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ETH Zürich


(Weitergeleitet von Eidgenössische_Technische_Hochschule_Zürich)


ETH Zürich
Gründung 1855
Trägerschaft Bund
Ort Zürich
Leitung Joël Mesot (Präsident)[1]
Sarah M. Springman (Rektorin)[2]
Studierende 20'607[3]
31,8 % weiblich
38,7 % ausländisch
Mitarbeiter 9'281 VZÄ[3]
davon Professoren 531 (Headcount), 491 VZÄ[3]
Jahresetat 1'885 Mio. CHF, davon 423 Mio. CHF Drittmittel[3]
Stiftungsvermögen 424 Mio. CHF[4]
Netzwerke CESAER, EUA, IAU,[5] IDEA League, IARU, Swissuniversities,[6] TIME, UNITECH International
Website ethz.ch
Eidgenössische Hochschulen und Forschungsanstalten

Ordentliches Budget 2017 (CHF Mio.)[7]


ETH-Bereich

2'656


Hochschulen


1'367
696


Forschungsanstalten


302
62
128
64

Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, kurz ETH Zürich, ist eine technisch-naturwissenschaftliche universitäre Hochschule in Zürich. Sie wurde 1855 als Eidgenössisches Polytechnikum gegründet und geniesst international höchstes Ansehen. Ihre Gebäude verteilen sich auf zwei Standorte, einen im Zentrum der Stadt Zürich sowie den Standort Hönggerberg, ausserhalb des Stadtzentrums. Sie zählt zu den renommiertesten Universitäten weltweit und belegt regelmässig Spitzenplätze in Universitätrankings.

Es gibt 16 Departements. Weiterführende Studien für ein Doktorat im technischen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Bereich sind zahlreich möglich. Derzeit sind rund 20'000 Studierende und Doktorierende eingeschrieben. Die ETH Zürich beschäftigt über 11'000 Personen. Von den 531 Professuren, einschliesslich 94 Assistenzprofessuren, sind 76 (14 %) von Frauen besetzt. Mit der ETH assoziiert sind 21 Nobelpreisträger. ETH-Präsident ist seit 2019 Joël Mesot, Rektorin ist Sarah M. Springman.

Die ETH Zürich ist eingebunden in den ETH-Bereich, der die Technische Hochschule in Zürich und diejenige in Lausanne sowie vier weitere Forschungsanstalten umfasst – Paul Scherrer Institut (PSI), Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag). Seit 2010 hat die ETH Zürich einen Standort in Singapur. Das Centre for Global Environmental Sustainability SEC ist auf gemeinsame Initiative der ETH Zürich mit Singapurs National Research Foundation NRF gegründet worden. Dieses interdisziplinäre Forschungsinstitut befasst sich in seinen beiden Programmen Future Cities Laboratory FCL und Future Resilient Systems FRS mit der nachhaltigen Entwicklung von Städten und ihren Infrastrukturen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Anfangsphase

Nach einer langen Debatte in dem noch jungen Bundesstaat Schweiz, ob neben den kantonalen Universitäten auch eine nationale, eidgenössische Hochschule zu gründen sei, wurde am 7. Februar 1854 das Gesetz über die eidgenössische polytechnische Schule in Verbindung mit einer Schule für das höhere Studium der exakten, politischen und humanistischen Wissenschaften erlassen, und die ETH nahm als Eidgenössische polytechnische Schule am 16. Oktober 1855[8] in Zürich ihren Betrieb auf. Jedoch wurde das Angebot auf rein technische Fächer beschränkt, da die katholischen, ländlichen Kantone, die eigene Universitäten unterhielten, ein intellektuelles Monopol der protestantischen, städtischen Kantone verhindern wollten.[9]

Die neue Bildungsstätte sollte ein eigenes Gebäude erhalten, und so schrieben die Stadt und der Kanton Zürich einen Architekturwettbewerb aus, an dem sich unter anderem die beiden Professoren Ferdinand Stadler und Gottfried Semper aus Zürich sowie der Badener Architekt Joseph Caspar Jeuch beteiligten. Der deutsche Architekt Semper, der u. a. auch die nach ihm benannte Dresdner Oper entwarf, gewann schliesslich den Wettbewerb und durfte das Gebäude zwischen 1858 und 1864 nach seinen Plänen errichten. Im Südflügel des Gebäudes war anfänglich die bereits bestehende Zürcher Universität einquartiert.

