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Heereswaffenamt



Das Heereswaffenamt (HWA) war die Zentralstelle für die technische Entwicklung und Fertigung von Waffen, Munition und Gerät des deutschen Heeres (Rüstungsforschung). Es hatte etwa 5000 Beamte und Offiziere.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Vorläufer der Organisation waren die Gewehr-Prüfungskommission und die Artillerie-Prüfungskommission, die 1918 aufgelöst wurden. Am 8. November 1919 wurde das Waffenamt (Inspektion für Waffen und Gerät) im Reichswehrministerium unter Oberst (später Generalleutnant) Wurtzbacher gegründet und erhielt am 5. Mai 1922 die Bezeichnung Heereswaffenamt (HWA).

Es war in Friedenszeiten dem Oberbefehlshaber des Heeres unmittelbar unterstellt, seit Beginn des Überfalls auf Polen am 1. September 1939 jedoch dem Chef der Heeresrüstung und Befehlshaber des Ersatzheeres Friedrich Fromm.

Der Hauptsitz des HWA war in Berlin, Hardenbergstraße 29. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und später abgetragen. Auch der Gebäudekomplex Jebensstraße/Hertzallee wurde vom HWA genutzt.

Bei den Heeresversuchsanstalten Kummersdorf und Peenemünde sowie an weiteren Standorten wurden Waffen, Gerät und Ausrüstung erprobt.

Das Heereswaffenamt wurde während des Krieges mehrfach umorganisiert. Am 1. Juli 1944 bestand es aus dem Stab mit Forschungsabteilung und sechs Amtsgruppen: Zentralaufgaben, Entwicklung und Prüfwesen, Chefingenieur, Industrielle Rüstung Waffen und Gerät, Industrielle Rüstung Munition, Abnahme.

Gliederung Waffenamt Prüfwesen


Aufgaben


Im Zuge der Aufrüstung der Wehrmacht wuchs die Bedeutung des HWA:

Chefs des Heereswaffenamtes


Situation 1945


Die vom Chef der Heeresrüstung, General der Infanterie Walter Buhle, zum 15. Januar 1945 angeordnete Erweiterung des Heereswaffenamtes zum Wehrmachtwaffenamt kam wegen der sich zuspitzenden Lage an den Fronten über Ansätze nicht hinaus. Mitte April 1945 wurde der größte Teil des Heereswaffenamtes, nebst dessen Chef, nach Südbayern verlegt und durch Befehl vom 27. April 1945 endgültig aufgelöst.

Berühmte Entwicklung des HWA waren das Eisenbahngeschütz „Dora“. Vor der Einrichtung der Versuchsanstalt in Peenemünde wurden hier erste Forschungen in der Raketentechnik betrieben.

Literatur


Einzelnachweise


  1. Helmut Maier: Forschung als Waffe. S. 267 (s. Literatur).
  2. Burkhard Cielsa: Karl Becker. In: Wissenschaften und Wissenschaftspolitik. S. 263 (s. Literatur).



Kategorien: Reichswehr | Militärische Einrichtung (Wehrmacht) | Gegründet 1919 | Aufgelöst 1945 | Behörde (Deutsches Reich, 1933–1945) | Behörde (Weimarer Republik) | Reichsbehörde in Berlin | Hardenbergstraße



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