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Hartmut Schmökel

Hartmut Schmökel (* 17. April 1906 in Waldenburg, Niederschlesien; † 6. August 1991 in Northeim) war ein deutscher Alttestamentler und Altorientalist.

Inhaltsverzeichnis

Leben


Schmökel besuchte das humanistische Gymnasium in Waldenburg bis zum Abitur 1924 und studierte anschließend in Breslau, Heidelberg, Rostock[1] und erneut in Heidelberg evangelische Theologie, Philosophie und Orientalistik. Am 2. Februar 1928 wurde er an der Universität Heidelberg bei Albrecht Götze zum Dr. phil. promoviert, 1930 an der Universität Breslau zum Dr. theol. Von 1929 bis 1932 war er Assistent am alttestamentlichen Seminar der Universität Berlin. Er wurde am 27. Juli 1932 bei Anton Jirku in Breslau habilitiert und war als dessen Nachfolger seit 1935 planmäßiger außerordentlicher Professor für Altes Testament an der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Breslau. 1936 erhielt er einen Ruf an die Universität Kiel, las aber noch bis zum Wintersemester 1936/37 in Breslau. In Kiel lehrte er als ordentlicher Professor für Altes Testament und altorientalische Hilfswissenschaften. Von 1938 bis 1940 war er Dekan der Theologischen Fakultät.

Schmökel war Mitglied der NSDAP und vertrat die Anschauungen der Deutschen Christen.[2] Er hielt die Hurriter (speziell Hurrische Arier die auch als die Arier des Mitanni-Reiches bekannt) für die ersten Arier im alten Orient (1938) und war Mitglied einer Arbeitsgruppe am Eisenacher Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben.[3]

In der sowjetischen Besatzungszone wurde Schmökels Schrift von 1938 Altes Testament und heutiges Judentum auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt.[4]

Zum 1. April 1951 wurde Schmökel entpflichtet. Danach war er überwiegend als Autor von Sachbüchern auf dem Gebiet der Orientalistik tätig, die teils mehrfach neu aufgelegt und ins Französische, Italienische und Niederländische übersetzt wurden.

Schriften (Auswahl)


Literatur


Weblinks


Einzelnachweise


  1. Siehe dazu den Eintrag der Immatrikulation von Hartmut Schmökel im Rostocker Matrikelportal
  2. Dietrich Meyer: Die evangelisch-theologische Fakultät Breslau in den Jahren 1933 bis 1935, in: Peter Maser (Hrg.): Der Kirchenkampf im deutschen Osten und in den deutschsprachigen Kirchen Osteuropas. (Kirche im Osten: Monographienreihe 22) Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1992 ISBN 9783525564400, S. 113.
  3. Susannah Heschel: The Aryan Jesus: Christian Theologians and the Bible in Nazi Germany. Princeton: Princeton University Press 2008 ISBN 9780691125312, S. 100
  4. Deutsche Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone: Liste der auszusondernden Literatur. Zweiter Nachtrag, Berlin: Deutscher Zentralverlag, 1948 Buchstabe S online



Kategorien: Alttestamentler | Altorientalist | Lutherischer Theologe (20. Jahrhundert) | Hochschullehrer (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) | Hochschullehrer (Universität Breslau) | Deutscher | Geboren 1906 | Gestorben 1991 | Mann | NSDAP-Mitglied

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Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Hartmut Schmökel (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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