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Diez




Wappen Deutschlandkarte

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Diez
Höhe: 110 m ü. NHN
Fläche: 12,41 km2
Einwohner: 11.074 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 892 Einwohner je km2
Postleitzahl: 65582
Vorwahl: 06432
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 029
Adresse der Verbandsverwaltung: Louise-Seher-Straße 1
65582 Diez
Website: www.stadt-diez.de
Stadtbürgermeisterin: Annette Wick (SPD)
Lage der Stadt Diez im Rhein-Lahn-Kreis

Die Stadt Diez ist ein staatlich anerkanntes Heilbad[2] und eine ehemalige Residenzstadt an der Lahn im Rhein-Lahn-Kreis im Land Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde.

Diez erfüllt nach rheinland-pfälzischer Landesplanung die Funktion eines Mittelzentrums und bildet zusammen mit der unmittelbar angrenzenden, hessischen Stadt Limburg an der Lahn ein länderübergreifendes Doppelzentrum mit rund 45.000 Einwohnern.

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Geographische Lage

Das Zentrum von Diez liegt vier Kilometer südwestlich von Limburg an der Lahn und 31 Kilometer östlich von Koblenz. Die Stadt Limburg (Hessen) schließt sich nahtlos an Diez an. Die Landschaft um Diez gehört zum Rheinischen Schiefergebirge. Das Lahntal bildet dabei die Grenze zwischen den Mittelgebirgen des nördlich gelegenen Westerwaldes und des nach Süden ansteigenden Taunus. In der Diezer Pforte verlässt die Lahn das Limburger Becken und geht, von ansteigenden Terrassenfluren begleitet, bei Fachingen in das Untere Lahntal über. Die Stadt Diez liegt an der Mündung von der Aar (im Taunus entspringend) in die Lahn. Der einzige Stadtteil Freiendiez liegt östlich des Stadtzentrums an der Aar.

Geologie

Die Böden in der Region Diez gehören überwiegend zu den Braun- bzw. Parabraunerden.[3][4]

Geschichte


Erste menschliche Siedlungsspuren für die Altsteinzeit (20.000–12.000 v. Chr.) fand man im Höhlensystem der Wildweiberlei (zwischen Diez und Altendiez).[5][6] Auch in keltischer Zeit war der Diezer Raum besiedelt; davon zeugen Hügelgräber und Funde von latènezeitlicher Keramik.

Der Ortsname Diez wandelte sich im Lauf der Zeit vom fränkischen Theodissa über Thidesse/Diedisse und Dietz hin zu der heutigen Schreibweise Diez. Die Siedlung Theodissa wurde 790 in einer Urkunde Karls des Großen als Besitztum der Abtei Prüm erwähnt. In der nach-karolingischen Zeit gehörte Diez, im Bereich des Niederlahngau, zum Herrschaftsbereich der Konradiner.

Die Grafen von Diez wurden im Jahr 1073 zum ersten Mal namentlich in einer Verkaufsurkunde von Gütern in Bodenheim erwähnt. Heinrich II. von Diez (1145–1189) begleitete Friedrich Barbarossa auf dessen Italienzügen und war dort an diplomatischen Verhandlungen beteiligt.[7] Sein Sohn Heinrich III. gehörte dem Regentschaftsrat und dem Erzieherkreis Heinrichs VII. an.

Graf Gerhard IV. (1276–1308) gründete 1289 ein Kollegiatstift am Fuße des Burgbergs. Die Gründungsgemeinschaft stammte aus dem Chorherrenstift Salz. Das Stift wurde nach der Patronin der Kirche Sankt Marien Stift benannt.

Die Stadt Diez erhielt durch Ludwig den Bayern 1329 das Stadtrecht. Eine Stadtbefestigung mit Mauer und fünf Toren wurde daraufhin errichtet.

Die Dynastie der Grafen von Diez erlosch im Jahr 1386.

