Führungsstab der Streitkräfte - de.LinkFang.org

Führungsstab der Streitkräfte

Führungsstab der Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung
— Fü S —
Staatliche Ebene Bund
Stellung Abt. BMVg
Gründung 1955
Auflösung 2012
Hauptsitz Bonn, Nordrhein-Westfalen
Behördenleitung Generalmajor Peter Bohrer, Chef des Stabes Führungsstab der Streitkräfte
Netzauftritt www.bmvg.de/…

Der Führungsstab der Streitkräfte (Fü S) war der Arbeitsstab des Generalinspekteurs der Bundeswehr im Bundesministerium der Verteidigung und einer der fünf Führungsstäbe im militärischen Leitungsbereich der Bundeswehr. Er entwickelte die Gesamtplanung der militärischen Verteidigung, konzipierte die Grundlagen der Militärpolitik, steuerte die Einsatzplanung und Einsatzführung der Bundeswehr und erarbeitete die Grundsätze für Führung, Erziehung und Ausbildung der Soldaten.

Mit der Neuausrichtung der Bundeswehr wurden der Fü S, der Führungsstab des Heeres (Fü H), der Führungsstab der Luftwaffe (Fü L), der Führungsstab der Marine (Fü M) und der Führungsstab des Sanitätsdienstes (Fü San) aufgelöst und in die neuen Organisationsbereiche Kommando Heer, Kommando Luftwaffe und Marinekommando umgegliedert. Aus den im BMVg verbliebenen Anteilen wurden die folgenden Abteilungen gebildet:

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 waren durch das Potsdamer Abkommen eigenständige deutsche Streitkräfte und ein Generalstab verboten. Bei der Wiederbewaffnung am 5. Mai 1955 wurde der Begriff Generalstab in der neugeschaffenen Bundeswehr nicht mehr verwendet. Gleichwohl existieren die Aufgaben eines Generalstabs auch in der Bundeswehr. Die oberste Führungsbehörde wurde der Führungsstab der Streitkräfte.

In der Zeit bis 1990 hatte Deutschland die operative Führung seiner Kräfte im Kriegsfall komplett der NATO zu übertragen, wobei dieser zum Teil rein deutsche Hauptquartiere unterstanden wie das Flottenkommando oder die deutschen Heereskorps (I., II. und III. Korps). Die übrigen, nicht operativen Aufgaben eines Generalstabes wurden im Fü S und in den Führungsstäben der Teilstreitkräfte wahrgenommen. Die nationalen Belange bei heutigen Auslandseinsätzen werden grundsätzlich durch das Einsatzführungskommando der Bundeswehr geführt.

Auftrag


Neben den für den Generalinspekteur der Bundeswehr wahrzunehmenden Aufgaben bearbeitete der Fü S truppendienstliche und organisationsbereichspezifische Angelegenheiten der Streitkräftebasis, insoweit war der Fü S zugleich militärische Kommandobehörde.

Organisation


Der Führungsstab der Streitkräfte war in 7 Stabsabteilungen mit insgesamt 42 Referaten gegliedert.

Führung


Dem Führungsstab stand der Generalinspekteur der Bundeswehr vor. Der Generalinspekteur im Rang eines Generals wurde durch den Führungsstab in seiner Arbeit unterstützt, der ihm als ministerieller Stab unmittelbar zugeordnet war und dessen Arbeiten durch einen Chef des Stabes koordiniert wurden.

Für die dem Generalinspekteur übertragene Bundeswehrplanung hatte er Weisungsrecht gegenüber den Inspekteuren der Teilstreitkräfte (Heer, Marine, Luftwaffe) und der Organisationsbereiche Streitkräftebasis und Sanitätsdienst.

