Farven - de.LinkFang.org

Farven

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Farven
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Farven hervorgehoben

Koordinaten: 53° 26′ N, 9° 20′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)
Samtgemeinde: Selsingen
Höhe: 26 m ü. NHN
Fläche: 25,44 km2
Einwohner: 608 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27446
Vorwahl: 04762
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 014
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 8
27446 Selsingen
Bürgermeister: Ulrich Mehrkens (WG-Farven)
Lage der Gemeinde Farven im Landkreis Rotenburg (Wümme)

Farven (plattdeutsch Farm) ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Selsingen im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen. Sie ist rund 14 Kilometer südöstlich von Bremervörde gelegen. Zur Gemeinde gehört neben Farven auch der Ort Byhusen. Zwischen den beiden Orten fließt die Bever hindurch.

Inhaltsverzeichnis

Geographie und Verkehrsanbindung


Nachbargemeinden

Farven liegt im Westen an der Kreisgrenze zum Landkreis Stade (Gemeinden Brest und Kutenholz). Im Osten grenzt Farven an die Einheitsgemeinde Bremervörde und im Südwesten an Deinstedt sowie im Süden an Anderlingen.

Gemeindegliederung

Neben den Ortsteilen Farven und Byhusen gehören auch die Wohnplätze Baaste und Baaster Berg, die an der K 109 zwischen Farven und Sadersdorf liegen, Steinberg an der K 127 zwischen Farven und Byhusen und Stüh an der K 122 zwischen Farven und Malstedt zur Gemeinde.

Verkehr

Aufgrund ihrer Randlage führen lediglich zwei Kreisstraßen durch die Gemeinde: Das sind zum einen die K 109, die von Anderlingen im Süden über Baaste nach Kutenholz im Norden führt, und zum anderen die K 122, die von Farven im Westen nach Malstedt führt.

Geschichte


Am westlichen Ortsrand von Farven liegen/lagen mehrere Großsteingräber und Hügelgräber aus der Jungstein- und Bronzezeit. Aus einem barg man eine Steinkiste und versetzte sie hinter das Bachmann-Museum in Bremervörde.

Die erste urkundliche Erwähnung Farven erfolgte 1132 als Verwede. Im 12. Jahrhundert war Farven Besitz des Grafen Rudolf von Stade und seiner Mutter Gräfin Richardis. Ein Teil der Abgaben gingen ans Stader Georgskloster. Zu dieser Zeit bestand Farven aus acht Höfen und einem Herrenhof. Um 1500 war Farven Besitz des Stader Klosters, Dienste und Abgaben gingen jedoch an die Burg Vörde. 1910 wurde die Kirche gebaut. Im Jahre 1944 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet.

Auch Byhusen war ebenfalls ganz oder zum Teil Besitz des Stader Klosters. Namensgebend für den Ort ist vermutlich die Familie Byhusen, deren Name sich vom plattdeutschen Bihuus ableitet, was Bei- oder Nebenhaus bedeutet. Vermutlich gehörte die Familie zum bremischen Dienstadel. Sie verzog unbekannt nach Stade.[2]

Eingemeindungen

1929 wurde das benachbarte Fehrenbruch eingemeindet, das aber zum 1. Oktober 1949 wieder eine eigenständige Gemeinde wurde.

Am 1. März 1974 wurde die Nachbargemeinde Byhusen im Zuge der Gemeindereform 1974 eingegliedert.[3] Farven gehört zur Samtgemeinde Selsingen.

Name

Alte Bezeichnungen des Ortes sind 1132–1137 Verwede und 1237–1246 Verwede. Der Ortsname besteht im zweiten Teil aus dem niederdeutschen „wede“ für „Wald“ und im ersten Teil aus dem altfriesischen „fara“ für „fahren, gehen“. Anscheinend nimmt er Bezug auf die Lage der Siedlung an einem Verkehrsweg.[4]

Religion


Farven ist evangelisch-lutherisch geprägt und gehört zum Kirchspiel der St. Lamberti Kirche in Selsingen. Vor Ort existiert eine selbstständige evangelisch-lutherische Pella-Gemeinde mit Kirche von 1910.[5]

Politik


Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde Farven besteht aus neun Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 501 und 1000 Einwohnern.[6] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[7]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
Wählergemeinschaft Farven 58,39 % 5
Wählergemeinschaft Byhusen 41,60 % 4

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 72,04 %[7] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[8]

Bürgermeister

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Ulrich Mehrkens (WG Farven) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.[9]

Wappen

Das Wappen von Farven zeigt auf blauem Grund den Heiligen Georg in Gold auf einem silbernen Pferd, der einen goldenen Drachen tötet. Dies stellt einen Bezug zum Georgskloster in Stade her, zu dem die Orte Farven und Byhusen gehörten. Im unteren Drittel abgetrennt durch einen silbernen Wellenbalken, der die Bever symbolisiert, wird ein silbernes Herz dargestellt, das mit einem goldenen sechsstrahligen Flammenstern belegt ist. Dieser entstammt dem Wappen der Familie Byhusen, die in Byhusen ansässig war. Ein Abkömmling der Familie ist zurzeit (anno 2000) Pressesprecher der Universität Harburg. Die Familie nennt sich inzwischen Bihusen.

Wirtschaft und Infrastruktur


Farven wird durch die Landwirtschaft geprägt. Es gibt auch einige handwerkliche Betriebe, eine Gaststätte sowie einen heilpädagogischen Kindergarten und einen Spielkreis. Früher existierte in Farven auch eine Schule.

Das nächste Grundzentrum ist Selsingen.

Wichtige Rollen für die Dorfgemeinschaft nehmen die Feuerwehr und der Schützenverein ein.

Weblinks


 Commons: Farven  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018  (Hilfe dazu).
  2. Svend Wahlen: Gemeinde Farven - Samtgemeinde Selsingen. Abgerufen am 17. Oktober 2018 (deutsch).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 242.
  4. Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Internetseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Original am 29. Juli 2016; abgerufen am 4. August 2019.
  5. Ev.-Luth. Pella-Gemeinde Farven: Historie. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original ; abgerufen am 4. Mai 2018. (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven i Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten , abgerufen am 19. März 2017.
  7. a b Gemeinde Farven – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2016 (Memento des Originals vom 20. März 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 19. März 2017.
  8. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. 12. September 2016, abgerufen am 19. März 2017.
  9. Gemeinde Farven – Rat der Gemeinde Farven 2016 - 2021 (Memento des Originals vom 20. März 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 19. März 2017.



Kategorien: Farven | Gemeinde in Niedersachsen | Ort im Landkreis Rotenburg (Wümme) | Ersterwähnung 1132


Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Farven (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Veränderungen: Alle Bilder und die meisten Designelemente, die mit ihnen in Verbindung stehen, wurden entfernt. Icons wurden teilweise durch FontAwesome-Icons ersetzt. Einige Vorlagen wurden entfernt (wie „Lesenswerter Artikel“, „Exzellenter Artikel“) oder umgeschrieben. CSS-Klassen wurden zum Großteil entfernt oder vereinheitlicht.
Wikipedia spezifische Links, die nicht zu Artikeln oder Kategorien führen (wie „Redlink“, „Bearbeiten-Links“, „Portal-Links“) wurden entfernt. Alle externen Links haben ein zusätzliches FontAwesome Icon erhalten. Neben weiteren kleinen Designanpassungen wurden Media-Container, Karten, Navigationsboxen, gesprochene Versionen & Geo-Mikroformate entfernt.


Stand der Informationen: 26.10.2019 04:07:42 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
Beachten Sie auch : Impressum & Datenschutzerklärung.