Gerhard Fink - de.LinkFang.org

Gerhard Fink

Gerhard Fink (* 29. November 1934 in Fürth;[1]18. Juni 2013 in Nürnberg[2]) war ein deutscher Altphilologe und Fachdidaktiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben


Fink studierte Klassische Philologie, Germanistik, Philosophie und Geschichtswissenschaften in Erlangen. Im Wintersemester 1955/56 beteiligte er sich an der Wiedergründung der Burschenschaft Alemannia Leipzig in Erlangen, später erhielt er ehrenhalber das Band des BDSt Saxonia Prag zu Nürnberg.[2] 1958 wurde er mit einer mythologischen Studie über Pandora und Epimetheus zum Dr. phil. promoviert.

Einen Schwerpunkt seiner Arbeit bildete die Fachdidaktik der Alten Sprachen, der er sich in zahlreichen Aufsätzen, Essays und Lehrwerken widmete. Außerdem unterrichtete er als Gymnasiallehrer Latein, Deutsch und Geschichte am Willstätter-Gymnasium in Nürnberg und war darüber hinaus auch mit der Referendarsausbildung betraut. Fink war maßgeblich an der Konzeption der „Cursus“-Lehrwerke vom C.C.Buchner-Verlag beteiligt. Die Lehrgänge „Cursus Continuus“ und „Cursus Brevis“ wurden fast 50 Jahre lang bundesweit in Schulen eingesetzt und dabei über einen langen Zeitraum von Fink als Mitherausgeber und Mitautor beständig überarbeitet.[3] Daneben verfasste er verschiedene Lehrmaterialien für den Lateinunterricht wie Lernhilfen, Abiturtrainer, Lesebücher und Schulausgaben, konzipierte Standardwerke wie Langenscheidts Grundwortschatz Latein sowie gemeinsam mit Friedrich Maier die Konkrete Fachdidaktik Latein.

Auch als Übersetzer und Herausgeber war Fink umfangreich tätig. Er besorgte deutsche Übersetzungen von Seneca, Horaz, Vergil, Aulus Gellius[4] sowie eine Prosaübersetzung zu Ovids Metamorphosen. Viele dieser Ausgaben wurden in der zweisprachigen Artemis-Reihe publiziert, die Fink zudem einige Jahre als Herausgeber neben Manfred Fuhrmann und Karl Bayer betreute. In zahlreichen Veröffentlichungen bemühte sich Fink darum, zentrale Texte und Themen der Antike einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So verfasste er für die Reihe „Meisterwerke kurz und bündig“ der Serie Piper Zusammenfassungen von Platons Dialogen und Homers Epen, eine an Gustav Schwab orientierte Neufassung der „schönsten Sagen der Antike“ für ein zeitgenössisches Publikum und Nachschlagewerke wie das Who’s who in der antiken Mythologie. Speziell „für Gestresste“ gab er eine Zusammenstellung von Senecas philosophischen Betrachtungen über das glückliche Leben heraus, und für eine junge Leserschaft schrieb er den Band Die alten Griechen aus der Was-ist-was-Reihe. Darüber hinaus beschäftigte sich Fink in Schimpf und Schande und dem selbstironisch betitelten kleinen Schmutzfink mit Schimpfwortkunden aus dem Lateinischen. Einige humoristische Werke erschienen auch unter dem Pseudonym „Caius Claudius Callidus“, bisweilen „CCC“ genannt.

Auch Finks fränkische Heimat bildete zeitlebens einen Schwerpunkt seiner Forschungen. So übersetzte er die Nürnberger Chronik des Conrad Celtis, gab weitere lokalhistorische Quellen heraus und erstellte den Lilliput-Sprachführer Fränkisch für den Langenscheidt-Verlag.

Gerhard Fink starb am 18. Juni 2013 nach langer Krankheit im Alter von 78 Jahren in Nürnberg.

Publikationen (Auswahl)


Bücher

Lehrwerke, Fachdidaktik und Wörterbücher

Editionen und Übersetzungen

Literatur


Einzelnachweise


  1. Biographie Finks auf www.dtv.de
  2. a b Traueranzeige Finks
  3. Forum Classicum 3, 2013, S. 214
  4. Forum Classicum 3, 2013, S. 214

Weblinks





Kategorien: Altphilologe (20. Jahrhundert) | Altphilologe (21. Jahrhundert) | Fachdidaktiker (alte Sprachen) | Übersetzer aus dem Latein | Übersetzer ins Deutsche | Übersetzer von Vergil | Autor | Deutscher | Geboren 1934 | Gestorben 2013 | Mann | Burschenschafter (20. Jahrhundert)

Werbung:


Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard Fink (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Veränderungen: Alle Bilder und die meisten Designelemente, die mit ihnen in Verbindung stehen, wurden entfernt. Icons wurden teilweise durch FontAwesome-Icons ersetzt. Einige Vorlagen wurden entfernt (wie „Lesenswerter Artikel“, „Exzellenter Artikel“) oder umgeschrieben. CSS-Klassen wurden zum Großteil entfernt oder vereinheitlicht.
Wikipedia spezifische Links, die nicht zu Artikeln oder Kategorien führen (wie „Redlink“, „Bearbeiten-Links“, „Portal-Links“) wurden entfernt. Alle externen Links haben ein zusätzliches FontAwesome Icon erhalten. Neben weiteren kleinen Designanpassungen wurden Media-Container, Karten, Navigationsboxen, gesprochene Versionen & Geo-Mikroformate entfernt.


Stand der Informationen: 01.03.2020 10:57:04 CET - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
Beachten Sie auch : Impressum & Datenschutzerklärung.