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Gerhart Hauptmann




Gerhart Johann Robert Hauptmann (* 15. November 1862 in Ober Salzbrunn in Schlesien; † 6. Juni 1946 in Agnieszków, deutsch: Agnetendorf in Niederschlesien) war ein deutscher Dramatiker und Schriftsteller. Er gilt als der bedeutendste deutsche Vertreter des Naturalismus, hat aber auch andere Stilrichtungen in sein Schaffen integriert. 1912 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

Inhaltsverzeichnis

Leben


Kindheit und Jugend

Gerhart Hauptmann wurde 1862 im niederschlesischen Obersalzbrunn geboren. Seine Eltern waren die Eheleute Robert (1824–1898) und Marie Hauptmann, geborene Straehler (1827–1906), die am Ort ein Hotel betrieben. Hauptmann hatte drei ältere Geschwister: Georg (1853–1899), Johanna (1856–1943) und Carl (1858–1921). In der Nachbarschaft war der junge Hauptmann als fabulierfreudig bekannt. Seinen Rufnamen Gerhard änderte er später in Gerhart.

Ab 1868 besuchte er die Dorfschule, ab dem 10. April 1874 die Realschule in Breslau, für die er nur knapp die Eignungsprüfung geschafft hatte. Hauptmann hatte Schwierigkeiten, sich in die neue Umgebung der Großstadt einzuleben; gemeinsam mit seinem Bruder Carl wohnte er zunächst in einer heruntergekommenen Schülerpension, ehe sie bei einem Pastor unterkamen. Darüber hinaus bereitete ihm der preußisch geprägte Schulalltag Probleme. Ihn störten vor allem die Härte der Lehrer und die Besserbehandlung der adligen Mitschüler. Eine sich daraus entwickelnde Abneigung und zahlreiche Krankheiten, deretwegen er nicht am Unterricht teilnehmen konnte, führten dazu, dass Hauptmann das erste Jahr wiederholen musste. Er schloss sich einem „Jünglingsbund“ an, der utopische Pläne entwickelte. Eine neue Gesellschaftsordnung sollte geschaffen werden mit Nacktkultur und Liebesfreiheit, fern von den Zwängen und Vorurteilen der wilhelminischen Gegenwart. „Der Leitsatz, der uns immer begleitete, hieß: Rückkehr zur Natur“. In Übersee sollte eine alternative Siedlung begründet werden von der freisinnigen Art, wie sie Jahre später auf dem Monte Verità von Ascona entstand. Mit der Zeit allerdings lernte er Breslau wegen der Möglichkeit schätzen, das Theater zu besuchen.

Im Frühjahr 1878 verließ Hauptmann die Realschule, um Landwirtschafts-Eleve auf dem Gutshof seines Onkels Gustav Schubert in Lohnig (heute Łagniewniki Średzkie bei Udanin) zu werden, ab Herbst im nahegelegenen Lederose (heute Różana). Nach anderthalb Jahren musste er die Lehre abbrechen. Er war der Arbeit physisch nicht gewachsen und hatte sich ein Lungenleiden zugezogen, das ihn in den folgenden zwanzig Jahren mehrmals in Lebensgefahr brachte.

Studium und Bildhauerdasein

Nachdem sein Versuch gescheitert war, das „Einjährigen-Examen“ zu absolvieren, trat Hauptmann im Oktober 1880 in die Bildhauerklasse der Königlichen Kunst- und Gewerbeschule in Breslau ein. Hier traf er Josef Block, mit dem ihn zeitlebens eine tiefe Freundschaft verband. Nach vorübergehendem Ausschluss wegen „schlechten Betragens und unzureichenden Fleißes“ und baldiger Wiederaufnahme (auf Empfehlung von Professor Robert Härtel) verließ Hauptmann die Hochschule 1882. Für die Hochzeit seines Bruders Georg mit der Radebeuler Kaufmannstochter Adele Thienemann schrieb er das kleine Festspiel Liebesfrühling, das am Polterabend auf Hohenhaus uraufgeführt wurde. Bei der Hochzeit lernte er die Schwester der Braut, Marie Thienemann, kennen. Er verlobte sich heimlich mit ihr, Marie unterstützte ihn fortan finanziell, und das ermöglichte ihm, zum Wintersemester 1882/83 ein Studium der Philosophie und der Literaturgeschichte an der Universität Jena zu beginnen, das er aber ebenfalls bald abbrach.

Danach finanzierte Marie ihm eine Mittelmeerreise, die er mit Carl unternahm. Er beschloss, sich in Rom als Bildhauer niederzulassen, hatte aber keinen Erfolg. Seine Versuche, in der deutschen Gemeinde Roms Fuß zu fassen, misslangen, und seine überlebensgroße Tonplastik eines germanischen Kriegers fiel in sich zusammen. Hauptmann kehrte enttäuscht nach Deutschland zurück und begann ein Zeichenstudium an der Königlichen Akademie Dresden, das er ebenso wenig beendete wie ein anschließendes Geschichtsstudium an der Universität Berlin. Er widmete sein Interesse eher dem Theater als dem Studium.

Ehe mit Marie Thienemann – Beginn als Schriftsteller

Gerhart Hauptmann heiratete am 5. Mai 1885 Marie Thienemann vom Hohenhaus aus Radebeul in der Johanneskirche in Dresden. Im Juli holten sie zusammen mit Hauptmanns Bruder Carl und dessen Frau Martha (einer weiteren Schwester von Marie, Hochzeit 1884) ihre Hochzeitsreise nach Rügen nach. Sie besuchten erstmals die Insel Hiddensee, die in Zukunft ein beliebtes Reiseziel Hauptmanns werden sollte. Weil das Stadtleben ihm Lungenprobleme bereitete, wohnten Hauptmann und seine Frau für die nächsten vier Jahre in Erkner in der Villa Lassen. Dort kamen ihre drei Söhne Ivo (1886–1973), Eckart (1887–1980) und Klaus (1889–1967) zur Welt. 1889 zog Hauptmann in die Schlüterstraße 78 in Charlottenburg bei Berlin. Dort nahm er Verbindung mit dem naturalistischen Literaturverein Durch auf, dem unter anderem Karl Bleibtreu und Wilhelm Bölsche angehörten.

Während eines Aufenthalts in Zürich lernte er zu Pfingsten 1888 den Naturprediger Johannes Guttzeit kennen, der ihm das Vorbild wurde für die Erzählung Der Apostel. Unter seinem Einfluss und dem des Psychiaters, Hirnforschers und Alkoholgegners Auguste Forel wandelte sich Hauptmann für eine Zeit lang zum Lebensreformer und Abstinenzler. Diese Thematik ging ein in die Gestalt des Loth in seinem Drama Vor Sonnenaufgang, das ihm den Durchbruch als Dramatiker brachte. Der Theaterskandal um dieses naturalistische Stück machte ihn in Berlin und darüber hinaus bekannt.

