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Donauwörth

Wappen Deutschlandkarte

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Höhe: 410 m ü. NHN
Fläche: 77,04 km2
Einwohner: 20.080 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 261 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86609
Vorwahl: 0906
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 131
Stadtgliederung: 34 Gemeindeteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausgasse 1
86609 Donauwörth
Website: www.donauwoerth.de
Oberbürgermeister: Armin Neudert (CSU)
Lage der Stadt Donauwörth im Landkreis Donau-Ries

Donauwörth (ursprünglich Werd, bis 1607 Schwäbischwerd) ist eine Große Kreisstadt im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und der Sitz des Landratsamts.
Im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit war Schwäbischwerd eine selbstständige Reichsstadt im Heiligen Römischen Reich, was sich im Wappen der heutigen Stadt Donauwörth widerspiegelt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Geographische Lage

Donauwörth liegt im nördlichen Schwaben, an den Mündungen von Kessel und Wörnitz (beide von Norden) sowie Zusam und Schmutter (beide von Süden) in die hiesig von Südwest nach Ost verlaufende Donau; in diesen Fluss mündet etwa 12 km östlich der Stadt der von Süden kommende Lech. Donauwörth liegt an den Südwestausläufern der Fränkischen Alb mit dem Naturpark Altmühltal und an den Ostausläufern (Riesalb) der Schwäbischen Alb. Jenseits der Donau befindet sich ein paar Kilometer südlich der Stadt der Naturpark Augsburg-Westliche Wälder.

Ausdehnung des Stadtgebiets

Die Gemeinde hat 34 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Die Gemeinde besteht aus 9 Gemarkungen:

Siedlungsgeographische Situation Donauwörths

Die Altstadt von Donauwörth liegt eingezwängt zwischen der Wörnitz und dem Schellenberg. Natürliche Erweiterungsmöglichkeiten im Anschluss an die Altstadt waren daher nur wenige gegeben: Lediglich im Norden setzt sich der Bebauungszusammenhang durch die Berger Vorstadt fort, die noch weiter nördlich durch den Stadtteil Berg abgelöst wird. Im Süden liegt gegenüber der Altstadt jenseits der Kleinen Wörnitz, eines Wörnitzarmes, die Rieder Vorstadt (im Allgemeinen nur „Ried“ genannt). Diese wird jenseits des Hauptarmes der Wörnitz durch die Bahnhofsvorstadt fortgesetzt. Diese jedoch erfährt eine massive Begrenzung durch die Bahnlinie. Östlich der Altstadt gibt es lediglich eine schmale Fortsetzung der Besiedlung, die Zirgesheimer Vorstadt. Diese liegt eingezwängt zwischen Donau und Schellenberg. Unmittelbar südlich der Südostspitze der Altstadt befindet sich die Mündung der Wörnitz in die Donau. Genauso wie das Gebiet westlich der Altstadt im Bereich der Wörnitz ist diese Gegend nicht nur durch den Fluss selbst ungünstig besiedelbar, sondern liegt auch im Überschwemmungsgebiet der Flüsse. Daher hat sich im Westen keine weitere Besiedlung ergeben, während im Süden beiderseits der Augsburger Straße nur eine dünne Besiedlung besteht und die Stadt selbst hier endet. Westlich der Bahnhofsvorstadt bestehen nördlich der Bahnlinie die Neudegger Siedlung und südlich die Rambergsiedlung. Weiter südlich liegt der Stadtteil Riedlingen, der mittlerweile einen bedeutenden Wohnstandort innerhalb des Stadtgebietes darstellt.

Wegen der Enge im inneren Siedlungsgebiet der Stadt und der geringen Erweiterungsmöglichkeiten entstand nach dem Zweiten Weltkrieg ein weiterer Siedlungsteil auf dem Rücken der Jurahöhe („Schellenberg“), die Parkstadt. Sie erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung und ist etwa 500 m breit und über 2 km lang.

Südöstlich an die Parkstadt schließt das Areal der früheren Alfred-Delp-Kaserne an und an dieses wiederum die am Südhang des Schellenberges liegende Siedlung an der Dr.-Loeffellad-Straße.

