilnahme verdient, unwürdig und spurlos zu Grunde gehe (Tilsit 1879).“

1891 veröffentlichte der von ostpreußischen Salzburgern abstammende Sanskritist Carl Cappeller viele Jahre zuvor gesammelte Märchen aus dem Raum Stallupönen. Er vermerkte über ihren sprachlichen Zustand resigniert:

„Es kann ja niemand entgehen, daß der Dialekt des südlichen preußischen Litauisch, welcher einst die Grundlage der litauischen Schriftsprache bildete, und in welchem Donalitius dichtete, hier schon in völliger Entartung und Zersetzung begriffen ist. Aber ich bin der Meinung, daß die Sprache auch in diesem Stadium, trotz oder vielleicht gar wegen ihres verkümmerten Vokabulars, ihrer zerrütteten Syntax und ihrer krassen Germanismen, der Aufmerksamkeit des Forschers würdig ist.“

Der litauische Linguist Zinkevicius sieht als Gründe für den sprachlichen Verfall durch Einwirkung des Deutschen einmal den fehlerhaften litauischen Sprachgebrauch der deutsch gebildeten litauischen Intellektuellen, der von einfachen Menschen nachgeahmt wurde. Negativ wirkten sich auch die mangelhaften Sprachkenntnisse der Pastoren aus, vor allem Deutscher, die einen deutsch-litauischen Jargon sprachen.

Wortschatz


Das preußische Litauisch besitzt im Kontakt mit dem Deutschen und slawischen Sprachen, vor allem dem Ruthenischen und Polnischen, erworbenes Lehngut. Zu den Slawismen zählen u. a. „alle die christliche Religion, die christlichen Feste, Wochentage, kirchliche Dinge, soziale Ordnungen und Ähnliches betreffenden Ausdrücke“ (F. Kurschat). Die Slawismen sind mithin ein Beweis dafür, dass die preußischen Litauer keine Autochthonen waren, sondern in das nördliche Ostpreußen einwanderten.

Die Namen der Wochentage z. B. lauten panedelis (Montag, vgl. weißrussisch panyadzelak, poln. poniedziałek, tschech. pondělí), utarninkas (vgl. weißrussisch aŭtorak, poln. wtorek, tschech. úterý), sereda (vgl. weißrussisch Sierada, poln. środa, tschech. středa), ketwergas, petnyczia, subata, nedelia (nach Kurschat, 1870). Im ehemals russischen Litauen wurden im Zuge der Sprachreform zu Beginn des 20. Jahrhunderts die dort noch zahlreicheren Slawismen getilgt und durch zwar litauische aber ahistorische Bildungen ersetzt: pirmadienis (Montag – wörtlich „Ersttag“), antradienis (Dienstag – wörtlich „Zweittag“), treciadienis, ketvirtadienis, penktadienis, sestadienis, sekmadienis.

Aus dem Deutschen entlehnte Wörter werden lautlich an das Litauische angepasst und erhalten litauische Endungen: popierius – Papier, kurbas – Korb, zebelis – Säbel, apiciers – Offizier, pikis – Pech, kamarotas – Kamerad, kamandieruti – kommandieren.

Neben alte litauische Wörter aus der bäuerlichen Lebenswelt treten nun deutsche Entsprechungen, wie z. B. bei Monatsnamen:

Es entsteht auch im privaten Bereich ein für Außenstehende ergötzliches Gemisch aus Litauisch und Deutsch.

„Kur foruji?“ (Wohin fährst Du?)
„I miesta ant verjnyjes.“ (In die Stadt zum Vergnügen.)
„Na, tai amyzierukis!“ (Na, dann amüsiere Dich!)

Orthographie


Druckerzeugnisse wie Zeitungen, Bibel, Katechismus, Gesangbuch, und sonstige Volksschriften erschienen – im Gegensatz zu Großlitauen – in deutscher Schrift, geschrieben wurde jedoch in lateinischer Schrift.

Preußisch-litauische Familiennamen


Sie entstehen seit dem 16. Jahrhundert, und damit ein Jahrhundert früher als Familiennamen im benachbarten Polen-Litauen. Im Deutschen verlieren sie häufig ihre ursprünglichen Endungen. Der Name Adomeit z. B. geht zurück auf die Form Adomaitis. Sie entsteht durch Anfügung des patronymischen Suffixes -aitis an den Vor- bzw. Familiennamen Adomas (Adam). Dieses hatte ursprünglich die Bedeutung „Sohn des …“. Als Familienname hat sich meist die abgeleitete Form durchgesetzt (vgl. germanische Namen wie Johnson oder Thomson). Die Ehefrau des Adomeit heißt Adomaitiene, die Tochter Adomaitike (auch Adomaityte). Die Mitglieder der ostpreußischen Familie Adomeit antworteten demnach auf die Frage nach ihren Namen folgendermaßen: Ansas Adomaitis (der Vater Hans Adomeit), Barbe Adomaitiene (die Mutter Barbara Adomeit), Pritzkus Adomaitis (der Sohn Friedrich Adomeit) und Urte Adomaitike (die Tochter Dorothea Adomeit). Die häufigsten Endungen preußisch-litauischer Familiennamen in Deutschland sind -eit, -at, -(k)us und -ies.

