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Immanenz

Immanenz (lateinisch immanere, ,darin bleiben‘, ‚anhaften‘) bezeichnet das in den Dingen Enthaltene, das sich aus ihrer individuellen und objektiven Existenzweise ergibt. Es ist der Gegenbegriff zur Transzendenz. Das Adjektiv immanent bezeichnet eine einem Gegenstand innewohnende Eigenschaft, die somit nicht durch Folgerung oder Interpretation hergeleitet worden ist.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Die Scholastik unterscheidet immanente Handlungen, die sich auf den Handelnden beziehen, von transzendenten, die über den Handelnden hinausweisen. Des Weiteren bedeutet Immanenz:

Ganz im Sinne Spinozas dichtete Goethe 1812:

„Was wär ein Gott, der nur von außen stieße,
Im Kreis das All am Finger laufen ließe!
Ihm ziemt’s, die Welt im Innern zu bewegen,
Natur in Sich, Sich in Natur zu hegen,
So dass, was in Ihm lebt und webt und ist,
Nie Seine Kraft, nie Seinen Geist vermisst.“[9]

Siehe auch


Literatur


Weblinks


Wiktionary: immanent – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: Immanenz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise


  1. Baruch de Spinoza: Kurze Abhandlung von Gott, dem Menschen und dessen Glück. Hrsg. Werner Baltruschat, Sämtliche Werke, Band 1, Meiner, Hamburg 1991, S. 34.
  2. Friedrich Wilhelm Joseph Schelling: Philosophische Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit und die damit zusammenhängenden Dinge. Sämmtliche Werke, Band VII, Stuttgart/Augsburg 1860, S. 336.
  3. Edmund Husserl: Idee der Phänomenologie. Husserliana Band II. 1907, S. 30.
  4. Edmund Husserl: Grundprobleme der Phänomenologie. Husserliana Band 13, 1910/11, S. 75.
  5. Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Wissenschaft der Logik I. Erster Teil: Die objektive Logik (Auf der Grundlage der Werke von 1832–1845 neu edierte Ausgabe, Redaktion Eva Moldenhauer und Karl Markus Michel). Frankfurt am Main 1986 (= Werke 5 stw 605), S. 16, 51 und 133.
  6. Jürgen Müller: Oskar Panizza – Versuch einer immanenten Interpretation. Medizinische Dissertation Würzburg (1990) 1991, S. 3 (zitiert) und 12.
  7. Karl Jaspers: Chiffren der Transzendenz, S. 99.
  8. Gilles Deleuze: Die Immanenz: ein Leben … In: F. Balke, J. Vogel (Hrsg.): Gilles Deleuze – Fluchtlinien der Philosophie, Fink, München 1996, S. 29–33.
  9. Johann Wolfgang von Goethe: Berliner Ausgabe. Poetische Werke [Band 1–16], Band 1, Berlin 1960 ff, S. 535 (online bei Zeno.org)
  10. Emil Staiger: Die Kunst der Interpretation. Studien zur deutschen Literaturgeschichte. 5., unveränderte Auflager. Zürich 1967, S. 9–33.
  11. Jürgen Müller: Oskar Panizza – Versuch einer immanenten Interpretation. 1991, S. 3.



Kategorien: Ontologie | Phänomenologie

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