Die weiteren Stadtteile liegen räumlich getrennt von dem beschriebenen Siedlungsgefüge, wie es bei sehr vielen anderen Städten auch der Fall ist.

Die Zerrissenheit des Stadtgefüges macht sich in der Erscheinung der Stadt jedoch auch durch reizvolle Blickbeziehungen bemerkbar:

Geschichte


Mittelalter

Schon um 500 gab es erste Siedlungskerne im heutigen Ried. Im Zuge der Vorbereitungen zur Schlacht auf dem Lechfeld 955 entstand die erste Brücke über die Donau. Im Jahr 1049 wurde das Kloster Heilig Kreuz, damals noch in die Burg Mangoldstein integriert, von Papst Leo IX. geweiht. Im Jahre 1193 wurde Werd von Kaiser Heinrich VI. zur Stadt erhoben[4] und führte bis zu ihrer Reichsacht 1607 den Namen Schwäbischwerd[5]. Die Umbenennung in Donauwörth erfolgte erst zu einem späteren Zeitpunkt

1178–1266 wurde die Stadt als Reichslehen direkt den herrschenden Staufern zugeordnet, die sie 1266 an das Herzogtum Bayern verpfändeten. Der einköpfige Stauferadler blieb im Stadtwappen bis 1530 vertreten, als er durch den doppelköpfigen Reichsadler ersetzt wurde.

1256 ließ der Wittelsbacher Herzog Ludwig II. in Schwäbischwerd seine Frau Maria von Brabant aus ungeklärten Motiven als Ehebrecherin enthaupten. Regelmäßige Theateraufführungen bringen die tragische Begebenheit auch heute noch in Erinnerung.

1301 wurde die Stadt Reichsstadt. Die Besetzung der Stadt durch Ludwig den Reichen von Bayern-Landshut war der Auslöser für den Bayerischen Krieg. 1376 wurde der Schwäbische Städtebund gegründet. Anlass dafür war, dass Karl IV. die Stadt wegen hoher Schulden an seine Gläubiger abtreten musste. In den Jahren 1444–1473 entstand die Stadtpfarrkirche Zu unserer Lieben Frau an Stelle der zu klein gewordenen Sankt-Ulrichs-Kirche. 1488 wurde Donauwörth Mitglied des Schwäbischen Bundes. 1536 kam die Pflege an die Fugger.

Neuzeit

Der „Rat der Stadt Donawerda“ unterstützte die Reformation und unterzeichnete die lutherische Konkordienformel von 1577[6]. In der Folge der Religionswirren kam sie 1607 nach dem sogenannten Kreuz- und Fahnengefecht am Markustag 1606 unter Reichsacht und wurde von Herzog Maximilian von Bayern in bayerischen Pfandbesitz umgewandelt. Die Reichsexekution durch den bayerischen Herzog Maximilian geschah gegen geltendes Reichsrecht, da Donauwörth zum schwäbischen Reichskreis gehörte und der Kreishauptmann des schwäbischen Reichskreises damit hätte beauftragt werden müssen. Unter anderem als Reaktion auf diese Okkupation schlossen sich die protestantischen Reichsstände 1608 zur Protestantischen Union zusammen.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt am 7. April 1632 von einem schwedischen Heer unter dem Befehl von König Gustav II. Adolf auf seinem Marsch nach München erobert. Im Folgejahr – nach dem Tod des schwedischen Königs – wurde die Stadt im April 1633 zum Treffpunkt von zwei schwedischen Heeren mit zusammen ca. 25000 Mann unter Kommando von Bernhard von Sachsen-Weimar und Gustaf Horn. Das Fußvolk bezog ein verschanztes Lager auf dem Schellenberg und die Reiterei wurde in benachbarten Orten auf beiden Seiten der Donau logiert. Bis zur Mitte des Jahres 1634 wurde das Lager zu einem Rückzugs- und Versorgungsort für die beiden schwedischen Heere von Herzog Bernhard und Gustaf Horn, im Verlauf der langwierigen Kämpfe um Regensburg (1632–1634) und bei den Feldzügen von Gustaf Horn in Oberschwaben und am Oberrhein. Am 16. August 1634 wurde die Stadt von kaiserlich-bayerischen Truppen unter Erzherzog Ferdinand auf ihrem Weg nach Nördlingen im Sturm erobert.[7]

