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Frühling


Der Frühling[1] oder Lenz[2], auch das Frühjahr[3] genannt,[4] ist eine der vier Jahreszeiten und folgt auf den Winter. In den gemäßigten Zonen ist es die Zeit der erwachenden und sprießenden Natur.

Im Laufe eines Jahres ändern sich Tageslänge (als Dauer des lichten Tages) und Tagbogen der Sonne (mit höchstem mittäglichem Sonnenstand) abhängig von der geographischen Breite eines Ortes. Dies führt auf der Erde in mittleren Breiten zu deutlich ausgeprägten Jahreszeiten, die sich auf beiden Hemisphären in jährlichem Turnus wiederholen. Während auf der einen Hemisphäre Herbst ist, ist auf der anderen Frühling; vom Südfrühling der Südhalbkugel wird der Nordfrühling der Nordhalbkugel unterschieden.

Astronomisch beginnt der Frühling mit einer Tag-und-Nacht-Gleiche (auf der Nordhalbkugel am 20./21. März; auf der Südhalbkugel 22./23. September) und endet astronomisch mit Sommersonnenwende (20./21. Juni auf der Nordhalbkugel). Meteorologisch wird er meist auf Anfang März angesetzt.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung


Zeitraum


Der Frühlingsbeginn kann auf unterschiedliche Weise festgelegt werden; astronomisch geschieht dies nach der Stellung der Erde zur Sonne, meteorologisch meist nach Kalendermonaten und phänologisch nach den Stadien sich entwickelnder Pflanzen, etwa ihrer Blüte.

Astronomisch beginnt der Frühling mit dem Äquinoktium, einer Tag-und-Nacht-Gleiche:

Mit dem astronomischen Sommerbeginn zur Sommersonnenwende am 21. Juni endet der Frühling gegenwärtig immer am gleichen Tag.

Meteorologisch beginnt der Frühling

Er ist (meteorologisch gesehen) – wie auch die drei anderen Jahreszeiten Sommer, Herbst und Winter – genau drei Monate lang und wurde aus Gründen der Statistik so festgelegt. Aus diesen statistischen Zeiträumen dürfen aber keine Erwartungen an das Wetter abgeleitet werden, sie sind jeweils die drei Kalendermonate, in denen am ehesten ein sommerliches etc. Wetter zu erwarten ist. Durch diese Einteilung können Monate einfacher in „trocken“, „heiß“, „kalt“ usw. eingeteilt werden.

Phänologisch beginnt der Frühling mit dem ersten Blühen regional unterschiedlicher Pflanzenarten.

In Mitteleuropa beginnt demnach der Vorfrühling bereits mit den ersten Blüten der Schneeglöckchen, der Vollfrühling ist aber erst mit dem Blühbeginn der Apfelbäume erreicht. Dieser Zeitraum, in dem die Natur erwacht, wird im deutschen Sprachgebrauch auch als Frühjahr bezeichnet.

Wirkung auf den Menschen


Mit der steigenden Lichtintensität werden vermehrt Serotonin und Dopamin ausgeschüttet. Diese sorgen für ein allgemein besseres Befinden und bewirken eine leichte Euphorie. Auch der Wunsch nach einem Partner ist bei den meisten Menschen im Frühling stärker, verursacht unter anderem durch vermehrte Hormonausschüttung. Dies ist wissenschaftlich allerdings nicht bewiesen. Vermutlich spielen auch optische Reize durch leichtere Kleidung eine Rolle.[5] Im Gegensatz zu diesen sogenannten Frühlingsgefühlen stellt sich bei manchen Menschen die Frühjahrsmüdigkeit ein. Diese wird vor allem dem immer noch stark im Blut vorhandenen Schlafhormon Melatonin zugeschrieben, jedoch ist die genaue Ursache noch ungeklärt.[6]

Sonstiges


Der Frühling in der Literatur


Zahlreiche Gedichte und Anthologien widmen sich dem Frühling und seinen Eigenheiten.[7][8]

Redewendungen


Rezeption


Siehe auch


Weblinks


Wiktionary: Frühling – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Frühling  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Frühling – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise


  1. FRÜHLING, m. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm (Hrsg.): Deutsches Wörterbuch. Band 4: Forschel–Gefolgsmann – (IV, 1. Abteilung, Teil 1). S. Hirzel, Leipzig 1878, Sp. 294–298 (woerterbuchnetz.de ).
  2. LENZ, m. In: Deutsches Wörterbuch. Band 12, 1885, Sp. 753–756 (woerterbuchnetz.de ).
  3. FRÜHJAHR, n. In: Deutsches Wörterbuch. Band 4, 1878, Sp. 293 (woerterbuchnetz.de ).
  4. Eintrag Frühjahr in duden.online.
  5. Sonne steigert Lust auf Sex
  6. Frühjahrsmüdigkeit
  7. Frühlingsgefühle, zusammengestellt von Helen Lenz, mit Vignetten von Sabine Seliger, Philipp Reclam jun., Stuttgart 2006, ISBN 978-3-15-010591-7
  8. Und wie schön ist noch die Welt, Frühlingsgedichte, mit farb. Fotogr. von Isolde Ohlbaum, Hrsg. Matthias Reiner, Insel Verlag Berlin 2014, ISBN 978-3-458-20007-9
  9. Frühlingsgefühle im Digitalen Wörterbuch der Deutschen Sprache









Kategorien: Frühling | Jahreszeit




Stand der Informationen: 21.02.2021 06:18:40 CET

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