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Erlen (Gattung)


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Erlen

Schwarz-Erle (Alnus glutinosa), unreife Blütenkätzchen und alte Fruchtstände

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Birkengewächse (Betulaceae)
Unterfamilie: Betuloideae
Gattung: Erlen
Wissenschaftlicher Name
Alnus
Mill.

Die Erlen (Alnus) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Die etwa 41 Arten[1] sind, bis auf eine Art, auf der Nordhalbkugel weitverbreitet. In Mitteleuropa sind drei Arten heimisch: die Grün-, die Grau- und die Schwarz-Erle.

Inhaltsverzeichnis

Weitere Trivialnamen


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norddeutsch Ellern, Lausitzisch-Neumärkisch Elsen

Beschreibung


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Vegetative Merkmale

Erlen-Arten sind sommergrüne, also laubabwerfende Bäume oder Sträucher. Je nach Erlen-Art wird eine Borke ausgebildet oder sie sind als Periderm­baumarten einzustufen; so bildet die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) beispielsweise eine tiefrissige, grau-schwarze Borke und Grau-Erle (Alnus incana) eine grau-glänzende Peridermoberfläche aus.

Generative Merkmale

Wie alle Birkengewächse sind die Erlen-Arten einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch); es werden an einem Exemplar die, Kätzchen genannten, Blütenstände beider Geschlechter ausgebildet. In den Kätzchen sitzen jeweils nur weibliche oder männliche Blüten. Die männlichen Blüten sitzen zu zweit und die weiblichen zu dritt in den Achseln von Tragblättern. Die Erlen-Arten sind die einzigen Laubbäume, bei denen die weiblichen Kätzchen verholzen und damit folgerichtig als Zapfen bezeichnet werden. Es werden einsamige geflügelte oder ungeflügelte Nussfrüchte gebildet.

Ökologie


Erlen-Arten bilden an ihren Wurzeln Wurzelknöllchen aus, symbiotisch mit stickstofffixierenden Aktinomyzeten (Frankia alni), ähnlich der Symbiose von Knöllchenbakterien und Leguminosen. Durch diese Symbiose können Erlen an nährstoffarmen Stellen leben. Erlen können es sich deshalb leisten, ihre Blätter grün abzuwerfen; so sind Erlen oft Pionierpflanzen an Standorten, die durch natürlichen wie menschlichen Einfluss ohne Pflanzenbewuchs sind (beispielsweise sind Grün-Erlen nach Lawinen oft Pionierpflanzen). Sie bereiten anderen Pflanzen den Boden auf.

Grau- und Schwarz-Erle (Alnus incana und Alnus glutinosa) wachsen vorwiegend an Gewässerrändern oder in Feuchtgebieten. Sehr feuchte Standorte sind oft nährstoffarm; an diesen Standorten ist die Stickstofffixierung der stickstoffbindenden Wurzelknöllchen der entscheidende Grund, weshalb dort ausschließlich Erlen gedeihen. Es wird berichtet, dass allein durch das abgeworfene Laub der Erle dem Boden bis zu 100 kg N/ha und Jahr zugeführt werden.[2] Die Grau- und Schwarz-Erlen wirken oft als Uferschutz gegen Ausspülung und gelten als ökologisch wertvoll.

Die Laubblätter der Erle bieten zahlreichen Falter- und Schmetterlingsarten Lebensraum und Nahrung.

Krankheiten

Die in Mitteleuropa heimischen Erlen-Arten sind durch den Scheinpilz Phytophthora alni gefährdet (Wurzelfäule der Erle).

Allergien


Pollen von Erlen-Arten enthalten mäßig starke bis starke Allergene. Sie neigen stark zur Auslösung von Kreuzallergien mit Birkenpollen.

Standorte


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Viele Erlen-Arten gedeihen am besten an Standorten mit viel Süßwasser, daher sind sie besonders an Ufern von stehenden und fließenden Gewässern zu finden.