Die Schlacht am Schellenberg fand am 2. Juli 1704 auf dem Schellenberg bei Donauwörth statt. Die Truppen der Großen Allianz unter dem Oberbefehl von John Churchill, 1. Duke of Marlborough, und Ludwigs von Baden-Baden besiegten die bayerische Armee. Durch diesen Sieg und die anschließende Einnahme Donauwörths wurde die Donaulinie durchbrochen und das Kurfürstentum Bayern dem Zugriff der Alliierten preisgegeben.

In Folge verlor das zur bayerischen Landstadt degradierte Donauwörth, wie es fortan genannt wurde, nicht nur seine Eigenständigkeit (1714 war die Stadt endgültig zu Bayern gekommen), sondern auch gut die Hälfte seiner Einwohner. Die ehemalige Bevölkerungszahl wurde erst im 19. Jahrhundert wieder erreicht. Zu Beginn des Jahrhunderts wurde die Stadt zum Sitz eines bayrischen Landgerichts, aus dem 1862, zusammen mit Teilen des Landgerichtsbezirks Monheim das Bezirksamt Donauwörth (ab 1939 Landkreis) gebildet wurde.

20. Jahrhundert

1940 verlor Donauwörth den Status einer kreisfreien Stadt. Mit Wirkung ab 1. Januar 1998 wurde Donauwörth zur Großen Kreisstadt erhoben (die Städte in Bayern, die zum 1. Juli 1972 die Kreisfreiheit verloren, hatten diesen Status damals unmittelbar erhalten).[8]

Donauwörth erlitt kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges am 11. und 19. April 1945 zwei Luftangriffe der 8. bzw. 9. US-Luftflotte. Es waren fast 300 Tote zu beklagen. Die Umgebung des Bahnhofs und das Stadtzentrum wurden nahezu eingeebnet. Die Innenstadt wurde zu etwa drei Vierteln zerstört.[9] 1946 begann der Wiederaufbau der historischen Reichsstraße.

21. Jahrhundert

Im Jahr 2016 wurde gegen die Stellungnahme des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege von der Stadt die Abbruchgenehmigung für das sogenannte Wagenknechthaus, eines der ältesten Bürgerhäuser Bayerns von 1317, gegeben,[10] das 2017 tatsächlich abgebrochen wurde.[11]

Ebenfalls 2016 wurde Donauwörth der Titel Fair-Trade-Stadt verliehen.[12]

Von 2013 bis 2017 wurde die alte Ufermauer aus großformatigen Werksteinen am historischen Hafen saniert. Die Sanierung verschlang rund 2,7 Millionen Euro. Zum einstigen Hafen gehörten Lagerschuppen und zwei Ladekräne. Mehrere Treppen führten direkt zur Donau hinab. Die Anlage wurde 1853/54 vollendet. Am Hafen legten Dampfboote und Ruderschiffe an. Bereits ab 1837 gelang der Anschluss an die Donau-Dampfschifffahrt, die von Linz über Passau und Regensburg kommend, hier einen Start- sowie Endpunkt erreichte. Der rege Verkehr auf dem Fluss kam schon 1874 wegen der Konkurrenz durch die Eisenbahn zum Erliegen und der Landeplatz mit all seinen Baulichkeiten verfiel zusehends. Durch die Sanierung des Areals entstand mitten in der Stadt ein neuer Uferpark zum Wohl der Bürger und zur touristischen Aufwertung. Am 13. Mai 2017 wurde der Donauhafen eröffnet.[13]

Eingemeindungen

Im Rahmen der Gebietsreform wurden am 1. Juli 1971 die Orte Auchsesheim, Nordheim und Zirgesheim nach Donauwörth eingemeindet. Es folgten Riedlingen am 1. Januar 1972 und der Gemeindeteil Zusum der ehemaligen Gemeinde Zusum-Rettingen am 1. Juli 1972.[14] Am 1. Juli 1973 kam Berg hinzu. Am 1. Januar 1978 wurde die Gebietsreform in Donauwörth mit den Eingemeindungen von Wörnitzstein und Schäfstall abgeschlossen.[15]

Einwohnerentwicklung

Donauwörth wuchs von 1988 bis 2008 um 767 Einwohner bzw. um gut 4 %. Nach langer Stagnation ist die Große Kreisstadt zwischen 2012 und 2016 von gut 18.000 auf knapp 20.000 Einwohner angewachsen.

