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Doris Bachmann-Medick

Doris Bachmann-Medick, Geburtsname Doris Bachmann (* 8. September 1952) ist eine deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin.

Inhaltsverzeichnis

Leben


Nach dem Studium der Germanistik, Geographie, Kunstgeschichte und Philosophie arbeitete Doris Bachmann-Medick in der Arbeitsstelle „Index zu deutschsprachigen Zeitschriften des 18. Jahrhunderts“ der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und wurde 1986 in der Neueren Deutschen Literatur zum Dr. phil. promoviert. Seit den 1990er Jahren war sie für verschiedene Forschungsprojekte und Institute tätig: 1991–1993 am Seminar für Deutsche Philologie der Universität Göttingen zum Thema „Literarische Anthropologie – anthropologische Literatur. Kulturelle Übergänge und die Verflechtung der Disziplinen in den Kultur- und Humanwissenschaften“; 1994–1996 im Göttinger Sonderforschungsbereich „Die literarische Übersetzung“ und 2005 als Mitarbeiterin im Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin.

Neben Lehraufträgen an der Universität Göttingen, der Universität Potsdam, der Europa-Universität Viadrina, der Freien Universität Berlin und der Universität Zürich führten sie zahlreiche Gastprofessuren in die Vereinigten Staaten (University of California, Los Angeles; University of Michigan, Ann Arbor; University of California, Irvine; University of Cincinnati; Georgetown University, Washington, DC) sowie nach Österreich an die Universität Graz. Im Wintersemester 2005/2006 war sie außerdem Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien. Seit 2007 forscht und lehrt sie als Senior Research Fellow am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) der Justus-Liebig-Universität Gießen, das seit 2006 im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert wurde.[1]

Doris Bachmann-Medick ist mit dem Historiker Hans Medick verheiratet.

Forschungsschwerpunkte


Zu Doris Bachmann-Medicks Forschungsschwerpunkten gehören Kulturwissenschaften, Literarische Anthropologie, Kulturtheorie, kulturwissenschaftliche Übersetzungsforschung und Interkulturelle Kommunikation. Der von ihr herausgegebene einflussreiche Konzeptband Kultur als Text[2] befeuerte die kulturanthropologische Wende der Literaturwissenschaft in Deutschland. Auf diesen Band geht der mittlerweile stehende Begriff von „Kultur als Text“ zurück. Außerdem zeigt sie in ihrer vielfach aufgelegten und übersetzten Monographie Cultural Turns die inneren „Differenzierungsimpulse“[3] des sogenannten Cultural turn auf und macht dessen verschiedene Ausrichtungen allererst sichtbar und disziplinenübergreifend anschlussfähig. Aktuelle Forschungen widmet sie vor allem der Übersetzung als Kategorie für die kulturwissenschaftliche Forschung. Dabei beschäftigt sie sich unter anderem mit Menschenrechten als Übersetzungsproblem sowie mit Migration als Prozess und Herausforderung kultureller und sozialer Übersetzung.

Mitgliedschaften


Auszeichnungen


Schriften (Auswahl)


Als Herausgeberin

Weblinks


Einzelnachweise


  1. https://www.uni-giessen.de/faculties/gcsc/gcsc/people-organ/team/research-and-management-team.
  2. Doris Bachmann-Medick (Hrsg.): Kultur als Text. Die anthropologische Wende in der Literaturwissenschaft. (= Fischer Tb. 12781). Frankfurt am Main 1996; Vgl. außerdem Doris Bachmann-Medick: Culture as Text: Reading and Interpreting Cultures. In: Birgit Neumann, Ansgar Nünning (Hrsg.): Travelling Concepts for the Study of Culture. Berlin/ New York 2011, ISBN 978-3-11-022761-1.
  3. Ebd., S. 9.
  4. [1] idw - Informationsdienst Wissenschaft 10. Oktober 2019. Abgerufen am 21. Oktober 2019.
  5. Walter Wagner: Literaturwissenschaft im Aufbruch. Rezension. auf: literaturkritik.de



Kategorien: Literaturwissenschaftler | Kulturwissenschaftler | Hochschullehrer (Justus-Liebig-Universität Gießen) | Herausgeber | Deutscher | Geboren 1952 | Frau

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Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Doris Bachmann-Medick (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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