Systematik und Verbreitung


Die Gattung Alnus wurde 1754 vom englischen Botaniker Philip Miller in The Gardeners Dictionary...Abridged..., 4. Auflage, Volume 1 aufgestellt.[3][4] Als Lectotypustaxon wurde 1958 Betula alnus var. glutinosa L. durch J. J. Swart festgelegt.[4] Ein Homonym ist Alnus Hill.[4] Synonyme für Alnus Mill. sind Betula-alnus Marshall, Semidopsis Zumagl. nom. superfl., Alnobetula (W.D.J.Koch) Schur nom. superfl., Cremastogyne (H.J.P.Winkl.) Czerep., Duschekia Opiz, Alnaster Spach, Clethropsis Spach.[1]

Die etwa 41 Erlenarten[1] kommen, mit Ausnahme der Anden-Erle (Alnus acuminata), die in den Anden Südamerikas heimisch ist, ausschließlich auf der Nordhalbkugel in Eurasien sowie Nordamerika vor. Östlich des 115. Längengrads sind in Nordamerika allerdings keine baumartigen Erlen mehr zu finden.[5] Mehrere Arten sind in Ostasien heimisch.

Drei Arten, die Grün-, Grau- und Schwarz-Erle, sind in Mitteleuropa heimisch. Die Herzblättrige Erle (Alnus cordata) ist in Korsika und Süditalien verbreitet.

In der Gattung der Erlen werden etwa 35 Arten unterschieden, die in drei Untergattungen eingeteilt werden:[6]

Hier die vollständige Auflistung der akzeptierten Arten und Naturhybriden gemäß der World Checklist of Selected Plant Families der Royal Botanic Gardens in Kew:[1][7]

Eine gärtnerisch erzeugte Hybride ist:

Holz und Nutzung

Erlenholz zählt zu den mittelschweren Holzarten und ist leicht zu bearbeiten, reißt beim Trocknen kaum, ist jedoch nur mäßig witterungsbeständig. Früher wurde Holzkohle aus Erlen zur Herstellung von Schießpulver gebraucht. Aufgrund seiner Zähigkeit sowie seiner verformungsfreien Trocknung wird Erlenholz oftmals im Möbelbau als Ersatz für Kirschbaum-, Nussbaum- oder Mahagoni-Holz verwendet. Auch Veredelungen durch z. B. Polieren oder Beizen sind bei der Verarbeitung von Erlenholz mit glatten Oberflächen möglich.[9] Zudem wird diese Holzart auch häufig beim Bau von Perkussions-Instrumenten (z. B. Rassel), Streich-, oder Zupf-Musikinstrumenten gewählt.

Die Schwarzerle kann für die Gewinnung von Energieholz oder für die Wertholzproduktion angebaut werden. Die Erlenholzproduktion ist eine Möglichkeit, nährstoffreiche wiedervernässte Niedermoorstandorte zu nutzen, und zählt deshalb auch zu den Paludikulturen.[10]

Quellen


Literatur

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb Rafaël Govaerts (Hrsg.): Alnus. In: World Checklist of Selected Plant Families (WCSP) – The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Abgerufen am 13. April 2020.
  2. (Mishustin & Shil'nikova, 1966) in J.R.Postgate: The fundamentals of nitrogen fixation, Cambridge Univ. Press, 1982, Seite 151
  3. Philip Miller: The Gardeners Dictionary...Abridged..., 4. Auflage, Volume 1, 1754.
  4. a b c Alnus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 18. September 2018.
  5. C. A. Schenk: Fremdländische Wald- und Parkbäume (Dritter Band). Paul Parey, Berlin, 1939.
  6. Zhiduan Chen, Jianhua Li: Phylogenetics and Biogeography of Alnus (Betulaceae) Inferred from Sequences of Nuclear Ribosomal DNA ITS Region. In: Chicago Journals – International Journal of Plant Sciences. Band 165 (2). University of Chicago Press, Chicago 2004, S. 325–335.
  7. Alnus im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 17. September 2018.
  8. a b Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  9. Verwendung von Erlenholz. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 27. November 2017; abgerufen am 20. November 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. Oehmke, C. u. Abel, S.: Schwarzerle (Alnus glutinosa). In: Wichtmann, W., Schröder, Joosten, H. (Hrsg.): Paludikultur – Bewirtschaftung nasser Moore; E. Schweizerbart´sche Verlagsbuchhandlung. E. Schweizerbart´sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-510-65282-2, S. 37.

Weblinks


Commons: Erlen (Alnus)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



Kategorien: Birkengewächse | Holzart



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