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Stadt von 17.420 auf 20.080 um 2.660 Einwohner bzw. um 15,3 %.

Die Einwohnerzahlen ab 1840 beziehen sich auf die heutige Gemeindefläche (Stand: 1978).

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1988 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2017
Einwohner 5.421 6.956 9.004 13.467 15.209 17.116 17.487 17.420 17.840 18.033 18.020 18.311 18.240 18.972 19.858

Liste der Bürgermeister (seit 1818)

Name Amtszeit
Johann Nepomuk Rheiner 1818–1819
Franz Böhm 1820–1838
Johann Sallinger 1838–1844
Franz Förg 1844–1875
Gottfried Rauch 1875–1877
Wilhelm Gebhardt 1878–1907
Karl Mayer 1908–1914
Michael Samer 1915–1929
Friedrich Dessauer 1929–1935
Wilhelm Schöner 1936–1945
Alois Barthelme 1945–1948
Andreas Mayr 1948–1970
Alfred Böswald 1970–2002
Armin Neudert seit 2002

Politik


Stadtrat

Die Wahl zum Stadtrat am 16. März 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 57,41 % zu folgendem Ergebnis:[16]

Partei / Liste Stimmen % Sitze
CSU 27,29 % 7
SPD 19,17 % 5
PWG 12,68 % 3
GRÜNE 9,87 % 2
EBD 9,78 % 2
AL/JB 9,36 % 2
ÖDP 3,69 % 1
FW 3,61 % 1
BfD 2,78 % 1
FDP 1,75 % 0

Städtepartnerschaften

Sehenswürdigkeiten


Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Donauwörth

Wiederkehrende Feste und Veranstaltungen


Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Straßenverkehr

Bei Donauwörth kreuzen sich die Bundesstraßen 2 (NürnbergAugsburg), die von Augsburg bis Donauwörth autobahnartig ausgebaut ist, 16 (UlmRegensburg) und 25 (Uffenheim – Donauwörth).

Fahrradverkehr

Donauwörth ist an einige Radfernwege angeschlossen, unter anderem innerhalb des europäischen Fernradwegnetzes EuroVelo an die Flussroute EV 6, welche vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer verläuft,[20] und an den Donauradweg.[21]

Donauwörth liegt am Fernradweg, der als Via Claudia Augusta entlang einer gleichnamigen antiken Römerstraße verläuft.

Schienenverkehr

Der Bahnhof Donauwörth ist ein Eisenbahnknoten mit der Fernverkehrsstrecke von Augsburg weiter nach Treuchtlingen und Nürnberg, der Donautalbahn von Regensburg und Ingolstadt nach Ulm und ist der Ausgangspunkt der Riesbahn nach Aalen. Alle vier Richtungen werden unter der Woche stündlich, nach Augsburg halbstündlich, am Wochenende zweistündlich (nach Augsburg im 90-30-Takt) bedient. Außerdem wird Donauwörth seit 10. Dezember 2006 von den schnellen Allgäu-Franken-Express-Zügen angefahren, die Nürnberg mit Lindau und Oberstdorf verbinden. Seit Dezember 2017 ist Donauwörth ICE-Systemhalt: Alle passierenden ICE- und IC-Züge halten auch dort und bieten einen annähernden Zweistundentakt Richtung Norden und Richtung München.[22] Die Bahnstrecke von München nach Donauwörth wird wegen der Zulassung für 200 km/h oft für Versuchs- und Zulassungsfahrten benutzt, wie zum Beispiel für die Lokomotiven des Allgäu-Express im Jahr 2003 und teilweise für die Marschbahn-Züge der Nord-Ostsee-Bahn. Auf der Bahnstrecke Augsburg-Donauwörth wurde am 17. Oktober 1984 mit einem Sonderzug mit 250 t angehängter Last, gezogen von der Drehstromlokomotive 120 001-3, mit 265 km/h ein Geschwindigkeitsweltrekord für Drehstromfahrzeuge aufgestellt.