Ab 1453, nach dem Tod seines Sohnes, nannte sich Philipp der Ältere Graf von Katzenelnbogen-Diez. In seinen Besitzurkunden findet sich schon 1446 ein Weingarten jenseits der Brücke von Henne Krebs. 1479 starb die männliche Linie der Grafen von Katzenelnbogen aus. Landgraf Heinrich III. von Hessen erbte die Grafschaft und mit ihr auch Diez. Der Titel Graf zu Diez (Dietz) ist bis heute Bestandteil des Familiennamens im Haus Hessen.

1634 näherte sich der Infant Don Fernando mit seinen Truppen der Stadt und Grafschaft von Diez. In die Stadt hatten sich die gesamten Einwohner mit ihrer besten Habe geflüchtet. Mutig trat ihm die Fürstin Sophie Hedwig von Braunschweig-Wolfenbüttel (1592–1642) mit ihrem Hofstaat entgegen, (die Witwe von Ernst Casimir von Nassau-Dietz 1573–1632) und lud ihn mit seinen höheren Offizieren zur Tafel. Der ritterliche junge Herr nahm die Einladung an und verschonte auf die Fürsprache der Fürstin Stadt und Land mit jeglicher Contribution. Er hielt, um alle etwaigen Plünderungen zu verhüten, beim Abzug auf der Straße, bis alle seine Truppenteile die Lahnbrücke passiert hatten.

Die Schweden versuchten 1634 vergeblich, die Lahnbrücke zu sprengen (die Pulverladung war zu schwach; nur ein Brückenpfeiler verschob sich von seiner Stelle).[8]

Diez wurde später der Stammsitz der Grafen von Nassau-Diez, die im 17. und 18. Jahrhundert als Statthalter in den Niederlanden Dienst taten und auf die das heutige niederländische Königshaus zurückgeht.[9]

Am 16./17. September 1796 kam es im Zuge des Ersten Koalitionskrieges zwischen Österreichern und Franzosen in der Gegend zwischen Diez und Limburg (vor allem in der Diersteiner Aue) zur Schlacht bei Limburg. Nach dem Gefecht auf dem Mensfelder Kopf zogen sich die Franzosen vor den heranrückenden Österreichern über die Lahnbrücke zurück durch die Stadt Diez. Um die Verfolger aufzuhalten, setzten sie die Häuserreihen in der engen Straße vor der Brücke in Brand. Sie erschossen jeden, der versuchte die Flammen zu löschen; deshalb brannten große Teile der heutigen Altstadt ab.[10] Diez diente den Österreichern und den Franzosen abwechselnd als Einquartierungsort.

Ende des 18. Jahrhunderts gingen alle linksrheinischen Gebiete an Frankreich („Franzosenzeit“) und das Fürstentum Oranien entstand. 1806 ging die Grafschaft Nassau-Diez im Herzogtum Nassau auf. 1810 bis 1818 bestand das Oberappellationsgericht Diez. Nach der Annexion des Herzogtums Nassau durch Preußen im Deutschen Krieg im Jahr 1866 wurde das „Nassauer Land“ und damit auch Diez preußisch. Aufgrund der preußischen Verordnung vom 22. Februar 1867 wurde das Amt Diez aufgelöst und der Unterlahnkreis mit der Kreisstadt Diez gebildet. Anfangs gehörte auch Limburg zum Unterlahnkreis; Limburg bekam im Jahr 1886 den Sitz des neu errichteten Kreises Limburg. Im Zuge der Gebietsreform von 1969 wurden der Unterlahnkreis und der Loreleykreis (Sitz: St. Goarshausen) zum Rhein-Lahn-Kreis zusammengelegt; zu seinem Sitz wurde die Kurstadt Bad Ems ernannt. Damit verlor Diez seine Funktion als Kreisstadt.

