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Dreux

Dreux
Wappen von Dreux
Region Centre-Val de Loire
Département Eure-et-Loir
Arrondissement Dreux
Kanton Dreux-1 (Hauptort)
Dreux-2 (Hauptort)
Gemeindeverband Agglo du Pays de Dreux
Koordinaten 48° 44′ N, 1° 22′ O Koordinaten: 48° 44′ N, 1° 22′ O
Höhe 75–139 m
Fläche 24,27 km2
Einwohner 30.977 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 1.276 Einw./km2
Postleitzahl 28100
INSEE-Code
Website www.drouais.com

Blick über die Innenstadt von Dreux

Dreux ist eine Gemeinde mit 30.977 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) in Frankreich im Département Eure-et-Loir.

Inhaltsverzeichnis

Lage


Dreux liegt etwa 90 Kilometer westlich von Paris, im Tal des Flusses Eure an der Einmündung seines linken Nebenflusses Blaise.

Geschichte


Die Stadt war Hauptstadt eines kleinen gallischen Stammes, der sogenannten „Durocasses“. In der Römerzeit kreuzten hier wichtige Verkehrsstraßen. Im Mittelalter war die Stadt Sitz einer Grafschaft. Verschiedene Mitglieder der französischen Königsfamilie sind in der Chapelle Royale Saint Louis bestattet.

Schlacht von Dreux: Während des Ersten Hugenottenkriegs wurden am 19. Dezember 1562 die protestantischen Truppen unter Ludwig I. Prinz von Condé und Admiral Gaspard von Coligny in der Schlacht von Dreux von der katholischen Armee unter François de Lorraine besiegt.

Dreux ist der Geburtsort von François-André Danican Philidor (1726–1795), eines Komponisten, der heute vor allem als der stärkste Schachspieler des 18. Jahrhunderts bekannt ist.

Im Deutsch-Französischen Krieg wurde Dreux am 19. November 1870 von preußischen Truppen eingenommen.[1]

Internationale Beachtung erfuhr der Ort 1983, als die damals noch unbedeutende Front National hier ihre ersten großen Wahlerfolge erzielen konnte und die Mehrheit im Stadtrat erhielt; als Ursachen wurden die hohe Arbeitslosigkeit in der Industriestadt und die Überfremdungsängste wegen des Zuzugs von algerisch-muslimischen Einwanderern (vor allem Harkis aus dem Algerienkrieg) genannt. Während der 1990er Jahre konnte, im Gegensatz zum Trend im Rest des Landes, der Einfluss der Rechtsextremen jedoch zurückgedrängt werden, so dass die Partei heute mit nur 2 von 39 Ratsmitgliedern im Stadtrat vertreten ist[2]; außerdem unternahm die Stadt umfangreiche Bemühungen, ihren schlechten Ruf zu verändern. Zur Europawahl 2014 wurde die FN mit 24,71 % stärkste Partei in Dreux; ebenso gewann sie die erste Runde der Regionalwahl 2015 in der Stadt mit 26,86 %, musste sich in der zweiten Runde aber dem Kandidaten eines Bündnisses verschiedener linker Parteien geschlagen geben.[3]

Sehenswürdigkeiten


Partnerstädte


Dreux ist durch Städtepartnerschaften verbunden mit

Söhne und Töchter der Stadt Dreux


Weblinks


 Commons: Dreux  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Alex Gardin: La guerre de 1870–1871 à Bernay. Les Éditions Page de Garde, Saint-Aubin-les-Elbeuf 1997, ISBN 2-84340-037-6, S. 13 (französisch, Erstausgabe: 1898, Nachdruck).
  2. Stadträte der Opposition auf der Webseite der Stadt , abgerufen am 11. Juni 2016.
  3. Wahlergebnis auf der Seite des französischen Innenministeriums , abgerufen am 11. Juni 2016.



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