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FSV Budissa Bautzen

FSV Budissa Bautzen
Logo
Basisdaten
Name Fußballspielvereinigung
Budissa Bautzen e.V.
Sitz Bautzen, Sachsen
Gründung 21. Mai 1904
Mitglieder 712 (Stand: 2001)
Präsident Enrico Gaens[1]
Website budissa-bautzen.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Thomas Hentschel
Spielstätte Stadion Müllerwiese
Plätze 5000
Liga Landesliga Sachsen
2018/19 18. Platz (Regionalliga Nordost)
Heim
Auswärts

Die Fußballspielvereinigung (FSV) Budissa Bautzen ist ein Fußballverein aus Bautzen in Sachsen. Der Verein hatte 2001 712 Mitglieder. Er nutzt das 5000 Zuschauer fassende städtische Stadion Müllerwiese. Sein Vorgänger BSG Motor Bautzen spielte viele Jahre in der zweitklassigen DDR-Liga.

Inhaltsverzeichnis

Vereinsgeschichte


Zwölf Sportler gründeten am 24. Mai 1904 den Fußballclub Budissa Bautzen. Die Vereinsfarben blau-gelb wurden dem Stadtwappen entlehnt. Der lateinische Name „Budissa“ leitet sich von der wendisch-sorbischen Bezeichnung „Budissin“ für Bautzen ab. Nach Aufnahme weiterer Sportarten gab sich der Verein 1907 mit zunächst 130 Mitgliedern den neuen Namen Sportverein Budissa 04. Dieser Verein bestand bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs, 1945 wurde er auf Betreiben der sowjetischen Besatzungsmacht aufgelöst. Als Nachfolgerin nahm 1946 die lose organisierte Sparte Süd den zunächst noch lokal beschränkten Sportverkehr wieder auf. Die Sparte wurde 1950 von der Betriebssportgemeinschaft (BSG) des Waggonbaus Bautzen namens Motor Bautzen übernommen. Diese bestand mit zahlreichen Sportsektionen bis 1990. Nach dem Wegfall der Förderung durch das Waggonbauwerk infolge der wirtschaftlichen Veränderungen nach der politischen Wende von 1989 wurde die Sektion Fußball der Betriebssportgemeinschaft auf Betreiben einer Initiativgruppe Fußball in den eingetragenen Verein Fußballspielvereinigung Budissa Bautzen umgewandelt.

Sportliche Entwicklung


Der SV Budissa wurde zwischen 1912 und 1932 achtmal Meister des Fußballgaus Oberlausitz. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielten die Budissa-Fußballer zunächst als SG Bautzen-Süd weiter, beteiligten sich u. a. 1948/49 an der Meisterschaft des Fußballbezirks Ostsachsen und erreichten Platz sieben. Als BSG Motor gehörten die Bautzener 1952 zu den Gründungsmannschaften der neu eingerichteten drittklassigen Bezirksliga Dresden. 1954 gelang für eine Saison der Aufstieg in die I. DDR-Liga, danach folgten zwei Spielzeiten in der nun drittklassigen II. DDR-Liga. Von 1958 bis 1960 war die BSG Motor wieder in der I. DDR-Liga vertreten. Abgesehen von einem weiteren Jahr in der II. DDR-Liga (1961/62) spielte die BSG Motor bis 1968 in der I. DDR-Liga (ab 1963 DDR-Liga genannt) und erreichte 1965 mit einem 9. Rang ihre beste Platzierung. Anschließend folgten sechs Spielzeiten in der nun wieder drittklassigen Bezirksliga. Von 1974 bis 1976 konnte Bautzen noch einmal in die DDR-Liga zurückkehren, danach war man in der Bezirksliga Dresden zuhause, den Abstiegen in die Bezirksklasse 1980 und 1984 folgte jeweils der sofortige Wiederaufstieg. Den DDR-Fußballbetrieb beendete die BSG Motor Bautzen 1990 mit einem 13. Platz in der Bezirksliga Dresden. Im Wettbewerb um den DDR-Fußballpokal (FDGB-Pokal) war die BSG 16-mal vertreten, kam aber nie unter die letzten Sechzehn.

Ligenübersicht 1952–1990:

Den Spielbetrieb unter der DFB-Regie begann die FSV Budissa 1990 ebenfalls in der Bezirksliga Dresden, zunächst 4., ab 1991 5. Spielklasse. 1992 gelang der Aufstieg für zwei Jahre in die Landesliga Sachsen. Danach folgten wieder sieben Jahre in der inzwischen sechstklassigen Bezirksliga. 2002 stieg Bautzen erneut in die Landesliga auf, in der sie 2005 den Aufstieg in die Oberliga Nordost schaffte, die seit 2008 die 5. Liga ist.

Ligenübersicht ab 1990:

Am 27. September 2011 gab Budissa Bautzen die Trennung von Cheftrainer Thomas Baron und Co-Trainer André Müller bekannt. Nach einem unbefriedigenden Saisonverlauf gab eine 0:4-Heimniederlage den Ausschlag zur Entlassung. Kommissarisch übernahm der Trainer der U23-Mannschaft, Dirk Rettig, das Amt. Als Co-Trainer stand ihm der bisherige Torwarttrainer René Katzwinkel zur Seite. Zu Beginn des Jahres 2012 wurde Damian Halata als neuer Cheftrainer verpflichtet. 2013 wurde Thomas Hentschel Sportchef und trainierte die Mannschaft bis April 2016. 2014 feierte man die Meisterschaft in der Südstaffel der Oberliga Nordost und stieg in die viertklassige Regionalliga Nordost auf. Reimund Linkert wurde ab dem 7. März 2017 durch Torsten Gütschow als Trainer abgelöst.[2] Nachdem sich der Verein im Februar 2019 in Abstiegsgefahr befand, wurde Gütschow durch Petrik Sander ersetzt.[3] Auch Sander konnte den Abstieg aber nicht verhindern. Obwohl Budissa nach dem Abstieg in der Oberliga hätte antreten können, entschloss sich der Vorstand aber, in der Saison 2019/20 noch eine Liga tiefer, in der Landesliga Sachsen anzutreten.[4]

Personen von besonderer Bedeutung


Weblinks


Einzelnachweise


  1. https://www.budissa-bautzen.de/index.php/template-layout-4/struktur
  2. Torsten Gütschow übernimmt bei Budissa Bautzen. In: FuPa. (fupa.net [abgerufen am 6. März 2017]).
  3. mdr.de: Sander folgt auf Gütschow als Bautzen-Trainer | MDR.DE. Abgerufen am 31. Mai 2019.
  4. Bautzen geht freiwillig eine Liga weiter runter. Abgerufen am 31. Mai 2019.



Kategorien: FSV Budissa Bautzen | Fußballverein aus Sachsen | Verein im Sächsischen Fußball-Verband | Organisation (Bautzen) | Sportverein (Landkreis Bautzen) | Gegründet 1904


Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/FSV Budissa Bautzen (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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