Hauptmann bezog 1891 das gemeinsam mit seinem Bruder Carl gekaufte Haus in Schreiberhau im schlesischen Riesengebirge. Heute befindet sich dort im Haus ein Museum, eine Außenstelle des Riesengebirgsmuseums in Hirschberg (Jelenia Góra). Dort wird zeitgenössische polnische Kunst aus dem Riesengebirge gezeigt. Eine kleine Ausstellung erinnert an die Brüder Hauptmann. Das Museum ist Mitglied im Museumsverbund Gerhart Hauptmann.

Ab 1890 entstanden mit Das Friedensfest (1890), Einsame Menschen (1891) und Der Biberpelz (1893) weitere Dramen Hauptmanns. Auch Komödien wie Kollege Crampton (1891) verfasste er, doch einzig mit Der Biberpelz gelang es ihm, „auch das gesellschaftliche Anliegen des Naturalismus erfolgreich und überzeugend einzuarbeiten“.[1]

In seinem Drama Die Weber, welches er zum größten Teil in Schreiberhau verfasste,[2] verarbeitete Gerhart Hauptmann den Aufstand der schlesischen Weber von 1844. Die Sozialanklage, die er in seinem Drama formulierte, löste im Jahr 1892 ein Beben aus. Das Drama verhalf Hauptmann – in den Aufführungen von Otto BrahmsFreier Bühne“ – zum Durchbruch und wurde von Theodor Fontane lebhaft begrüßt.

1893 wurde Margarete Marschalk Hauptmanns Geliebte. Um Abstand zu gewinnen, fuhr Marie im Januar 1894 mit ihren Söhnen an Bord der Fürst Bismarck in die Vereinigten Staaten von Amerika zu Alfred Ploetz. Hauptmann bereitete in Paris die französische Erstaufführung von Hanneles Himmelfahrt vor und reiste seiner Familie nach, ohne die Premiere abzuwarten, und kehrte – scheinbar versöhnt – im Mai 1894 mit Marie zurück.[3] Der Riss war aber nicht mehr zu überbrücken. Nach mehreren Jahren des Getrenntseins wurde die Ehe im Juli 1904 geschieden. Marie wohnte jedoch noch bis 1909 in der 1899 von Hauptmann erbauten Villa Rautendelein in Dresden-Blasewitz.

Ehrungen und Engagement für den Weltkrieg

Ab 1901 bewohnte Hauptmann mit Margarete Marschalk das Haus Wiesenstein in Agnetendorf (heute Jagniątków); er nannte es „die mystische Schutzhülle meiner Seele“. Im Vorjahr hatte Margarete den gemeinsamen Sohn Benvenuto (1900–1965, Vater von Anja Hauptmann) zur Welt gebracht. Im September 1904 vermählte Hauptmann sich mit ihr; die zweite Ehe währte bis zu seinem Tod und geriet nur kurz, 1905/06, durch seine Liaison mit der 16-jährigen Schauspielerin Ida Orloff in eine ernste Krise.

Hauptmann war 1905 eines der ersten von 31 Mitgliedern der Berliner Sektion in der Gesellschaft für Rassenhygiene des Alfred Ploetz.

1905 wurde Gerhart Hauptmann zum Ehrenmitglied der Berliner Secession ernannt. Das Schreiben von Hans Baluschek unterzeichneten Fritz Rhein, Ludwig Stutz, Leo von König, Hans Dammann, Max Liebermann, Heinrich Hübner, Fritz Klimsch, Georg Kolbe, Robert Breyer, Ulrich Hübner, Walter Leistikow, Ernst Oppler, Jacob Alberts, Käthe Kollwitz und August Endell.[4]

Um die Jahrhundertwende setzten offizielle Ehrungen ein. Dreimal erhielt Hauptmann den österreichischen Grillparzer-Preis, ferner die Ehrendoktorwürde der Universität Leipzig (1909) und des Worcester College der University of Oxford (1905). 1912 wurde er „vor allem als Anerkennung für sein fruchtbares und vielseitiges Wirken im Bereich der dramatischen Dichtung“ mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Kaiser Wilhelm II. schätzte den „sozialdemokratischen“ Dichter nicht. Gegen die Verleihung des Schillerpreises an Hauptmann (für Hanneles Himmelfahrt) legte er 1896 sein Veto ein. Auf Betreiben seines Sohnes, des Kronprinzen Wilhelm, wurde 1913 in Breslau Hauptmanns Festspiel in deutschen Reimen abgesetzt, weil darin das hundertjährige Jubiläum der Befreiungskriege nicht mit Hurrapatriotismus begangen, sondern mit pazifistischen Akzenten versehen wurde. Derselbe Gerhart Hauptmann jedoch, der im Festspiel den Popanz des Militarismus buchstäblich beerdigt hatte, gehörte ein Jahr später auch zu den vielen, die den Ersten Weltkrieg bejahten. Er unterzeichnete das Manifest der 93 und publizierte entsprechende Gelegenheitsverse (die sich wie unfreiwillige Satiren lesen und die er im Manuskript später eigenhändig durchstrich). 1915 erkannte Wilhelm II. ihm den Roten Adler-Orden IV. Klasse zu – die niedrigste Stufe dieses Ordens.

Repräsentativer Dichter Deutschlands

Hauptmanns Kriegseuphorie wandelte sich bald. So beteiligte er sich an einer von zahlreichen Intellektuellen unterschriebenen Erklärung, die am 16. November 1918 im Berliner Tageblatt veröffentlicht wurde und sich mit der Republik solidarisierte.[5] Dass Hauptmann eine Kandidatur als Reichspräsident erwog, wurde 1921 dementiert, das Amt des Reichskanzlers ihm aber angeboten. Im darauf folgenden Jahr wurde ihm als erstem der Adlerschild des Deutschen Reiches verliehen. Zu dieser Zeit war die Nachfrage nach Hauptmanns Werken schon rückläufig, so dass er, um seinen Lebensstandard zu halten, Verfilmungen und Fortsetzungsromane machte. Trotzdem erfreute er sich großer Popularität. Im Ausland galt er als der Repräsentant der deutschen Literatur schlechthin. 1932 begab er sich wegen des Goethejahres auf eine Vortragsreise durch die USA, auf der ihm die Ehrendoktorwürde der Columbia University verliehen wurde. Zudem erhielt er den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main. Anlässlich seines 70. Geburtstags erhielt er mehrere Ehrenbürgerwürden; es gab zahlreiche Ausstellungen und vor allem viele Aufführungen seiner Werke mit bekannten Darstellern. Max Reinhardt gestaltete die Uraufführung von Vor Sonnenuntergang.

1926 bis 1943 lebte Hauptmann während der Sommermonate mit seiner Familie in Kloster auf Hiddensee.[6]

Von 1922 bis 1933 war Elisabeth Jungmann als Sekretärin, Verwalterin und Übersetzerin (Hauptmann nannte sie schlicht „Helferin“) die Vertraute des Hauptmannschen Haushalts. Als Jungmann zu Rudolf G. Binding wechselte, übernahm Erhart Kästner die Stelle.