Das Polytechnikum wuchs rasch, und jedes Jahrzehnt kam ein neues Gebäude dazu: 1886 das Chemiegebäude an der Universitätsstrasse, von 1887 bis 1890 wurde an der Gloriastrasse 35 inmitten von Rebbergen das Physikgebäude gebaut (abgebrochen im Jahre 1974). Weitere Gebäude waren 1874 für die Forstwirtschaft erstellt worden, nördlich des Hauptgebäudes folgte 1900 das Maschinen-Labor und 1915 die Naturwissenschaft.[10]

Als Folge der sogenannten Aussonderungsverträge 1905 und 1908 wurden die Gebäude der Zürcher Universität und der ETH 1914 voneinander getrennt. Nach dem Auszug der Universität baute der führende Architekt des Historismus in Zürich, Gustav Gull, zwischen 1915 und 1925 das Hauptgebäude von Semper um und veränderte die innere und äussere Gestalt des Gebäudes durchgreifend. Lediglich die gegen die Stadt weisende Südfassade blieb unverändert. Gegen die Rämistrasse wurde die Gestalt des Gebäudes durch eine neue Schaufassade und die heute charakteristische Kuppel ergänzt.

1908 erwarb das Polytechnikum das Recht, Doktortitel zu verleihen. 1911 wurde es nach einer längeren Reformdebatte in Eidgenössische Technische Hochschule umbenannt; informell blieb der Name „Poly“ bis in die 1970er in Gebrauch. Gleichzeitig wurden die Studienpläne etwas gelockert und den Studenten mehr Freiheiten gewährt.

Standort Hönggerberg und Science City

Bereits in den 1950er Jahren wurde klar, dass das ETH-Zentrum zu wenig Raum zur Verfügung hat. Bereits damals mussten zahlreiche Gebäude in der Nachbarschaft dazugekauft und Wohnungen für Institute umgenutzt werden (teilweise werden diese auch heute noch von der ETH genutzt). Jedoch konnte diese Strategie die Bedürfnisse der Hochschule nicht befriedigen, sodass die ETH 1957 beschloss, einen zweiten Standort in Zürich zu suchen. Zur Diskussion standen Areale auf der Allmend Fluntern, am Irchel, auf dem Adlisberg und auf dem Hönggerberg. Nur letzteres stellte sich als geeignet heraus, und die Planung für den Hönggerberg begann 1959. Für das Projekt wurde der renommierte Architekt Albert Heinrich Steiner gewonnen. Seit den sechziger Jahren wurden dort zusätzliche Gebäude erstellt, und seit Beginn des 21. Jahrhunderts läuft das Ausbauprojekt Science City, in dessen Rahmen man unter anderem auch Studentenwohnungen auf dem Campus am Hönggerberg erstellen will.

Die Umsetzung erfolgte rasch, und Ende der 70er wurde die erste Etappe mit den Bauten für Physik (HPH und HPP), Molekularbiologie (HPM, HPK…) und der Infrastruktur abgeschlossen. Nicht mehr unter der Leitung von Steiner und teilweise sogar gegen seinen Willen erfolgte in einer zweiten Ausbauetappe (1972–1976) der Bau des Gebäudes für Architektur und Bauwissenschaften (HIL) unter den Architekten Max Ziegler[11] und Erik Lanter. Die dritte Ausbauetappe wurde 1988 mit der Ausschreibung des Ideenwettbewerbs für den Richtplan eingeleitet; den Wettbewerb gewann der Architekt Ben Huser in der Weiterbearbeitung 1989. Nachdem die Architekten Mario Campi und Franco Pesina 1990 die Ausschreibung für die dritte Etappe (1996–2004) gewonnen hatten, wurde das Projekt von Steiner sogar vor Bundesgericht bekämpft, jedoch wurde seine Klage 1994 abgewiesen. Damit war der Weg frei für das Gebäude der Abteilungen Chemie und Werkstoffe sowie Pharmazie und Mikrobiologie (HCI).

