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Günther Bonn

Günther Karl Bonn (* 15. Jänner 1954 in Innsbruck) ist ein österreichischer Chemiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben


Günther Bonn studierte Chemie und Physik Lehramt an der Leopold Franzens-Universität Innsbruck, das er 1976 mit dem Magisterium abschloss. Noch während er seine ersten Sporen als AHS-Lehrer verdiente, begann er ein Doktoratsstudium am Institut für Radiochemie in Innsbruck und wurde mit „summa cum laude“ 1979 zum Dr. phil. promoviert. Er arbeitete an der Universität, zunächst als Vertragsassistent und später als Universitätsassistent, wo er sich 1985 auch für analytische Chemie habilitierte.

1988 folgte ein zweijähriger Auslandsaufenthalt als Gastprofessor am Department of Chemical Engineering von Csaba Horvath an der Yale University, USA. Die Universität Linz berief ihn 1991 als Ordentlichen Universitätsprofessor für Analytische Chemie. Nur drei Jahre später folgte er dem Ruf seiner Stammuniversität und wurde Ordentlicher Universitätsprofessor für Analytische Chemie am Institut für Analytische Chemie und Radiochemie der Universität Innsbruck (1995), wo er seit 1996 auch Vorstand des Instituts ist. Seit März 2011 ist er auch Co-Direktor des neu gegründeten ÖAW-Instituts Austrian Drug Screening Institute, ADSI[1].

Neben seiner wissenschaftlichen Karriere begann sich Bonn schon frühzeitig mit wissenschafts- und forschungspolitischen Fragestellungen zu befassen. Er wurde 1991 Mitglied der Großgerätekommission des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung, 1993–1999 Mitglied des Fachhochschulrats und 1996–2003 Mitglied und Referent des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF). Von 2002 bis 2007 war Bonn Mitglied des Wissenschafts- und Forschungsrats des Landes Salzburg. 2003 übernahm er zudem die Präsidentschaft des BIT – Büro für Internationale Forschungs- und Technologiekooperation.

Von 2000 bis 2010 war Günther Bonn Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des wichtigsten forschungspolitischen Beratungsgremiums Österreichs, des Rats für Forschung und Technologieentwicklung.[2] Seit 2003 ist er zudem Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Universitätsrats der Medizinischen Universität Innsbruck.[3]

Leistungen


Bonns Spezialthemen liegen in der Grundlagenforschung und ihren technischen Anwendungen von chemischen Analyseverfahren insbesondere auf den Gebieten der Bio-, Gen- und Phytoanalytik, der Umwelt- und Radioanalytik.

Er ist Mitglied im Editorial Board internationaler wissenschaftlicher Zeitschriften wie Chromatographia, Journal of Separation Science, Current in Medicinal Chemistry, Pharmacogenomics oder LC GC Europe.

Er hat mehr als 180 wissenschaftliche Artikel veröffentlicht, ist Koautor von zwei Büchern und an elf Patenten beteiligt.

2003 erhielt Günther Bonn den Halasz Medal Award.

Im Jahr 2011 erhielt Bonn das Ehrenzeichen des Landes Tirol.[4]

Werke


Weblinks


Einzelnachweise


  1. Pressemitteilung des bmwf vom 25. März 2011
  2. Broschüre Exzellente Netzwerke (Memento des Originals vom 29. August 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., PDF, S. 46.
  3. Liste der Mitglieder des Universitätsrats der Medizinischen Universität Innsbruck (Memento vom 7. Mai 2009 im Internet Archive).
  4. Ehrenzeichen des Landes Tirol für vier Südtiroler . stol.it. 20. Februar 2011. Archiviert vom Original am 25. Februar 2011. Abgerufen am 27. Mai 2011.



Kategorien: Chemiker (20. Jahrhundert) | Chemiker (21. Jahrhundert) | Absolvent der Universität Innsbruck | Hochschullehrer (Universität Linz) | Hochschullehrer (Universität Innsbruck) | Träger des Ehrenzeichens des Landes Tirol | Österreicher | Geboren 1954 | Mann



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