Wirken in der Zeit des Nationalsozialismus

Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten unterzeichnete Hauptmann am 16. März 1933 eine Loyalitätserklärung der Deutschen Akademie der Dichtung, Sektion der Preußischen Akademie der Künste.[7] Im Sommer desselben Jahres beantragte er die Mitgliedschaft in der NSDAP,[7] sein Antrag wurde aber von den örtlichen Parteidienststellen abgelehnt.[8] In denselben Zeitraum fällt Hauptmanns ausführliche Auseinandersetzung mit Adolf Hitlers Buch Mein Kampf; sein an Markierungen, Anmerkungen und Kommentaren reiches Exemplar befindet sich heute in der „Hauptmann-Bibliothek“ der Staatsbibliothek zu Berlin.[9]

In seinem Selbstverständnis war Hauptmann ein überparteilicher Dichter,[10] die nationalsozialistische Ideologie floss auch nicht in sein Werk ein.[11] Die Distanz zwischen Hauptmann und dem Nationalsozialismus geht auch aus einer Stellungnahme des Amts Rosenberg aus dem Jahr 1942 hervor: „Bei aller Anerkennung der künstlerischen Gestaltungskraft Hauptmanns ist die weltanschauliche Haltung der meisten seiner Werke vom nationalsozialistischen Standpunkt aus kritisch zu betrachten.“[12]

Hauptmann genoss hohes Ansehen in der Bevölkerung, weshalb die Nationalsozialisten alles taten, den Schriftsteller trotz der Emigration zahlreicher Berufskollegen im Land zu halten und für ihre Zwecke zu nutzen. Dennoch wachte die Zensur des Reichspropagandaministers Goebbels über Hauptmanns Wirken. So verbot Goebbels eine Neuauflage von Der Schuss im Park, weil darin eine Schwarze vorkommt. Hauptmann wurde dagegen gesagt, ein neuer Druck sei wegen Papiermangels nicht möglich. Zudem wurden die Verfilmungen von Der Biberpelz und Vor Sonnenaufgang zensiert und die filmische Adaption von Schluck und Jau verboten. Dennoch kam es zu Hauptmanns 80. Geburtstag auch unter Beteiligung von Repräsentanten des nationalsozialistischen Regimes zu Ehrungen, Jubiläumsfeiern und -aufführungen. Hauptmann wurden von seinen Verlegern Peter Suhrkamp und C.F.W. Behl die ersten Exemplare der 17-bändigen Gesamtausgabe seiner Werke überreicht, welche – nach Papierverweigerung durch Goebbels – vom Suhrkamp Verlag vorm. S. Fischer (S. Fischer Verlag / Suhrkamp Verlag) in Haarlem auf in Holland besorgtem Papier gedruckt worden war.[13]

1944 erschien sein großes Alterswerk, die Atriden-Tetralogie, an der er vier Jahre gearbeitet hatte und die Iphigenie in Delphi, Iphigenie in Aulis, Agamemnons Tod und Elektra umfasste. Im August 1944 nahm ihn Adolf Hitler nicht nur in die Gottbegnadeten-Liste, sondern auch als einen der sechs wichtigsten Schriftsteller in die Sonderlisten der unersetzlichen Künstler auf, was Hauptmann von sämtlichen Kriegsverpflichtungen befreite.[14]

Während des Luftangriffs auf Dresden am 13. Februar 1945 weilte Hauptmann mit Ehefrau Margarete im Stadtteil Wachwitz (am damaligen Stadtrand) in Weidners Sanatorium,[15] weil er eine schwere Lungenentzündung auskurieren musste. Über das Inferno sagte er: „Wer das Weinen verlernt hat, der lernt es wieder beim Untergang Dresdens. […] Ich stehe am Ausgangstor des Lebens und beneide alle meine toten Geisteskameraden, denen dieses Erlebnis erspart geblieben ist.“[16] Hauptmann erlebte das Kriegsende in seinem Haus „Wiesenstein“ in Agnetendorf in Schlesien.

Tod und Überführung

Nach dem Krieg kam Schlesien unter polnische Verwaltung; das Verbleiben Hauptmanns wurde durch einen Schutzbrief des sowjetischen Kulturoffiziers Oberst Sokolow vorübergehend ermöglicht.[17] Genau ein Jahr später, am 7. April 1946, wurde Hauptmann von Sokolow persönlich davon unterrichtet, dass die polnische Regierung nun auch auf seiner Aussiedlung bestehe. Vor einer allfälligen Vertreibung erkrankte er jedoch schwer und starb am 6. Juni an einer Bronchitis. Seine letzten Worte sollen gelautet haben: „Bin ich noch in meinem Haus?“ Gegen seinen testamentarisch erklärten Willen wurde Hauptmann nicht in seiner Heimat begraben. Auch ein amtliches Schreiben der Sowjetadministration zugunsten des Schriftstellers, der in der Sowjetunion hoch verehrt wurde, erwies sich als wirkungslos. Lediglich die Mitnahme von Hab und Gut wurde der Familie gestattet. Schon eine Stunde nach dem Tode hatten sich Angehörige der polnischen Miliz vor den Fenstern des Wiesensteins versammelt und direkt unter dem Sterbezimmer ihre Genugtuung geäußert.[18]

Der Leichnam Hauptmanns wurde in einem Zinksarg aufbewahrt und im Arbeitszimmer seines Hauses abgestellt. Die Genehmigung zur zugesicherten Ausreise in einem Sonderzug ließ auf sich warten. Über einen Monat nach dem Tode forderten Vertreter der Sowjetadministration die polnische Verwaltung auch aufgrund der hygienischen Zustände zur Überführung der sterblichen Überreste auf. Einige Tage später wurde der Sarg daraufhin nach Deutschland geschafft. In dem Dokumentarfilm Hauptmann-Transport von Mathias Blochwitz wird die Fahrt des Zuges rekonstruiert.[19]

Bei einer Trauerfeier in Stralsund sprachen Wilhelm Pieck, der Dichter Johannes R. Becher und der sowjetische Kulturoffizier Tjulpanow. Am Morgen des 28. Juli wurde Hauptmann vor Sonnenaufgang und 52 Tage nach seinem Tod auf dem Inselfriedhof in Kloster auf Hiddensee bestattet. Die Witwe des Dichters vermischte ein Säckchen Riesengebirgserde mit Ostseesand.

Kurz nach seinem Tod gab es zahlreiche Trauerfeiern, wo sich viele Intellektuelle der Zeit zu Wort meldeten, unter anderen Ivo Hauptmann, der im Hamburger Rathaus am 4. Juli 1946 folgendes sagte: „Er liegt, seinem Wunsche entsprechend, in einem Fichtenbretter-Sarg, bekleidet mit der Mönchskutte, die ihm vor 40 Jahren in Soana ein Franziskaner schenkte. Er ließ sie sich vor seinem Tode oft reichen, um sich mit ihr vertraut zu machen. Heimaterde, ein kleines Neues Testament, von Kind auf in seinem Besitz, seine Dichtung Der große Traum und der Lobgesang des heiligen Franz von Assisi liegen im Sarg bei ihm.“[20]

1951 wurde ein Granitblock als Grabstein enthüllt. Er trägt gemäß Hauptmanns Wunsch nur seinen Namenszug. 1983 wurde die Urne der 1957 verstorbenen Margarete Hauptmann im Grab ihres Mannes beigesetzt.

