Dornstetten



Wappen Deutschlandkarte

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Freudenstadt
Höhe: 621 m ü. NHN
Fläche: 24,21 km2
Einwohner: 8040 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 332 Einwohner je km2
Postleitzahl: 72280
Vorwahl: 07443
Kfz-Kennzeichen: FDS, HCH, HOR, WOL
Gemeindeschlüssel: 08 2 37 019
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1 + 2
72280 Dornstetten
Website: www.dornstetten.de
Bürgermeister: Bernhard Haas
Lage der Stadt Dornstetten im Landkreis Freudenstadt

Dornstetten ist eine baden-württembergische Kleinstadt im Landkreis Freudenstadt in der Region Nordschwarzwald, rund sieben Kilometer östlich der Kreisstadt Freudenstadt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Geographische Lage

Dornstetten liegt im nördlichen Schwarzwald. Der Ort liegt auf einer Höhe von 600–715 m ü. NN.[2] Im Stadtteil Aach entsteht die Glatt als Zusammenfluss der Quellbäche Ettenbach, Stockerbach und Kübelbach. 1164 ha (48 %) der Gemarkungsfläche sind bewaldet.

Stadtgliederung

Die Stadt Dornstetten besteht aus der früheren Stadt Dornstetten und den ehemaligen Gemeinden Aach und Hallwangen. Zur ehemaligen Gemeinde Aach gehören das Dorf Aach, das Gehöft Benzinger Hof und die Häuser Glattal. Zur früheren Stadt Dornstetten gehören die Stadt Dornstetten und das Gehöft Lattenberg (die eine Hälfte, der andere Teil des Lattenberg mit zwei Anwesen gehört zur Gemeinde Glatten). Zur ehemaligen Gemeinde Hallwangen gehört das Dorf Hallwangen.

Im Gebiet der früheren Stadt Dornstetten liegen die Wüstungen Brennenweiler, Bühlerhof und Diffenthal oder Niedertall.[3]

Schutzgebiete

Im Süden des Stadtgebiets liegt das Naturschutzgebiet Benzinger Berg. Daneben befinden sich auf der Stadtfläche das Landschaftsschutzgebiet Silberberg sowie Teile der Landschaftsschutzgebiete Springbrunnen-Ettenbachtal, Stockenbachtal und Oberes Glattal. Daneben hat Dornstetten Anteil am FFH-Gebiet Freudenstädter Heckengäu und liegt im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord.[4]

Geschichte


Bis zum 19. Jahrhundert

Die erste urkundliche Erwähnung Dornstettens erfolgte bereits im Jahre 767 im Lorscher Codex, zu dieser Zeit existierte auf dem heutigen Gemeindegebiet das Dornstetter Waldgeding. Zwischen 1267 und 1276 wurde der Ort zur Stadt erhoben. Dornstetten gehörte damals den Grafen von Urach-Fürstenberg. Über die Grafen von Hohenberg kam die Stadt 1320 an Württemberg. Für das Jahr 1461 wird erstmals eine Schule in der Stadt erwähnt. Ab 1500 lag die Stadt im Gebiet des Schwäbischen Reichskreises. 1755 wurde Dornstetten Sitz des gleichnamigen Oberamts, das aber schon 1807 im Zuge der Umsetzung der neuen Verwaltungsgliederung im Königreich Württemberg aufgelöst und in das Oberamt Freudenstadt eingegliedert wurde. Bei der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte die Stadt 1938 zum Landkreis Freudenstadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel Dornstetten in die Französische Besatzungszone und kam somit 1947 zum neu gegründeten Land Württemberg-Hohenzollern, welches 1952 im Land Baden-Württemberg aufging.

Gemeindefusion

Am 1. Januar 1975 vereinigte sich Dornstetten mit Aach und Hallwangen zur neuen Stadt Dornstetten.[5]

Religionen

Seit der Reformation ist Dornstetten evangelisch geprägt. In Dornstetten gibt es eine römisch-katholische Kirche – die römisch-katholische Einwohnerschaft wird jedoch von der Kirchengemeinde Freudenstadt betreut. Daneben gibt es eine neuapostolische und eine evangelisch-methodistische Gemeinde in der Stadt.