Am 1. Juni 2003 wurden der Führungsstab der Streitkräfte und der Führungsstab der Streitkräftebasis (Fü SKB) zusammengefasst. Seitdem nahmen im Führungsstab der Streitkräfte zwei ständige Vertreter des Generalinspekteurs Aufgaben wahr. Der Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr und Inspekteur der Streitkräftebasis führt den ihm truppendienstlich unterstellten Organisationsbereich der Streitkräftebasis. Darüber hinaus vertritt er den Generalinspekteur, wenn es um die Führung der Streitkräfte geht. Ihm unterstehen direkt das Referat Rechtsberater und das Referat Universitäten der Bundeswehr.

Der Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr war als ständiger Vertreter des Generalinspekteurs zuständig für die ministeriellen Fachaufgaben im Führungsstab der Streitkräfte. Diese sind insbesondere die Bereiche Einsatz, Militärpolitik und Rüstungskontrolle angesiedelt. Dem Chef des Stabes waren drei Referate für zentrale Angelegenheiten, Personalangelegenheiten und Controlling direkt zugeordnet.

Verbandsabzeichen


Das schwarz/golden gekordelte Verbandsabzeichen, das nur von den militärischen Mitarbeitern der Teilstreitkraft Heer des Führungsstabes der Streitkräfte am linken Ärmel des Dienstanzugs getragen wurde, zeigte das Bundeswappen mit Bundesadler als Hoheitszeichen der Bundesrepublik Deutschland auf den Farben der Flagge Deutschlands. Die gold-schwarze Kordel weist auf die Stellung als eine Kommandobehörde oberhalb der Divisionen hin. Das Verbandsabzeichen wurde auch vom militärischen Personal der anderen Führungsstäbe im BMVg sowie in den übrigen Organisationsbereichen des BMVg getragen.

Liste der Chefs des Stabes


Der Chef des Stabes hat den Rang eines Generalmajors oder Konteradmirals.

LNr. Dienstgrad Name Amtszeit
Beginn Ende
25 Generalmajor Peter Bohrer 1. Juli 2010 31. März 2012
24 Konteradmiral Manfred Nielson 21. Februar 2008 1. Juli 2010
23 Generalmajor Manfred Engelhardt 20. April 2006 20. Februar 2008
22 Konteradmiral Wolfram Kühn 12. Februar 2004 20. April 2006
21 Generalmajor Egon Ramms 1. Oktober 2000 12. Februar 2004
20 Konteradmiral Jörg Auer 1. Oktober 1999 30. September 2000
19 Generalmajor Hartmut Moede 1. Oktober 1997 30. September 1999
18 Generalmajor Benno Ertmann 16. Dezember 1994 29. September 1997
17 Konteradmiral Hans Frank 1. April 1992 15. Dezember 1994
16 Generalmajor Peter Haarhaus 1. Oktober 1989 31. März 1992
15 Generalmajor Dr. Jürgen Schnell 1. Oktober 1987 30. September 1989
14 Generalmajor Siegfried Storbeck 1. Oktober 1986 30. September 1987
13 Konteradmiral Klaus Rehder 1. April 1983 30. September 1986
12 Konteradmiral Rudolf Arendt 1. April 1980 31. März 1983
11 Konteradmiral Helmut Kampe 10. Januar 1977 31. März 1980
10 Generalmajor Lothar Domröse 1. Oktober 1975 9. Januar 1977
9 Generalmajor Ernst-Dieter Bernhard 1. April 1973 30. September 1975
8 Generalmajor Harald Wust 1. Mai 1971 31. März 1974
7 Generalmajor Bernd Freytag von Loringhoven 1. April 1971 30. April 1971
6 Konteradmiral Günter Reeder 1. Oktober 1968 31. März 1971
5 Konteradmiral Albrecht Obermaier 1. April 1967 30. September 1968
4 Generalmajor Herbert Büchs 1. Juli 1964 31. März 1967
3 Generalmajor Gustav-Adolf Kuntzen 1. Oktober 1962 30. Juni 1964
2 Generalmajor Albert Schnez 1. April 1960 30. September 1962
1 Generalmajor Werner Panitzki 10. Januar 1958 31. März 1960

Weblinks





Kategorien: Bundesministerium der Verteidigung | Gegründet 1955



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Stand der Informationen: 29.10.2019 05:41:05 CET - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
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