Die Baltistin Christiane Schiller schätzt die Zahl der Träger litauischer Familiennamen in Deutschland auf bis zu einer halben Million.

Träger preußisch-litauischer Familiennamen


Zitate


Sekundärliteratur


Allgemeine Darstellungen

Siedlungsgeschichte

Einzeldarstellungen zur Siedlungsgeschichte

Sozialgeschichte

Verwaltungsgeschichte

Institutionen

Materielle Kultur

Wirtschaft

Identität

Volkskultur

Religion

Philologie

Preußisch-litauische Zeitungen

Wörterbücher

Grammatiken und Lehrmittel

Preußisch-litauische Familiennamen

Preußisch-Litauische Ortsnamen

Literatur

Sammlungen volkstümlicher Dichtung

Religiöses Schrifttum

Germanisierungspolitik

Verhältnis zu Großlitauen

Theater, Film und Oper

Liedgut

Deutsche Belletristik mit preußisch-litauischer Thematik

Biographien

Landkarten


Bibliotheken, Archive, Institute, Museen, Internetressourcen, Organisationen und Vereine


Weblinks


Einzelnachweise


  1. Ulla Lachauer: Erdmute Gerollis, die letzte Moorbäuerin von Wabbeln. In: Dies.: Ostpreußische Lebensläufe. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2000, ISBN 3-499-22681-2, S. 73–100, Zitat S. 76.
  2. Albert Zweck: Litauen. Eine Landes- und Volkskunde im Volltext
  3. Lietuvos Respublikos Seimas
  4. Amtsgrenzen und Orte von Preussisch-Litauen um 1736[1]
  5. Charlotte Haver: Das Experiment des Königs. Europäische Migration und die Peuplierung Preußens am Beispiel der Salzburger Emigranten. In: Mathias Beer, Dittmar Dahlmann (Hg.): Über die trockene Grenze und über das offene Meer. Binneneuropäische und transatlantische Migrationen im 18. und 19. Jahrhundert. Klartext-Verlag, Essen 2004, ISBN 3-89861-365-8, S. 67–89 (geht vor allem auf Preußisch Litauen ein).
  6. Karte Litauen (UB Bremen)
  7. F. Tetzner: Das litauische Sprachgebiet.
  8. Ostpreußen Ortsnamen und Wohnplätze
  9. Forum of Lithuanian History
  10. Names of Settlements in Lithuania Minor (Memento des Originals vom 10. März 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  11. http://wwwg.uni-klu.ac.at/eeo/Altpreuszisch.pdf 589 Rainer Eckert: Altpreußisch.
  12. [2]
  13. Kodifikationsgeschichte des Litauischen
  14. Martynas Mažvydas
  15. Danielius Kleinas: Grammatica Litvanica.  (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven i Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  16. [3]
  17. [4]
  18. [5]
  19. [6]
  20. J. Brodowski, V. Drotvinas (Hrsg.): Lexicon Germanico-Lithuanicum et Lithuanico-Germanicum: tom. Abtilgen die Gesetze įstátimus iszgaiszinti – Futter unter Sattel paklódas. Lexicon Germanico-Lithuanicum et Lithuanico-Germanicum: rankraštinis XVIII amžiaus žodynas: dokumentinis leidimas su faksimile, perrašu ir žodžių registru. Lietuvių kalbos institutas, 2009 (Google Books ).
  21. Lietuviu klasikines literaturos antologija: Kristijonas Donelaitis METAI (Memento vom 28. März 2009 im Internet Archive)
  22. Annaberger Annalen, Nr. 2, 1994, Kap. 1 (Memento vom 4. September 2011 im Internet Archive)
  23. a b c d August Schleicher: Handbuch der litauischen Sprache. J. G. Calvesche Verlagsbuchhandlung Prag, 1856, abgerufen am 21. Oktober 2012.
  24. August Schleicher: Briefe an den Secretär, über die Erfolge einer nach Litauen unternommenen wissenschaftlichen Reise. In: Sitzungsberichte. Philosophisch-historische Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien. 1853, abgerufen am 21. Oktober 2012.
  25. Friedrich Kurschat: Grammatik der littauischen Sprache. Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses Halle, 1876, abgerufen am 21. Oktober 2012 (Digitalisat bei openlibrary.org).
  26. Friedrich Scholz: Die Literaturen des Baltikums. Ihre Entstehung und Entwicklung (= Abhandlungen der Rheinisch-Westfälischen Akademie der Wissenschaften, Bd. 80). Westdeutscher Verlag, Opladen 1990, ISBN 3-531-05097-4, S. 129.
  27. Friedrich Scholz: Die Literaturen des Baltikums. Ihre Entstehung und Entwicklung. Westdeutscher Verlag, Opladen 1990, S. 128–129.
  28. Friedrich Scholz: Die Literaturen des Baltikums. Ihre Entstehung und Entwicklung. Westdeutscher Verlag, Opladen 1990, S. 131.
  29. („Karten“ anklicken, danach „Kleinlitauen im Herzogtum Preußen 1525–1701“) Die dargestellten flächendeckenden Siedlungsverhältnisse im litauischen Siedlungsgebiet sind erst um 1700 erreicht, nicht jedoch um 1525.



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