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Gerhard Scherhorn




Gerhard Scherhorn (* 21. Februar 1930 in Hannover; † 28. Februar 2018[1]) war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang


Gerhard Scherhorn war der Sohn des späteren Obersts Heinrich Scherhorn. Nach einer Buchhändlerlehre in Hannover studierte Scherhorn an der Universität Köln und wurde 1959 zum Dr. rer. pol. promoviert. Nach seiner Habilitation (Wirtschaftliche Staatswissenschaften) in Köln 1966 nahm er Lehr- und Forschungstätigkeit in Köln, Hamburg, Stuttgart auf. Er wurde Rektor der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg. Bis zu seiner Emeritierung 1998 war er Professor für Konsumtheorie und Verbraucherpolitik an der Universität Hohenheim. 1996 war er Gründungsmitglied der Vereinigung für Ökologische Ökonomie, in deren Vorstand er bis zu seinem Tod wirkte.[2] Als Gründungsmitglied des Netzwerks Nachhaltige Ökonomie war er ab 2009 außerdem an der Entwicklung des Konzepts der Nachhaltigen Ökonomie beteiligt.[3] Bis zu seinem Tod war er Mitherausgeber des Jahrbuchs Nachhaltige Ökonomie.[4][5]

Von 1996 bis 2003 leitete er als Direktor die Arbeitsgruppe „Neue Wohlstandsmodelle“ am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, anschließend bis 2005 war er Leiter der Forschungsgruppe „Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren“, ebenfalls am Wuppertal-Institut.[6]

Im Jahr 2010 veröffentlichte Scherhorn federführend für die Projektgruppe Ethisch-Ökologisches Rating den Appell „Nachhaltige Entwicklung braucht Gesetze für Nachhaltigen Wettbewerb!“.[7] Die Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, „die Zivilgesellschaft, die Wirtschaft und die Politik davon zu überzeugen, dass die Wettbewerbsordnung die nachhaltige Entwicklung behindert, solange sie ein Streben nach Wettbewerbsvorteilen erlaubt, die aus der Abwälzung von Kosten auf Umwelt und Gesellschaft resultieren.“[7]

Scherhorn starb Ende Februar 2018 im Alter von 88 Jahren.[8]

Arbeitsschwerpunkte


Lehraufträge / Beratungen / Mitgliedschaften


Veröffentlichungen (Auswahl)


Weblinks


Einzelnachweise


  1. Traueranzeige in der Süddeutschen Zeitung. Abgerufen am 3. März 2018.
  2. a b Nachruf auf Gerhard Scherhorn 21.2.1930 – 28.2.2018 , Vereinigung für Ökologische Ökonomie, abgerufen am 17. Mai 2018.
  3. Netzwerk Nachhaltige Ökonomie: Mitglieder. Abgerufen am 31. Juli 2018.
  4. Im Brennpunkt: Wachstum. In: Holger Rogall, Hans-Christoph Binswanger, Felix Ekardt, Anja Grothe, Wolf-Dieter Hasenclever, Ingomar Hauchler, Martin Jänicke, Karl Kollmann, Nina V. Michaelis, Hans G. Nutzinger, Gerhard Scherhorn (Hrsg.): 2. Jahrbuch Nachhaltige Ökonomie. 2., korr. Aufl. Metropolis, Marburg 2013, ISBN 978-3-89518-957-9.
  5. Nachruf auf Gerhard Scherhorn. In: Holger Rogall, Hans-Christoph Binswanger, Felix Ekardt, Anja Grothe, Wolf-Dieter Hasenclever, Ingomar Hauchler, Martin Jänicke, Karl Kollmann, Nina V. Michaelis, Hans G. Nutzinger, Gerhard Scherhorn (Hrsg.): 6. Jahrbuch Nachhaltige Ökonomie. Im Brennpunkt: Zukunft des nachhaltigen Wirtschaftens in der digitalen Welt. 1. Auflage. Metropolis, Marburg 2018, ISBN 978-3-7316-1339-8, S. 20.
  6. Gerhard Scherhorn zum 80. Geburtstag: Das Wuppertal Institut gratuliert , 18. Februar 2010, Wuppertal Institut, abgerufen am 17. Mai 2018.
  7. a b Wer wir sind (Memento vom 2. April 2012 im Internet Archive) auf nehmenundgeben.de
  8. Wuppertal Institut trauert um Professor Dr. Gerhard Scherhorn. Wuppertal Institut, 2. März 2018, abgerufen am 3. März 2018.



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