Politik


Gemeinderat

Nach der Kommunalwahl vom 26. Mai 2019 ergab sich folgende Sitzverteilung:

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze 2014 2009
Freie Wähler/CDU 47,3 % 9 47,4 %, 9 Sitze 48,1 %, 8 Sitze
Freie Bürger 34,0 % 6 38,2 %, 7 Sitze 32,7 %, 6 Sitze
SPD 18,8 % 3 14,3 %, 3 Sitze 19,1 %, 3 Sitze

Bürgermeister

Im März 2012 wurde Bernhard Haas im zweiten Wahlgang mit 51,1 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister von Dornstetten gewählt. Amtsinhaber Dieter Flik erhielt 3,2 Prozent.[6]

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Gold unter einer liegenden fünfendigen schwarzen Hirschstange ein schwarzer Dornstrauch.“

Partnerschaft

Dornstetten unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Scey-sur-Saône-et-Saint-Albin in der Region Haute Saône in Frankreich. Das Gymnasium Dornstetten führt alljährlich mit dem Ort einen Schüleraustausch durch.

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Die Stadt ist mit einigen Buslinien erschlossen und gehört der Verkehrs-Gemeinschaft Landkreis Freudenstadt an. Zudem verfügt Dornstetten über einen Bahnhof an der Gäubahn. Die Strecke wird zwischen Freudenstadt Hbf und Eutingen im Gäu im Stundentakt bedient. Alle zwei Stunden erreicht man die Städte Karlsruhe und Stuttgart umsteigefrei.

Die Stadt liegt sowohl an der Deutschen Fachwerkstraße als auch an der Deutschen Alleenstraße.[7]

Bildungseinrichtungen

Neben dem Gymnasium, das mit dem Schuljahr 2006/07 vom Progymnasium in drei Stufen zum Vollgymnasium ausgebaut wurde, und der Realschule gibt es auch eine Werkrealschule, welche mit der Realschule in einem Gebäude ist, und drei Grundschulen (in jedem Ortsteil eine). Die Außenstelle Dornstetten der Dreifürstensteinschule (Körperbehindertenschule der Stiftung KBF) und die Eichenäcker-Schule, eine Förderschule für Schüler mit geistiger Behinderung, runden das Schulangebot ab. Hinzu kommen noch sieben Kindergärten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Museen

Neben dem Puppen- und Spielzeugmuseum im „Kaufhaus Hegel“ beherbergt Dornstetten auch ein Heimatmuseum. Über drei Etagen gibt die Ausstellung Einblicke in die Stadtgeschichte der einstigen Oberamtsstadt und in der Leben der Bürger in früherer Zeit. Außerdem ist hier ebenfalls die städtische Kunstsammlung zu finden, die auf einer Stiftung der 2017 verstorbenen Dornstetter Künstlerin Eleonore Kötter beruht.

Im Stadtteil Hallwangen kann das historische Silber-, Kupfer- und Schwerspatbergwerk „Himmlisch Heer“ besichtigt werden.

Gebäude

Sehenswert ist die Altstadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern und Gassen. Dornstetten liegt an der Südroute der Deutschen Fachwerkstraße (MosbachHaslach im Kinzigtal), die an weiteren Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Zudem gibt es den Aussichtsturm Königskanzel.

Freizeiteinrichtungen

Eine weitere Attraktion ist der Barfußpark[8] im Ortsteil Hallwangen. Auf diesem 2,4 km langen Rundweg mit vielen Erlebnis-, Kneipp- und Spielstationen wird abwechslungsreiches Naturerlebnis für Jung und Alt geboten, aber auch das Barfußlaufen gezielt als Naturheilmittel gegen Venenleiden eingesetzt.

Söhne und Töchter der Stadt


Literatur


Weblinks


Commons: Dornstetten  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Dornstetten – Reiseführer

Einzelnachweise


  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2019 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Dornstetten in Zahlen
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe. Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2, S. 613–616.
  4. Daten- und Kartendienst der LUBW
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 492.
  6. http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.dornstetten-haas-holt-absolute-mehrheit.ef6b4c85-23cf-4d30-8341-c25e36d0c2fc.html
  7. alleenstrasse.com
  8. Naturerlebnis BarfussPark









Kategorien: Dornstetten | Gemeinde in Baden-Württemberg | Ort im Landkreis Freudenstadt | Ersterwähnung 767 | Stadt in Baden-Württemberg | Stadtrechtsverleihung 1267




Stand der Informationen: 01.05.2021 12:25:51 CEST

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