Öffentlicher Personennahverkehr

Am 1. August 2011 startete in Donauwörth ein neues Stadtbus-System. Seither verkehren vier innerstädtische Linien im Halbstundentakt/ Stundentakt und zwei Umland-Linien. Morgens und abends verkehren zusätzlich noch einzelne Verstärkerbusse. Mit der Betriebsaufnahme des neuen Stadtbusses wurde auch ein neues Preissystem eingeführt, das unter anderem ein vergünstigtes Bürgerticket für die Einwohner von Donauwörth anbietet. Alle fünf Linien werden von den Busunternehmen Osterrieder, Link und Schwabenbus betrieben. Im Einsatz sind dabei vier neue große Busse und zwei neue Kleinbusse, die auch optisch ein einheitliches Erscheinungsbild in den Stadtfarben gelb, blau und schwarz erhielten. Zudem ist auf jedem Bus ein bekanntes Motiv aus der Stadt Donauwörth zu sehen.[23] Darüber hinaus wird die große Kreisstadt mit mehreren Regionalbuslinien der Verkehrsgemeinschaft Donau-Ries (VDR), die im Stadtgebiet verkehren, mit dem Umland verbunden.[24] Am Samstag fahren alle drei Innenstadt-Linien nur stündlich, sonntags und an Feiertagen ist mit Ausnahme des Kirchenbusses kein Betrieb. Im Jahr 2018 fuhren insgesamt rund 1,5 Millionen Fahrgäste mit dem Stadtbus Donauwörth.

Zum ersten Juli 2016 wurde die neuen Linien 4 und 5 in Betrieb genommen, die Donauwörth mit dem Umland verbinden. Die Linie 4 verstärkt zudem den Takt auf der Stadtlinie 3 und die Linie 5 durchfährt die Reichsstraße und sorgt somit für zusätzliche Fahrten vom Bahnhof in die Innenstadt. Außerdem werden nun am Abend und samstags zusätzliche Fahrten angeboten.

Mit der Eröffnung des Nahversorgungszentrums Donaumeile in der Dillinger Straße am 5. Oktober 2017 bekam der Stadtbus ebenfalls eine neue Haltestelle (Härpferpark), die sich direkt am Eingang des Einkaufszentrums befindet. Sie wird von den Linien 1-6 im gewohnten Takt bedient.

Im August 2019 kam mit dem Betreiberwechsel die neue Linie 6 hinzu, zusätzlich wurden neue Busse angeschafft. Ebenso wurde die Fahrplan-App Wohin-Du-Willst eingeführt.

Stadtbuslinien
Linie Laufweg Bedienungshäufigkeit Fahrzeuge
1 Parkstadt – Zentrum – Bahnhof – Donau-Ries-Klinik 30-Minuten-Takt Solobusse
2 Bahnhof – Zentrum-Riedlingen – Bahnhof 30-Minuten-Takt Solobusse
3 Bahnhof – NordheimAuchsesheim 60-Minuten-Takt Kleinbusse
4 Bahnhof – Nordheim – Bäumenheim – Hamlar – Eggelstetten – Oberndorf morgens 30-Minuten-Takt, tagsüber einzelne Fahrten Klein- und Solobusse
5 Bahnhof – Zentrum – Tapfheim – Bissingen einzelne Fahrten Klein- und Solobusse
6 Bahnhof-Zirgesheim-Schellenberg-Zentrum 30-Minuten-Takt Kleinbusse

Am Samstag fahren alle Linien im 60-Minuten-Takt und sonntags ist mit Ausnahme des Kirchenbusses kein Betrieb. Insgesamt gibt es im Stadtgebiet über 50 Haltestellen, die der Stadtbus anfährt.

