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Kellner

Kellner ist die umgangssprachliche Berufsbezeichnung für Angestellte in der Gastronomie, die mit der Bedienung von Gästen betraut sind. Die weibliche Form lautet Kellnerin bzw. Serviererin. Auf Schiffen spricht man vom Steward.

Inhaltsverzeichnis

Etymologie


Das Wort entstammt dem althochdeutschen „këlnari“ für den Kellermeister, das sich aus dem Vorratsraum (lateinisch cellenarium) entwickelte.[1] Der Kellermeister (lateinisch cellarius) war der Vorsteher der Vorratskammer (lateinisch cella).[2]

Aufgaben


Klassische Aufgabe der Kellner ist die Bedienung der Gäste mit Speisen und Getränken in Bistros, Cafés, Hotels, Kneipen oder Restaurants. Sie beraten zudem die Gäste bei der Bestellung, präsentieren die Rechnung und übernehmen oft auch die Rolle des Kassierers. Daneben sind sie Ansprechpartner und Repräsentanten des Gastronomiebetriebs.

Kellner üben einen der schlechtbezahlten Berufe in der Bundesrepublik Deutschland aus, denn sie erhalten lediglich den Mindestlohn (§ 1 Abs. 1 MiLoG). Deshalb ist das Trinkgeld eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle. Vor allem in der gehobenen Gastronomie beträgt es teilweise mehr als fünf Prozent des Umsatzes. In diesen Fällen kann es vorkommen, dass das monatliche Trinkgeld die Höhe des Nettogehaltes, zumeist in hochfrequentierten „Szene“-Gastronomiebetrieben, weit übersteigt.

In Österreich gelten Frauen entgegen Männern als Schwerarbeiter im Sinne der Schwerarbeitsverordnung und der dazu ergangenen Berufsliste.[3][4] Dienstgeber haben das Vorliegen von Schwerarbeit bei Frauen ab dem vollendeten 35. Lebensjahr (Männer ab dem 40. Lebensjahr) selbständig der Krankenversicherung zu melden (§ 5 Schwerarbeitsverordnung).

Berufsbezeichnung


Situation in Deutschland

In Deutschland wurde 1980 die Berufsbezeichnung des Ausbildungsberufes in Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau oder Hotelfachmann/Hotelfachfrau geändert. Veraltet sind die Anreden Herr Ober (Verkürzung von Oberkellner) und Garçon, die früher verbreitete Anrede Fräulein für weibliches Personal und der Piccolo für Auszubildende.

Situation in der Schweiz

In der Schweiz ist die Berufsbezeichnung des Servicemitarbeiters nach einer zweijährigen Attest-Ausbildung Restaurationsangestellte/Restaurationsangestellter, nach der regulären Lehrzeit von drei Jahren REFA Restaurationsfachfrau/Restaurationsfachmann EFZ. Die Ausbildung erfolgt dabei in einem Restaurant, einem Hotel oder Betrieb der System- und Gemeinschaftsgastronomie und folgt einem definierten Bildungsplan mit wöchentlichem Besuch der Berufsschule. Überbetriebliche Kurse ergänzen die Ausbildung.[5] Die Bezeichnungen Kellner und Serviertochter (weibliches Personal) sind heute veraltet.

Situation in Österreich

In Österreich sind die Bezeichnungen „Fräulein“ und „Herr Ober“ üblich, wenn der Kellner direkt angesprochen wird. „Fräulein“ wird jedoch von manchen jungen Gästen als veraltet angesehen.[6]

Servicebrigade bezeichnet mancherorts die Gesamtheit des Servicepersonals.

Hierarchie


International


In Großbritannien und den USA werden die Bedienungskräfte in Restaurants oder Kneipen „Kellner“ genannt (englisch waiter [m.], waitress [f.]), in Frankreich heißen sie „Junge“ oder „junger Mann“ (französisch garçon), in Italien und Spanien „Kammerdiener“ (italienisch cameriere, spanisch camarero), in Griechenland „Servierer“ (griechisch σερβιτόρος servitóros). Regionale Bezeichnungen sind Köbes (Köln, Düsseldorf, Krefeld), Ober (auch niederländisch ober, kelner), Schani (Österreich) oder Wirt. Teilweise nehmen auch Flugbegleiter die Aufgaben von Kellnern wahr.

Literatur


Weblinks


WiktionaryWiktionary: Kellner – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Kellner  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Gerhard Wahrig (Hrsg.), Deutsches Wörterbuch, 1968, Sp. 2009
  2. Friedrich Kluge/Alfred Götze, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 16. Auflage, 1953, S. 376
  3. Schwerarbeitsverordnung, BGBl. II Nr. 104/2006. RIS, 1. Januar 2007, abgerufen am 14. Oktober 2011.
  4. Schwerarbeit Gesamtliste. Österreichische Sozialversicherung, November 2014, abgerufen am 4. Dezember 2015.
  5. gastroformation.ch (Memento des Originals vom 31. Mai 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. fm4.orf.at  (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven i Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
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Kategorien: Beruf (Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe) | Ausbildungsberuf



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