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Edzná

Edzná, selten Etzná, ist eine archäologische Stätte der Maya im Edzná-Tal im Bundesstaat Campeche im Westen der Halbinsel Yucatán, Mexiko. Die hier entwickelte Technologie zur Ableitung von Regenwasser und die außergewöhnliche Fassade der sogenannten „Palastpyramide“ machen sie zu einer der interessantesten Mayastädte. In Edzná befinden sich auf einer Fläche von etwa 25 km² zahlreiche Tempel, Verwaltungsgebäude und Paläste. Die Architektur war von den Stilen Puuc, Petén und Chenes beeinflusst. Die schlichten Maya-Hütten der einfachen Bevölkerung lagen verstreut außerhalb des aus Stein erbauten Zeremonialzentrums.

Inhaltsverzeichnis

Lage


Edzná liegt etwa 55 km (Fahrtstrecke) in südöstlicher Richtung von der Stadt Campeche entfernt in einer Höhe von ca. 30 m ü. d. M.[1]; die Stadt Mérida befindet sich ca. 195 km in nordöstlicher Richtung. Der nächstgelegene Flugplatz ist Campeche.

Wassermanagement


Bedingt durch den vorherrschenden lehmigen Bodentyp wird das Edzná-Tal nach Regenfällen häufig überschwemmt – dies kann wegen des regenreichen und feuchten Klimas das ganze Jahr über geschehen. Um diesem Übel abzuhelfen, entwickelten die dortigen Mayas ein fortschrittliches System von Bewässerungskanälen, die das Tal zu einer Lagune hin entwässerten. Diese Lagune wurde wiederum als Reservoir für die Bewässerungskanäle verwendet. Nicht nur, dass diese Kanäle für eine optimale Bodenfeuchtigkeit sorgten, sie wurden auch zur Fischzucht, als Verkehrswege und in einigen Fällen zur Verteidigung verwendet. Das Regenwasser wurde – wie vielerorts in Yukatán – auch in künstlichen Zisternen (chultúnes) gesammelt und als Trinkwasser verwendet.

Ortsname


Der Name kommt von einem alten maya-yukatekischen Wort, das vielleicht eine Anspielung auf die Itzaes darstellt, ein Name, der mehreren aus dem Südosten Campeches stammenden Gruppen gegeben wurde. In diesem Fall hieße Edzná „Haus der Itzaes“. Eine andere mögliche Bedeutung wäre „Haus des Echos“, ein solches wurde zwischen den höchsten Gebäuden des Ortes schon gehört. Eine dritte Möglichkeit wäre „Haus der Grimassen“, nach einer Stuckmaske, die es auf der Spitze des höchsten Gebäudes gegeben haben soll.

Geschichte


Die ersten Hinweise auf eine Besiedelung dieses Gebietes gehen bis 400 v. Chr. zurück, als sich eine Gesellschaft entwickelte, die Feldbau und in geringem Umfang auch Viehzucht (z. B. Truthühner) betrieb. In den folgenden Jahrhunderten konstituierte sich eine komplexe Gesellschaftsstruktur, die es ermöglichte, auch Monumentalbauten und Bewässerungskanäle zu errichtet.

In den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung entwickelte sich in Edzná ein zentralisiertes Regierungssystem, das sich durch die Beziehung der Herrschenden zu den Göttern legitimierte. In den Jahren zwischen 400 und 1000 unserer Zeitrechnung wurde die Stadt zu einem kulturellen Zentrum des westlichen Yucatán; die damalige Bevölkerungszahl wird auf ca. 70.000 geschätzt. Während der Spätklassik gehörte Edzná zum Einflussgebiet Calakmuls. Das letzte übermittelte Datum der Langen Zählung stammt aus dem Jahr 810. Zwischen 1450 und 1500 wurde Edzná, das zu diesem Zeitpunkt im Einzugsgebiet der Cuchcabal Canpech und Chan Putun lag, aufgegeben.[2]

Hauptbauwerke


Weblinks


Commons: Edzná  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise


  1. Edzna – Karte mit Höhenangaben
  2. Nikolai Grube (Hrsg.): Maya, Gottkönige im Regenwald. Potsdam 2012, S. 48, 51, 63f und 444.



Kategorien: Archäologischer Fundplatz im Bundesstaat Campeche | Ort der Maya

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