Philipp von Hessen, der Oberpräsident der ehemaligen Provinz Hessen-Nassau, verfügte 1938 die Eingemeindung der finanzstarken Gemeinde Freiendiez in die Stadt Diez. Damals zählte Freiendiez über 3000 Einwohner und hatte mehr als 900 ha Gemarkungsfläche. Die ehemalige selbstständige Gemeinde wurde zum Stadtteil Diez-Ost.[11] 1988 konnte eine Bürgerinitiative die offizielle Umbenennung des Stadtteils in „Freiendiez“ erreichen.[12]

An die Hinrichtung von 16 jungen Luxemburgern im Herbst 1944[13] erinnert im Robert-Heck-Park ein Denkmal. Unmittelbar daneben befindet sich ein Gedenkstein für NS-Opfer.

Am 7. Februar 1984 verursachte ein Hochwasser Schäden in Millionenhöhe.

Niederadel

In Diez waren im Hochmittelalter mehrere Ritterfamilien angesiedelt. Vermutlich handelte es sich bei ihnen um einstige Burgmannen der Grafen von Diez, die aus der Schicht der Ministerialen hervorgegangen waren. Allerdings hatten sie sich im frühen 13. Jahrhundert, in dem die Familien erstmals fassbar werden, schon weitgehend aus der Verbindung zum Grafenhaus gelöst.

Das bedeutendste und langlebigste Haus wird meist nur von Diez oder nach ihrem Hauptsitz Burg Ardeck benannt. Sie führten einen goldenen oder silbernen Löwen in einem roten Schild. Die Familie führte den Titel der Erbmarschälle der Grafschaft Diez und nutzte diesen auch lange nach dem Ende der Grafschaft bis ins 18. Jahrhundert hinein. Ihr ältestes Mitglied wurde 1291 erwähnt. Zahlreiche Mitglieder treten als Amtleute Kurtriers und verschiedener nassauischer Linien in der Region auf, vereinzelt auch im gesamten Rheinland und bis in das heutige Saarland. Bedeutende Mitglieder waren Dietrich der Alte († zwischen 1543 und 1569), Burggraf zu Ehrenbreitstein, Anna, 1545 Äbtissin des Klosters Dierstein, Emmerich († wohl 1560), Verweser des Klosters Dierstein, Johann Valentin († zwischen 1610 und 1612), kurmainzischer Prokurator und markgräflich badener Rat zu Mainz. Das letzte Mitglied im Mannesstamm starb 1733, das letzte weibliche Mitglied 1778. Durch die lange Existenz sammelte das Haus umfangreichen Besitz in der Region an, der sich von Diez aus insbesondere nach Norden, Osten und Südosten ausdehnte. Es sind aber auch Besitzungen unter anderem in Darmstadt, Ochtendung, Kobern an der Mosel, Kreuznach und Bergzabern nachgewiesen.

Die Specht von Diez werden im Jahr 1215 erstmals erwähnt, tauchen aber bald vor allem als von Bubenheim oder Specht von Bubenheim nach dem heute wüsten Ort Bubenheim nahe Kirberg auf. Die Familie führte einen schräggegitterten Balken im Schild. Sie dürften Verwandte der von Ahlbach und der von Kirchdorf-Kirberg gewesen sein. Die Familie ist nur bruchstückhaft nachweisbar und taucht mit Ämtern und Lehen in Diez, Montabaur, Netzbach, Fachingen, Holzheim, Aull, Erbach bei Camberg und Freiendiez auf. Letzte Nachkommen der Familie lassen sich 1352 in Montabaur fassen.

Die Rödel von Diez (nicht zu verwechseln mit der Familie Rödel nach dem gleichnamigen Hof bei Welterod) waren möglicherweise aus einer unebenbürtige Verbindung eines Grafen von Diez hervorgegangen. Darauf deuten zwei übereinanderschreitende Leoparden in ihrem Schild hin. 1263 werden die Rödel erstmals erwähnt. Neben Diez waren eine vor 1362 erbaute Burg bei Hahnstätten und eine Ganerbschaft auf Burg Reifenberg die Sitze der Familie. Bedeutendes Mitglied war Dietrich oder Tilmann († 1323), Dekan zu St. Florin in Koblenz. Letztmals ist die Familie 1395 erwähnt. Die Familie war mit Streubesitz in der Region bis nach Steinbach und Thalheim bei Hadamar, Burglehen in Montabaur, Balduinstein und Rheineck und größeren Besitzungen in Rhens, Breisig und Andernach begütert.