Fahrpreise im Stadtbus Donauwörth
Einzelfahrkarte 1,40 €
Tageskarte 2,30 €
Familientageskarte 5,50 €
Einzelfahrkarte Kind 0,90 €
Wochenkarte 11,40 €
Schüler-Wochenkarte 9,00 €
Bürgerticket für 2 Erwachsene 34,00 € monatlich

Die dargestellten Preise beziehen sich auf die Tarifzone DON, die das gesamte Stadtgebiet mit den Stadtteilen umfasst. Stand: Oktober 2017.

Betreiber des Stadtbusses Donauwörth sind seit dem 1. August 2019 folgende Unternehmen:

Vorherige Busunternehmen bis Ende Juli 2019 waren folgende:

Luftfahrt

Für Luftfahrzeuge aller Art bis zu einem Höchstabfluggewicht (MTOW) von 2000 kg (5700 kg) steht der Sonderlandeplatz Flugplatz Donauwörth-Genderkingen zur Verfügung.

Ansässige Unternehmen

Medien

In Donauwörth erscheint als Tageszeitung die „Donauwörther Zeitung“, zugehörig zur Augsburger Allgemeinen. Sie unterscheidet sich im Wesentlichen lediglich im Lokalteil.

Das Funkhaus in Donauwörth ist der lokale Rundfunkanbieter für die Region Donauwörth, Dillingen und Teile von Augsburg-Land. Von dort wird Radio RT.1 Nordschwaben ausgestrahlt.

Der örtliche Fernsehsender heißt augsburg.tv (Kürzel: a.tv) täglich im Kabelfernsehen auf einem eigenen Kanal (unterbrochen durch Sendungen von Bloomberg TV und RTL Shop), zeitweise (werktags Montag bis Freitag von 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr) im Regionalfenster von RTL Television und im Internet auf dessen Homepage.

Des Weiteren gibt es die Internetzeitung Donau-Ries-Aktuell. Auf dem Nachrichtenblog erscheinen aktuelle Geschehnisse aus Donauwörth sowie dem Landkreis Donau-Ries.

Öffentliche Sicherheit/Staatliche Einrichtungen

Bildung

Ehemalige Garnison

In Donauwörth bestand von 1958 bis März 2013 die Alfred-Delp-Kaserne. Namenspatron war der Jesuit, Priester und Widerstandskämpfer Alfred Delp, der dem Kreisauer Kreis angehörte. 1945 war dieser vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und hingerichtet worden.[25] Die Truppenreduzierung nach dem Ende des Kalten Krieges wirkte sich auch auf Donauwörth aus. Unter anderem wurde das Panzerartilleriebataillon 305 aufgelöst. Nach Außerdienststellung des EloKa-Bataillon 922 im März 2013 im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr wurde die Alfred-Delp-Kaserne geräumt.

Die Aufgaben des Systemzentrums 22 der Luftwaffe in der Liegenschaft der Firma Airbus Helicopters sollen ab 2015 an das Heer übergeben werden.

Sport


In den 1970er und 1980er Jahren spielte die Damenmannschaft der Tischtennisabteilung des Vereins VSC 1862 Donauwörth in der Tischtennis-Bundesliga. 1991 zog sich der Verein aus der BL zurück.[26]

Im Stadtgebiet existieren mehrere Fußballvereine. Der FC Donauwörth 08 wurde 2008 gegründet und spielte u. a. in der Bezirksliga Schwaben Nord. Ende 2017[27] löste sich dieser jedoch auf, die Mannschaften und das Spielrecht in der Bezirksliga wurden vom Stadtrivalen SV Wörnitzstein-Berg übernommen.[28] Des Weiteren existieren noch die SpVgg Riedlingen, der TKSV Donauwörth und der FC Zirgesheim. Im Nachwuchsfußball bestand die Juniorenfördergemeinschaft (JFG) Donauwörth, an der die örtlichen Vereine (ausgenommen die SpVgg Riedlingen) gemeinsam Teil hatten. Ende 2017 wurde jedoch auch diese aufgelöst und die Mannschaften dem SV Wörnitzstein-Berg zugeordnet.[27]

