Gustav Seibt - de.LinkFang.org

Gustav Seibt

Gustav Seibt (* 10. März 1959 in München) ist ein deutscher Historiker, Literaturkritiker, Schriftsteller (Essay) und Journalist. Er arbeitet seit 2001 für die Süddeutsche Zeitung und veröffentlicht historische Sachbücher.

Inhaltsverzeichnis

Leben


Seibt besuchte von 1969 bis 1978 das humanistische Wilhelmsgymnasium München, wo er sein Abitur ablegte. Danach studierte er Geschichte sowie deutsche, lateinische und italienische Literatur in Konstanz, München, Bielefeld und Rom. 1990 wurde er bei Arno Borst in Konstanz in Mittelalterlicher Geschichte mit der Dissertation Anonimo Romano. Geschichtsschreibung in Rom an der Schwelle zur Renaissance zum Dr. phil. promoviert. Seibts mündliche Doktorprüfung, bei der auch der spätere FAZ-Mitherausgeber Frank Schirrmacher anwesend war, wurde von Eckhard Henscheid in der Erzählung 10:9 für Stroh[1] literarisch verarbeitet.

Von 1987 bis 1996 war er Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeine Zeitung, ab 1994 als Nachfolger von Schirrmacher Leiter der Redaktion Literatur und literarisches Leben. 1997 wechselte er in die Kulturredaktion der Berliner Zeitung. 2000/01 war er Autor der Hamburger Wochenzeitung Die Zeit. Seit 2001 schreibt er für die Süddeutsche Zeitung.

1998/99 hatte er die Gastprofessur für Literaturkritik an der Georg-August-Universität Göttingen inne. Seit 2003 ist Seibt Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und seit 2004 der Sektion Literatur der Akademie der Künste Berlin.

Große Beachtung fand 2001 sein Buch über den Kampf um Rom (1870).[2] Paul Hoser zufolge ist ihm damit „ein Stück Geschichtsschreibung in klassischer Tradition geglückt“.[3] Christof Dipper, der Seibt als Historiker und Journalist sowie „Italienkenner von hohen Graden“ ausweist, hält das Buch für „gedankenreich“ und „anregend“.[4]

Er beschäftigte sich eingehend mit Johann Wolfgang von Goethe; mehrere seiner Werke waren Sachbücher des Monats: Goethe und Napoleon. Eine historische Begegnung (Platz 1 im Oktober 2008), Goethes Autorität. Aufsätze und Reden (Platz 5 im August 2013) und Mit einer Art von Wut. Goethe in der Revolution (Platz 3 im Dezember 2014).

Seibt ist seit 2009 mit dem Berliner FDP-Politiker Carl Grouwet verpartnert[5] und lebt in Berlin.

Schriften (Auswahl)


Auszeichnungen


Weblinks


Einzelnachweise


  1. Deutschlandfunk-Rezension von Joachim Büthe , dort: "Das ursprüngliche Ereignis, dem die Erzählung nachgebildet ist, hat im Jahr 1991 stattgefunden. [...] Nicht nur der damalige Doktorkandidat, der spätere und nun schon wieder ehemalige Literaturchef der F.A.Z., Gustav Seibt, kommt in ihr vor, sondern auch sein Vorgänger in dieser Funktion und heutige Herausgeber des Blattes, Frank Schirrmacher."
  2. Vgl. dazu u. a. Peter Stadler: Das historische Buch. In: Neue Zürcher Zeitung, 10. Oktober 2001, S. 62; Ralph Bollmann: Trauma des Katholizismus, Sieg des Nationalstaats. Was war schon die deutsche Hauptstadtfrage 1990 verglichen mit dem Kampf um Rom im 19. Jahrhundert? Nichts, meint Gustav Seibt zu Recht . In: die tageszeitung, Nr. 6587, 30. Oktober 2001, S. 14; Tilman Krause: Rom für Fortgeschrittene. Gustav Seibt beschreibt, wie die ewige Stadt 1870 Kapitale eines modernen Staates wurde . In: Die Welt, Jg. 52, 11. Mai 2002, Nr. 108, S. 5.
  3. Paul Hoser: Rom oder Tod. Der Kampf um die italienische Hauptstadt von Gustav Seibt. In: Zeitschrift für Politik N.F. 50 (2003) 4, S. 478–480.
  4. Christof Dipper: Rom oder Tod. Der Kampf um die italienische Hauptstadt von Gustav Seibt. In: Historische Zeitschrift 278 (2004) 2, S. 488–490.
  5. Kurzbiografie. In: carlgrouwet.de. Abgerufen am 7. Mai 2019.
  6. Gustav Seibt , deutscheakademie.de, abgerufen am 11. Juli 2017.
  7. Pressemitteilung des Kuratoriums des Hildegard-von-Bingen-Preises vom März 2013 (Memento des Originals vom 13. März 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF)



Kategorien: Literaturkritiker | Person (Süddeutsche Zeitung) | Person (Frankfurter Allgemeine Zeitung) | Person (Die Zeit) | Person (Berliner Zeitung) | Zeitungsjournalist | Journalist (Deutschland) | Sachbuchautor | Essay | Publizist | Historiker | Träger des Sigmund-Freud-Preises für wissenschaftliche Prosa | Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung | Mitglied der Akademie der Künste (Berlin) | Person (München) | Deutscher | Geboren 1959 | Mann



Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav Seibt (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Veränderungen: Alle Bilder und die meisten Designelemente, die mit ihnen in Verbindung stehen, wurden entfernt. Icons wurden teilweise durch FontAwesome-Icons ersetzt. Einige Vorlagen wurden entfernt (wie „Lesenswerter Artikel“, „Exzellenter Artikel“) oder umgeschrieben. CSS-Klassen wurden zum Großteil entfernt oder vereinheitlicht.
Wikipedia spezifische Links, die nicht zu Artikeln oder Kategorien führen (wie „Redlink“, „Bearbeiten-Links“, „Portal-Links“) wurden entfernt. Alle externen Links haben ein zusätzliches FontAwesome Icon erhalten. Neben weiteren kleinen Designanpassungen wurden Media-Container, Karten, Navigationsboxen, gesprochene Versionen & Geo-Mikroformate entfernt.


Stand der Informationen: 27.10.2019 08:48:11 CET - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
Beachten Sie auch : Impressum & Datenschutzerklärung.