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Fürstenberg (Weser)



Wappen Deutschlandkarte

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Holzminden
Samtgemeinde: Boffzen
Höhe: 201 m ü. NHN
Fläche: 3,26 km2
Einwohner: 1014 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 311 Einwohner je km2
Postleitzahl: 37699
Vorwahl: 05271
Kfz-Kennzeichen: HOL
Gemeindeschlüssel: 03 2 55 014
Adresse der Verbandsverwaltung: Heinrich-Ohm-Straße 21
37691 Boffzen
Website: www.gemeinde-fuerstenberg.de
Bürgermeister: Michael Weber (SPD)
Lage der Gemeinde Fürstenberg im Landkreis Holzminden

Fürstenberg ist eine Gemeinde im Landkreis Holzminden, die im Süden Niedersachsens (Deutschland) liegt. Die Gemeinde befindet sich an der Weser und am Westrand des Sollings in der Nähe von Höxter und Holzminden. Fürstenberg ist staatlich anerkannter Ausflugsort. Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg, gegründet 1747, ist die drittälteste Porzellanmanufaktur Deutschlands.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


1747 ordnete Herzog Carl I. die Einrichtung einer Porzellanfabrik an. Wahrscheinlich führte dies auch zur Einrichtung einer Postexpedition an der Postroute Braunschweig–Holzminden.

Von 1807 bis 1813 bestand der Kanton Fürstenberg im Distrikt Einbeck (Departement der Leine, Königreich Westphalen) und wurde durch das Königliche Decret vom 24. Dezember 1807 gebildet.[2]

In der Dorfmitte befindet sich der Hussmannplatz mit Bronzepferd, das vom aus Berlin geflohenen Künstler Albert Hinrich Hussmann[3] (* 1874 Lüdingworth bei Cuxhaven - † 1946 Fürstenberg) geschaffen wurde. Es wurde zu Zeiten der Berliner Luftbrücke ausgeflogen; dafür wurden die Beine abgesägt.

Während des Kalten Krieges wurde zwischen Fürstenberg und Boffzen ein Munitions- und Treibstoffdepot (Forward Storage Site) für das belgische I. Korps aus Köln-Weiden (auch für das 43. Artilleriebataillon in Brakel) errichtet. Es bestand bis 1994.

1996 lebten 1338 Einwohner in der Gemeinde.

Bis Ende 2010 war Fürstenberg staatlich anerkannter Erholungsort.

Ortsname

Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 1350 Vorstenberch, 1369–1370 Vorstenberg, 1399 Forstinberg, 1410 Furstenberge, 1446 Forstenbergk und 1495 Forstenberg. Der Ortsname ist eine Bildung mit dem Grundwort „‑berg“. Mit dem Appellativ „vörste“ („Fürst“) liegt ein plausibles Bestimmungswort vor, denn dieses Wort erscheint häufig in Burgen- und Schlössernamen. „Fürst“ wäre eine überzeugende Deutung, aber es gibt eine weitere Deutungsmöglichkeit durch das Wort „First“ („Giebel, obere Kante“). Die hervorgehobene Lage Fürstenbergs auf dem Kathagenberg würde diese Deutung stützen. Letztlich sind beide Deutungen möglich.[4]

Politik


Gemeinderat

Der Gemeinderat setzt sich nach der Kommunalwahl vom 11. September 2016 zusammen aus:

Bürgermeister

Marina Zimmermann übernahm am 5. Juni 2014 das Bürgermeisteramt von Uwe König (SPD). Ihr Nachfolger ist Michael Weber (SPD).[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Bauwerke

Vereine

Der am 10. Dezember 1888 gegründete Männer-Turn-Verein Fürstenberg[7] ist mit etwa 480 Mitgliedern der größte Verein der Gemeinde. Die Mitglieder verteilen sich auf die Abteilungen Fußball, Turnen, Volleyball und Taekwon-Do. Zudem bietet der Verein auch für Nicht-Mitglieder Rehabilitationssport an. Im Kalenderjahr werden mehrere Veranstaltungen ausgerichtet.

Regelmäßige Veranstaltungen

Jährlich findet der "Allersheimer-Sommer-Cup" statt. Dabei handelt es sich um ein mehrtägiges Vorbereitungsturnier für Herren-Fußballmannschaften aus der Region. Als Ausrichter fungiert seit 2006 der MTV Fürstenberg. Seit 2014 besteht eine Partnerschaft mit der Brauerei Allersheim. Das Turnier hieß bis 2013 "Fürstenberg-Cup", benannt nach dem damaligen Namenssponsor, der Porzellanmanufaktur Fürstenberg.

Seit 2014 findet auf dem Gelände des alten Schulhofs und dem angrenzenden Mittelalterdorf jährlich das Rock-Festival „Solling Jump“ mit rund 500 Besuchern statt. Veranstaltet wird das Open-Air vom Jugend- und Kulturverein Fürstenberg.

Verkehr


Durch den Ort führt die niedersächsische Landesstraße 550 nördlich über Boffzen nach Holzminden und südlich über Meinbrexen nach Lauenförde. Über die Kreisstraße 53 oder über eine Abzweigung der L 550 bei Meinbrexen gibt es eine Verbindung nach Derental. Über die in Boffzen abzweigende L 549 besteht eine Verbindung östlich nach Neuhaus im Solling.

Persönlichkeiten


Weblinks


Commons: Fürstenberg  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise


  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018  (Hilfe dazu).
  2. Königliches Decret, wodurch die Eintheilung des Königreichs in acht Departements angeordnet wird. Verzeichniß der Departements, Districte, Cantons und Communen des Königreichs. In: Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.): Bulletin des lois du Royaume de Westphalie, Bd.I (1807) Nr. 6. S. 144 ff. (PDF 4,9MB [abgerufen am 12. April 2013]).
  3. http://www.bronze-shop.com/kuenstler/Albert+Heinrich+Hussmann
  4. Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Internetseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Original am 29. Juli 2016; abgerufen am 4. August 2019.
  5. Torsten Wegener: Neuer Bürgermeister für Fürstenberg. In: Neue Westfälische (online). Zeitungsverlag Neue Westfälische GmbH & Co. KG, 4. Dezember 2015, abgerufen am 10. Dezember 2015.
  6. Informationen zur Christuskirche Fürstenberg
  7. mtv-fürstenberg.de , MTV – Funktionsträger PDF
  8. Archivlink (Memento des Originals vom 21. Mai 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.



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