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Großstöbnitz

Großstöbnitz
Stadt Schmölln
Koordinaten: 50° 55′ 22″ N, 12° 23′ 13″ O
Höhe: 199 (197–215) m ü. NHN
Einwohner: 663 (2012)
Eingemeindung: 1. Januar 1996
Postleitzahl: 04626
Vorwahl: 034491

Lage von Großstöbnitz in Thüringen

Dorfkirche

Großstöbnitz ist ein Ortsteil der Stadt Schmölln im Landkreis Altenburger Land in Thüringen. Die Gemeinde Großstöbnitz mit ihren Ortsteilen Kleinmückern und Schmölln wurde am 1. Januar 1996 nach Schmölln eingemeindet.

Inhaltsverzeichnis

Lage


Das Dorf Großstöbnitz liegt im Sprottetal nordöstlich von Schmölln. Der landwirtschaftlich geprägte Ortsteil besitzt noch traditionelle Bauernhöfe. Auf dem gegenüber liegenden Ufer der Sprotte befindet sich Kleinstöbnitz, welches in Großstöbnitz aufgegangen ist und mit diesem verschmolz.

Geschichte


Die erstmals niedergeschriebene urkundliche Ersterwähnung geht auf den 14. April 1191 zurück.[1] Großstöbnitz gehörte zum wettinischen Amt Altenburg,[2][3] welches ab dem 16. Jahrhundert aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit folgender Ernestinischer Herzogtümer stand: Herzogtum Sachsen (1554 bis 1572), Herzogtum Sachsen-Weimar (1572 bis 1603), Herzogtum Sachsen-Altenburg (1603 bis 1672), Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg (1672 bis 1826). Bei der Neuordnung der Ernestinischen Herzogtümer im Jahr 1826 kam der Ort wiederum zum Herzogtum Sachsen-Altenburg. Nach der Verwaltungsreform im Herzogtum gehörte Großstöbnitz bezüglich der Verwaltung zum Ostkreis (bis 1900)[4] bzw. zum Landratsamt Ronneburg (ab 1900).[5] Das Dorf gehörte ab 1918 zum Freistaat Sachsen-Altenburg, der 1920 im Land Thüringen aufging. 1922 kam es zum Landkreis Altenburg. Am 1. Oktober 1922 wurde Kleinstöbnitz und am 1. Juli 1950 Kleinmückern eingemeindet.

Bei der zweiten Kreisreform in der DDR wurden 1952 die bestehenden Länder aufgelöst und die Landkreise neu zugeschnitten. Somit kam die Gemeinde Großstöbnitz und ihre Ortsteile Kleinstöbnitz, Kleinmückern und Papiermühle mit dem Kreis Schmölln an den Bezirk Leipzig, der seit 1990 als Landkreis Schmölln zu Thüringen gehörte und bei der thüringischen Kreisreform 1994 im Landkreis Altenburger Land aufging. Vom 8. März 1994 bis 31. Dezember 1995 gehörte die einstmals eigenständige Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Saara an. Als diese zum 1. Januar 1996 aufgelöst wurde, wurden die Mitgliedsgemeinden in die Einheitsgemeinde Saara umgewandelt, die wiederum zum 31. Dezember 2012 nach Nobitz eingemeindet wurde. Die Gemeinde Großstöbnitz und ihre Ortsteile wurden hingegen am 1. Januar 1996 nach Schmölln eingemeindet.[6] Im Ortsteil Großstöbnitz wohnten 2012 insgesamt 663 Personen.[7]

Kirche


Dorfkirche Großstöbnitz

Verkehr


Großstöbnitz liegt an der Bundesstraße 7 und an der Bahnstrecke Gößnitz–Gera. Der Haltepunkt Großstöbnitz wurde am 1. Dezember 1887 in Betrieb genommen. Er verfügte über eine massive Wartehalle. Mit der Einstellung des Regionalbahnverkehrs auf der Strecke Gera–Altenburg zum Fahrplanwechsel im Dezember 2008 entfiel der Halt in Großstöbnitz. Am 12. Dezember 2010 wurde die Station stillgelegt.[8]

Weblinks


 Commons: Großstöbnitz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 104
  2. Das Amt Altenburg im Buch „Geographie für alle Stände“, ab S. 201
  3. Die Orte des Amts Altenburg ab S.83
  4. Der Ostkreis des Herzogtums Sachsen-Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900
  5. Das Landratsamt Ronneburg im Gemeindeverzeichnis 1900
  6. Großstöbnitz auf gov.genealogy.net
  7. Ortsteile der Stadt Schmölln auf deren Homepage (Memento des Originals vom 19. Oktober 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Abgerufen am 4. Mai 2012
  8. Der Haltepunkt Großstöbnitz auf www.sachsenschiene.net



Kategorien: Ehemalige Gemeinde (Landkreis Altenburger Land) | Ortsteil von Schmölln | Ersterwähnung 1191 | Gemeindeauflösung 1996


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