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Gaaden

Gaaden
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mödling
Kfz-Kennzeichen: MD
Fläche: 24,89 km²
Koordinaten: 48° 3′ N, 16° 12′ O Koordinaten: 48° 3′ 0″ N, 16° 12′ 0″ O
Höhe: 323 m ü. A.
Einwohner: 1.653 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 2531
Vorwahl: 02237
Gemeindekennziffer: 3 17 06
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 29
2531 Gaaden
Website: www.gaaden.at
Politik
Bürgermeister: Rainer Schramm (WIR – Wir Gaadener)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
12
4
3
12 
Insgesamt 19 Sitze

Lage von Gaaden im Bezirk Mödling
Kirche von Gaaden
Kirche von Gaaden
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Gaaden ist eine Gemeinde im Bezirk Mödling in Niederösterreich mit 1653 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019).

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Gaaden liegt im nördlichen Wienerwald am Fuße des Anningers in einem weiten Talbecken, das durch den Mödlingbach entwässert wird. Der Ort liegt an der Mödlinger Straße B 11.

Durch die Bezirkszugehörigkeit ist das tägliche Leben nach Mödling ausgerichtet, obwohl Baden ungefähr gleich weit entfernt liegt.

Gemeindegliederung

Zum Gemeindegebiet gehört noch die Katastralgemeinde Anningerforst, die aber kein eigener Ort ist und zumeist nur aus Waldgebiet und dem Dolomitsteinbruch besteht. Auch die Dreidärrischenhöhle liegt in diesem Waldgebiet.

Angrenzende Gemeinden

Wienerwald Hinterbrühl Mödling
Heiligenkreuz Nachbargemeinden Guntramsdorf
Heiligenkreuz Pfaffstätten Gumpoldskirchen

Geschichte


Der Ort, seit 1376 eine Herrschaft des Stiftes Heiligenkreuz,[1] wurde 1130 das erste Mal urkundlich erwähnt. Während der Türkenkriege wurde der Ort jeweils zum großen Teil zerstört.

Im 19. Jahrhundert war der Ort während der „Sommerfrische“ beliebt. Viele namhafte Künstler verbrachten den Sommer dort, wie der Dichter Ferdinand Raimund, der den Verschwender in Gaaden schrieb. Das „Kraxenweiberl“ im Verschwender ist ein Symbol für einen Gaadener Menschentyp, der seit Jahrhunderten mühselig von Kalk- und Holzgewinnung lebt. Auch andere Künstler, darunter Maler (etwa Ferdinand Waldmüller) und Musiker, fanden im Ferienort Inspiration für ihre Werke.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts bahnte sich eine tief greifende Änderung der sozialen Verhältnisse an. Mit dem Bau der Wiener Ringstraße wurden Kalk und Holz zu begehrten Materialien und der Ort erlebte einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufschwung.

Um 1911 wurde von Karl Freiherr von Skoda auf dem Gemeindegebiet von Gaaden nach Plänen des Architekten Emanuel von Seidl das Jagdschloss Gaaden (auch Skoda-Schloss genannt) errichtet. Nach der Enteignung durch die Sowjetischen Truppen im Jahr 1945 wurde das Jagdschloss Gaaden in ein Ferienheim umfunktioniert. Bis 1955 verbrachten dort mehr als 1000 Kinder ihre Sommerferien. Heute befindet sich das Jagdschloss Gaaden in Privatbesitz.

Nach dem Anschluss Österreichs im Jahr 1938 wurde der Ort in die Stadt Wien zum 24. Bezirk eingemeindet. Erst 1954 wurde der Ort wieder eigenständig und fiel an Niederösterreich zurück.

