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Johann Ludwig Schmidt

Johann Ludwig Schmidt auch: Schmid (* 22. April 1726 in Quedlinburg; † 2. August 1792 in Jena) war ein deutscher Rechtswissenschaftler.

Inhaltsverzeichnis

Leben


Johann Ludwig war der Sohn des Organisten an der St. Benedictkirche in Quedlinburg Augustin Schmid (* 2. Juli 1692; † 17. Mai 1730 in Quedlinburg) und dessen am 30. Dezember 1717 in Quedlinburg geheirateten Frau Anna Margaretha Degen (* 16. März 1693 in Quedlinburg; † 20. Januar 1727 ebd.). Seine Mutter verlor er im ersten und seinen Vater dritten Lebensjahr. Als Waise wurde er von im Haushalt einer Tante seines Vaters aufgenommen, welche mit Christoph Schumann verheiratet war. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Quedlinburg und wechselte er an das Waisenhaus in Glaucha bei Halle. Am 22. April 1745 bezog er die Universität Jena, wo er zunächst philosophische Studien bei Joachim Georg Darjes, Christian Gottlieb Buder (1693–1763), Joachim Erdmann Schmidt (1710–1776), Georg Erhard Hamberger, Johann Ernst Basilius Wiedeburg und Lorenz Johann Daniel Suckow absolvierte.

Sich dem Studium der Rechtswissenschaften zuwendend frequentierte er zudem die Vorlesungen von Johann Caspar Heimburg, Johann August von Hellfeld, Johann Gottfried Schaumburg, Heinrich Brockes und Paul Wilhelm Schmid. Am 20. Oktober 1749 bestand er sein Advokatsexamen und war danach sieben Jahre als Hauslehrer tätig. Sich dem akademischen Leben widmend, verteidigte er am 27. November 1756 seine Abhandlung De praescriptione actionis pigneraticiae directae und wurde daraufhin zum Doktor der Rechte promoviert. Nachdem er sich am Vorlesebetrieb der Jenaer Hochschule beteiligt hatte, übernahm Schmidt 1763 eine außerordentliche Professur der Rechte und wurde Beisitzer des Schöppenstuhls.

1765 erfolgte seine Ernennung zum ordentlichen Professor der Rechtswissenschaften, am 14. Juni 1766 rückte er in die Professur der Instituten und wurde damit verbunden am 28. Juni desselben Jahres Assessor der Juristenfakultät, sowie des Jenaer Hofgerichts. 1771 ernannte man ihn zum Hofrat von Sachsen-Coburg und Meiningen, 1774 wurde er Professor der Pandekten und er war Mitglied der Teutschen Gesellschaft der höheren Wissenschaften in Jena. Zudem beteiligte er sich an den organisatorischen Aufgaben der Jenaer Salana. So war er einige Male Dekan und in den Sommersemestern 1769, 1775 Rektor der Alma Mater. Sein Hauptwerk ist ein Praktisches Lehrbuch von gerichtlichen Klagen und Einreden, welches mehrere Auflagen bis in die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts erlebte und Verwendung fand.

Schmidt verheiratete sich am 3. September 1758 in Jena mit Johanna Friederica Wunderlich (* 3. September 1736 in Quedlinburg; † 29. Februar 1764 in Jena) die Tochter des Pfarrers Caspar Julius Wunderlich (* 24. Februar 1694 in Hamburg; † 23. Mai 1756 in Quedlinburg) und dessen am 4. Oktober 1729 in Hedersleben geheirateten Frau Anna Sophia Hettling (* September 1704 in Hedersleben; † 21. Juli 1760 in Quedlinburg). Von den Kindern kennt man die Tochter Sophia Friederica Schmidt (* 17. November 1759 in Jena) und den Sohn Ernst Gottfried Schmidt (* 26. September 1763 in Jena; † 19. Oktober 1794 ebd.) welcher außerordentlicher Professor der Rechte in Jena wurde und sich am 4. November 1792 in Jena mit Anna Maria Dorothea Sonntag (* 23. Dezember 1766 in Jena; † 13. November 1799 ebd.) verheiratete.

Werke (Auswahl)


Literatur


Weblinks





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