Kleinere, kaum fassbare Familien sind die vom Turm in Diez, die von 1253 bis 1326, und die Nail von Diez, die von 1299 bis 1367 erwähnt werden.

Religionen


Christentum

Römisch-Katholische Kirche

Die Stadt Diez ist der römisch-katholischen Pfarrei Herz-Jesu in Diez zugeordnet und gehört mit ihr zum pastoralen Raum Diez, welcher selbst wiederum dem Bezirk Limburg im Bistum Limburg eingegliedert ist.[14]

Evangelische Kirche (EKHN)

Auf evangelischer Seite ist die Kernstadt Diez der Stiftskirchengemeinde und der Stadtteil Freiendiez der Kirchengemeinde St. Jakobus, jeweils im Dekanat Nassauer Land der Propstei Rheinhessen-Nassauer Land in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), zugehörig.

Judentum

Einwohner jüdischen Glaubens ließen sich in Diez bereits im Mittelalter nachweisen (1286 bzw. 1303). In den Jahren 1337 und 1348/49 war auch die jüdische Bevölkerung in Diez von Pogromen betroffen. Die Höchstzahl von jüdischen Einwohnern wurde 1895 mit 130 Personen gezählt. Zunächst war Diez auch der Sitz des Bezirksrabbinats, ab Ende des 18. Jh. dann Sitz des Landesrabbiners von Nassau-Oranien. Ab 1860 gehörte dann die jüdische Gemeinde in Diez zum Rabbinatsbezirk Ems.[15]

In Diez bestand ein deutsch-israelitisches Kinderheim bis zu seiner Schließung im Jahr 1935. Eine Gedenktafel auf dem Schlossberg (oberhalb der Schlossbergtreppe) erinnert an die Vertreibung und Deportation der Kinder und ihrer Erzieher(innen) am 20. August 1935.[16]

Die Synagoge wurde in den Novemberpogromen 1938 geschändet, die Inneneinrichtung zerstört. Nach dem Krieg wurde das Gebäude 1951 abgebrochen.

Nach 1939 wurden 12 Diezer jüdischer Herkunft deportiert und in den NS-Konzentrationslagern ermordet.

Ein alter jüdischer Friedhof (angelegt am Anfang des 17. Jahrhunderts) wurde in der Zeit des Nationalsozialismus eingeebnet. Auf dem Grundstück befindet sich heute das Finanzamt.

Ein neuerer jüdischer Friedhof (angelegt am Ende des 19. Jahrhunderts) liegt auf dem Guckenberg in Diez.[17]

Politik


Stadtrat

Gewinne und Verluste

Der Stadtrat in Diez besteht aus 28 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Stadtbürgermeisterin als Vorsitzender.

Sitzverteilung im Stadtrat:

Wahl SPD CDU FDP FWG BfD WGR Gesamt
2019[18] 10 8 3 7 28 Sitze
2014[19] 8 9 2 6 3 28 Sitze
2009 7 7 3 6 5 28 Sitze
2004 7 9 2 3 6 1 28 Sitze

Stadtbürgermeister

Im Mai 2014 wurde Frank Dobra (CDU) zum neuen Stadtbürgermeister gewählt. Vorgänger Gerhard Maxeiner war 25 Jahre im Amt.[20] Zur Wiederwahl 2019 trat er nicht mehr an.[21]

Im Mai 2019 wurde Annette Wick (SPD) mit 57,1 % der Stimmen gewählt und setzte sich damit gegen Axel Fickeis (CDU) mit 42,9 % durch.[22]

Partnerstadt

Partnerstadt von Diez ist der sächsische Kurort Bad Düben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Bauwerke