Das städtische „Stadion im Stauferpark“ wurde am 13. Mai 1988 eröffnet und hat ein Fassungsvermögen von 10.000 Plätzen. Das Leichtathletikstadion war bereits mehrfach Spielstätte für überregionale Spiele. Es fanden mehrere Spiele des Fuji-Cups in diesem Stadion statt (unter anderem zwischen dem FC Bayern München und dem 1. FC Köln) sowie zahlreiche Länderspiele deutscher Jugendnationalmannschaften (unter anderem das U-21-Länderspiel zwischen Deutschland und Marokko 1991) sowie ein Spiel der U-18-Fußball-Europameisterschaft 2000 zwischen Frankreich und Tschechien.[29]

Persönlichkeiten


Literatur


Weblinks


Commons: Donauwörth  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Wikisource: Donauwörth – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise


  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Donauwörth in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 3. September 2019.
  3. C. Sallinger: Kurzgefasste Geschichte des berühmten Klosters zum heiligen Kreuz und der ehemaligen freien Reichsstadt Donauwörth, Nach Königsdorfer bearbeitet von C. Sallinger., 1844. (Google Books )
  4. Heinrich Gottfried Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 806–822 eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
  5. Schwäbischwerd; alter Stadtname auf der Website der Stadt
  6. Vgl. BSLK, S. 765; vgl. S. 17.
  7. Peter Engerisser: Nördlingen 1634. Die Schlacht bei Nördlingen - Wendepunkt des Dreißigjährigen Krieges. Verlag Späthling Weißenstadt 2009, ISBN 978- 3-926621-78-8, S. 25–36, S. 43–51, S. 80
  8. Art. 11 des Fünften Gesetzes zur Änderung der Gliederung von Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften vom 26. Juli 1997 (GVBl S. 309)
  9. VHS Donauwörth (Memento des Originals vom 4. Januar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 5. Juli 2013
  10. http://www.br.de/nachrichten/schwaben/inhalt/wagenknecht-haus-donauwoerth-abriss-100.html
  11. http://www.augsburger-allgemeine.de/donauwoerth/Wagenknechthaus-Der-Abriss-hat-begonnen-id41362826.html
  12. Donauwörth ist Fairtrade-Stadt , B4B Wirtschaftsleben Schwaben vom 20. Juni 2016; Zugriff am 20. Juli 2017
  13. https://www.donau-ries-aktuell.de/donauhafen-wird-im-mai-eroeffnet
  14. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 449.
  15. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 792 und 793.
  16. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
  17. Rainer Eisenschmid: Baedeker Reiseführer Deutschland 2000, S. 245. Stuttgart 2000.
  18. http://www.bayerisches-nationalmuseum.de/index.php?id=1059, Donauwörther Fuggerkabinett als Kunstwerk des Monats Mai 2018 im Bayerischen Nationalmuseum, abgerufen am 6. Februar 2019.
  19. Bundesumweltministerium: Alleen-Fan – Kampagne. In: alleen-fan.de. 26. April 2011, abgerufen am 1. Januar 2015.
  20. admin: EuroVelo 6: Explore European rivers by bike! — EuroVelo. Abgerufen am 23. April 2017 (englisch).
  21. Donauradweg. Abgerufen am 23. April 2017.
  22. Mehr ICEs für Donauwörth , Augsburger Allgemeine vom 4. April 2017; Zugriff am 14. August 2019
  23. Der neue Stadtbus Donauwörth , abgerufen am 1. September 2011
  24. Fahrpläne der VDR
  25. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 130
  26. Zeitschrift DTS, 1991/8 S. 44
  27. a b Die JFG Donauwörth löst sich auf , Augsburger Allgemeine vom 13. September 2017; Zugriff am 16. März 2018
  28. Ist der FC Donauwörth bald Geschichte? , Augsburger Allgemeine vom 29. Februar 2016; Zugriff am 16. März 2018
  29. fcdonauwoerth.de Daten zum Stadion (Memento vom 1. November 2011 im Internet Archive)



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