Der Standort Hönggerberg beheimatet heute folgende Departemente: Architektur (D-ARCH), Bau, Umwelt und Geomatik (D-BAUG), Chemie und Angewandte Biowissenschaften (D-CHAB), Physik (D-PHYS), Biologie (D-BIOL) sowie Materialwissenschaften (D-MATL). Er kann mit den VBZ-Buslinien 37, 80 und 69 erreicht werden. Zudem verkehren ETH-eigene Shuttle-Busse auf zwei Linien zwischen dem Campus Hönggerberg und dem Hauptgebäude beziehungsweise dem Zürcher Hauptbahnhof. Die Fahrzeit mit den einzig den ETH-Angehörigen vorbehalteten Shuttle-Bussen beträgt auf beiden Linien ca. 15 Minuten.[12] Mit den regulären Verbindungen beträgt die Fahrzeit vom Hauptbahnhof zur ETH Hönggerberg zirka 25 Minuten. Diese Busverbindungen bilden seit längerem einen Kapazitätsengpass, der auch schon zu Beanstandungen durch die Studenten geführt hat.[13] Eine weitere Variante zur direkten Erschliessung der Science City über eine S-Bahnlinie und einem unterhalb der Science City angelegten Tunnelbahnhof wurde im Herbst 2014 vorgeschlagen. Die ergänzende Bahnlinie von 4,25 km Länge beginnt verzweigend beim Letziviadukt und führt als Tunnel von 3,5 km Länge unter dem Käferberg in die Gegend Aspholz, wo sie in die Linie nach Regensdorf mündet.[14] Damit liesse sich die Fahrzeit vom Hauptbahnhof Zürich zur ETH Hönggerberg von heute 25 Minuten auf 6 Minuten reduzieren.[15]

Derzeit wird der Standort Hönggerberg im Rahmen des Projektes Science City[16] weiter ausgebaut. Die Idee ist es, einen Hochschul-Campus zu bilden, bei dem Forschen und Wohnen auf demselben Areal stattfinden, der aber auch offen ist für die Öffentlichkeit. 2008 wurde das Information Science Lab sowie das Sport Center fertiggestellt, das im Mai 2009 eröffnet wurde.[17] Von 2013 bis 2016 wurden Studentenwohnungen gebaut. Diese umfassen insgesamt 63 Wohngemeinschaften mit 485 Zimmern, sowie zwölf Studios. Im selben Zuge wurden von der Luzerner Pensionskasse in Zusammenarbeit mit Losinger Marazzi AG das Projekt livingscience realisiert. Dies stellt 404 Studentenzimmer in ein, zwei oder secher Wohngemeinschaften zu Verfügung. Geplant wurden zudem ein Zeichensaal, von Studenten nutzbare Gemeinschaftsräume, eine Kinderkrippe sowie dem studentischen Wohnen dienende Ergänzungsräume.[18] Geplant sind zudem noch der Bau einer Life Science Platform sowie die Erstellung eines Akademischen Gästehauses als Aufstockung des bisher 14-stöckigen Physikturms. Das Information Science Lab wurde mit 23 Millionen Franken von dem Unternehmer Branco Weiss unterstützt, und die Zürcher Kantonalbank steuerte 12 Millionen Franken zum Sport Center bei. Im Dezember 2006 stimmte der Zürcher Gemeinderat dem Masterplan für die weiteren baulichen Entwicklungsschritte von Science City fast einstimmig zu. Die Sonderbauvorschriften sind im Herbst 2007 in Kraft getreten. Gemäss dem im Mai 2018 veröffentlichten Masterplan Campus Hönggerberg 2040 sollen unter anderem zwei neue Hochhäuser gebaut werden.[19]

Energiepolitisch hat sich Science City das Ziel gesteckt, ihren CO2-Ausstoss gemäss den Richtlinien des Kyoto-Protokolls zu reduzieren, um in Science City die Idee der 2000-Watt-Gesellschaft zu realisieren.

Organisation


Es entstehen jährlich über 800 Dissertationen und es werden über 2000 (Master-)Diplome verliehen.[20]

Begonnen hat die ETH mit 68 Studenten im Jahr 1855, seither hat sich ihre Zahl stetig vermehrt. Seit 1968 hat die Zahl der weiblichen Studenten stark zugenommen und betrug im Herbstsemester 2017 31,8 %. Derzeit gibt es 23 Bachelor-Studiengänge mit 9200 Studierenden, 43 Master-Studiengänge mit 6100 Studierenden, und es sind 4100 Doktorierende eingeschrieben.[20]

Im Juli 2015 hat Rektorin Springman bekannt gegeben, dass die Aufnahmefähigkeit der ETH bei 20'000 Studenten liege, sodass man den Zuwachs der aktuell bei 18600 liegenden Studentenanzahl begrenzen müsse. Springman zufolge gäbe es genügend gute Schweizer Studierende, sodass die Hochschule nicht auf ausländische angewiesen sei.[21]

Schulleitung

Die Schulleitung organisiert Leitung, Aufbau und Organisatorisches der ETH Zürich.