Beherrscht wird das Stadtbild vom hochmittelalterlichen Grafenschloss Diez, dessen älteste Teile im 11. Jahrhundert erbaut wurden. Von 1743 bis 1784 wurde das Grafenschloss als nassauisches Amtshaus genutzt, danach diente es als Strafanstalt beziehungsweise Zuchthaus bis 1927. Im 18. und 19. Jahrhundert befand sich hier die bedeutendste Verarbeitungsstätte des Lahnmarmors. Seit 24. Juni 2006 ist es ein Jugendgästehaus des Deutschen Jugendherbergswerks und bietet seit dem 3. Oktober 2007 dem neuen Museum im Grafenschloss Platz (im Arbeitsflügel und im Gotischen Haus).

Unterhalb des Grafenschlosses liegt die mittelalterliche Stiftskirche, erbaut von Graf Gerhard 1289. Sie war Maria geweiht und Sitz eines Chorherrenstifts. Im Inneren befinden sich mehrere Grabmäler Diezer und Nassauer Adliger, unter denen das künstlerisch aufwändig gestaltete der Fürstin Amalie von Diez-Nassau hervorsticht. Weiteres markantes Ausstattungsstück ist der romanische Grabstein. Er ist älter als die Kirche, sein Ursprung ist unbekannt.

Die Stadtmauer sowie Reste eines der Stadttore aus dem 14./15. Jahrhundert sind noch teilweise erhalten.

Am nördlichen Stadtrand liegt das Barockschloss Oranienstein, das 1684 Fürstin Albertine Agnes (1634–1696) auf den Ruinen des Benediktinerinnenklosters „Dierstein“ errichten ließ. Ihre Nichte Henriette Amalie von Nassau-Diez, eine geborene Prinzessin von Anhalt-Dessau, gestaltete das Schloss 1696 zu einem Barockschloss um. Unter ihr wurde der Bau dann endgültig nach 21 Jahren im Jahr 1705 fertiggestellt.

Museen

Das Museum Nassau-Oranien in Schloss Oranienstein bietet regelmäßige Führungen durch die barocken Räumlichkeiten des Schlosses an und zeigt die Bezüge von Diez, über das Adelsgeschlecht der Oranier zum heutigen niederländischen Königshaus auf.

Das Museum im Grafenschloss Diez im Grafenschloss Diez – Themen der Dauerausstellung: Vor- und Frühgeschichte, Geschichte des Grafenschlosses, Stadtgeschichte Diez (vom Mittelalter bis heute), Fürstengalerie.

Stadtwald „Hain“

Der Hain ist der Diezer Stadtwald. Das rund 40 Hektar große Gelände war ursprünglich Teil der Parkanlage von Schloss Oranienstein. Wilhelm V. (1748–1806) schenkte das Areal den Bürgern der Stadt Diez. Heute dient der Hain als Naherholungsgebiet mit Spielplatz, Trimm-Dich-Pfad und Tennis- sowie Minigolfplätzen. Außerdem befindet sich im Hain ein Kletterpark.

Musik und Konzerte

Bildende Kunst

Darstellende Kunst

Kulturzentren und Veranstaltungsorte

Feste, Unterhaltung, Brauchtum

Weitere Einrichtungen

Wirtschaft und Infrastruktur


Diez ist Bundeswehrstandort (siehe dort) und verfügt über verschiedene Kleinindustrie. Von Bedeutung war die Kalk- und Marmorindustrie, doch wurden die meisten Steinbrüche in den 1970er Jahren stillgelegt.

Ansässige Unternehmen

Seit 1963 ist Diez Sitz des Unternehmens W. F. Kaiser u. Co. GmbH, im allgemeinen Sprachgebrauch bekannt als Kaiser Backformen.

