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Jürgen Morlok



Jürgen Morlok (* 30. September 1945 in Karlsruhe) ist ein deutscher Politiker der FDP und Unternehmensberater.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf


Jürgen Morlok bestand 1966 sein Abitur in Ettlingen und studierte danach Politik und Wirtschaftswissenschaften an der Freien Universität Berlin und der Universität Karlsruhe. 1974 erfolgte seine Promotion zum Dr. rer. pol. Von 1975 bis 1987 war er Lehrbeauftragter an der Universität Karlsruhe und auch bereits seit 1975 in mittelständischen Unternehmen und in der Industrie tätig. Morlok ist selbstständiger Unternehmensberater und Verwaltungs- und Aufsichtsratsmitglied in mehreren in- und ausländischen Unternehmen.[1]

Anfang 1994 wurde Morlok Sprecher des Unternehmens FlowTex, das in betrügerischer Weise mit Horizontalbohrmaschinen handelte. Im Tatzeitraum von 1994 bis 1999 entstand ein Schaden von fast fünf Milliarden D-Mark, womit es sich um den bis dahin schwersten Fall von Wirtschaftskriminalität in der Geschichte der Bundesrepublik handelte. Morlok wurde vorgeworfen, vor allem als „Türöffner“ zu politischen Kreisen und der Vergabe öffentlicher Aufträge gedient zu haben. Obwohl er sechs Jahre lang die „rechte Hand“ des Haupttäters Manfred Schmider gewesen sein soll, blieb er von Strafverfolgung unbehelligt. Eine Mitwisserschaft bestritt Morlok stets.[2]

Seit März 2006 ist Morlok Professor an der privaten Einrichtung Karlshochschule International University.

Politik


Im Jahre 1964 wurde Morlok Mitglied der FDP. 1971 wurde er Kommunalratsmitglied der Stadt Karlsruhe. 1972 gewann er erstmals ein Mandat für den Landtag von Baden-Württemberg, dem er von der 6. Wahlperiode bis zur 9. Wahlperiode angehörte. Von 1973 bis 1976 war er Mitglied und stellvertretender Verbandsvorsitzender des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein. 1973 wurde er Mitglied des Vorstands des FDP/DVP-Landesverbands in Baden-Württemberg. Von 1976 bis 1984 übernahm er den Vorsitz der FDP/DVP-Fraktion des Landtags. Von 1978 bis 1985 war er als Nachfolger von Martin Bangemann auch Vorsitzender des FDP/DVP-Landesverbands. In dieser Zeit nahm Morlok weitere Funktionen in der FDP wahr. So war er von 1978 bis 1985 Mitglied des Bundesvorstandes der FDP, von 1982 bis 1985 stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP und kurzzeitig auch Mitglied des Exekutivkomitees der Liberalen Internationale (1984–1985). Nach Morloks Rückzug aus der Politik wurde Walter Döring Nachfolger als Landesvorsitzender des FDP/DVP-Landesverbands. Im Jahre 1996 wurde Jürgen Morlok Ehrenvorsitzender der FDP Baden-Württemberg.

Morlok ist seit 1996 Vorsitzender des Kuratoriums der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Villa Lessing – Liberale Stiftung Saar.[3] Von 1981 bis 1987 war er als Mitherausgeber der Zeitschrift liberal tätig.

Ein Depositum mit Unterlagen über Morlok befindet sich im Archiv des Liberalismus der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Gummersbach.

Werke


Literatur


Weblinks


Commons: Jürgen Morlok  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Biographische Angaben auf der Webseite der FDP Baden-Württemberg.
  2. Meinrad Heck: Der Flowtex-Skandal: Wie Politik und Fiskus jahrelang von einem gigantischen Wirtschaftsbetrug profitierten. Orig.-ausg. Auflage. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-596-17080-X, S. 40 ff.
  3. Homepage der Villa Lessing.



Kategorien: Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes | Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg | Landtagsabgeordneter (Baden-Württemberg) | Person (Friedrich-Naumann-Stiftung) | Parteivorsitzender der FDP Baden-Württemberg | FDP-Mitglied | Mitglied der Jungdemokraten | Hochschullehrer (Karlsruher Institut für Technologie) | Politiker (Karlsruhe) | Deutscher | Geboren 1945 | Mann



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