Werk


In einer Ansprache vor der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien erklärte Hauptmann am 24. März 1905: „Es meldeten sich in meinem Innern stets viele Stimmen zum Wort, und ich sah keine andere Möglichkeit, einigermaßen Ordnung zu schaffen, als vielstimmige Sätze: Dramen zu schreiben.“ (Centenar-Ausgabe, Bd. 6, S. 689). Die Dramatik bildet das Zentrum seines Schaffens; aber auch andere Gattungen sind in allen Lebensepochen kontinuierlich präsent: Lyrik und Versepik ebenso wie erzählende, autobiografische und essayistische Prosa. Die Gattungs-Grenzen sind bisweilen fließend – sowohl formal (einige der Bühnenwerke sind Versdramen, sozusagen „dramatische Gedichte“) als auch thematisch: der Gedankenkomplex Pippa – Wann – Merlin – Galahad wurde mit starken Veränderungen abwechselnd dramatisch und erzählerisch verarbeitet, zum Eulenspiegel-Stoff gibt es neben dem Versepos auch Szenenfragmente, der Roman Atlantis war vorübergehend als Drama geplant usw.

Einflüsse

Im Berliner avantgardistischen Verein Durch begegnete Hauptmann ab 1885 verschiedenen Vertretern des Naturalismus, die ihn entscheidend prägten. Der Verein berief sich auf historische Vorbilder vom Sturm und Drang, an dem sich vor allem der Kreis um die Brüder Hart orientierte, bis zum Vormärz. Auf den Sitzungen wurde über ästhetische Fragen, über Idealismus, Realismus und die naturalistische Bewegung diskutiert. Gerhart Hauptmann hielt einen Vortrag über den damals weitgehend vergessenen Georg Büchner. Auch damit lässt sich sein naturalistischer Hang begründen. Zudem wird (insbesondere in Die versunkene Glocke)[21] ein Einfluss des Werks von Friedrich Nietzsche, mit dem sich Hauptmann (auf Anraten des dänischen Literaturkritikers Georg Brandes) ab November 1889 intensiv beschäftigte,[22][23] diskutiert.

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Ende der 1880er Jahre wurde er mit der einsetzenden Sozialistenverfolgung konfrontiert. Das Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie wurde zwar schon 1878 auf Bismarcks Bestreben im Reichstag beschlossen, 1887 allerdings nochmals verschärft. Hauptmann wurde 1887 als Zeuge vor das Breslauer Gericht geladen, da er während seiner Studentenzeit Anhänger der Ikarier gewesen war, deren Idee auf den französischen Kommunisten Étienne Cabet zurückgeht. Er suchte 1888 Schutz im Zürcher Haus seines Bruders Carl, um nicht von den Gerichten belangt zu werden. Dort begegnete er dem Psychiater Auguste Forel, dessen Vorlesungen er gemeinsam mit seinen medizinischen Freunden Ferdinand Simon (1861–1912), Alfred Ploetz und seinem Bruder Carl hörte,[24] auch besuchte und der für Hauptmanns literarische Beschäftigung mit der menschlichen Psyche ausschlaggebend war,[25] und dem Naturprediger Johannes Guttzeit, dessen lebensreformerische Vorstellungen sich in Vor Sonnenaufgang niederschlugen. Hauptmanns frühe Träume von einer utopisch-sozialistischen Gemeinschaft wurden noch weiter genährt durch Besuche in der Aussteigerkolonie Monte Verità bei Ascona 1919.

Naturalismus

In Zürich begann Hauptmanns naturalistisches Schaffen. Von hier aus schickte er das Manuskript zu seinem ersten naturalistischen Werk Bahnwärter Thiel nach München, wo es der Kritiker Michael Georg Conrad begutachten sollte. Mit seinem 1889 uraufgeführten Drama Vor Sonnenaufgang sorgte er für einen der größten Skandale der deutschen Theatergeschichte. Das bürgerliche Publikum war schockiert, weil in Hauptmanns Stück Sexualität und Alkoholismus freimütig dargestellt wurden. Es entsprach jedoch auch den Ansprüchen an ein sozialkritisches Drama jener Zeit. Laut Franz-Josef Payrhuber sei Hauptmanns Vor Sonnenaufgang zwar ein epochemachendes Werk, aber sei nicht das repräsentative Beispiel für das naturalistische Drama. Dieses Prädikat käme Familie Selicke von Arno Holz und Johannes Schlaf zu.[26] Hauptmann komme jedoch eine wichtige Rolle zu, da er mit Unterstützung Otto Brahms naturalistische Dramen auf deutschen Bühnen etabliert habe. Unter Brahms Leitung der Freien Bühne, des Deutschen Theaters und des Lessingtheaters kam es beispielsweise zu 17 Hauptmann-Uraufführungen.[27] Durch die zahlreichen Aufführungen auf verschiedenen Bühnen in ganz Deutschland habe der Naturalismus allererst Breitenwirkung und sozialkritische Stoßkraft erhalten.[28]

Mit seinem wichtigsten Drama Die Weber (1891/92), an dessen Realisierung er schon während seines Zürichaufenthalts gedacht hatte, erlangte Hauptmann Weltruhm und erreichte den Höhepunkt seiner naturalistischen Schaffensphase. Die Weber hatten als Grundlage die Weberaufstände von 1844. Hauptmann unternahm zur Recherche größere Reisen durchs Riesengebirge. Ende 1891 vollendete er das Werk zunächst in schlesischem Dialekt, in dem es De Waber heißt. Die dem Hochdeutschen angenäherte Fassung wurde im März 1892 abgeschlossen. Die preußische Zensur verbot die Inszenierung durch die „Freie Bühne“, weil sie in dem Stück einen Aufruf zum Klassenkampf zu erkennen glaubte und man in Breslau – in der Dialektfassung – schlechte Erfahrungen mit seiner überaus starken Wirkung gemacht hatte.[29] Um eine Inszenierung am Deutschen Theater zu ermöglichen, ließ Hauptmann durch seinen Anwalt erklären, das Drama sei nicht als sozialdemokratische Parteischrift, sondern als dichterischer Aufruf an das Mitleid der Besitzenden zu verstehen.[30] Sozialdemokratische Kreise waren von dem Stück – nach der Aufhebung des Aufführungsverbots am 2. Oktober 1893 – begeistert, aber Kaiser Wilhelm II. kündigte seine Loge im Deutschen Theater.

