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Jockel Fuchs


Jakob „Jockel“ Fuchs (* 11. Dezember 1919 in Hargesheim bei Bad Kreuznach; † 6. März 2002 in Mainz) war Oberbürgermeister von Mainz (SPD).

Inhaltsverzeichnis

Leben


Sein Abitur machte Jockel Fuchs 1938; im selben Jahr trat er in die NSDAP ein.[1] Nachdem er 1947 aus der französischen Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt war, trat er 1948 der SPD bei und begann ein Volontariat bei der sozialdemokratischen Zeitung Freiheit, deren Chefredakteur er 1957 wurde.[2] Im Jahr 1949 wurde er Vorsitzender der Jusos Mainz, was er bis 1952 blieb. Von 1955 bis 1975 war er Mitglied der SPD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, deren Fraktionsvorsitzender er in den Jahren 1970 und 1971 war. Von 1966 bis 1970 war er auch Vorsitzender der SPD Rheinland-Pfalz; von 1962 bis 1973 gehörte Fuchs dem SPD-Parteivorstand an. 1962 wurde er Mitglied des ZDF-Fernsehrates, und ab 1976 – bis zu seinem Ausscheiden im Jahre 1992 – war er auch dessen Vorsitzender. Im Mai 1965 wurde Fuchs zum Oberbürgermeister von Mainz gewählt, nachdem der Stadtrat im Januar desselben Jahres gegen eine Verlängerung der Amtszeit von Franz Stein gestimmt hatte. Dieses Amt hatte er bis Mai 1987 inne.

Jockel Fuchs starb 2002 nach längerer Krankheit im Alter von 82 Jahren. Er wurde auf dem Hauptfriedhof Mainz zu Grabe getragen.[3] Fuchs war seit 1951 verheiratet und hinterließ zwei Söhne.

Bedeutung als Oberbürgermeister


In seiner Amtszeit als Oberbürgermeister erlangte der volkstümlich eingestellte Jockel Fuchs überaus große Beliebtheit, seine unkonventionelle Amtsführung und sein guter Draht zu den Bürgern der Stadt trugen ihm einen legendären Ruf ein. Es wurde ihm nachgesagt, „populärster Mainzer seit Gutenberg[4] zu sein.

Der Aufstieg der Stadt Mainz zu einer modernen Großstadt in den 1960ern und 1970ern ist maßgeblich mit dem Namen von Fuchs verbunden. Dazu gehörten vor allem die Ansiedlung von ZDF[5][6] (auf dem Lerchenberg) und IBM. Auch die Rheingoldhalle, das erste Hilton auf bundesdeutschem Gebiet und das Einkaufszentrum „Am Brand“ entstanden in dieser Zeit in der Innenstadt. Des Weiteren wurden 1969 die sechs Vororte Drais, Ebersheim, Finthen, Hechtsheim, Laubenheim und Marienborn nach Mainz eingemeindet. Fuchs setzte die von seinem Vorgänger Franz Stein begonnene Politik der Völkerverständigung fort. In seiner Amtszeit wurden Zagreb (1967), Valencia (1978) und Haifa (1987) Partnerstädte von Mainz. Am 23. Mai 1978 empfing er die britische Königin Elisabeth II. und Prinz Philip zu einem Staatsbesuch in Mainz.[7]

Zitate


„And now we go enunner, in die Druckerwerkstatt.“

Jockel Fuchs: beim Besuch von Queen Elisabeth am 23. Mai 1978, nachdem das englische Manuskript verschwunden war.[8][9]

Auszeichnungen


Literatur


Weblinks


Commons: Jockel Fuchs  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Carsten Dirx: Rheinland-Pfälzische Bibliographie. Abgerufen am 24. Mai 2020.
  2. Die 100 größten Rheinland-Pfälzer: Fuchs, Jockel
  3. knerger.de: Das Grab von Jockel Fuchs
  4. „Der populärste Mainzer seit Gutenberg“ Sonderseite der Allgemeinen Zeitung Mainz vom 7. März 2002
  5. Gestorben: Jockel Fuchs . Der Spiegel vom 11. März 2002.
  6. Politiker und Journalist: Jakob „Jockel“ Fuchs – Mainzer Oberbürgermeister zum Anfassen – Schon zu Lebzeiten eine Legende auf swr.de (mit weiteren Daten zum Lebenslauf) vom 14. August 2007
  7. Foto: Jockel Fuchs trifft die Queen , SWR, abgerufen am 28. Oktober 2013.
  8. Nachruf auf Spiegel.de, abgerufen am 6. Oktober 2015
  9. Queen-Besuch in Mainz 1978 "Your Majesty, now we go 'enunner'" swr.de, abgerufen am 11. Dezember 2019
  10. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)









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Stand der Informationen: 21.02.2021 05:56:51 CET

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