Departemente

Es gibt 16 Departemente; das jüngste, Gesundheitswissenschaften und Technologie (D-HEST), wurde 2012 durch die Zusammenführung der Bewegungswissenschaften, Biomechanik, Lebensmittelwissenschaften und Neurowissenschaften etabliert. Seit Herbst 2017 bietet das Departement auch einen Bachelor-Studiengang in Humanmedizin an.[22]

Für die Jahre 2019 bis 2025 haben sich alle Departemente und Zentralen Organe dazu verpflichtet, die durch Flugreisen von Mitarbeitenden verursachte CO2-Emission im Mittel um 11 Prozent zu reduzieren.[23]

Bereich Studiengang Kürzel, Name und Webseite des Departements
Architektur, Landschaftsarchitektur, Bauwesen und Geomatik Architektur, Landschaftsarchitektur D-ARCH Architektur, Landschaftsarchitektur

ETH-Studio Basel Contemporary City Institute

Bauingenieurwissenschaften D-BAUG Bau, Umwelt und Geomatik
Geomatik und Planung
Umweltingenieurwissenschaften
Ingenieurwissenschaften Elektrotechnik und Informationstechnologie D-ITET Informationstechnologie und Elektrotechnik
Biotechnologie D-BSSE Biosysteme
Informatik D-INFK Informatik
Materialwissenschaft D-MATL Materialwissenschaft
Maschineningenieurwissenschaften D-MAVT Maschinenbau und Verfahrenstechnik
Naturwissenschaften und Mathematik Biologie D-BIOL Biologie
Chemie D-CHAB Chemie und Angewandte Biowissenschaften
Chemieingenieurwissenschaften
Interdisziplinäre Naturwissenschaften
Pharmazeutischen Wissenschaften
Mathematik D-MATH Mathematik
Rechnergestützte Wissenschaften
Physik D-PHYS Physik
Systemorientierte Wissenschaften
Gesundheitswissenschaften und Technologie D-HEST Gesundheitswissenschaften und Technologie
Humanmedizin
Lebensmittelwissenschaften
Agrarwissenschaft D-USYS Umweltsystemwissenschaften
Umweltnaturwissenschaften
Erdwissenschaften D-ERDW Erdwissenschaften
Management und Sozialwissenschaften Staatswissenschaften (Berufsoffizier) D-GESS Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften

Dazu kommt noch das Departement Management, Technologie und Ökonomie (D-MTEC), verantwortlich für einen Master-Studiengang, einige Weiterbildungs-Studiengänge (Master of Advanced Studies) und Doktorate.

Abteilungen

Verschiedene Abteilungen unterstützen die Schulleitung und die Departemente. Als Teil der ETH-Bibliothek enthält das Hochschularchiv der ETH Zürich Dokumente zur Geschichte der ETH Zürich. Dieses dient der wissenschafts- und technikgeschichtlichen Forschung. Es enthält Nachlässe und Autographen vieler namhafter Wissenschaftler und Nobelpreisträger.[24]

Hochschulgruppen und Kommissionen

Die folgenden vier Hochschulgruppen bilden ein paritätisch zusammengesetztes Organ von gewählten Vertreterinnen und Vertretern in der Hochschulversammlung:

Studienbedingungen


Die Zulassung erfolgt mit einer schweizerischen Maturität ohne weitere Bedingungen. Ausländische Studierende müssen abhängig von ihrem Schulabschluss eine Aufnahmeprüfung ablegen oder werden direkt aufgenommen.

Die Semestergebühren betragen 580 Franken sowie zusätzliche 64 Franken Semesterbeiträge pro Semester. Nicht eingeschlossen sind dabei diverse zusätzliche Auslagen wie für Bücher, Praktika, Exkursionen etc. Für finanziell benachteiligte Studenten stehen Stipendien zur Verfügung.