Mit dem Drama Das Friedensfest. Eine Familienkatastrophe (1890) verärgerte Hauptmann angeblich Frank Wedekind, der in dem Stück Anspielungen auf Ereignisse aus seinem eigenen Leben wiederzuerkennen meinte, von denen er dem Autor berichtet hatte. Wedekinds Replik bestand im Auftritt eines Dichters namens Franz Ludwig Meier, der beständig die Äußerungen seiner Freunde protokollierte, in seiner Komödie Die junge Welt.[31]

An einem Weihnachtsabend in den 1880er Jahren kommt Wilhelm Scholz zum ersten Mal nach Jahren wieder in sein Elternhaus. Ein Streit mit dem Vater, Fritz Scholz, hat ihn vor Jahren aus dem Haus getrieben. Seine Verlobte, Ida Buchner, und deren Mutter haben ihn zu dem Besuch überredet. Überraschend erscheint auch der jahrelang verschollene Vater, der heruntergekommen und von Krankheit und Alkohol gezeichnet wirkt. Wilhelm will den Vater nicht sehen. Trotzdem gibt er sich Mühe, den Abend versöhnlich zu gestalten. Doch sein zynischer Bruder Robert macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Fritz Scholz stirbt. Ida ist verzweifelt. Wilhelm wendet sich von ihr ab. Trotzdem gibt sie die Hoffnung nicht auf, einen glücklichen Menschen aus ihm zu machen.

Mit dem Drama Einsame Menschen (1891) übte Hauptmann nach Auskunft von Konstantin Stanislawski starken Einfluss auf Anton Tschechow und die russische Dramatik aus. Hauptmann griff dafür auf einen Konflikt seines Bruders Carl zurück, dessen Beziehung zu einer jungen Polin die ganze Familie in Aufruhr versetzte. Marie Hauptmann, geb. Thienemann war das Vorbild für die Figur der Käthe Vockerat, auch wenn es damals in der Ehe des Autors noch nicht kriselte.[32]

Das Stück spielt um 1890 in einem Landhaus am Müggelsee. Der junge Gelehrte Johannes Vockerat und seine Frau Käthe haben ihr erstes Kind bekommen. Johannes kommt mit seiner wissenschaftlichen Arbeit nicht so wie erhofft voran. Als sein Freund, der Maler Braun, Besuch von der russischen Studentin Anna Mahr erhält, ist Johannes hingerissen von der intelligenten, selbstbewussten jungen Frau und lädt sie ein, für ein paar Wochen bei ihm und seiner Familie zu wohnen. Er findet in Anna erstmals eine ebenbürtige Gesprächspartnerin. Seine Familie beobachtet die immer größer werdende Vertrautheit zwischen Johannes und Anna mit Sorge. Käthe leidet darunter, weil sie sich der klugen Anna unterlegen fühlt. Ihre Eltern, die sehr fromm sind, äußern moralische Bedenken. Johannes und Anna gestehen einander ihre Liebe, müssen aber erkennen, dass diese Liebe keine Zukunft hat. Anna reist ab, Johannes rudert auf den See hinaus, um sich das Leben zu nehmen.

Der Biberpelz erfuhr schlechte Kritiken. Hauptmann wandte sich daraufhin von der naturalistischen Darstellungsweise ab und widmete sich mythisch-religiösen und Märchenstoffen. In diese Schaffenszeit fallen Hanneles Himmelfahrt, Die versunkene Glocke sowie Und Pippa tanzt.[33]

1901 schrieb er eine Fortsetzung des Biberpelz: Die Tragikomödie Der rote Hahn ist im gleichen Milieu angesiedelt. Im Vergleich zum Biberpelz treten hier aber die lustspielhaften Elemente zugunsten einer schärferen Kritik zurück. Mutter Wolffen wurde Witwe und hat wieder geheiratet. Sie heißt nun Fielitz. Sie ist keine urwüchsige Proletarierin mehr, sondern eine Kleinbürgerin. Ihre Aufsteigermentalität macht vor nichts halt – und erneut wird sie für ihren Betrug nicht bestraft.[34]

Mutter Wolffen ist verwitwet und hat den „Schuhmachermeister und Polizeispion“ Fielitz geheiratet. Die Tochter Adelheid hat sie mit dem Baumeister Schmarowski verheiratet. Die zweite Tochter, Leontine, hat zwar ein uneheliches Kind, aber Frau Fielitz hat schon einen Mann für sie im Auge – auch wenn dieser im Moment noch verheiratet ist. Das eigene Haus ist Frau Fielitz zu klein. Im Dorf sind in letzter Zeit mehrere Häuser abgebrannt, und die „untröstlichen“ Besitzer haben beachtliche Versicherungssummen kassiert. Während das Ehepaar Fielitz in Berlin Besorgungen erledigt, brennt ihr Haus bis auf die Grundmauern nieder. Der Schmiede- und Spritzenmeister Langheinrich kann nur mehr den Totalschaden feststellen. Allerdings verschweigt er, dass er ein Stück Zündschnur gefunden hat. Der Verdacht fällt auf Gustav, den geistig behinderten Sohn des pensionierten Gendarmen Rauchhaupt. Der Gendarm will das nicht auf seinem Sohn, der in eine Anstalt gesperrt wird, sitzen lassen, kann aber nichts beweisen. Schmarowski kann einen großzügigen Neubau entwerfen, dessen Fertigstellung Frau Fielitz allerdings nicht mehr erlebt.

Es folgten das soziale Drama Rose Bernd (1901), die Tragikomödie Die Ratten (1911) und das Schauspiel Vor Sonnenuntergang (1932).

Weitere Tendenzen

Peter Sprengel sieht in Hauptmanns Werk nach den Webern drei Haupttendenzen. Die erste Tendenz ist ein Bruch mit dem Naturalismus und eine Zuwendung zur Neuromantik.[28] Zu dieser Richtung passe das Märchendrama Die versunkene Glocke (1896).[35] Das in Versen geschriebene Drama war zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung ein großer Erfolg und zu Lebzeiten Hauptmanns das meistgespielte Stück. Mit dem ebenfalls in Versen geschriebenen Stück Der arme Heinrich (1902) begab sich Hauptmann in das Reich der Legenden und adaptierte das gleichnamige mittelhochdeutsche Versepos Der arme Heinrich von Hartmann von Aue. Kaiser Karls Geisel (1908) und Griselda fallen in die gleiche Kategorie. Eine weitere Grundlage bot die griechische Mythologie, wie das Schauspiel Der Bogen des Odysseus (1913) zeigte.

In letzterem erlebt der Zuschauer einen der tragischsten Momente der Odyssee. Nach langjähriger Irrfahrt gelangt Odysseus endlich wieder auf seine Heimatinsel Ithaka. Als Bauer und Hirte will er sein Leben nun verbringen. Seine Frau Penelope, die so viele Jahre auf ihn gewartet hat, tritt nicht auf – ist aber ständig präsent in seinem Kampf gegen ihre Freier, die sein Königsamt übernehmen wollen, und wird in gewisser Weise auch verantwortlich gemacht für den Verfall der sittlichen Ordnung während der Abwesenheit des Odysseus. Die gesamte Handlung spielt sich auf dem Bauernhof des Schweinehirten Eumaios ab. Hier haben sich vier Freier zu einem Festmahl versammelt, bei dem der von seinen jahrelangen Irrfahrten erschöpfte Odysseus als Bettler verkleidet auftaucht. Odysseus scheint verwirrt, planlos. Erst im vierten Akt gewinnt er mit Hilfe des Hirtengottes Pan seine Kräfte zurück und kann zur Rache an den Freiern ansetzen.