Am 26. Juli 1944 kollidierten nach einem Angriff von deutschen Jagdflugzeugen im Luftraum über Gaaden zwei amerikanische Boeing B-17. Dabei konnten sich nur drei von zwanzig Besatzungsmitgliedern mit dem Fallschirm retten.[2]

Eine natürliche Höhle, die erst durch den Abbau in einem Dolomitsteinbruch erreichbar wurde, diente den beiden Unternehmen Hofherr-Schrantz und Uher aus Wien auf einer Fläche von etwa 5000 m² unter dem Decknamen Dazit als Produktionsstelle.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Volkszählung Einwohner
2011 1613
2001 1435
1991 1211
1981 1000
1971 783

Quelle: Bevölkerungsentwicklung von Gaaden. (PDF) Statistik Austria

Sehenswürdigkeiten


Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gaaden

Regelmäßige Veranstaltungen


Die wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse in Gaaden, die jährlich stattfinden, sind:

Kultur


Politik


Bürgermeister der Gemeinde ist Rainer Schramm, Liste WIR (Wir Gaadener). Amtsleiter Walter Resetarits.

Im Gemeinderat bestand bei 19 Mandaten, nach der Gemeinderatswahl vom 6. März 2005, folgende Mandatsverteilung: WIR (Liste „Wir Gaadner“) 11, Liste ÖVP 7, SPÖ 1. Am 4. Dezember 2007 legten die sieben ÖVP-Gemeinderäte ihre Mandate zurück und da auch die weiteren Kandidaten eine Verzichtserklärung abgaben, wurde der Gemeinderat aufgrund Beschlussunfähigkeit aufgelöst, sodass es 2008 zu einer Neuwahl kam.

Seit der Gemeinderatswahl vom 14. März 2010 besteht bei 19 Mandaten folgende Mandatsverteilung (In Klammer Veränderung gegenüber 2008): WIR (Liste „Wir Gaadner“) 13 (0), Liste ÖVP 5 (+1), SPÖ 1 (−1).[4]

Wirtschaft


Anfangs war Gaaden ein rein land- und forstwirtschaftlicher Ort. Es gab und gibt aber auch der Gegend entsprechend seit vielen Jahrzehnten sowohl Kalksteinbrüche als auch Kalkbrennerei. Noch heute befindet sich ein großer Dolomitsteinbruch im Ortsgebiet von Gaaden. Auch ein Sägewerk war vorhanden, das die Wasserkraft des Mödlingbaches nutzte.

Heute ist Gaaden annähernd eine reine Wohngemeinde mit einigen Zweitwohnbesitzern aus Wien. Der einzige größere Betrieb ist der Dolomitsteinbruch der Fa. Mineral. Die wenigen anderen Betriebe sind meist nur kleinere Bürobetriebe, wie Agenturen. Dennoch ist bis heute aber auch handwerkliches Gewerbe vertreten, wie beispielsweise eine Schlosserei und ein holzverarbeitender Betrieb.

Verkehr


Gaaden liegt an der Mödlinger Straße B 11. Leicht erreichbar ist die Gemeinde durch die Wiener Außenringautobahn A 21, die in Sparbach und in Heiligenkreuz je eine Auffahrt haben. Als öffentliches Verkehrsmittel wird hauptsächlich die Busverbindung nach Mödling verwendet.

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter

Personen mit Bezug zum Ort

Einzelnachweise


  1. Hermann Watzl, Das Urbar der Waldmark der Zisterze Heiligenkreuz.
  2. Absturz zweier B-17 im Raum Alland am 26. Juli 1944 Webseite regiowiki.at, abgerufen am 16. Dezember 2014
  3. Dazit (Memento des Originals vom 30. Dezember 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf Geheimprojekte.at abgerufen am 2. Juli 2014
  4. Wahlergebnis 2010
  5. Melchior Hütter im RegiowikiAT abgerufen am 1. Februar 2016

Weblinks


 Commons: Gaaden  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
WiktionaryWiktionary: Gaaden – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen



Kategorien: Gemeinde in Niederösterreich | Ort im Bezirk Mödling | Gaaden | Ort im Wienerwald | Stift Heiligenkreuz | Ersterwähnung 1130


Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Gaaden (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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Stand der Informationen: 20.10.2019 10:31:57 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
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