Behörden, Institutionen, Einrichtungen

Stadtentwicklung und Standortmarketing

Bündnis Innenstadt Diez (BID)

Nach dem Vorbild des nordamerikanischen Konzepts des Business Improvement District hat sich 2006/2007 eine Genossenschaft in Diez zusammengeschlossen, um als private Immobilien- und Standortgemeinschaft die Innenstadt von Diez zu beleben und (mit-)zu entwickeln. Eine Basis dazu bietet auch die intensive Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Diez. Auf diese Weise werden synergetisch private und kommunale Ressourcen genutzt werden, um auch neue Möglichkeiten der Entwicklung für den Geschäfts- und Dienstleistungssektor der Stadt umsetzen zu können. Zwischen dem Bündnis Innenstadt Diez (BID) und der Stadt Diez wurde dazu im Mai 2008 ein entsprechender Kooperationsvertrag geschlossen.

Oraniertisch

Die Initiativ-Gruppe Oraniertisch von Diezer Bürgerinnen und Bürgern ist ein nichtgewerblicher Zusammenschluss zur Entwicklung der Lebenswelt der Stadt und Region Diez. Diese Arbeit findet in sechs bestehenden Arbeitskreisen statt, die sich innerhalb ihres Themengebiets Arbeitsschwerpunkte und Projekte wählen und bearbeiten.

Verkehr


Individualverkehr

Die Bundesautobahn 3 mit der Anschlussstelle 41 Diez und die Bundesstraßen 54 und 417 sowie die Landesstraße 318 stellen die Hauptverkehrsadern für Diez dar.

Eisenbahnverkehr

Diez ist mit der Lahntalbahn über die Strecke Koblenz–Gießen an die Regionalbahnlinie RB23 Lahn-Eifel-Bahn (Limburg – Bad Ems – Koblenz – Andernach – Mendig – Mayen Ost) sowie den Lahntal-Express RE25 (Koblenz Hbf – Bad Ems – Limburg – Wetzlar – Gießen) angeschlossen, welche von der Deutschen Bahn bedient werden. Weitere Bahnlinie: Limburg–Altenkirchen mit dem Haltepunkt Diez-Ost an der Stadtgrenze zu Limburg stellt die Verbindung in den Westerwald her. Von hier verkehren täglich die Züge der Hessischen Landesbahn HLB RB90 Westerwald-Sieg-Bahn (Limburg (Lahn)–Westerburg–Nistertal/Bad Marienberg-Hachenburg–Altenkirchen–Au-Wissen-Siegen-Kreuztal) sowie die Linie RB 29 (Unterwesterwaldbahn) (Limburg–Elz Süd-Montabaur–Siershahn). Die Reaktivierung der stillgelegten Aartalbahn in Richtung Wiesbaden ist in ihrem rheinland-pfälzischen Abschnitt seit dem Jahr 2008 in der politischen Diskussion, eine Umsetzung ist allerdings nicht absehbar.

Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude von 1862 ist als neunachsiger klassizistischer Putzbau mit turmartig erhöhten Seitenrisaliten ausgeführt. Der Gesamtzustand des Bahnhofs ist jedoch auch nach dem Verkauf des Gebäudes an eine Recycling-Firma im Jahr 2011 weiterhin desolat.[25] Eine Barrierefreiheit ist nicht gegeben.[26]

Stadtbus- und Regionalbusverkehr

Zahlreiche Buslinien im Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) verbinden Diez im öffentlichen Personennahverkehr mit dem Umland. Die Buslinie 580 (St.Goarshausen-Rheinfähre – Katzenelenbogen – Diez – Bahnhof Limburg (Lahn)-Südseite – Bahnhof Limburg Süd) verbindet Diez mit dem Rheinland, dem Fernbahnhof Limburg-Süd sowie dem Gewerbegebiet Industriestraße in Diez. Des Weiteren verkehrt die Buslinie 530 (Montabaur-Nentershausen-Diez-Limburg), welche Diez mit den Mittelzentren Montabaur und Limburg verbindet. Innerhalb Diez verkehrt ebenso die Linie 581 (Stadtverkehr Diez) auf dem Fahrtweg Diez Schulstraße – Finanzamt – Bahnhof Diez – Rathaus – Diez Schulstraße – Kiga Schläfer – Toom-Markt – Schulstraße. Die Buslinie 567 verkehrt von Limburg über Diez, Hahnstätten und Rückershausen nach Michelbach.