In Sprengels zweiter Tendenz verband Hauptmann Naturalistisches mit Nicht-Naturalistischem. Die Verbindung entstünde durch Kontrastierung der beiden Richtungen. So zeige das Traumspiel Hanneles Himmelfahrt (1893) sowohl soziale Anklage als auch den Entwurf einer romantischen Phantasiewelt. Auch in Und Pippa tanzt! (1905) zeigten sich demnach eine reale und eine ideale Sphäre.[28]

Die dritte Tendenz sieht laut Sprengel keinen Bruch mit dem Naturalismus vor und beinhaltet sämtliche weitere Hauptmann-Dramen naturalistischer Prägung. Ihr gehören u. a. das historische Revolutionsdrama Florian Geyer. Die Tragödie des Bauernkrieges (1896), Fuhrmann Henschel (1898) und die erst aus dem Nachlass aufgeführten Dramen Herbert Engelmann (1962) und Christine Lawrenz (1990) an.

Florian Geyer (1490–1525) war ein Anführer im Deutschen Bauernkrieg von 1525. Das Stück kam beim Publikum überhaupt nicht an.

Während und nach dem Ersten Weltkrieg schuf Hauptmann eine Reihe von Theaterstücken, die andere Stilphänomene aufwiesen als die genannten. So entwarf er mit der Winterballade (1917) und im Weißen Heiland mythische Bilder. Versuche symbolischer Gestaltung unternahm er in den Dramen Die goldene Harfe (1932) und Ulrich von Lichtenstein (1939). Die Shakespeare-Adaption Hamlet in Wittenberg (1935) enthält ebenso historische Darstellungsweisen wie das 1915 beendete Magnus Garbe, das aber erst 1956 zur Uraufführung kam.[26]

Mit seinem Spätwerk, der Atriden-Tetralogie, adaptierte Hauptmann antike Dramen. Allerdings hat er sie nach den Erfahrungen einer Griechenlandreise neu gedeutet.

Rezeption

Hauptmanns Frühwerk wurde unterschiedlich beurteilt. Die konservativen Kreise und auch die Staatsführung des Kaiserreichs waren von seinen sozialkritischen Dramen wenig begeistert, was sich auch durch Zensur und Schmähauszeichnungen ausdrückte. Seine oppositionelle Position steigerte jedoch sein Ansehen in den Kreisen der progressiven Intellektuellen, die gerade diese Züge an seinen Dramen schätzten. Nach zahlreichen naturalistisch geprägten Werken änderte sich Hauptmanns Schaffen und seine Werke fanden zunehmend Anklang beim Besitz- und Bildungsbürgertum. Für diese Kehrtwendung wurde er vielfach kritisiert, wie zum Beispiel von Franz Mehring, der anlässlich der Aufführung von Hanneles Himmelfahrt schrieb: „Es tut mir leid um Gerhart Hauptmann, aber wenn er unter die Räuber der bürgerlichen Kritik gefallen ist, wenn die Börsenpresse ihm jubelnd bescheinigt, er biege in das Tor der echten und wahren Dichtkunst ein, so hat er dies Schicksal reichlich verdient. […] Wir sind noch niemals verurteilt gewesen, einen so großen Missbrauch eines so großen Talents mit eigenen Augen zu sehen.“[36]

Dennoch war er weiterhin gefragter Schriftsteller und galt im Ausland als repräsentativer Dichter Deutschlands. Der ungarische Philosoph und Literaturkritiker Georg Lukács hingegen nannte Hauptmann später den „repräsentativen Dichter des bürgerlichen Deutschlands“, womit er jedoch nicht Hauptmanns hervorgehobene Stellung unterstrich. Vielmehr drückte er damit seinen Unmut gegenüber Hauptmanns Wankelmütigkeit und geringer Verwurzelung an seine „revolutionären Anfänge“ aus.[37] Trotz seines hohen Ansehens ging der Verkauf seiner Werke stetig zurück, weil sich andere Dichter und Dramatiker in den Blickpunkt drängten. Hauptmann hatte sich einen kostspieligen Lebensstil angeeignet, lebte in teuren Hotels, empfing oft Gäste im Wiesenstein und unternahm Reisen nach Italien. Die Sommer verbrachte er in seinem großen Haus auf Hiddensee, das Günter Kunert als „Do-it-your-self-Olymp“ bezeichnete.[38] Thomas Mann ließ sich bezüglich dieses Lebensstils zu einer spöttischen Kritik an Hauptmann hinreißen, als er ihn 1922 als „König der Republik“ bezeichnete.[39] Zudem verarbeitete Thomas Mann einige Charakterzüge Hauptmanns in der Person Mynheer Peeperkorn in seinem Buch Der Zauberberg.

Die Tatsache, dass Hauptmann nach der „Machtergreifung“ 1933 noch in Deutschland lebte, wollten sich die Nationalsozialisten zunutze machen und den angesehenen Dichter zu ihrem Nutzen verwenden. Verschiedene Stücke, die der Parteiführung wegen ihres aufrührerischen Charakters missfielen, wurden zwar verboten, dennoch wurden weiterhin Hauptmann-Werke aufgeführt. Zu Hauptmanns 80. Geburtstag 1942 wurden Festaufführungen und Ehrungen vorgenommen, die er vorbehaltlos entgegennahm.

Nach seinem Tod begann Hauptmanns Ruhm, den er zu Lebzeiten noch genossen hatte, zu verblassen. Sein Ansehen wurde durch sein unkritisches Verhalten gegenüber den Nazis zusätzlich gesenkt. Anlässlich seines 100. Geburtstags 1962 fanden in zahlreichen deutschen Städten Festveranstaltungen statt. Bis in die 1970er Jahre wurden an westdeutschen Bühnen immer wieder Hauptmannwerke aufgeführt, wobei sich vor allem Der Biberpelz und Die Ratten über Zuspruch freuen konnten. Dennoch wurde Hauptmanns Werk nun kritischer betrachtet. In diesem Zuge kamen manche schwachen Aspekte innerhalb seines Werkes zutage, die zuvor durch „unbedenkliches lautes Lob“ zugedeckt worden waren.[40] Überdies wurden Hauptmanns Werke hinsichtlich der politischen Kultur der späten sechziger und frühen siebziger Jahre zunehmend bedeutungsloser, da man mit dem „überlieferten Bilde des Sehers vom Wiesenstein wenig anfangen“ konnte.[41]

In der DDR lebte Hauptmanns literarisches Ansehen weiter. Seine Sozialkritik fand vielerorts Anklang und war beispielgebend für die lebendig fortwirkende Tradition des bürgerlichen deutschen Humanismus.[42]