Studienangebot

An der ETH werden hauptsächlich naturwissenschaftliche und technische Fächer gelehrt. Die ETH kennt keine Nebenfächer, in allen Studiengängen sind jedoch Lehrveranstaltungen im Bereich der Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften (GESS) obligatorisch zu absolvieren.

Der Akademische Sportverband Zürich (ASVZ) bietet ein breites Hochschulsportangebot mit über 120 Sportarten an, von Aerobic über Kletterkurse bis zu Yoga. Die wichtigsten Sportanlässe sind dabei die SOLA-Stafette, die über eine Distanz von 120 Kilometern im Grossraum Zürich durchgeführt wird, sowie die jährliche UNI-POLY Ruderregatta zwischen der ETH und der Universität Zürich, die 2019 zum 67. Mal ausgetragen wurde. Die ETH führt bei den Herren mit 39 zu 26. Zweimal musste das Rennen abgebrochen werden.

An der ETH Zürich ist ebenfalls der akademische Teil der Militärakademie der Schweizer Armee beheimatet. Im Rahmen ihrer Ausbildung besuchen angehende Berufsoffiziere den eigens dafür konzipierten Studiengang Staatswissenschaften.

Besondere Einrichtungen

Studierendenorganisationen

Die Studenten sind im Verband der Studierenden an der ETH (VSETH) organisiert. Dieser Verein nach Schweizerischem Recht vertritt durch einen Rahmenvertrag die Studierenden innerhalb und ausserhalb der Hochschule und vereinigt in sich auch Studienfach spezifische Fachvereine, die ein breites Angebot an Veranstaltungen und Dienstleistungen für Studenten anbieten.

Die Doktorierenden sind in der Vereinigung der Assistenten, Wissenschaftlichen Mitarbeiter und Doktoranden der ETH Zürich (AVETH) organisiert.

Hochschulnetzwerke

Die ETH arbeitet in verschiedenen Verbünden mit anderen Hochschulen zusammen. Sie ist Gründungsmitglied der IDEA League, einer strategischen Allianz aus fünf führenden technischen Universitäten in Europa. Sie ist auch Mitglied im Netzwerk Top Industrial Managers for Europe, einem Zusammenschluss von 51 technisch orientierten Universitäten, das Austauschprogramme fördert und den Studenten Doppeldiplome ermöglicht. 2006 gründete sie zudem mit neun weltweit führenden Forschungsuniversitäten die International Alliance of Research Universities.

Förderung durch die EU

Die ETH hat 84 ERC-Grants für Grundlagenforschung auf höchstem Niveau eingeworben, 586 Millionen Franken aus dem 7. Forschungsrahmenprogramm der EU flossen an den Forschungsstandort Zürich.[29] Nachdem die Schweizer Regierung in Umsetzung der Volksinitiative «Gegen Masseneinwanderung» das bereits ausgehandelte Personenfreizügigkeitsabkommen mit Kroatien nicht unterzeichnete, setzte die EU die Verhandlungen über das 8. Forschungsrahmenprogramm aus.[30] Der ehemalige ETH-Präsident Ralph Eichler sagte, wenn die Schweiz nicht mehr an den EU-Forschungsrahmenprogrammen teilnehmen könne, sei das, «wie wenn der FC Basel nicht mehr in der Champions League spielen könnte».[31]

Rankings

Im Times Higher Education World University Rankings belegte die ETH im Jahre 2015 den 9. Platz weltweit und den 4. Platz unter den europäischen Universitäten (den ersten Platz in Kontinentaleuropa).[32] Im Bereich Engineering & Technology belegte sie im Times Ranking den 8. Platz und im Bereich Physical Science den 11. Platz. Im Shanghai-Ranking 2015 belegte die ETH weltweit den 20. Platz (den vierten innerhalb Europas und den ersten auf dem europäischen Festland).[33] Die ETH belegte weltweit den 8. Platz in der Kategorie Natural Sciences and Mathematics.[34] Im QS World University Ranking 2020 belegte die ETH insgesamt den 6. Platz.[35] Im QS Graduate Employability Ranking 2019, das die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen bewertet, belegte die ETH den 15. Platz weltweit.[35][36]

Präsidenten


Persönlichkeiten


Zahlreiche berühmte Ingenieure und Wissenschaftler haben an der ETH Zürich gelehrt oder studiert. So stehen nach offiziellen Angaben der ETH 21 Nobelpreisträger mit der Hochschule in Verbindung:[37]