Fernbusverkehr

Die nächste Anschlussmöglichkeit an den Fernbusverkehr besteht an der Fernbushaltestelle des Bahnhof Limburg-Süd. Von hier aus verkehren Fernbusse der Firmen DeinBus.de und Flixbus und in Richtung Frankfurt am Main, Mainz, Wiesbaden und Köln.

Tourismusverkehr

Die Stadt ist eine Station an der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route, der Lahn-Ferien-Straße und dem Rheinischen Sagenweg.

Bildung, Erziehung, Schulen


Kindergärten und Kindertagesstätten

Schulen

Bildungsträger und Erwachsenenbildung

Jugendzentrum und Jugendhilfe

Gesundheits- und Sozialwesen


Krankenhaus und Fachklinik

Rettungs- und Hilfsdienste

Sport und Freizeit

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Literatur


Weblinks


Commons: Diez  – Sammlung von Bildern
Wikivoyage: Diez – Reiseführer

Einzelnachweise


  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Geologische Übersichtskarte von Hessen. Geschichtlicher Atlas von Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  4. Bodenübersichtskarte von Hessen. Geschichtlicher Atlas von Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  5. Höhlenforschung Rhein-Lahn-Kreis (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  6. Geschichte Rhein-Lahn-Kreis (Memento vom 10. Juni 2009 im Internet Archive)
  7. Zu Graf Heinrich II. von Diez siehe: Italia et Germania. Liber amicorum Arnold Esch, hg. von H. Keller/W. Paravicini/W. Schieder (Tübingen 2001) S. 425–438
  8. August Spieß, Das Lahntal, Verlag L.J.Kirchberger, Januar 1866, Seite 134 u. 137
  9. Nassau-Diez und die Niederlande. Dynastie und Oranierstadt Diez in der Neuzeit. Historische Kommission für Nassau : Wiesbaden 2012. ISBN 978-3-930221-27-1.
  10. August Spieß, Das Lahntal, Verlag L. J. Kirchberger, Januar 1866, Seite 135
  11. Webseite der Stadt Diez: Historisches über Diez (Memento vom 23. Oktober 2011 im Internet Archive), abgerufen am 7. Juli 2011
  12. freiendiez.de: Freiendiezer Ortsgeschichte (Memento vom 25. Juni 2007 im Internet Archive), abgerufen am 7. Juli 2011
  13. Die Hinrichtung von 16 Luxemburgern in Diez im Herbst 1944 von Adolf Morlang
  14. Website der Katholischen Pfarrgemeinde Herz-Jesu in Diez (Memento vom 23. März 2012 im Internet Archive)
  15. Informationen zur jüdischen Gemeinde und zur Synagoge Diez
  16. Information auf den Seiten des Rhein-Lahn-Kreises (Memento vom 13. Februar 2011 im Internet Archive)
  17. Informationen zu den jüdischen Friedhöfen in Diez
  18. Ergebnis der Stadtratswahl. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 27. Mai 2019.
  19. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  20. Rhein-Zeitung vom 26. Mai 2004 – Diez: 71 Prozent für Frank Dobra
  21. Dobra kandidiert nicht mehr
  22. Rhein-Lahn-Zeitung vom 27. Mai 2019, S. 25
  23. Internetpräsenz der Stadtbücherei Diez (Memento vom 23. März 2012 im Internet Archive)
  24. Bundesministerium des Innern: Sicherheit Bundespolizei – Innenminister de Maizière eröffnet neue Bundespolizeiausbildungsstätte in Diez (Memento vom 10. September 2017 im Internet Archive)
  25. Rhein-Lahn-Zeitung 10. November 2011
  26. Barrierefreiheit? – Fehlanzeige!



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