Gedenken und Ehrungen


Auszeichnungen


Hauptmann als Regisseur


An den frühen Uraufführungen seiner Stücke, die vom Ensemble um Otto Brahm gestaltet wurden, war Gerhart Hauptmann als Co-Regisseur beteiligt.[46] Später führte er bei folgenden Produktionen Regie:

Hauptmann in der bildenden Kunst


Gerhart Hauptmann, der nach eigenem Bekunden gerne auch Bildhauer geworden wäre, war zeitlebens selbst ein interessantes Motiv für Künstler. Porträts schufen unter anderem

Briefmarken

Werke


Lyrik und Versepik

Prosa

Dramen

Editionen

Werke

Tage- und Notizbücher

Briefwechsel

Literatur


Bibliografie und Nachlasskatalog

Biografien und Gesamtdarstellungen

Sonstige Sekundärliteratur

Bücher
Aufsätze
Belletristische Sekundärliteratur

Verfilmungen


(Vgl. Sigfrid Hoefert: Internationale Bibliographie zum Werk Gerhart Hauptmanns. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2003, S. 115–130)

Hörspiele


Ursendung: 27. September 1926 (Live ohne Aufzeichnung)

Ursendung: 8. November 1926 (Live ohne Aufzeichnung)

u. a. Ursendung: 11. November 1926 (Live ohne Aufzeichnung)

Vertonungen


Bühnen-, Hörspiel- und Filmmusik

Vertonungen einzelner Gedichte

1. ’s ist so ein stiller, heil’ger Tag – 2. Weltweh und Himmelssehnsucht („Wie eine Windesharfe sei deine Seele…“) – 3. Ich kam vom Pflug der Erde (= Frau Julie Schubert ins Stammbuch)
  • Sieben Gesänge (op. 27; 1897) für tiefe Stimme und Klavier. Texte aus Das bunte Buch. UA 6. November 1897 Berlin (Hochschule für Musik)
1. Weltweh und Himmelssehnsucht („Wie eine Windesharfe sei deine Seele…“) – 2. ’s ist so ein stiller, heil’ger Tag – 3. Kreischende Möwen jagen (aus Gewitterstimmungen am Meer) – 4. Nebel („Wohin mein Blick durch Nebel sieht…“) – 5. Abend („Purpurschimmer tränket die Rebenhügel…“) – 6. Ein Grillenlied („Mich lockt der Duft…“) – 7. Graue Nebel decken See und Land
  • Fünf Lieder (op. 40; 1903)
1. Weiß nicht, woher ich kommen bin – 2. Glimmerfunken im Aschenrauch – 3. Sidselills Lied – 4. Düstre Wolken steigen – 5. Aufgang
  • Gesang der Engel aus Hanneles Himmelfahrt (op. 70,2; 1919), aus: Drei Gesänge für dreistimmigen Frauenchor mit Klavier
1. Unaufhörlich bläst das Meer (Mondscheinlerche, aus Das bunte Buch) – 2. Ein schwarzes Schiff kreuzt still vorbei
1. ’s ist so ein stiller, heil’ger Tag – 2. Wohin mein Blick durch Nebel sieht (= Nebel) – 3. Kreischende Möven jagen – 4. Purpurschimmer tränket die Rebenhügel (= Abend) – 5. Graue Nebel decken See und Land
1. Rautendelein am Brunnen – 2. Rautendelein am Heerd
1. Trost – 2. Sing mir das Wiegenlied, o ewiges Meer

Konzertstücke, Programm-Musik

Musiktheater

Siehe auch


Weblinks


Wikisource: Gerhart Hauptmann – Quellen und Volltexte
Commons: Gerhart Hauptmann  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wikiversity: Thomas Mann und Gerhart Hauptmann – Kursmaterialien, Forschungsprojekte und wissenschaftlicher Austausch