Darüber hinaus erhielt Niklaus Wirth, Entwickler mehrerer Programmiersprachen, 1984 den Turing Award, die höchste Auszeichnung der Informatik, und die beiden ETH-Absolventen Jacques Herzog und Pierre de Meuron erhielten 2001 den Pritzker-Preis, den renommiertesten Architektur-Preis. Die Mathematiker Wendelin Werner und Alessio Figalli sind Träger der Fields-Medaille, die als höchste Auszeichnung der Mathematik gilt. Weitere berühmte Persönlichkeiten in Verbindung mit der ETH Zürich werden in der Liste bekannter Persönlichkeiten der ETH Zürich aufgeführt.

Siehe auch


Literatur


Weblinks


Commons: ETH Zürich  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. ETH Zürich: Präsident. 2019, abgerufen am 1. Dezember 2019.
  2. ETH Zürich: Rektorin. 2019, abgerufen am 1. Dezember 2019.
  3. a b c d ETH Zürich in Zahlen. Abgerufen am 20. Juni 2018.
  4. ETH Zürich Foundation, Jahresbericht 2017. Abgerufen am 20. Juni 2018.
  5. List of IAU Members. In: iau-aiu.net. International Association of Universities, abgerufen am 18. August 2019 (englisch).
  6. Mitglieder. In: www.swissuniversities.ch. swissuniversities, 2019, abgerufen am 31. August 2019.
  7. https://www.ethrat.ch/sites/default/files/ETHR_FB17_D.pdf
  8. 1848–1855: Polytechnische Fundierung eines alten Traums
  9. ETH History
  10. Der Ausbau des ETH-Hauptgebäudes , Schweizerische Bauzeitung Band 85, 1967.
  11. Pragmatische Moderne. Zum Tod von Max Ziegler. (Memento vom 16. Januar 2013 im Webarchiv archive.today) In: Neue Zürcher Zeitung. 29. Juni 2012.
  12. Campus Hönggerberg. In: ethz.ch. Abgerufen am 2. April 2019.
  13. https://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/ETH-Studenten-22012485
  14. http://www.adf-innovation.com/publikationen/by_rail_2014_S26-27.pdf 11. Juni 2015.
  15. https://www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/zuerich/unterirdische-s-bahn-fuer-die-hochschulen-ingenieur-entwickelt-circle-line-projekt-137298348
  16. Science City
  17. ETH Sport Center Science City wird eröffnet
  18. TWIST bei architektick.ch
  19. ETH Campus Hönggerberg 2040. In: ethz.ch. Abgerufen am 2. April 2019.
  20. a b ETH Zürich, Geschäftsbericht 2017. Abgerufen am 20. Juni 2018.
  21. «Unsere Studierenden brauchen mehr Zeit zum Denken»
  22. ETH Zürich – Departemente
  23. Michael Keller: Bewusster Umgang mit Fliegen. In: ethz.ch. ETH Zürich, 22. Januar 2019, abgerufen am 2. Februar 2019.
  24. Datenbank des ETH-Archivs
  25. CSCS Website
  26. ETH Zürich Foundation
  27. ETH juniors
  28. Campus Interview
  29. Franziska Meister: Forschungsplatz Schweiz: Warum wehren sich die WissenschaftlerInnen nicht? , Die Wochenzeitung Nr. 04/2014 vom 23. Januar 2014, abgerufen am 24. Februar 2014.
  30. «Horizon 2020» auf Eis gelegt , Neue Zürcher Zeitung vom 16. Februar 2014, abgerufen am 24. Februar 2014.
  31. SVP-Initiative schadet Forschungsplatz: «Wie der FC Basel ohne die Champions League» , Neue Zürcher Zeitung vom 19. Februar 2014, abgerufen am 24. Februar 2014.
  32. Times Ranking 2015–2016 .
  33. Academic Ranking of World Universities – 2015 .
  34. Academic Ranking of World Universities in Natural Sciences and Mathematics – 2014 .
  35. a b ETH Zurich (Swiss Federal Institute of Technology) | Top Universities www.topuniversities.com.
  36. QS Graduate Employability Rankings 2019. 6. September 2018, abgerufen am 18. Juli 2019 (englisch).
  37. ETH Zürich: Nobelpreisträger der ETH




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Stand der Informationen: 04.05.2020 07:10:59 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
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