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Domenico Cimarosa



Domenico Cimarosa (* 17. Dezember 1749 in Aversa, Königreich Neapel; † 11. Januar 1801 in Venedig) war ein italienischer Komponist.

Inhaltsverzeichnis

Leben


Seine Eltern waren arm, aber darauf bedacht, ihrem Sohn eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Nach dem Umzug nach Neapel gaben sie ihn auf eine freie Schule, die mit einem der Klöster der Stadt verbunden war. Der Organist des Klosters, Padre Polcano, der die Intelligenz des Jungen bemerkt hatte, unterrichtete ihn in den Grundelementen der Musik sowie der alten und modernen Literatur des Landes. Seinem Einfluss verdankte Cimarosa den freien Zugang zum Konservatorium von Santa Maria di Loreto, wo er elf Jahre blieb und hauptsächlich die großen Meister der alten italienischen Schule studierte. Niccolò Piccinni, Antonio Sacchini und andere Musiker von Rang waren unter seinen Lehrern.

Im Alter von zwanzig Jahren begann Cimarosa seine Karriere als Komponist mit der Opera buffa Le Stravaganze del Conte, die 1772 am Teatro del Fiorentini in Neapel uraufgeführt wurde. Das Werk bestand aus nur zwei Akten, weshalb zur Ergänzung der Einakter Le Pazzie di Stelladaura e di Zoroastro angehängt wurde, eine Farce voller Humor und Überspanntheiten. 1774 wurde er nach Rom eingeladen, um eine Oper für die kommende Saison zu schreiben; daraufhin komponierte er die Opera buffa L'Italiana in Londra, die ihn über Neapel hinaus bekannt und berühmt machte.

Die nächsten dreizehn Jahre enthält Cimarosas Leben keine bemerkenswerten Ereignisse. Er arbeitete 1781–1782 als maestro di cappella am Ospedaletto in Venedig, schrieb weiter eine Reihe von Opern für verschiedene italienische Theater, lebte zeitweise in Rom, zeitweise in Neapel und war auf Aufführungsreisen. Von 1784 bis 1787 lebte er in Florenz und schrieb ausschließlich für das Theater der Stadt. In dieser Zeit ist seine Produktivität enorm, sie besteht aus komischen und ernsten Opern, Kantaten und kirchenmusikalischen Werken. Folgende Werke unter vielen anderen sind der Erwähnung wert: Caio Mario; die drei biblischen Opern Assalone, La Giuditta und Il sacrificio d’Abramo, dazu Il Convito di Pietra und La Ballerina amante, eine komische Oper, die in Venedig mit großem Erfolg uraufgeführt wurde.

1787 ging Cimarosa auf Einladung der Zarin Katharina II. nach Sankt Petersburg. An ihrem Hof blieb er vier Jahre und schrieb auch hier eine enorme Anzahl von Kompositionen, viele in der Art von pièces d'occasion, von denen zumeist nicht einmal die Namen erhalten geblieben sind. 1791 verließ er Russland und ging auf Einladung von Kaiser Leopold II. als Nachfolger Antonio Salieris als Hofkomponist nach Wien. Hier komponierte er sein Meisterwerk Il matrimonio segreto (Die heimliche Ehe), das unter den besten Leistungen leichter Opernmusik rangiert. 1793 kehrte Cimarosa nach Neapel zurück, wo Il matrimonio segreto und andere Werke mit großem Beifall aufgenommen wurden. Unter den Kompositionen aus der Zeit seines letzten Aufenthalts in Neapel seien die Opera buffa Le astuzie femminili und die Opera seria Gli Orazi ed i Curiazi erwähnt. Letztere schrieb er 1796 für Venedig und schuf damit ein Werk, das weit über die Schwelle zum 19. Jahrhundert hinauswies.

Während der Besetzung Neapels durch die Truppen der Französischen Republik nahm Cimarosa Kompositionsaufträge der neuen Machthaber an, weswegen er bei der Rückkehr der Bourbonen inhaftiert und zum Tode verurteilt wurde. Durch Intervention einflussreicher Bewunderer wurde seine Verurteilung in eine Verbannung gemildert, so dass er Neapel in Richtung Sankt Petersburg verlassen konnte. Aber seine Gesundheit war jetzt gebrochen, und nach langem Leiden starb er in Venedig im Januar 1801 an einer Dickdarmentzündung. Die Art seiner Erkrankung führte zu dem Verdacht, er sei von seinen Gegnern vergiftet worden, was aber bei einer formellen Untersuchung als unbegründet zurückgewiesen wurde. Er arbeitete bis zum letzten Moment seines Lebens, so dass eine seiner Opern, Artemisia, bei seinem Tod unvollendet blieb.

Werke


Außer Opern schrieb Cimarosa dramatische Kantaten, Kirchenmusik, Klaviersonaten, Oratorien, Sinfonien und Solokonzerte.

Digitalisate


  1. L’italiana in Londra. Libretto-Digitalisat bei Google Books. Digitalisat im Portal Internet Culturale.
  2. Villana riconosciuta. Digitalisat im Portal Internet Culturale.
  3. Fanatico burlato. Digitalisat im Portal Internet Culturale.
  4. Cleopatra. Digitalisat im Portal Internet Culturale.

Sonstiges


Nach Cimarosa wurde das Pumpspeicherkraftwerk Domenico Cimarosa benannt.

Literatur


Weblinks


Commons: Domenico Cimarosa  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



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