Einzelnachweise


  1. Helmut Scheuer: Gerhart Hauptmann, Der Biberpelz. Frankfurt am Main 1986, S. 46.
  2. Landkreis Görlitz, Geschäftsstelle Umgebindeland (Hrsg.): Verliebt ins Umgebindeland – Landschaften, Häuser, Menschen. / Překrásnou krajinou podstávkových domů – Krajina, domy, lidé. 2002, ISBN 978-3-929744-73-6, S. 98 (Online (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive) [PDF; 7,0 MB]).
  3. Klemens Dieckhöfer: Gerhart Hauptmann (1862–1946) und Nietzsche. Nietzsches Einfluß auf Gerhart Hauptmann und dessen Erlebnis der Natur. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 34, 2015, S. 123–128, hier: S. 123.
  4. Brief von Hans Baluschek, Fritz Rhein, Ludwig Stutz, Leo von König, Hans Dammann, Max Liebermann, Heinrich Hübner, Fritz Klimsch, Georg Kolbe, Robert Breyer, Ulrich Hübner, Walter Leistikow, Ernst Oppler, Jacob Alberts, Käthe Kollwitz, August Endell, Julius Klinger, Paul Baum, Lovis Corinth und August Kraus von Berliner Secession an Gerhart Hauptmann. In: Europeana. 3. November 1905, abgerufen am 1. Februar 2015.
  5. „Heut hat das Volk sein Geschick in die Hand genommen. Keiner wird jetzt zurückstehen, dessen Kräfte im Nationaldienst verwendbar sind. Auch die neue Regierung möge mit uns rechnen, wo sie unser Wirken für ersprießlich hält. Keiner von uns wird zögern, im Wohlfahrtsdienste des Friedens das Seine von Herzen und nach Kräften zu tun.“ Nach Hugo Ball: Die Fingerfertigen. textlog.de
  6. Das Gerhart Hauptmann Haus in Kloster auf Hiddensee , Museumsverbund Gerhart Hauptmann.
  7. a b Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 223.
  8. Jan-Pieter Barbian: Die vollendete Ohnmacht? : Schriftsteller, Verleger und Buchhändler im NS-Staat ; ausgewählte Aufsätze. Klartext, Essen 2008, S. 42 f. Barbian verweist auf einen Hinweis bei Harry Graf Kessler, Tagebücher 1918–1937, Hg. von Wolfgang Pfeiffer-Belli, Frankfurt am Main 1961, S. 729 (20. Oktober 1933), wonach Hermann Graf Keyserling dies kolportierte; vgl. Harry Graf Kessler: Das Tagebuch. 1926–1937. Hrsg.: Sabine Gruber und Ulrich Ott unter Mitarbeit von Christoph Hilse. Band 9. Cotta, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-7681-9819-6, S. 610 (Volltext in der Google-Buchsuche).. Vergleiche auch zur Bestätigung des um dem 1. August 1933 stattgefundenen Antrages durch Felix A. Voigt 1961 Walter A. Reichart gegenüber bei Rüdiger Bernhardt: Gerhart Hauptmann : eine Biografie. Verlag Atelier im Bauernhaus, Fischerhude 2007, S. 159; Bernhardt führt die abschlägige Bescheidung des Antrags auf die Mitglieder-Aufnahmesperre der NSDAP zurück.
  9. Othmar Plöckinger: Geschichte eines Buches: Adolf Hitlers „Mein Kampf“: 1922–1945; eine Veröffentlichung des Instituts für Zeitgeschichte. Oldenbourg, München 2006, S. 448.
  10. Vgl. hierzu Peter Sprengel: Der Dichter stand auf hoher Küste. Gerhart Hauptmann im Dritten Reich. Berlin 2009.
  11. Ulrich Lauterbach, Eberhard Siebert: Einleitung. In: Wirklichkeit und Traum, Gerhart Hauptmann 1862–1946. Ausstellungskatalog der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz. Berlin 1987, S. 7–12, hier S. 11.
  12. Zitat bei Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945 (= Die Zeit des Nationalsozialismus. Bd. 16048). 2. aktualisierte Auflage. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 232.
  13. Dichtung / Hauptmann-Nachlass: Ungeheures durchgemacht. In: Der Spiegel. Nr. 17, 1962, S. 59 (online 25. April 1962).
  14. Oliver Rathkolb: Führertreu und gottbegnadet. Künstlereliten im Dritten Reich. Österreichischer Bundesverlag, Wien 1991, ISBN 3-215-07490-7, S. 176; siehe auch: Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 222.
  15. Weidners Sanatorium. In: Dresdner-Stadtteile.de. Abgerufen am 1. Februar 2018.
  16. Centenar-Ausgabe, Bd. 11, S. 1205.
  17. Martin Halter: Die Vertreibung aus dem schlesischen Himmelreich in Berliner Zeitung vom 27/28. 01. 2018 S. 8 (Magazin)
  18. Als die Deutschen weg waren. Was nach der Vertreibung geschah: Ostpreußen, Schlesien, Sudetenland. Rowohlt, Reinbek 2007, ISBN 978-3-499-62204-5.
  19. Flimclub im Kulturforum: Der Hauptmann-Transport. Bezirksamt Marzahn/Hellersdorf, Fachbereich Kultur, 3. März 2016, abgerufen am 29. Juli 2016 (Pressemitteilung).
  20. Ivo Hauptmann: Worte des Gedenkens. Gesprochen bei der Feier im Rathaus zu Hamburg. 4. Juli 1946. Aus Hans von Hülsen (Hrsg.): Sieben Reden gehalten zu seinem Gedächtnis. Verlag Deutsche Volksbücherei, Goslar 1947.
  21. Albert Rode: Hauptmann und Nietzsche. Ein Beitrag zum Verständnis der „Versunkenen Glocke“. 2. Auflage Hamburg 1897.
  22. Klemens Dieckhöfer: Gerhart Hauptmann (1862–1946) und Nietzsche. Nietzsches Einfluß auf Gerhart Hauptmann und dessen Erlebnis der Natur. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 34, 2015 (2016), S. 123–128.
  23. Ferdinande Nückel: Hauptmann und Nietzsche. Philosophische Dissertation München 1923.
  24. Klemens Dieckhöfer: Gerhart Hauptmann (1862–1946) und Nietzsche. Nietzsches Einfluß auf Gerhart Hauptmann und dessen Erlebnis der Natur. 2015 (2016), S. 125.
  25. Klemens Dieckhöfer: Gerhart Hauptmanns Sicht der Psychiatrie. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 11, 1993, S. 341–349, hier: S. 342–345.
  26. a b Franz-Josef Payrhuber: Literaturwissen Gerhart Hauptmann. Stuttgart 1998, S. 20.
  27. Peter Sprengel: Gerhart Hauptmann. In: Hartmut Steinecke (Hrsg.): Deutsche Dichter des 20. Jahrhunderts. Berlin 1996, S. 31–42, hier S. 33.
  28. a b c Brief vom 19. Februar 1885 an den dänischen Literaturkritiker Georg Brandes. Zitiert nach: Peter Sprengel: Gerhart Hauptmann. In: Gunter E. Grimm, Frank Rainer Max (Hrsg.): Deutsche Dichter. Stuttgart 1993, S. 525.
  29. Hans Schwab-Felisch: Gerhart Hauptmann: Die Weber. 3. Auflage. Ullstein, Berlin 1998, ISBN 3-548-24047-X.
  30. Kurt Rothmann: Kleine Geschichte der deutschen Literatur. Stuttgart 1980, S. 212.
  31. Verlag Felix Bloch Erben GmbH [1]. Abgerufen am 5. März 2011
  32. Verlag Felix Bloch Erben GmbH [2]. abgerufen am 5. März 2011
  33. Verlag Felix Bloch Erben GmbH [3] Inhaltsangabe. abgerufen am 5. März 2011
  34. Verlag Felix Bloch Erben GmbH [4]. Abgerufen am 5. März 2011
  35. Verlag Felix Bloch Erben GmbH [5] Inhaltsangabe. Abgerufen am 5. März 2011
  36. Reinhild Schwede: Wilhelminische Neuromantik – Flucht oder Zuflucht? Frankfurt am Main 1987, S. 93. Peter Sprengel führt in Die Wirklichkeit der Mythen (Berlin 1982) S. 101f (Fn. 104) in der Google-Buchsuche das Zitat und Hauptmanns Erwiderung darauf an.
  37. Georg Lukács: Gerhart Hauptmann. In: Hans Joachim Schrimpf (Hrsg.): Georg Hauptmann, Darmstadt 1976, S. 82–95.
  38. Günter Kunert: Am Rande der Welt: Eine Insel. In: Marion Magas: Hiddensee – Versteckte Insel im verschwundenen Land. DDR-Zeitzeugnisse von Inselfreunden und Lebenskünstlern. Berlin 2010, ISBN 978-3-00-018132-0, S. 200.
  39. W. Vocke: Daten der deutschen Literatur Gerhart Hauptmann
  40. Gerhard Schulz: Gerhart Hauptmanns dramatisches Werk. In: Walter Hinck (Hrsg.): Handbuch des deutschen Dramas. Düsseldorf 1980, S. 311–326, hier S. 311.
  41. Peter Sprengel: Gerhart Hauptmann. In: Gunter E. Grimm, Frank Rainer Max (Hrsg.): Deutsche Dichter. Stuttgart 1993, S. 530.
  42. Gustav Erdmann: Gerhart Hauptmann auf Hiddensee. Mit einer Einführung in Leben und Werk des Dichters. Kloster auf Hiddensee 1991, S. 23.
  43. Honorary Members: Gerhart Hauptmann. American Academy of Arts and Letters, abgerufen am 10. März 2019 (falsche Schreibung des Vornamens).
  44. Klemens Dieckhöfer: Gerhart Hauptmann (1862–1946) und Nietzsche. Nietzsches Einfluß auf Gerhart Hauptmann und dessen Erlebnis der Natur. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 34, 2015, S. 123–128, hier: S. 125 f.
  45. Oesterreichische Auszeichnung für Gerhart Hauptmann.. In: Neue Freie Presse, 9. Dezember 1937, S. 5 (Online bei ANNO).
  46. Heinz Dieter Tschörtner: Gerhart Hauptmann. Ein bibliographischer Beitrag zu seinem 100. Geburtstag. Berlin 1962, S. 103–118.



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