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Greifenburg

Marktgemeinde
Greifenburg
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Spittal an der Drau
Kfz-Kennzeichen: SP
Fläche: 76,22 km²
Koordinaten: 46° 45′ N, 13° 11′ O Koordinaten: 46° 45′ 2″ N, 13° 10′ 47″ O
Höhe: 644 m ü. A.
Einwohner: 1.718 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 23 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9761
Vorwahl: 0 47 12
Gemeindekennziffer: 2 06 09
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nr. 240, 9761 Greifenburg
Website: www.greifenburg.gv.at
Politik
Bürgermeister: Josef Brandner (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
Lage von Greifenburg im Bezirk Spittal an der Drau
Blick auf Greifenburg
Blick auf Greifenburg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Greifenburg ist eine Marktgemeinde mit 1718 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im oberen Drautal. Sie gehört zum Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten.

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Geographische Lage

Greifenburg liegt in einem schmalen Talbecken des Oberen Drautals zwischen der Kreuzeckgruppe im Norden und den Gailtaler Alpen im Süden. Das wasserreiche Drautal, welches meist nur 1 km breit ist, weitet sich bei Greifenburg und dem östlich angrenzenden Steinfeld auf etwa die doppelte Breite.

Während der Südhang des Tals zunächst nur mäßig bis zu einer Talschulter ansteigt, ist der Nordhang bis zu 70 % steil. Fünf Kilometer nordwestlich steht der Bergstock des Hochtristen (2536 m), an dessen Südflanke die Emberger Alm (1800 m) liegt. Zu dieser Hochalm, die auch als schneesicheres Schigebiet und für ihre klare Sicht bekannt ist, führt eine Bergstraße. Beim Alpenhof Sattlegger wurde vom Astroverein Stella Carinthia eine kleine Sternwarte errichtet, auf der alljährlich im Herbst ein internationales Teleskoptreffen stattfindet.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde ist in die drei Katastralgemeinden Bruggen, Greifenburg und Kerschbaum gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst die folgenden 18 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Amberg (68)
  • Amlach (35)
  • Bruggen (59)
  • Eben (9)
  • Egg (4)
  • Gnoppnitz (66)
  • Greifenburg (1012)
  • Gries (76)
  • Hauzendorf (111)
  • Kalch (6)
  • Kerschbaum (56)
  • Kreuzberg (7)
  • Pobersach (62)
  • Rasdorf (16)
  • Tröbelsberg (20)
  • Waisach (89)
  • Wassertheuer (13)
  • Weneberg (9)

Bevölkerung


Laut Volkszählung 2001 hat die Gemeinde Greifenburg 1911 Einwohner, davon sind 91,7 % österreichische Staatsbürger, 4,0 % kommen aus Kroatien und 1,9 % aus Bosnien-Herzegowina. 86,7 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen und 7,2 % zur evangelischen Kirche und 1,9 % zum Islam, 3,1 % sind ohne religiöses Bekenntnis.[2]

Von 1951 bis 1971 hatte die Gemeinde über 2.000 Einwohner. Seither sinkt die Einwohneranzahl, da die leicht positive Geburtenbilanz durch eine meist stark negative Wanderungsbilanz übertroffen wird.[3]

Geschichte


Der Raum Greifenburg war schon in der Zeit der Römer besiedelt, was durch Funde belegt ist. Auf dem heutigen Gemeindegebiet befand sich vermutlich die römische Straßenstation Bilachium. Aus dem Itinerarium Antonini fehlen die Angaben für das Drautal (von Innichen/Littamum bis Villach/Santicum), doch lassen die Entfernungsangaben für die von Aquileia nach Norden, in die Alpen führende Via Julia Augusta, mit dem Verlauf Aquileia – Tricesimum – Iulio Carnico (Zuglio) – Larice (St.Daniel/Weidenburg) – Bilachium (Radlach), dies annehmen. Gleichzeitig war es die Kopfstation für den Römerwege vom Kreuzbergsattel.

Der Ort wurde erstmals 1166 urkundlich erwähnt, als die Herren von Greifenburg als Zeugen für den Salzburger Erzbischof fungierten. 1267 wurde Greifenburg als Markt erwähnt, wobei eine frühere Anlage des Marktes an der Kreuzung zwischen Drautal- und Kreuzbergstraße unter dem Kärntner Herzog Bernhard von Spanheim um 1210 nicht ausgeschlossen wird.

Die Bürgerschaft gewann vor allem durch den wachsenden Handel im späten 14. Jahrhundert an Bedeutung.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Greifenburg

Bauwerke

Museen

Sport

Politik


Gemeinderat

Der Gemeinderat von Greifenburg hat 15 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Josef Brandner (ÖVP).

Wappen

Wappen at greifenburg.png Dem Markt Greifenburg wurde am 20. Oktober 1593 durch Erzherzog Maximilian das Recht zur Führung eines Wappens verliehen, das in einem größeren und einem kleineren Siegel unverändert bis ins 19. Jahrhundert verwendet wurde. Das Wappen wurde der Marktgemeinde 1971 neuerlich bescheinigt. Die heraldische Beschreibung des Wappens lautet:

„In einem rot-weiß-roten Bindenschild ein aufgerichteter, rot bezungter, goldener Greif mit zurückgeschlagenem Schwanz.“[4]

Das Fabeltier Greif wird mit dem Körper eines Löwen, dem Kopf, den Flügeln und den Krallen eines Adlers dargestellt. Mit dem österreichischen Bindenschild sollte wohl die Herrschaft der Habsburger über den Markt zum Ausdruck gebracht werden.

Die Fahne ist Rot-Weiß mit eingearbeitetem Wappen.

Städtepartnerschaften

Persönlichkeiten


Weblinks


 Commons: Greifenburg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019) , (CSV )
  2. Statistik Austria, Volkszählung, Demografische Daten. 15. Mai 2001, abgerufen am 3. März 2019.
  3. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Greifenburg, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 3. März 2019.
  4. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen, S. 124. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1



Kategorien: Gemeinde in Kärnten | Marktgemeinde in Kärnten | Ort im Bezirk Spittal an der Drau | Greifenburg | Kreuzeckgruppe | Gailtaler Alpen | Ersterwähnung 1166



Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Greifenburg (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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