Herten (Rheinfelden) - de.LinkFang.org

Herten (Rheinfelden)




Herten
Höhe: 281 m ü. NN
Fläche: 8,23 km²
Einwohner: 4990 (Apr. 2017)
Bevölkerungsdichte: 606 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1973
Postleitzahl: 79618
Vorwahl: 07623

Herten ist ein Dorf im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg im Südwesten Deutschlands. Es ist ein Ortsteil der Stadt Rheinfelden (Baden).

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Lage

Herten ist der westlichste Stadtteil Rheinfeldens und liegt auf einer Auenterrasse des Hochrheins.

Nachbarorte

Nachbarorte von Herten sind im Westen Wyhlen, im Nordwesten Rührberg (beide Gemeinde Grenzach-Wyhlen), im Nordosten Degerfelden sowie im Osten Warmbach (beide Gemeinde Rheinfelden). Südlich des Rheins befindet sich die Schweizer Einwohnergemeinde Kaiseraugst.

Geschichte


Herten wurde erstmals am 17. Mai 807 als Harta und Hertum in einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen erwähnt. Durch archäologische Funde belegt ist die Besiedlung durch die Römer. Hertens Zugehörigkeit zur Grafschaft Rheinfelden geht wahrscheinlich auf das 11. Jahrhundert zurück. 1494 wurde der Ort österreichisch. Der Dinghof von Herten diente als Gerichtsstätte der vorderösterreichischen Herrschaft. Im Jahr 1806 kam der rechtsrheinische Teil Rheinfeldens und damit auch Herten zum Land Baden.

Am 1. Oktober 1973 wurde Herten in die Stadt Rheinfelden (Baden) eingegliedert.[1]

2007 wurde das Dorf Herten 1200 Jahre alt, ein Fest fand vom 12. bis zum 15. Juli 2007 statt. Anwesend war eine Besucherdelegation der gleichnamigen Stadt Herten in Nordrhein-Westfalen.

Politik


Ortschaftsrat

Herten verfügt über eine eigene Ortsverwaltung. Ortsvorsteherin ist seit Februar 2012 Sabine Hartmann-Müller.

Wappen

Das Hertener Wappen zeigt auf blauem Grund ein goldenes Hexagramm und darin den österreichischen Bindenschild, der an die ehemalige Zugehörigkeit des Ortes an Vorderösterreich erinnert. Dieses Wappen findet seit 1905 auf Vorschlag des Badischen Generallandesarchivs Verwendung.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Die katholische Pfarrkirche St. Urban im Dorfkern wurde 1792 von Franz Anton Bagnato neu erbaut. Der Innenraum ist entsprechend jener Zeit mit Stuck verziert. Die Kanzel von Matthias Faller wurde 1765 im Rokoko-Stil geschaffen und 1795 aus der Freiburger Dominikanerkirche nach Herten gebracht. Eine weitere katholische Kirche St. Josef wurde 1928 im neobarocken Stil errichtet. In der Fassade am Hauptportal befindet sich eine Nische mit einer Madonnenstatue.

Die evangelische Petruskirche ist ein moderner Bau aus dem Jahr 1958/59.

In der Friedhofskapelle von Herten hat der Freiburger Maler Dominik Weber 1887 einen Totentanz geschaffen, der dem Freiburger Totentanz von ca. 1790 nachempfunden ist. Die Erklärung dafür ist, dass er selbst 1856 mit der Restaurierung des Freiburger Totentanzes beauftragt war. Der Hertener Totentanz verläuft an Nord- und Südwand jeweils in zwei Friesen mit oben vier und darunter zwei Bildern; in den verbleibenden Freiflächen der beiden unteren Reihen hat der Künstler jeweils Gebete zum Totengedenken aufgemalt. Dargestellt sind die von Freiburg her bekannten Szenen: Kind, Knabe, Mädchen, Junger Mann, Junge Frau, Ehemann, Ehefrau, Adliger, Bettler, Geizhals, Priester, Bauer. Die Begleitverse stimmen beinahe wörtlich mit den Texten des Freiburger Totentanzes überein.[2]

Oberhalb des Siedlungsgebietes befindet sich auf einem Bergsporn die Ruine Hertenberg aus dem 13. Jahrhundert.

Der Eigenturm, ein 2006 errichteter Aussichtsturm, steht ca. 1 km nördlich von Herten auf dem 523 m hohen Hirzenleck, der höchsten Erhebung des Dinkelbergs in der Gemarkung Rheinfelden. Vom Turm aus hat man eine gute Fernsicht zur Schweizer Jurakette und zum Hotzenwald.[3]

Infrastruktur


Nordwestlich von Herten befindet sich der Hörfunksender Rührberg auf einem Ausläufer des Dinkelberges.

Verkehr

Das Dorf ist über die Hochrheinbahn (BaselSingen) mit dem überregionalen Schienennetz verbunden. Darüber hinaus verfügt es über eine Busverbindung. Sie gehört dem Regio Verkehrsverbund Lörrach an. Die Fähre Herten–Kaiseraugst überquert den Hochrhein an das Schweizer Ufer.

Die Bundesstraße 34 führt nach Bodman-Ludwigshafen und Grenzach-Wyhlen. Außerdem ist Herten über die L 139 mit Grenzach-Wyhlen und Rheinfelden-Degerfelden verbunden. Nächste Autobahnzufahrten sind die A 861 mit der Anschlussstelle Rheinfelden-Süd/Grenzach-Wyhlen über die B 34, die A 98 über die Anschlussstelle Lörrach-Ost sowie in der Schweiz A 2 über die Anschlussstelle Basel-Ost/Wettstein.

Östlich des Ortes befindet sich der Flugplatz Herten-Rheinfelden (ICAO-Code EDTR) mit einer 405 Meter langen Graspiste. Er wird vor allem von Leichtflugzeugen angeflogen.

Bildung

Herten besaß bis 2017 eine Grund- und Hauptschule. Die Werkrealschule (Hauptschule) wurde 2011 der Schillerschule Rheinfelden zugeschlagen und 2017 geschlossen. Weiterführende Schulen befinden sich in Grenzach-Wyhlen und den umliegenden Städten Lörrach, Rheinfelden und Bad Säckingen. Herten besitzt außerdem einen katholischen und einen evangelischen Kindergarten. Dazu eine Schule und einen Kindergarten für Menschen mit geistiger Behinderung, beides Teile vom St. Josefshaus Herten.

Persönlichkeiten


Literatur


Weblinks


Commons: Rheinfelden-Herten  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 521.
  2. Hans Georg Wehrens: Der Totentanz im alemannischen Sprachraum. „Muos ich doch dran – und weis nit wan“. Schnell & Steiner, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7954-2563-0, S. 272.
  3. Eigenturm Rheinfelden auf badische-seiten.de








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Stand der Informationen: 03.07.2020 10:29:03 CEST

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